Webanalyse / Datenerfassung

Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.

Hand hält Smartphone mit sichtbarem Text vor einem Laptopbildschirm mit geöffneter Webseite
Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Das WHO-Konzept „Family Health Nursing“

Familiengesundheitspflegende unterstützen vor Ort

Andrea Weskamm , Arbeiterwohlfahrt Bundesverband
04.02.2015

Mal sind sie im öffentlichen Gesundheitsdienst zur Be­grü­ßung von Neu­ge­bo­re­nen und ihren Fa­mi­lien eingesetzt, mal helfen sie, den All­tag de­men­zi­ell Erkrankter zu struk­tu­rie­ren, mal ent­las­ten sie pflegende An­ge­hö­ri­ge: Ge­sund­heits­för­de­rung und Prä­ven­ti­on für Fa­mi­lien ist ein Handlungsfeld für speziell qualifizierte Pfle­gefachpersonen und Hebammen. Seit 2005 bietet der Deut­sche Berufsverband für Pfle­geberufe e.V. (DBfK) in Ko­o­pe­ra­ti­on mit Bildungsträgern die Wei­ter­bil­dung „Fa­mi­liengesundheit für Pfle­gende und Hebammen“ nach dem WHO-Konzept „Family Health Nursing“ an. Voraussetzung ist ei­ne abgeschlossene Aus­bil­dung in der Pfle­ge oder als Hebamme.

Frühzeitige Weichenstellung

In der Fa­mi­lie wer­den früh­zei­tig die Wei­chen für ein gesundes Aufwachsen der Kinder, einen ge­sun­den Le­bens­stil im Erwachsenenalter und das Fit-bleiben im Al­ter gestellt. Als gesichert gilt, dass die Fa­mi­lie großen Ein­fluss auf Ent­ste­hung und Vorbeugung von (chronischen) Krank­heit­en und Pflegebedürftigkeit neh­men kann. Die Fa­mi­lie kümmert und sorgt sich um die An­ge­hö­ri­gen. Aber was passiert, wenn riskantes Ge­sund­heitsverhalten wie Alkohol-, Drogen und Tabakkonsum die Ge­sund­heit der Kinder und Ju­gend­li­chen gefährdet, die Fa­mi­lienmitglieder sel­ber ge­sund­heit­liche Schäden da­vontra­gen oder keine An­ge­hö­ri­gen exis­tie­ren? Es stel­len sich folgende Fra­gen: Wie bewältigt die Fa­mi­lie Krank­heit und Pflegebedürftigkeit ihrer An­ge­hö­ri­gen im All­tag? Wie kön­nen Fa­mi­lien am besten unterstützt wer­den, wenn Mitglieder krank, behindert oder pfle­ge­be­dürf­tig wer­den? Welche Rol­le kön­nen Pflegende und Hebammen über­neh­men?
Hier setzt das Kon­zept Family Health Nursing (Fa­mi­liengesundheitspflege) nach dem WHO-Kon­zept „Ge­sund­heit 21 - Ge­sund­heit für al­le“ an.

Die modernen Stadtteilpflegenden unterwegs im Quartier

Fa­mi­liengesundheitspflegende be­su­chen Fa­mi­lien oder Einzelpersonen zu Hause. Ähnlich wie frü­her die „Gemeindeschwestern“ be­ra­ten sie zu allen gesundheitlichen Problemen. Sie beziehen Fa­mi­lienmitglieder ein und ge­hen familiensystemisch und ressourcenorientiert auf Grund­la­ge der Salutogenese vor. Fa­mi­liengesundheitspflegende verfügen über ein großes Re­per­toire an Assess­ments und Kenntnissen zu familienzentrierten Pflegekonzepten Dadurch wird die Familie einbezogen. Bestandteile der Be­ra­tung sind die Er­stel­lung ei­nes Genogramms1 oder einer Ecomap oder die Durch­füh­rung einer Fa­mi­lienkonferenz. So er­hal­ten die Fa­mi­liengesundheitspflegenden Auf­schluss da­rü­ber, wie der Mensch so­zi­al verwurzelt ist, wel­che Res­sour­cen vorhanden sind und wie sie genutzt wer­den kön­nen. Dann wird ein Ver­sor­gungs­konzept erstellt. Bei allein­stehenden Men­schen kann es Auf­ga­be der Fa­mi­liengesund­heitspflege sein, ein tragfähiges Unter­stütz­ungs­netz­werk auf­zu­bauen.

