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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Das Ganze ist mehr! Mehr als einzelne Projekte

Erkenntnisse aus der Satellitenveranstaltung zum Kongress Armut und Gesundheit 2026

02.04.2026

Vor dem Kongress „Armut und Gesundheit“ tauschten sich am 13. März 2026 knapp 300 Teilnehmende in der digitalen Satellitenveranstaltung „Das Ganze ist mehr! Zusammenarbeit in der Kommune“ aus. Anhand vieler anschaulicher Beispiele aus den Bereichen Partizipation, Bewegung, Ernährung, Bildung und Umwelt konnte erfolgreiche kommunale Zusammenarbeit dargestellt werden:
- mit anderen Ressorts, und zwar zum allseitigen Nutzen,
- mit Angehörigen der „Zielgruppen“,
- mit Ehrenamtlichen,
- mit der Kommunal- und der Landespolitik,
- mit der Wissenschaft,
- mit unterstützenden Koordinator*innen auf Landesebene und
- mit Akteuren der Zivilgesellschaft: Vereinen, Verbänden, Initiativen, NGO’s.

Die Abschlussrunde mit Impulsen von Dr. Katharina Böhm (HAGE – Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung) und Prof. Dr. Heike Köckler (Hochschule Bochum) machte deutlich, dass gemeinsame Strategien, langfristige Strukturen und gezielte Kommunikation entscheidend sind, um Maßnahmen nachhaltig erfolgreich umsetzen zu können. Schon zu Beginn müsse auf Nachhaltigkeit und politische Verankerung geachtet werden. „Wir schauen ab Tag 1 auf die Verstetigung der Projekte“ (Böhm).

Die Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit sollte konsequent wirkungsorientiert angelegt sein. Es braucht Klarheit über die Fragen: Was wollen wir verändern? Was bewirken wir? Was ist der Nutzen der Zusammenarbeit - für uns, für die anderen Fachkräfte und für die Menschen, die erreicht werden sollen?

Mehrere Teilnehmende betonten den Wert bestehender Netzwerke und Strukturen, etwa des Quartiersmanagements oder ehrenamtlicher Initiativen. Diese sind in der Lage, Ressourcen im kleinräumigen Kontext zu erkennen. An vielen Orten gibt es bereits kompetente Akteure, deren Erfahrungen und Engagement gezielt eingebunden werden sollten. Auch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen wurde als Chance gesehen. Kommunen und andere Akteure der Gesundheitsförderung können Themen aktiv an Forschende und Lehrende herantragen, auch wenn in ihrer Stadt keine Hochschule ist. Wissenschaftliche Akteure können auch helfen, Themen zu kommunizieren und zu festigen.

Ein zentrales Leitmotiv war die Netzwerkarbeit: Erfolge gemeinsamer Gesundheitsförderung entstehen dort, wo die richtigen Personen an einem Tisch sitzen und ihre Anknüpfungspunkte genutzt werden. Dies erfordert Motivation und ein hohes Maß an Kommunikations- und Netzwerk-Kompetenzen: Man müsse „die Menschen kennen“ – diejenigen suchen, die hilfreich sein können, und diejenigen meiden, die Fortschritte blockieren könnten.

Ein Teilnehmer der Veranstaltung im Chat:
Nicht „Gesundheit für Gesundheit“ und nicht „Wirtschaft für Wirtschaft“! Die Beziehungen zu allen Ressorts in den Blick nehmen und dafür unabhängige Finanzierung schaffen!

Das Thema Ernährung wird im kommunalen Rahmen bisher zumeist verhaltensorientiert betrachtet. Umso wertvoller, in dieser Veranstaltung strategische Vorhaben aus Berlin-Spandau und Leipzig kennenzulernen. An beiden Orten kamen viele Akteure zusammen, die Verwaltung ging auch auf Stiftungen und NGO’s zu. Es lohnt sich insbesondere, „dort hinzugehen, wo die Menschen sind“, beispielsweise in Jugendzentren, dann ist der Schritt zu gemeinschaftlichen Aktivitäten – die im Übrigen auch demokratiefördernd wirken – gar nicht mehr groß.

Ein schönes Beispiel für die Nutzung vorhandener Ressourcen und Erarbeitung kontextspezifischer Lösungen wurde aus Cottbus berichtet: In einer Mitgliederversammlung des Gesunde Städte-Netzwerks (GSN) war von „Winterspielplätzen“ in dafür am Sonntag geöffneten Turnhallen für Kinder in Berlin berichtet worden. Hiervon ließen sich die Stadtverwaltung und der Stadtsportbund für den „Cottbuser Winterspiel- und Sportplatz“ inspirieren, der nun mit Unterstützung vieler Partner schon über zwei Winter hinweg erfolgreich umgesetzt wurde.

Aus der Präsentation von Patrizia Bianca Frank, Fachdienst Kultur, Sport und Ehrenamt, und Bettina Busch, Fachbereich Gesundheit und Prävention des Kreises Groß-Gerau:
Wenn wir sagen „Das Ganze ist mehr“, dann meinen wir:
Mehr als einzelne Projekte. Mehr als Zuständigkeiten. Mehr als Fachbereichsgrenzen.
Es geht um gemeinsam getragene Gesundheitsförderung, strategisch ausgerichtet und aufbauend auf dem, was bereits engagiert und professionell geleistet wird.
Gesundheits- und Bewegungsförderung gelingt dann besonders gut, wenn viele Perspektiven zusammenkommen.

