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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Demenz: Eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung - und Chance

07.02.2012

Die Menschen wer­den im­mer älter, der zu erwartende An­stieg der von De­menz Be­trof­fe­nen ist si­gni­fi­kant. Gleichzeitig neh­men soziale Bin­dung­en ab, die einen auf­fan­gen könnten, wenn man mit De­menz konfrontiert ist. Hier will die Ak­ti­on De­menz zur zivilgesellschaftlichen Aus­ei­nan­der­set­zung mit dem The­ma auf­ru­fen und zum gemeinsamen En­ga­ge­ment für „De­menzfreundliche Kom­mu­nen“ an­re­gen.

De­menz entwickelt sich vor unseren Au­gen zu einer bedeutenden sozialen, politischen, ökonomischen und humanitären Herausforderung der kommenden Jahrzehnte. Das ist von den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, ist in den Kom­mu­nen, ist in Deutsch­land und in Eu­ro­pa noch nicht be­grif­fen. Im Ge­gen­teil: die Ent­wick­lung­en in unserer näheren und ferneren Um­welt sind eher durch Vereinzelung und das Zerbröckeln sozialer Milieus gekennzeichnet. Soziale Milieus, in de­nen Menschen mit De­menz gewissermaßen „na­tür­lich“ aufgehoben wären, schmel­zen weg. Es genügt nicht, dass Kom­mu­nen ein paar „Maß­nah­men“ er­grei­fen, um die Versorgung von Menschen mit De­menz zu verbessern. Die De­menz fragt uns dring­lich nach einem Neu­an­fang in den sozialen Beziehungen der modernen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger un­ter­ei­nan­der. Sie verwandelt in ge­ra­de­zu beklemmend-mysteriöser Wei­se die Stär­ken der modernen Ge­sell­schaft in ihr Ge­gen­teil - ih­re Milliarden-Bits-Speicher in Ge­dächt­nis­schwä­che, ih­re exzessive In­di­vi­du­a­li­sie­rung in Persönlichkeitsverlust. In der De­menz keh­ren die Glaubenssätze der Mo­der­ne (Fle­xi­bi­li­tät! Be­schleu­ni­gung! Au­to­no­mie!) als Ka­ri­ka­tur wie­der. Sie fordert uns beängstigend und befreiend zu­gleich zu einem Neu­bau unserer Ge­sell­schaften auf. Wie wol­len wir mit Menschen um­ge­hen, die „nicht nütz­lich“ sind, die kost­spie­lig sind, die nicht kon­kur­renz­fä­hig sind, die nicht einmal kon­su­mie­ren kön­nen? Wol­len wir sie ab­schie­ben, versorgen las­sen oder so­gar „ent­sor­gen“? Oder wol­len wir sie als Auf­for­de­rung, als Chan­ce begreifen, nach neuen Wegen, nach einer neuen Sozialität, nach einer neuen Kul­tur des Helfens zu su­chen?

Aktion Demenz e.V. - www.aktion-demenz.de

Angeregt von diesen Ent­wick­lung­en will der von der Ro­bert Bosch Stif­tung geförderte Verein "Ak­ti­on De­menz - Gemeinsam für ein besseres Leben mit De­menz e.V." die Le­bens­be­din­gung­en für Menschen mit De­menz in Deutsch­land vor allem durch zivilgesellschaftlichen Di­a­log verbessern. Im Mit­tel­punkt steht da­bei die Auf­he­bung der Stig­ma­ti­sie­rung des The­mas De­menz. Es sollen Bür­ger gewonnen wer­den, die auf das Wohl­be­fin­den von Menschen mit De­menz und ihrer An­ge­hö­ri­gen hinwirken wol­len und für mehr gesellschaftliche Teil­ha­be der Be­trof­fe­nen sor­gen möchten. Ein weiterer Schwer­punkt der Aktivitäten dreht sich um den Them­en­kom­plex Kunst, Kul­tur und De­menz. Gerade künstlerische und kulturelle Zugänge sind in besonderer Wei­se da­zu ge­eig­net, Menschen für das The­ma De­menz zu sen­si­bi­li­sie­ren und einen anderen, nicht nur von Schre­cken und Defiziten geprägten Blick auf die De­menz zu för­dern. Daneben beschäftigt sich der Verein mit weiteren Fra­gen und Teilaspekten wie Menschen mit De­menz im Akutkrankenhaus oder De­menz und Tech­nik.

