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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Einkommensschere geht auseinander

19.03.2008

Anteil armutsgefährdeter Personen deutlich gewachsen

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung DIW zeigt in seinem Wochenbericht 10/2008, dass der Anteil der Bezieher mittlerer Einkommen in den vergangenen Jahren deutlich geschrumpft ist. Ihr Anteil an der gesamten Bevölkerung sank von 62 Prozent auf 54 Prozent. Der Teil der Bevölkerung, der sich an den Rändern der Einkommensverteilung findet, ist laut DIW entsprechend gestiegen, wobei die untersten Einkommensgruppen einen deutlichen Zuwachs verzeichneten. Nach Aussagen des DIW ist die Abwärtsmobilität stärker ausgeprägt als die Möglichkeit, in höhere Einkommensgruppen aufzusteigen. Den Beschäftigten in niedrigen Einkommensgruppen gelingt es immer seltener aufzusteigen: Während zwischen 1996 und 2000 nur rund 54 Prozent der armutsgefährdeten Personen auch nach fünf Jahren noch in dieser Einkommensschicht waren, liegt diese so genannte Beharrungsquote zwischen 2002 und 2006 bei mehr als 66 Prozent.

Weitere Studien belegten die Schere in der Einkommensentwicklung. So berichtete das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung IMK, dass die Einkommen der privaten Haushalte trotz Konjunkturaufschwunges kaum gestiegen seien, die realen Nettoeinkommen sogar zurückgegangen sind. Insbesondere die Haushalte, deren Einkommen hauptsächlich aus abhängiger Beschäftigung besteht, haben von der Aufwärtsdynamik nicht profitiert. Weitere Informationen dazu finden Sie hier. Eine Analyse der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD belegt die überproportionale Belastung von Alleinstehenden, Gering- und Durchschnittsverdienern mit Steuern- und Sozialabgaben im Vergleich zu den oberen Einkommensgruppen. Zur Pressemitteilung der OECD geht es hier.

Unterschiedliche Wohlstandsniveaus haben deutliche Auswirkungen auf die Gesundheit. Dies haben zahlreiche Analysen wie das sozioökonomische Panel, die KiGGS Studie des Robert-Koch-Instituts oder die HBSC-Studie gezeigt. Ausführliche Informationen dazu finden Sie in unseren Basisinformationen zur gesundheitlichen Chancengleichheit.
Die Gesundheit von Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen zu stärken - das ist Anliegen von www.gesundheitliche-chancengleichheit.de. In der umfangreichen Datenbank sind zahlreiche Projekte zur Gesundheitsförderung von Menschen in sozial benachteiligten Lebenslagen abrufbar, darunter 71 Good Practice-Projekte.

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  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • Berlin

    Schwangere begleiten

    Fachtag zu den neuen Handlungsempfehlungen Schwangerschaft

    Im Sommer veröffentlicht das Netzwerk Gesund ins Leben im Bundeszentrum für Ernährung seine neuen nationalen Handlungsempfehlungen „Ernährung, Bewegung und weitere Gesundheitsaspekte vor und während der Schwangerschaft“. Aus diesem Anlass lädt es die Wissenschafts- und Fach-Community zum Fachtag zu den neuen Handlungsempfehlungen Schwangerschaft ein.

    Die an den Empfehlungen beteiligten Wissenschaftler*innen stellen in Fach-Vorträgen ausgewählte Aspekte vor und bringen die Teilnehmenden auf den aktuellen Stand. Eine Podiumsdiskussion bietet zudem Raum für den Blick in die Praxis.

    Weitere Informationen:

    Kategorie: Fachtagung
  • 11.09.2026 - 12.09.2026

    Winterthur (Schweiz)

    Netzwerktreffen des DACH-Netzwerks Gesundheitsförderung

    40 Jahre Ottawa Charta: Bilanz und Zukunft der Gesundheitsförderung

    Was konnte die Gesundheitsförderung in diesen vier Jahrzehnten bewegen? Welche Ansätze haben sich bewährt – und welche weniger? Auf welchen wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnissen können wir weiter aufbauen? Und wo liegen ungenutzte Potenziale für die Weiterentwicklung des Feldes? Gemeinsam möchten wir diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und Impulse für eine zukunftsorientierte Gesundheitsförderung setzen.

    In mehreren Subplenen diskutieren wir am ersten Tag, wo der DACH-Raum in Bezug auf die Kernanliegen der Ottawa-Charta steht und welche Herausforderungen heute besonders ins Gewicht fallen. Gemeinsam beleuchten wir Entwicklungspotenziale sowie den Handlungsbedarf rund um den Settingansatz, die Werte, Prinzipien und Strategien der Gesundheitsförderung in unterschiedlichen Handlungsfeldern. 

    Aufbauend auf der Zwischenbilanz zur Ottawa-Charta greifen wir am Folgetag die Themen des Netzwerktreffens 2024 erneut auf. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der identifizierte Handlungsbedarf konkret in Aus- und Weiterbildung, Evaluation und Wirkungsforschung, Qualitätsentwicklung und Praxis übertragen werden kann.

    Weitere Informationen, das Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Netzwerktagung
    Veranstalter: ZHAW Institut für Public Health

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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