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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Das Ganze ist mehr! Mehr als einzelne Projekte

Erkenntnisse aus der Satellitenveranstaltung zum Kongress Armut und Gesundheit 2026

  • Stefan Bräunling , Geschäftsstelle Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit
  • Nicole Rosenkötter , Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen
02.04.2026

Vor dem Kongress „Armut und Gesundheit“ tauschten sich am 13. März 2026 knapp 300 Teilnehmende in der digitalen Satellitenveranstaltung „Das Ganze ist mehr! Zusammenarbeit in der Kommune“ aus. Anhand vieler anschaulicher Beispiele aus den Bereichen Partizipation, Bewegung, Ernährung, Bildung und Umwelt konnte erfolgreiche kommunale Zusammenarbeit dargestellt werden:
- mit anderen Ressorts, und zwar zum allseitigen Nutzen,
- mit Angehörigen der „Zielgruppen“,
- mit Ehrenamtlichen,
- mit der Kommunal- und der Landespolitik,
- mit der Wissenschaft,
- mit unterstützenden Koordinator*innen auf Landesebene und
- mit Akteuren der Zivilgesellschaft: Vereinen, Verbänden, Initiativen, NGO’s.

Die Abschlussrunde mit Impulsen von Dr. Katharina Böhm (HAGE – Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung) und Prof. Dr. Heike Köckler (Hochschule Bochum) machte deutlich, dass gemeinsame Strategien, langfristige Strukturen und gezielte Kommunikation entscheidend sind, um Maßnahmen nachhaltig erfolgreich umsetzen zu können. Schon zu Beginn müsse auf Nachhaltigkeit und politische Verankerung geachtet werden. „Wir schauen ab Tag 1 auf die Verstetigung der Projekte“ (Böhm).

Die Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit sollte konsequent wirkungsorientiert angelegt sein. Es braucht Klarheit über die Fragen: Was wollen wir verändern? Was bewirken wir? Was ist der Nutzen der Zusammenarbeit - für uns, für die anderen Fachkräfte und für die Menschen, die erreicht werden sollen?

Mehrere Teilnehmende betonten den Wert bestehender Netzwerke und Strukturen, etwa des Quartiersmanagements oder ehrenamtlicher Initiativen. Diese sind in der Lage, Ressourcen im kleinräumigen Kontext zu erkennen. An vielen Orten gibt es bereits kompetente Akteure, deren Erfahrungen und Engagement gezielt eingebunden werden sollten. Auch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen wurde als Chance gesehen. Kommunen und andere Akteure der Gesundheitsförderung können Themen aktiv an Forschende und Lehrende herantragen, auch wenn in ihrer Stadt keine Hochschule ist. Wissenschaftliche Akteure können auch helfen, Themen zu kommunizieren und zu festigen.

Ein zentrales Leitmotiv war die Netzwerkarbeit: Erfolge gemeinsamer Gesundheitsförderung entstehen dort, wo die richtigen Personen an einem Tisch sitzen und ihre Anknüpfungspunkte genutzt werden. Dies erfordert Motivation und ein hohes Maß an Kommunikations- und Netzwerk-Kompetenzen: Man müsse „die Menschen kennen“ – diejenigen suchen, die hilfreich sein können, und diejenigen meiden, die Fortschritte blockieren könnten.

Ein Teilnehmer der Veranstaltung im Chat:
Nicht „Gesundheit für Gesundheit“ und nicht „Wirtschaft für Wirtschaft“! Die Beziehungen zu allen Ressorts in den Blick nehmen und dafür unabhängige Finanzierung schaffen!

Das Thema Ernährung wird im kommunalen Rahmen bisher zumeist verhaltensorientiert betrachtet. Umso wertvoller, in dieser Veranstaltung strategische Vorhaben aus Berlin-Spandau und Leipzig kennenzulernen. An beiden Orten kamen viele Akteure zusammen, die Verwaltung ging auch auf Stiftungen und NGO’s zu. Es lohnt sich insbesondere, „dort hinzugehen, wo die Menschen sind“, beispielsweise in Jugendzentren, dann ist der Schritt zu gemeinschaftlichen Aktivitäten – die im Übrigen auch demokratiefördernd wirken – gar nicht mehr groß.

Ein schönes Beispiel für die Nutzung vorhandener Ressourcen und Erarbeitung kontextspezifischer Lösungen wurde aus Cottbus berichtet: In einer Mitgliederversammlung des Gesunde Städte-Netzwerks (GSN) war von „Winterspielplätzen“ in dafür am Sonntag geöffneten Turnhallen für Kinder in Berlin berichtet worden. Hiervon ließen sich die Stadtverwaltung und der Stadtsportbund für den „Cottbuser Winterspiel- und Sportplatz“ inspirieren, der nun mit Unterstützung vieler Partner schon über zwei Winter hinweg erfolgreich umgesetzt wurde.

Aus der Präsentation von Patrizia Bianca Frank, Fachdienst Kultur, Sport und Ehrenamt, und Bettina Busch, Fachbereich Gesundheit und Prävention des Kreises Groß-Gerau:
Wenn wir sagen „Das Ganze ist mehr“, dann meinen wir:
Mehr als einzelne Projekte. Mehr als Zuständigkeiten. Mehr als Fachbereichsgrenzen.
Es geht um gemeinsam getragene Gesundheitsförderung, strategisch ausgerichtet und aufbauend auf dem, was bereits engagiert und professionell geleistet wird.
Gesundheits- und Bewegungsförderung gelingt dann besonders gut, wenn viele Perspektiven zusammenkommen.