Teilhabe statt Ausgrenzung

Die Medikalisierung des De­menzphänomens muss durch ein Stück „Re­so­zi­a­li­sie­rung“ des Phänomens aufgefangen und korrigiert wer­den. In ei­ner Un­ter­su­chung von Ärzten des Rush Medical Cen­ter in Chi­ca­go wurde festgestellt, dass ein verlässlicher Freun­des­kreis und regelmäßige Kontakte zu An­ge­hö­ri­gen die klinischen Zei­chen ei­ner Alzheimer-De­menz verhindern kann. Angesichts spür­bar zuneh­mender Be­las­tung­en ist es zu­dem wich­tig zur Kennt­nis zu neh­men, dass be­reits heute von An­ge­hö­ri­gen, Nachbarn, Freunden und Frei­wil­li­gen in der Be­treu­ung von Menschen mit De­menz ei­ne be­deu­tende kulturelle Leis­tung erbracht wird, die von un­schätz­ba­rem hu­ma­ni­tä­rem Wert ist und zu­gleich die Ge­mein­schaft von hohen sozialen und finanziellen Kosten entlastet. Gemeinsam für ein besseres Le­ben mit De­menz zu agie­ren heißt des­halb zu­erst: Exklusionen vermeiden.

Demenzfreundliche Kommune

Dies hat zur For­de­rung der Ak­ti­on De­menz nach „De­menzfreundlichen Kom­mu­nen“ geführt: Gemeint ist da­mit ein Ge­mein­we­sen, in dem es sich mit und für Menschen mit De­menz und ih­re/n Fa­mi­lien gut le­ben lässt und in dem Teil­ha­be gelebte Wirk­lich­keit ist. Der Be­griff Kom­mu­ne dient in diesem Zu­sam­men­hang als Sam­mel­be­griff für Ge­mein­den, Landkreise, Städte, Dörfer, Nachbarschaften und Ge­mein­schaften. Ohne die Politik aus ih­rer diesbezüglichen Verantwortung zu ent­las­sen ist je­doch fest­zu­stel­len, dass ei­ne wirkliche Verbesserung der Si­tu­a­ti­on von Menschen mit De­menz nur dann ge­lin­gen kann, wenn in den Städten und Ge­mein­den Formen ei­ner gemeinsamen Ver­ant­wor­tungs­über­nahme entwickelt und gelebt wer­den.

Die Kom­mu­ne ist der Ort, an dem Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, politische Entscheidungsträger so­wie an­de­re vor Ort be­find­li­che gesellschaftliche Akteure ihr Ge­mein­we­sen ein Stück weit neu erfinden müs­sen. Durch unter­stützende Strukturen, Sensibilisierungs- und Aufklärungsarbeit, ge­ziel­te Ak­ti­onen und Ver­an­stal­tung­en, Be­geg­nungs­mög­lich­keiten im All­tag, Aus­tausch zwi­schen den Generationen und Pro­fes­sionen, nachbarschaftliche Hilfe und bür­ger­schaft­liches En­ga­ge­ment soll es ge­lin­gen in Deutsch­land „De­menzfreundliche Kom­mu­nen“ zu schaffen.

„Wie verwandeln wir un­se­re Dörfer, Städte und Ge­mein­den in Orte, die ein besseres Leben mit De­menz er­mög­li­chen?“

Mit diesem Auf­ruf zur Schaf­fung demenzfreundlicher Kom­mu­nen ist es ge­lun­gen, an einer Rei­he von Orten in Deutsch­land regionale In­iti­a­ti­ven anzuregen oder be­reits vorhandenes En­ga­ge­ment zu iden­ti­fi­zie­ren.

Es wurden und wer­den Personen aus allen Bereichen der Ge­sell­schaft gewonnen, die sich mit eigenen Projekten in ihren Ge­mein­den auf den Weg ma­chen. Durch das von der Ak­ti­on De­menz durchgeführte Förderprogramm der Ro­bert Bosch Stif­tung „Menschen mit De­menz in der Kom­mu­ne“, konnte die­ses En­ga­ge­ment nicht nur ide­ell, son­dern für in­zwi­schen 50 ausgewählte In­iti­a­ti­ven auch fi­nan­zi­ell unter­stützt wer­den. Es gibt da­bei so­wohl In­iti­a­ti­ven die spe­zi­fisch ausgerichtete Projekte z.B. zu De­menz und Mi­gra­ti­on, Kunst, Kinder/Ju­gend­li­che durch­füh­ren als auch eher breit aufgestellte Projekte, z.B. Öffentlichkeits-Kampagnen, Vernetzungsarbeit, Multiplikatoren-Schulungen, etc.

Museumsführungen für Menschen mit und oh­ne De­menz, ei­ne Be­ra­tungs­stel­le mit­ten in der Ein­kaufs­passage, die Eta­blie­rung von De­menzpaten in Verei­nen und Kirchengemeinden, gemeinschaftliche körperliche Be­we­gung, „1.Hilfe-Kurse“ De­menz für Feu­er­wehr, Ein­zel­han­del und Verwaltung - das al­les sind z.B. Ansätze, wie Menschen mit De­menz in un­se­re Ge­sell­schaft eingebunden und ein Bewusstseinswandel an­ge­regt wer­den kön­nen.

