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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

"Du lachst ja gar nicht mehr."

Ein Buchtipp

  • Stefan Bräunling , Geschäftsstelle Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit
  • Sabine Wede , Geschäftsstelle Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit
13.11.2025

Auf dem Kooperationstreffen 2024 des Kooperationsverbunds Gesundheitliche Chancengleichheit hatte die Frage im Mittelpunkt gestanden, wie Rassismus krank macht. Dr. Tanja Gangarova stellte die Arbeit des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors (NaDiRa) vor, der Ursachen, Ausmaß und Folgen von Rassismus in Deutschland erforscht. Sie zeigte auf, dass Rassismus nicht nur eine Ideologie, sondern ein Strukturprinzip ist, das sich in Gesetzen, Institutionen und alltäglichen Praxen niederschlägt – mit gravierenden Folgen für die gesundheitliche Chancengleichheit.

Besonders deutlich wurde, dass Rassismus auf drei Ebenen wirkt: im alltäglichen Miteinander (Mikroebene), in Organisationen und Versorgungssystemen (institutionelle Ebene) und in den gesellschaftlichen Strukturen insgesamt (Makroebene). Diese Ebenen greifen ineinander und führen dazu, dass Menschen durch Diskriminierung belastet werden, schlechtere Zugänge zur Gesundheitsversorgung haben und langfristig ein höheres Risiko für Krankheit tragen.

Einen persönlichen und eindringlichen Zugang zu diesem Thema eröffnet das Buch von Mahssa Behdjatpour: »Du lachst ja gar nicht mehr. Wie Rassismus krank macht. Ein autoethnografischer Bericht«. In diesem Buch berichtet die Autorin ausführlich über ihre eigenen Erfahrungen und verknüpft diese mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und Studien. Sie sucht nach Erklärungen und bietet Ansätze für Lösungen und Veränderungen. 

Bereits als Kleinkind kam Mahssa Behdjatpour mit offenem und strukturellem Rassismus in Berührung. Ihre Eltern mussten Mitte der Achtziger Jahre aus dem Iran fliehen, Mahssa wurde 1992 in Hannover geboren. Das tägliche Leben war geprägt von kritischen Blicken, Vorurteilen und Ungerechtigkeiten.

Erschreckend oft wurde das Kind unberechtigt herabgewürdigt, angegriffen und klein gemacht. Von Erzieher*innen, Lehrer*innen und später auch von Lehrenden im Public Health-Studium.

Erst auf einer internationalen Schule in Tschechien wurden ihre Fähigkeiten und Neigungen erkannt. Während ihres Studiums in den Niederladen und in Deutschland schlug ihr weiter Rassismus entgegen. Sie fing an, sich zu wehren. Die Verletzungen und Traumata jedoch saßen tief und sie fühlte sich krank und unwohl. Sie entdeckte für sich die Kunst als therapeutisches Mittel und begann, über den Zusammenhang zwischen rassistischen Erfahrungen und Krankheit zu forschen. Zurzeit promoviert sie im Fachbereich Public Health, arbeitet journalistisch und setzt sich als Kinderbuchautorin mit sozialen Themen auseinander.

https://rotpunktverlag.ch/buecher/du-lachst-ja-gar-nicht-mehr

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  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • Berlin

    Schwangere begleiten

    Fachtag zu den neuen Handlungsempfehlungen Schwangerschaft

    Im Sommer veröffentlicht das Netzwerk Gesund ins Leben im Bundeszentrum für Ernährung seine neuen nationalen Handlungsempfehlungen „Ernährung, Bewegung und weitere Gesundheitsaspekte vor und während der Schwangerschaft“. Aus diesem Anlass lädt es die Wissenschafts- und Fach-Community zum Fachtag zu den neuen Handlungsempfehlungen Schwangerschaft ein.

    Die an den Empfehlungen beteiligten Wissenschaftler*innen stellen in Fach-Vorträgen ausgewählte Aspekte vor und bringen die Teilnehmenden auf den aktuellen Stand. Eine Podiumsdiskussion bietet zudem Raum für den Blick in die Praxis.

    Weitere Informationen:

    Kategorie: Fachtagung
  • 11.09.2026 - 12.09.2026

    Winterthur (Schweiz)

    Netzwerktreffen des DACH-Netzwerks Gesundheitsförderung

    40 Jahre Ottawa Charta: Bilanz und Zukunft der Gesundheitsförderung

    Was konnte die Gesundheitsförderung in diesen vier Jahrzehnten bewegen? Welche Ansätze haben sich bewährt – und welche weniger? Auf welchen wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnissen können wir weiter aufbauen? Und wo liegen ungenutzte Potenziale für die Weiterentwicklung des Feldes? Gemeinsam möchten wir diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und Impulse für eine zukunftsorientierte Gesundheitsförderung setzen.

    In mehreren Subplenen diskutieren wir am ersten Tag, wo der DACH-Raum in Bezug auf die Kernanliegen der Ottawa-Charta steht und welche Herausforderungen heute besonders ins Gewicht fallen. Gemeinsam beleuchten wir Entwicklungspotenziale sowie den Handlungsbedarf rund um den Settingansatz, die Werte, Prinzipien und Strategien der Gesundheitsförderung in unterschiedlichen Handlungsfeldern. 

    Aufbauend auf der Zwischenbilanz zur Ottawa-Charta greifen wir am Folgetag die Themen des Netzwerktreffens 2024 erneut auf. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der identifizierte Handlungsbedarf konkret in Aus- und Weiterbildung, Evaluation und Wirkungsforschung, Qualitätsentwicklung und Praxis übertragen werden kann.

    Weitere Informationen, das Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Netzwerktagung
    Veranstalter: ZHAW Institut für Public Health

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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