Frau M. möchte mal wieder raus

Ein Bei­spiel: Frau M. hat seit 20 Jahren Multiple Skle­ro­se und ist stark eingeschränkt. Die Woh­nung verlässt sie nie, au­ßer zu Arztbesuchen. Ihr Ehe­mann pflegt sie, all­mäh­lich gerät er je­doch an sei­ne Gren­zen. Sein Blut­druck ist zu hoch, Rücken- und Kopfschmerzen neh­men überhand. Eine erwachsene Toch­ter, die sel­ber psy­ch­iat­risch erkrankt ist, stellt einen weiteren Belastungspunkt dar.
Hier kann Fa­mi­liengesundheitspflege Ab­hil­fe schaffen. BARMER GEK-Versicherte, die zu Hause pfle­gen, kön­nen nach § 45 SGB XI Fa­mi­liengesundheitspflege in An­spruch neh­men. Ziel ist es, häusliche Pfle­gearrangements zu sta­bi­li­sie­ren und pfle­gende An­ge­hö­ri­ge zu ent­las­ten. Denn oft verdrängen pfle­gende Privatpersonen ge­sund­heit­liche Alarmsignale. Schlaf­stö­rung­en, Schmerzen, Erschöpfung und Trau­er wer­den ignoriert, bis es nicht mehr geht. Die Be­ra­tung durch Fa­mi­liengesundheitspfle­gende kann über sie­ben Monate finanziert wer­den. Vorbildlich ist das Pro­jekt „Mach mal Pau­se“2 der BARMER GEK in NRW, in das Fa­mi­liengesundheitspflege regelhaft eingebunden ist. Darüber hinaus sind Fa­mi­liengesundheitspfle­gende häufig in Pro­jekten, z.B. der Frü­hen Hilfe oder der Demenzhilfe, in Be­ra­tungsstellen, im klinischen Entlassungsmanagement, in Drogenambulanzen und anderen Handlungs­feldern tä­tig.
Für Fa­mi­lie M. erstellt die FGP einen Hilfeplan, der ehrenamtliche und professionelle Pfle­ge mit einbezieht. Herr M. wird entlastet und Frau M. kommt „mal wie­der raus“.

Fazit

Pflegende waren schon im­mer in die Ge­sund­heits­för­de­rung und Prä­ven­ti­on eingebunden und sind in angelsächsischen Ländern und Skan­di­na­vi­en stark in Public Health-bezogenen Rol­len tä­tig. Mo­der­ne Pflegekonzepte haben ei­nen umfassenden An­satz, der weit in die Ge­sund­heits­för­de­rung und Prä­ven­ti­on hineinragt.
Wünschenswert wä­re es, in den Kom­mu­nen ei­ne pflegerische In­fra­struk­tur zu ent­wi­ckeln ge­mäß den jüngsten Emp­feh­lung­en des Sachverständigenrates 2014. Hier könnten Familiengesundheitspflegende einbezogen wer­den, z.B. über den öffentlichen Gesundheitsdienst, für präventive Hausbesuche oder im Quartiersmanagement. Die nächste Wei­ter­bil­dung Familiengesundheit für Pflegende und Hebammen startet 2015 in Ber­lin. Alle Informationen fin­den Sie auf den Sei­ten des Kompetenzzentrums Familiengesundheitspflege.

1Ein Genogramm ist ei­ne graphische Dar­stel­lung von Familienbeziehungen. Eine Ecomap stellt die Netzwerkeinbindung ei­nes Menschen dar.

