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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: Kein Kind darf außen vor bleiben - gesundheitliche Versorgung von Kindern im Mittelpunkt der Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe

22.06.2009

„Was sich bei PISA gezeigt hat, zeigt sich auch bei der Studie über die Kinder- und Jugendgesundheit (KiGGS): Ärmere Kinder und Kinder aus Migrantenfamilien haben nicht die gleichen Chancen auf eine gute Gesundheit wie ihre Altersgenossen“, sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt am Dienstag auf der Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ). „Wir wollen, dass kein Kind außen vor bleibt. Vielmehr müssen alle Talente und Fähigkeiten gefördert werden.“ Dafür und für die Verbesserung der Gesundheit von Kindern forderte Schmidt eine engere Kooperation zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Zudem stellte sie die Vorteile eines Präventionsgesetzes dar.

Die gesundheitliche Versorgung zu verbessern und dabei die besondere Situation von Familien mit Kindern im Blick zu haben seien wichtige Ziele der zahlreichen bereits beschlossenen Maßnahmen des Gesundheitsministeriums, wie das INFORM Programm für gesunde Ernährung oder der Rechtsanspruch auf Mutter-/Vater-Kind Kuren, betonte Schmidt.

Die Ministerin kündigte an, die Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen weiter in den Mittelpunkt der Politik zu stellen und zielgerichtet die Familien anzusprechen, die von Gesundheitsförderung bisher zu wenig profitierten. Mit der Strategie der Bundesregierung zur Förderung der Kindergesundheit würden die Maßnahmen der verschiedenen Ministerien gebündelt, koordiniert und umgesetzt.

Schmidt zufolge hängen gute Bildungschancen eng mit guter Gesundheit zusammen. Auch deswegen werde dringend eine abgestimmte Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen gebraucht. Mit den Maßnahmen eines Präventionsgesetzes, die gezielt in den Schulen und Kindergärten, im Betrieb und in den Stadtquartieren ansetzen könnten, würden Kinder aus benachteiligten Familien wirklich erreicht, so Schmidt. Sämtliche Experten, aber auch alle Bundesländer unterstützten daher ein Präventionsgesetz. Umso weniger Verständnis hat Schmidt eigenen Angaben nach „für die anhaltende Ablehnung der Union im Deutschen Bundestag.“

Die Praxisdatenbank auf www.gesundheitliche-chancengleichheit.de enthält zahlreiche Projekte, die die Gesundheit von sozial benachteiligten Kindern verbessern und fördern. Eines dieser Projekte ist das Netzwerk Früh übt sich. Minifit. Von klein auf gesund.im baden-württembergischen Ludwigsburg. Minifit konzentriert sich auf die Altersgruppe der 3- bis 6-Jährigen. Speziell im Fokus hat das Netzwerk Kinder aus sozial und wirtschaftlich benachteiligten sowie eingewanderten Familien. Bei der Planung und Umsetzung der Angebote werden die Bedürfnisse dieser Zielgruppe in besonderem Maße berücksichtigt und sprachliche Hürden mithilfe von Dolmetschern gelöst. Das Modul „Kleingruppengespräche“ richtet sich direkt an Migrantenfamilien. Über zwei Drittel der 19 Kindertageseinrichtungen, die in einem sozialen Brennpunkt liegen, haben bereits an MINIFIT teilgenommen. Etwa 500 Kinder aus sozial benachteiligten oder aus Familien mit Migrationshintergrund konnten bereits erreicht werden.

Neben Good Practice-Projekten enthält die Praxisdatenbank rund 1800 Projekte, darunter zahlreiche zur Gesundheitsförderung von Kindern.

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  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • Berlin

    Schwangere begleiten

    Fachtag zu den neuen Handlungsempfehlungen Schwangerschaft

    Im Sommer veröffentlicht das Netzwerk Gesund ins Leben im Bundeszentrum für Ernährung seine neuen nationalen Handlungsempfehlungen „Ernährung, Bewegung und weitere Gesundheitsaspekte vor und während der Schwangerschaft“. Aus diesem Anlass lädt es die Wissenschafts- und Fach-Community zum Fachtag zu den neuen Handlungsempfehlungen Schwangerschaft ein.

    Die an den Empfehlungen beteiligten Wissenschaftler*innen stellen in Fach-Vorträgen ausgewählte Aspekte vor und bringen die Teilnehmenden auf den aktuellen Stand. Eine Podiumsdiskussion bietet zudem Raum für den Blick in die Praxis.

    Weitere Informationen:

    Kategorie: Fachtagung
  • 11.09.2026 - 12.09.2026

    Winterthur (Schweiz)

    Netzwerktreffen des DACH-Netzwerks Gesundheitsförderung

    40 Jahre Ottawa Charta: Bilanz und Zukunft der Gesundheitsförderung

    Was konnte die Gesundheitsförderung in diesen vier Jahrzehnten bewegen? Welche Ansätze haben sich bewährt – und welche weniger? Auf welchen wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnissen können wir weiter aufbauen? Und wo liegen ungenutzte Potenziale für die Weiterentwicklung des Feldes? Gemeinsam möchten wir diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und Impulse für eine zukunftsorientierte Gesundheitsförderung setzen.

    In mehreren Subplenen diskutieren wir am ersten Tag, wo der DACH-Raum in Bezug auf die Kernanliegen der Ottawa-Charta steht und welche Herausforderungen heute besonders ins Gewicht fallen. Gemeinsam beleuchten wir Entwicklungspotenziale sowie den Handlungsbedarf rund um den Settingansatz, die Werte, Prinzipien und Strategien der Gesundheitsförderung in unterschiedlichen Handlungsfeldern. 

    Aufbauend auf der Zwischenbilanz zur Ottawa-Charta greifen wir am Folgetag die Themen des Netzwerktreffens 2024 erneut auf. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der identifizierte Handlungsbedarf konkret in Aus- und Weiterbildung, Evaluation und Wirkungsforschung, Qualitätsentwicklung und Praxis übertragen werden kann.

    Weitere Informationen, das Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Netzwerktagung
    Veranstalter: ZHAW Institut für Public Health

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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