Die Veranstaltung war eine gute Gelegenheit, ressort- und akteursübergreifend in den Austausch zu kommen. Das digitale Format ermöglichte vielen Interessierten trotz knapper kommunaler Kassen, bundesweit von den Erfahrungen in anderen Kommunen zu lernen und sich inspirieren zu lassen.

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  • 13.04.2026 - 14.04.2026

    Hannover

    Künstliche Intelligenz in der Prävention

    31. Deutsche Präventionstag

    Der 31. Deutsche Präventionstag lädt dazu ein, das Thema „Künstliche Intelligenz in der Prävention“ umfassend und zukunftsorientiert zu beleuchten. Im Fokus stehen dabei zentrale Fragen:

    • Welche Herausforderungen bringt KI im Kontext von Kriminalität und Sicherheit, aber auch im gesamtgesellschaftlichen Miteinander mit sich?
    • Welche tiefgreifenden Veränderungen gehen mit ihrem Einsatz einher – und wer ist davon in welcher Weise betroffen?

    Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn:

    • Wie lässt sich KI gezielt und verantwortungsvoll für die Präventionsarbeit nutzen?

    Dabei geht es nicht nur um technologische Potenziale, sondern auch um die ethische und praktische Frage, wie ein bewusster, reflektierter Umgang mit KI in der Prävention gelingen kann.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Kongress
  • 14.04.2026

    digital via Zoom

    ‚Health in All Policies in der Kommune erfolgreich anstoßen‘

    Ein offenes Online-Treffen des Nachwuchsnetzwerks Öffentliche Gesundheit

    Anknüpfend an die Satellitenveranstaltung zum Kongress Armut und Gesundheit ‚Das Ganze ist mehr! Zusammenarbeit in der Kommune‘ möchten wir gemeinsam der Frage nachgehen, wie ressortübergreifende Zusammenarbeit für verhältnisorientierte Gesundheitsförderung und Prävention auf kommunaler Ebene angestoßen werden kann – auch aus (Nachwuchs-)Positionen ohne formale Entscheidungsbefugnis.

    Wir freuen uns, dass wir als Referentin für den ersten Teil der Veranstaltung Zsuzsanna Majzik gewinnen konnten. Als Sozialmanagerin und Public Health Expertin leitet sie das Sachgebiet Sonder- und Strategische Themen am Gesundheitsreferat München. Sie wird Einblicke in den Entstehungsprozess der kürzlich überarbeiteten ressortübergreifenden Fachleitlinie Gesundheit der Landeshauptstadt München geben und aus ihrer langjährigen Erfahrung als Prozessbegleiterin in Kommunen berichten.

    In der zweiten Hälfte steht der Austausch unter den Teilnehmenden im Mittelpunkt: Welche Erfahrungen gibt es beim Anstoß von Health in All Policies auf kommunaler Ebene? Welche Gelingensfaktoren und Hürden spielen eine Rolle?

    Eingeladen sind alle, die sich dem Nachwuchs zugehörig fühlen (ganz unabhängig vom Alter) oder mit dem Nachwuchs in Austausch treten und Erfahrungen teilen möchten.

    Zoom-Meeting Zugangsdaten:
    Zeit: 14. Apr. 2026 06:00 PM Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien
    Meeting-ID: 628 0257 0413
    Kenncode: 374575
    Beitreten – So geht's

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Nachwuchsnetzwerk Öffentliche Gesundheit (NÖG)
  • digital

    1. Bayerischer Kongress Prävention und Gesundheitsförderung

    Fokus: Gesundheitskommunikation und Gesundheitskompetenz

    Mit jährlich wechselnden Akzenten wird der neue Bayerische Kongress Prävention und Gesundheitsförderung die Ziele des Masterplans Prävention in den Blick nehmen. Der Fokus der ersten hybriden Veranstaltung am 15. April 2026 liegt auf Gesundheitskommunikation und Gesundheitskompetenz – zwei Themen, die für Präventionserfolge unverzichtbar sind. 

    Neben spannenden Vorträgen werden der Austausch und die Vernetzung der bayerischen Akteur*innen im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung in den Fokus gerückt. Nationale und internationale Expert*innen setzen neue Impulse und vertiefen das praktische Wissen in Workshops, Austauschformate schaffen Raum für fachlichen Dialog. Der Schwerpunkt des Auftakts für die neue Kongressreihe zu Gesundheitsförderung und Prävention in Bayern liegt auf "Gesundheitskommunikation und Gesundheitskompetenz".

    Die Veranstaltung vor Ort ist bereits ausgebucht. Nutzen Sie die Möglichkeit online dabei zu sein. Anmeldungen für die Online-Teilnahme sind bis zum 9. April 2026 möglich. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Veranstalter: Bayerisches Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung

… weitere Termine

Leitfaden zur Erstellung von Artikeln

Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen.  

Ansprechpersonen

Die Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit erreichen Sie jederzeit hier.

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