Um solche Ideen wei­ter zu verbreiten, an­de­re zur Nach­ah­mung anzuregen und bestehende In­iti­a­ti­ven und Projekte zu vernetzen, gibt es nun auch die Internetplattform Unterwegs zu De­menzfreundlichen Kom­mu­nen: www.demenzfreundliche-kommunen.de

Es ist da­bei nicht die Ab­sicht der Ak­ti­on De­menz, ei­ne allgemeingültige Ant­wort auf die Fra­ge zu ge­ben, wie ei­ne demenzfreundliche Kom­mu­ne aussieht und wie sie zu er­rei­chen ist. Es geht da­rum zu eigenen kreativen und passgenauen Ideen vor Ort anzuregen und zu verdeutlichen, dass Kom­mu­nen, die sich der Herausforderung De­menz stel­len, an ei­ner lebenswerteren Zu­kunft für al­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ar­bei­ten.

Im Jahr 2012 haben der BKK Bundesverband und der Kooperationsverbund „Gesund­heitsförderung bei sozial Benachteiligten“ den Preis „Vorbildliche Praxis“ zu Thema „Nicht erkrankt und doch betroffen - Unterstützungsangebote für Angehörige von Demenzkranken“ ausgeschrieben. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) begleitet den Wett­be­werb im Rahmen ihrer Schwerpunktsetzung „Gesund und aktiv älter werden“.

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  • digital

    1. Bayerischer Kongress Prävention und Gesundheitsförderung

    Fokus: Gesundheitskommunikation und Gesundheitskompetenz

    Mit jährlich wechselnden Akzenten wird der neue Bayerische Kongress Prävention und Gesundheitsförderung die Ziele des Masterplans Prävention in den Blick nehmen. Der Fokus der ersten hybriden Veranstaltung am 15. April 2026 liegt auf Gesundheitskommunikation und Gesundheitskompetenz – zwei Themen, die für Präventionserfolge unverzichtbar sind. 

    Neben spannenden Vorträgen werden der Austausch und die Vernetzung der bayerischen Akteur*innen im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung in den Fokus gerückt. Nationale und internationale Expert*innen setzen neue Impulse und vertiefen das praktische Wissen in Workshops, Austauschformate schaffen Raum für fachlichen Dialog. Der Schwerpunkt des Auftakts für die neue Kongressreihe zu Gesundheitsförderung und Prävention in Bayern liegt auf "Gesundheitskommunikation und Gesundheitskompetenz".

    Die Veranstaltung vor Ort ist bereits ausgebucht. Nutzen Sie die Möglichkeit online dabei zu sein. Anmeldungen für die Online-Teilnahme sind bis zum 9. April 2026 möglich. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Veranstalter: Bayerisches Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung
  • 20.04.2026 - 23.04.2026

    Wuppertal

    75. Wissenschaftlicher Kongress – Der Öffentliche Gesundheitsdienst

    ÖGD – Keiner wie wir!

    Unter dem Motto „ÖGD – Keiner wie wir!“ werden wir wieder vielfältige und interessante Themen aus Praxis und Wissenschaft gemeinsam diskutieren. 2026 wird uns unter anderem das Thema „Pakt für den ÖGD“ beschäftigen. Gleichermaßen wollen und müssen wir die Gelegenheit nutzen, uns mit den Lehren aus der Pandemie sowie der damit verbundenen Weiterentwicklung und zukünftigen Aufgabenwahrnehmung des ÖGD auseinanderzusetzen. Hierzu ist eine ganze Reihe von Themen in der Planung, an der das wissenschaftliche Programm-Komitee unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen e.V. (DGÖG) bereits mit Hochdruck zusammen mit den Fachausschüssen und Arbeitsgruppen, dem ausrichtenden Bundesland NRW sowie unserem Kooperationspartner, der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin e.V. (GHUP), arbeitet. Der wissenschaftliche Kongressbeirat des BVÖGD hat dazu viele Themenvorschläge unterbreitet.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Kongresses.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.
  • 21.04.2026

    online

    Online-Seminar: Das ABC der Gesundheitsförderung und Prävention

    Die KGC Rheinland-Pfalz bietet aufgrund des großen Interesses der letzten Jahre erneut die Online-Basisschulung „Das ABC der Gesundheitsförderung und Prävention“ an. In dieser Online-Veranstaltung lernen Sie zunächst die zentralen Begrifflichkeiten und Grundlagen der Gesundheitsförderung und Prävention kennen. Was bedeutet Health in All Policies (HiAP), wie kann Gesundheitsförderung soziallagenbezogen umgesetzt werden und wie wird die Zielgruppe optimal erreicht? Dabei legen wir einen Fokus auf kommunale Gesundheitsförderung.

    Bitte beachten Sie, dass dies eine Wiederholung der Veranstaltung vom 14.5.2024 und 2.7.2025 ist. Von einer erneuten Anmeldung bitten wir daher abzusehen, wenn Sie bereits teilgenommen haben.

    Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Seminar
    Veranstalter: Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)

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