Die Veranstaltung war eine gute Gelegenheit, ressort- und akteursübergreifend in den Austausch zu kommen. Das digitale Format ermöglichte vielen Interessierten trotz knapper kommunaler Kassen, bundesweit von den Erfahrungen in anderen Kommunen zu lernen und sich inspirieren zu lassen.

Sehen Sie hier gerne die komplette Dokumentation der Veranstaltung.

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Leitfaden zur Erstellung von Artikeln

Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen.

  • 20.04.2026 - 23.04.2026

    Wuppertal

    75. Wissenschaftlicher Kongress – Der Öffentliche Gesundheitsdienst

    ÖGD – Keiner wie wir!

    Unter dem Motto „ÖGD – Keiner wie wir!“ werden wir wieder vielfältige und interessante Themen aus Praxis und Wissenschaft gemeinsam diskutieren. 2026 wird uns unter anderem das Thema „Pakt für den ÖGD“ beschäftigen. Gleichermaßen wollen und müssen wir die Gelegenheit nutzen, uns mit den Lehren aus der Pandemie sowie der damit verbundenen Weiterentwicklung und zukünftigen Aufgabenwahrnehmung des ÖGD auseinanderzusetzen. Hierzu ist eine ganze Reihe von Themen in der Planung, an der das wissenschaftliche Programm-Komitee unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen e.V. (DGÖG) bereits mit Hochdruck zusammen mit den Fachausschüssen und Arbeitsgruppen, dem ausrichtenden Bundesland NRW sowie unserem Kooperationspartner, der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin e.V. (GHUP), arbeitet. Der wissenschaftliche Kongressbeirat des BVÖGD hat dazu viele Themenvorschläge unterbreitet.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Kongresses.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.
  • Bundeskonferenz "Gesund und aktiv älter werden" 2026

    Demenzprävention im Dialog – Aufklärung verbessern, Strukturen stärken, Risiken reduzieren

    Wie können wir Demenz wirksam vorbeugen? Welche Ansätze funktionieren wirklich – und wie bringen wir sie in die Praxis? Diese hochaktuellen Fragen stehen im Mittelpunkt der 8. Bundeskonferenz „Gesund und aktiv älter werden“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Die Konferenz findet am Mittwoch, den 22. April 2026, in Köln statt. Eingeladen sind Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Fachkräfte aus Wissenschaft, Praxis und Politik, um gemeinsam die Demenzprävention in Deutschland nachhaltig zu stärken.

    Die Teilnehmenden erwartet aktuelle Erkenntnisse zu demenzpräventiven Lebensstilfaktoren im Kontext anderer nicht-übertragbarer Erkrankungen, nationale und internationale Good-Practice-Beispiele sowie Impulse zu personalisierten und multimodalen Präventionsstrategien. Darüber hinaus werden Maßnahmen der Verhältnisprävention und Möglichkeiten der Früherkennung beleuchtet. Renommierte Expertinnen und Experten geben wissenschaftliche Impulse und praxisnahe Einblicke, darunter Professorin Dr. Daniela Berg, Professor Dr. Frank Jessen und Professor Dr. René Thyrian. Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch, Vernetzung und Diskussionen.

    Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist notwendig, da die Teilnahmeplätze begrenzt sind. 

    Weitere Informationen und die Anmeldung unter www.gesund-aktiv-aelter-werden.de/fachinformationen/unsere-bundeskonferenzen/aktuelle-bioeg-bundeskonferenz

    Kategorie: Konferenz
    Veranstalter: Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit
  • 23.04.2026

    online via Zoom

    Gesundheitsförderung in der Kaffeepause

    Digitaler Kurzaustausch: "Die Ottawa-Charta verstehen – Leitideen für die Gesundheitsförderung"

    Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Hessen lädt interessierte kommunale Fachakteur*innen zu einem digitalen Kurzaustausch via Zoom ein. Unter dem Motto „Gesundheitsförderung in der Kaffeepause“ erhalten Sie neue Impulse für Ihre Arbeit in der kommunalen Gesundheitsförderung und haben die Möglichkeit, sich zu vernetzen sowie eigene Erfahrungen einzubringen.

    Die Veranstaltung dauert 90 Minuten. Sie beginnt mit einem themenbezogenen Impulsvortrag zu den Grundlagen der Ottawa-Charta und ihrer Bedeutung für die kommunale Gesundheitsförderung. Referent ist Dr. Frank Lehmann (Berliner Institut für Gesundheits- und Sozialwissenschaften). Im Anschluss sind die Teilnehmenden eingeladen, ihre Praxiserfahrungen einzubringen. Diese werden im Kontext der Handlungsfelder und Strategien der Ottawa-Charta diskutiert. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Reflexion, welche Impulse und Wege notwendig sind, um Gesundheitsförderung vor Ort unter den aktuellen Bedingungen nachhaltig und ressortübergreifend zu verankern.

    Weitere Informationen finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: KGC Hessen

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