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Exkurs: Ageismus
Zum Welttag gegen Diskriminierung und Misshandlung älterer Menschen
Ob im Alltag, im Gesundheitswesen, auf dem Arbeitsmarkt oder in den Medien – Diskriminierung aufgrund des Alters ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet.
Ageismus – also die ungerechtfertigte, pauschale Ungleichbehandlung und -Beurteilung von Menschen allein ihres Alters – hat viele Erscheinungsformen:
- Einstellungen (negative Altersbilder):
> z.B. abwertende Ansichten, wie dass ältere Menschen etwas nicht mehr lernen/begreifen können - Verhalten:
> z.B. Bevormundung oder Herabwürdigung bei Arztbesuchen oder Kaufprozessen oder unberechtigte Ablehnung in Bewerbungsprozessen - strukturelle Gegebenheiten:
> z.B. strikte, unpassende Altersgrenzen im Arbeitsumfeld oder bei Behandlungen - Darstellungen in Wort und Bild:
> z.B. Verallgemeinerungen wie „die Alten“ oder „apokalyptische“ Sprachbilder vom Altern wie „die überalterte Gesellschaft“ in der Medienberichterstattung
> z.B. defizitäre Darstellungen zur Bebilderung des Themas Alter und ältere Menschen, wie faltige oder gebrechliche Körperteile
All diese Erscheinungsformen können erhebliche Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Menschen haben – von eingeschränkter gesellschaftlicher Teilhabe, über schlechtere Gesundheit und Wohlbefinden bis hin zu geringerer Lebenserwartung.
Mehr zu den Erscheinungsformen von Ageismus, den Ursachen sowie Folgen von Ageismus finden Sie in der Tagungsdokumentation zur begleitenden Veranstaltungsreihe des Neunten Altersberichts der Bundesregierung, der sich unter anderem dem Thema Ageismus widmet. Konkrete Daten zum Thema „Wahrgenommene Altersdiskriminierung in der zweiten Lebenshälfte“ lesen Sie in einer Ausgabe von DZA aktuell – u.a. dazu, wie Altersdiskriminierung häufig in Kombination mit soziodemographischen Merkmalen auftritt.
Glücklicherweise gibt es auch viele positive Beispiele und Empfehlungen zum Umgang mit Ageismus und für ein wertschätzendes Verständnis des Älterwerdens und vielfältige Altersbilder:
- In der Grünen Reihe 2026 „Von alten Klischees zu neuen Chancen" der KGC Brandenburg wird gezeigt, wie man überholten Vorstellungen über das Altern aktiv begegnen kann.
- Angestoßen vom wissenschaftlichen Netzwerk „Altersbilder“ haben Wissenschaftler*innen, Praktiker*innen und Stakeholder*innen sechs Impulse für vielfältigere Altersbilder entwickelt.
- Wertvolle Empfehlungen zu Kinder- und Bilderbüchern, die möglichst vielfältige Altersbilder vermitteln, wurden im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft 2025 ausgewählt.
- Vielfältige Beispiele zur Sensibilisierung von Sprache und Bildern enthält der Kommunikationsleitfaden „‚Altern – ältere Menschen – demografischer Wandel‘ in Sprache und Bild“, der Teil des Programms Altersbilder des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist.
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Leitfaden zur Erstellung von Artikeln für das Internetportal www.gesundheitliche-chancengleichheit.de
Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen..pdf , 144 KB