2Hier geht es zur Sei­te des Projekts "Mach mal Pau­se" der BARMER GEK in NRW.

Zurück zur Übersicht
  • Online via Webex

    Town Hall für Gesundheitsämter "Demokratieförderung und resiliente Strukturen im öffentlichen Gesundheitsdienst"

    Die Gesundheitsförderung steht vor der Herausforderung, auch in einem gesellschaftlichen Klima zunehmender Polarisierung, Desinformation, der Leugnung wissenschaftlicher Erkenntnisse und populistischer Tendenzen handlungsfähig zu bleiben. Diese Entwicklungen stellen nicht nur demokratische Institutionen, sondern auch die Praxis der Gesundheitsförderung vor erhebliche Herausforderungen. Zentrale Werte und Prinzipien wie gesellschaftlicher Zusammenhalt und Verständigung, Rechtsstaatlichkeit, Faktenorientierung, Teilhabe, Solidarität und Chancengleichheit, auf denen Gesundheitsförderung beruht, geraten zunehmend unter Druck und werden verstärkt in Frage gestellt. Die Folgen sind vielfältig: Sie reichen von der Instrumentalisierung gesundheitsförderlicher Aktivitäten über die Kürzung oder Streichung von Fördermitteln bis hin zu Anfeindungen gegenüber gesundheitsförderlichen Projekten und Einschüchterungsversuchen gegenüber den dort tätigen Fachkräften. Diesen Herausforderungen wollen wir uns stellen und gemeinsam mögliche Lösungen austauschen und diskutieren.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: BIÖG
  • Berlin

    Fachtag: Generationengerechtigkeit ausbuchstabiert

    Kinder- und Jugendhilfe und Seniorenorganisationen im Dialog Generationengerechtigkeit

    Generationengerechtigkeit ist in aktuellen politischen Debatten zu einem zentralen Begriff geworden. Häufig wird er jedoch verkürzt verwendet: als moralisches Argument in der Haushalts-, Finanz- oder Rentenpolitik, etwa in Diskussionen über Neuverschuldung oder die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme. Dabei gerät schnell aus dem Blick, dass Generationengerechtigkeit weit mehr umfasst als finanzpolitische Abwägungen. Eine solche Engführung kann Generationenkonflikte eher verstärken, statt gemeinsame Interessen sichtbar zu machen und die tatsächlichen Ursachen von Ungerechtigkeit zu benennen.

    In dieser Veranstaltung bieten die Organisationen des Hauses der Jugendarbeit und Jugendhilfe e.V. und die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. ein Forum, um gemeinsam mit den Teilnehmenden den Begriff der Generationengerechtigkeit in unterschiedlichen politischen und sozialen Themenfeldern zu vertiefen und das Verbindende zwischen den Generationen herauszuarbeiten.

    Die Anmeldemöglichkeit folgt nach der Sommerpause. Bitte beachten Sie bereits jetzt, dass die Teilnahme kostenpflichtig ist. Der Teilnahmebeitrag beträgt 10,00 Euro pro Person; die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Weitere Informationen finden Sie hier.

    Kategorie: Fachtagung
    Veranstalter: Hauses der Jugendarbeit und Jugendhilfe e.V. und BAGSO
  • 14.10.2026

    Berlin

    Gesundheit x Mobilität – Radverkehr als Investition in unsere Zukunft

    ADFC-Symposium 2026

    Die Veranstaltung bringt Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung, Gesundheitswesen, Stadtentwicklung und Zivilgesellschaft zusammen, die Mobilität gesünder, gerechter und zukunftsfähiger gestalten wollen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Fahrrad noch stärker als Hebel für Gesundheit, Lebensqualität und lebenswerte Städte und Gemeinden genutzt werden kann – auf Grundlage aktueller Erkenntnisse, internationaler Beispiele und konkreter Ansätze für die Praxis.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier. Die Teilnahme ist kostenlos.

    Kategorie: Symposium
    Veranstalter: Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e. V.

… weitere Termine

Mit unserem News­letter immer aktuell informiert

Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

nach oben