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Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Besser für Geldbeutel und Gesundheit

Neue Studie zeigt die Vorteile der Planetary Health Diet in Deutschland

Christina Rogler , Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
26.08.2026

Ernährungsarmut trifft in Zeiten steigender Inflation besonders vulnerable Gruppen, Menschen mit Armutserfahrungen und Menschen mit sozioökonomischer Benachteiligung! Aber aus welchen Gründen?

 

Sowohl Eltern als auch Kinder armutsgefährdeter Haushalte verzehren laut 15. DGE Ernährungsbericht mehr Lebensmittel wie Fleisch oder ungesunde Snacks, die einerseits teurer aber zugleich auch ungesünder sind als beispielsweise Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte oder Getreide. Das Paradoxe daran: Einerseits nimmt der Geldbeutel Schaden, andererseits die eigene Gesundheit durch ein höheres Risiko für die Entwicklung chronischer Erkrankungen wie Diabetes Typ-2 oder Bluthochdruck.  Vermutlich auch deswegen, weil 70% der Deutschen davon ausgehen, eine gesündere pflanzenbetonte Ernährung sei kostenaufwendiger (AOK-Umfrage, 2026).

Handfeste Beweise, dass dem eben nicht so ist, liefert eine brandaktuelle Studie “Unterm Strich gesünder - Was die Planetary Health Diet für Geldbeutel und Gesundheit bedeutet” von Madre Brava in Zusammenarbeit mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, dem Netzwerk Ernährungsräte, Die Verbraucher Initiative e.V., ProVeg Deutschland und der Albert Schweitzer Foundation. 

Was sind zentrale Ergebnisse?

Eine an der Planetary Health Diet (PHD) orientierte Ernährung schont den Geldbeutel und den Planeten und entlastet zugleich unser Gesundheitssystem. So zeigt die Analyse, dass ein an der PHD orientierter Warenkorb erhebliche Einsparpotenziale bieten kann: Während ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt für den aktuellen Warenkorb rund 98,36 € pro Woche ausgibt, liegen die wöchentlichen Kosten des PHD-Warenkorbs bei rund 73,14 €. Auf das Jahr gerechnet kann ein durchschnittlicher Haushalt also rund 1.315 € pro Jahr einsparen! Dazu ließen sich rund 200.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr vermeiden und das Gesundheitssystem um rund 53 Mrd. € entlasten – allein durch eine andere Essensauswahl!

Wie schaffen wir es nun, dass alle Menschen unabhängig ihrer sozialen Situation die Möglichkeit haben, von diesen handfesten Vorteilen einer nachhaltigen gesunden Ernährung zu profitieren?

  • Schaffung gesunder Ernährungsumgebungen in den Settings Schule, Kita, Hochschule, Klinik und Pflegeeinrichtung à la "Die gesunde Wahl muss die einfache und bezahlbare Wahl sein" und Festsetzung verbindlicher Standards.
  • Ernährungsbezogene Bildungsangebote in den Settings mit praktischen Umsetzungsbeispielen und zugleich Faktenkunde (à la 1kg Linsen kostet knapp 3 Euro und liefert ca. 200g Eiweiß im Vergleich zu Rindfleisch mit 1kg für 10-20 Euro bei ebenfalls ca. 200g Eiweiß).
  • Steuerliche Begünstigungen für pflanzenbasierte Lebensmittel.
  • Adressatengerechte Kommunikationsmaßnahmen zum Thema Ernährung in leichter verständlicher und bildhafter Sprache in digitalen Medien als auch in analoger Form. 
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  • Berlin

    Fachtag: Generationengerechtigkeit ausbuchstabiert

    Kinder- und Jugendhilfe und Seniorenorganisationen im Dialog Generationengerechtigkeit

    Generationengerechtigkeit ist in aktuellen politischen Debatten zu einem zentralen Begriff geworden. Häufig wird er jedoch verkürzt verwendet: als moralisches Argument in der Haushalts-, Finanz- oder Rentenpolitik, etwa in Diskussionen über Neuverschuldung oder die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme. Dabei gerät schnell aus dem Blick, dass Generationengerechtigkeit weit mehr umfasst als finanzpolitische Abwägungen. Eine solche Engführung kann Generationenkonflikte eher verstärken, statt gemeinsame Interessen sichtbar zu machen und die tatsächlichen Ursachen von Ungerechtigkeit zu benennen.

    In dieser Veranstaltung bieten die Organisationen des Hauses der Jugendarbeit und Jugendhilfe e.V. und die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. ein Forum, um gemeinsam mit den Teilnehmenden den Begriff der Generationengerechtigkeit in unterschiedlichen politischen und sozialen Themenfeldern zu vertiefen und das Verbindende zwischen den Generationen herauszuarbeiten.

    Die Anmeldemöglichkeit folgt nach der Sommerpause. Bitte beachten Sie bereits jetzt, dass die Teilnahme kostenpflichtig ist. Der Teilnahmebeitrag beträgt 10,00 Euro pro Person; die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Weitere Informationen finden Sie hier.

    Kategorie: Fachtagung
    Veranstalter: Hauses der Jugendarbeit und Jugendhilfe e.V. und BAGSO
  • 14.10.2026

    Berlin

    Gesundheit x Mobilität – Radverkehr als Investition in unsere Zukunft

    ADFC-Symposium 2026

    Die Veranstaltung bringt Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung, Gesundheitswesen, Stadtentwicklung und Zivilgesellschaft zusammen, die Mobilität gesünder, gerechter und zukunftsfähiger gestalten wollen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Fahrrad noch stärker als Hebel für Gesundheit, Lebensqualität und lebenswerte Städte und Gemeinden genutzt werden kann – auf Grundlage aktueller Erkenntnisse, internationaler Beispiele und konkreter Ansätze für die Praxis.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier. Die Teilnahme ist kostenlos.

    Kategorie: Symposium
    Veranstalter: Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e. V.
  • Düsseldorf

    Mut zur Haltung: Zukunft schon heute gesund und sozial gestalten

    DVSG-Bundeskongress 2026

    Mit einem selbstbewussten und selbstkritischen Blick wird der DVSG-Bundeskongress 2026 unter dem Motto „Mut zur Haltung: Zukunft schon heute gesund und sozial gestalten“ den Fokus auf zukünftige Herausforderungen richten. Wir wollen soziale Gerechtigkeit, Solidarität und Gesundheit für alle in einer sich rasant wandelnden Welt.

    Beim DVSG-Bundeskongress sollen aktuelle Probleme im Zusammenhang mit der Gesundheitsversorgung diskutiert und mögliche Lösungen vorgestellt werden. Nicht nur der Fachkräftemangel und wachsende Versorgungslücken erfordern visionäre Ansätze. Gleichzeitig müssen die gesellschaftlichen Entwicklungen in den Blick genommen werden: Eine alternde Bevölkerung, zunehmende Multimorbidität, vielfältige Lebensformen, höherer Betreuungsbedarf und Pflegebedürftigkeit verlangen nach angepassten Konzepten und Angeboten. Der Anstieg von Singlehaushalten und gesellschaftliche Entfremdungen, etwa geprägt durch Einsamkeit, Polarisierung und Radikalisierung, verändern die Lebenslagen vieler Menschen. Diese Trends erfordern umfassenden sozialen Zusammenhalt und gesunde Lebenswelten.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: DVSG - Deutsche Vereinigung für die gesundheitsbezogene Soziale Arbeit

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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