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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Einsamkeit gemeinsam begegnen - Impulse aus der Fortbildung im November 2024

Chris Spiske , Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt e.V.
18.11.2024

Am 18. November 2024 kamen im Roncalli-Haus Magdeburg kommunale Akteur*innen und Multiplikator*innen aus den Bereichen Gesundheit, Bildung und Sozialwesen zusammen, um an der Fortbildung „Einsamkeit: erkennen, verstehen und handeln“ teilzunehmen. Veranstaltet von der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Sachsen-Anhalt (KGC) der Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt e.V. und gefördert durch das GKV-Bündnis für Gesundheit Sachsen-Anhalt, widmete sich die Fortbildung einer gesellschaftlichen Herausforderung, die in den letzten Jahren zunehmend an Relevanz gewonnen hat.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Einsamkeit erkannt und ihr wirksam begegnet werden kann – eine Aufgabe, die Menschen aller Altersgruppen betrifft. Wissenschaftler*innen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gaben den Teilnehmenden zunächst fundierte Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse. Sie erläuterten, was Einsamkeit ausmacht, wie verbreitet sie ist und welche Formen sie annehmen kann. Dabei wurde deutlich, dass Einsamkeit weit über das Gefühl des Alleinseins hinausgeht und tiefgreifende Auswirkungen auf die psychische und körperliche Gesundheit haben kann.

Doch Theorie allein reicht nicht aus – und so setzte die Fortbildung gezielt auf den Austausch und die aktive Beteiligung der Teilnehmenden. In Gruppenarbeiten und Fallstudien wurde das theoretische Wissen in die Praxis überführt. Die Teilnehmenden analysierten konkrete Situationen aus verschiedenen Lebensphasen und entwickelten gemeinsam Lösungsansätze, die unmittelbar in der beruflichen Praxis angewendet werden können. Von der Einsamkeit Jugendlicher bis hin zur Isolation älterer Menschen – die Vielfalt der Perspektiven sorgte für einen lebhaften Austausch und inspirierende Ideen.

Besonderen Anklang fanden die erarbeiteten Handlungsempfehlungen, die eine Bandbreite an praxistauglichen Ansätzen aufzeigen. Dazu zählen die aufsuchende Sozialarbeit, die Stärkung lokaler sozialer Netzwerke sowie die Verknüpfung von Gesundheitsförderung und Einsamkeitsprävention. Auch der Einsatz digitaler Technologien wurde kontrovers diskutiert. Während digitale Lösungen wie Videochats die Möglichkeit bieten, trotz räumlicher Distanz in Kontakt zu bleiben, bergen sie gleichzeitig das Risiko, persönliche Begegnungen zu ersetzen und so die soziale Isolation weiter zu verstärken.

Die Fortbildung machte eindrücklich klar, dass Einsamkeit eine Herausforderung ist, die nur im Zusammenspiel von Wissenschaft, Politik und Praxis bewältigt werden kann. Mit dieser Veranstaltung setzte die KGC ein wichtiges Signal für die Förderung des sozialen Miteinanders in Sachsen-Anhalt. Die durchweg positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigten, wie groß der Bedarf an Austausch und Fortbildung zu diesem Thema ist.

Die Reise geht weiter: Bereits für das kommende Jahr sind weitere Veranstaltungen geplant, um den Dialog fortzusetzen und die Zusammenarbeit der Akteur*innen weiter zu stärken. Ziel ist es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch konkrete Impulse für die Praxis zu geben – Impulse, die dabei helfen, der Einsamkeit aktiv zu begegnen und soziale Verbundenheit zu fördern.

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  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • 13.06.2026 - 21.06.2026

    Bundesweit

    Aktionswoche Alkohol "Alkohol? Weniger ist besser!"

    Auch im Jahr 2026 wird es wieder eine Aktionswoche Alkohol „Alkohol? Weniger ist besser!“ geben. Dieses Jahr unter dem Motto „Entdecke, wie viel mehr in dir steckt“. Die Aktionswoche Alkohol will zum Dialog rund um das Thema Alkoholkonsum einladen. Mit vielfältigen Formaten informieren die Veranstalter*innen vor Ort und online über die verschiedenen Aspekte des Alkoholkonsums und die Gründe, diesen zu überdenken, sowie über die Vorteile des Verzichts.

    Ideen und Anregungen sowie weitere Informationen zur Aktionswoche und die Möglichkeit zur Anmeldung sind unter anderem auf der Website www.aktionswoche-alkohol.de zu finden. 

    Kategorie: Aktionswoche
  • Online

    Online-Vortrag: Männerschuppen – Men’s Sheds

    Orte der Begegnung und Gesundheitsförderung

    Männerschuppen – sogenannte Men’s Sheds – sind niedrigschwellige Treffpunkte, die insbesondere Männer dabei unterstützen, soziale Kontakte zu knüpfen, aktiv zu bleiben und ihre Gesundheit zu stärken. Wie lassen sich solche Angebote erfolgreich aufbauen und nachhaltig etablieren?

    Die Veranstaltung gibt Einblicke in das Forschungs- und Praxisprojekt „MARS – Männerschuppen als Orte der Prävention und Gesundheitsförderung für Männer ab 50 im kommunalen Setting“ und beleuchtet zentrale Fragen:

    • Wie entstehen Männerschuppen vor Ort?
    • Welche Faktoren tragen zum langfristigen Erfolg bei?
    • Welche Rolle spielen Beteiligung und lokale Netzwerke?
    • Welche Erkenntnisse liefert der neue Leitfaden zur Umsetzung?

    Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: männer.bw, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Abteilung für Chancengleichheit der Landeshauptstadt Stuttgart

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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