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Besser für Geldbeutel und Gesundheit
Neue Studie zeigt die Vorteile der Planetary Health Diet in Deutschland
Ernährungsarmut trifft in Zeiten steigender Inflation besonders vulnerable Gruppen, Menschen mit Armutserfahrungen und Menschen mit sozioökonomischer Benachteiligung! Aber aus welchen Gründen?
Sowohl Eltern als auch Kinder armutsgefährdeter Haushalte verzehren laut 15. DGE Ernährungsbericht mehr Lebensmittel wie Fleisch oder ungesunde Snacks, die einerseits teurer aber zugleich auch ungesünder sind als beispielsweise Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte oder Getreide. Das Paradoxe daran: Einerseits nimmt der Geldbeutel Schaden, andererseits die eigene Gesundheit durch ein höheres Risiko für die Entwicklung chronischer Erkrankungen wie Diabetes Typ-2 oder Bluthochdruck. Vermutlich auch deswegen, weil 70% der Deutschen davon ausgehen, eine gesündere pflanzenbetonte Ernährung sei kostenaufwendiger (AOK-Umfrage, 2026).
Handfeste Beweise, dass dem eben nicht so ist, liefert eine brandaktuelle Studie “Unterm Strich gesünder - Was die Planetary Health Diet für Geldbeutel und Gesundheit bedeutet” von Madre Brava in Zusammenarbeit mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, dem Netzwerk Ernährungsräte, Die Verbraucher Initiative e.V., ProVeg Deutschland und der Albert Schweitzer Foundation.
Was sind zentrale Ergebnisse?
Eine an der Planetary Health Diet (PHD) orientierte Ernährung schont den Geldbeutel und den Planeten und entlastet zugleich unser Gesundheitssystem. So zeigt die Analyse, dass ein an der PHD orientierter Warenkorb erhebliche Einsparpotenziale bieten kann: Während ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt für den aktuellen Warenkorb rund 98,36 € pro Woche ausgibt, liegen die wöchentlichen Kosten des PHD-Warenkorbs bei rund 73,14 €. Auf das Jahr gerechnet kann ein durchschnittlicher Haushalt also rund 1.315 € pro Jahr einsparen! Dazu ließen sich rund 200.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr vermeiden und das Gesundheitssystem um rund 53 Mrd. € entlasten – allein durch eine andere Essensauswahl!
Wie schaffen wir es nun, dass alle Menschen unabhängig ihrer sozialen Situation die Möglichkeit haben, von diesen handfesten Vorteilen einer nachhaltigen gesunden Ernährung zu profitieren?
- Schaffung gesunder Ernährungsumgebungen in den Settings Schule, Kita, Hochschule, Klinik und Pflegeeinrichtung à la "Die gesunde Wahl muss die einfache und bezahlbare Wahl sein" und Festsetzung verbindlicher Standards.
- Ernährungsbezogene Bildungsangebote in den Settings mit praktischen Umsetzungsbeispielen und zugleich Faktenkunde (à la 1kg Linsen kostet knapp 3 Euro und liefert ca. 200g Eiweiß im Vergleich zu Rindfleisch mit 1kg für 10-20 Euro bei ebenfalls ca. 200g Eiweiß).
- Steuerliche Begünstigungen für pflanzenbasierte Lebensmittel.
- Adressatengerechte Kommunikationsmaßnahmen zum Thema Ernährung in leichter verständlicher und bildhafter Sprache in digitalen Medien als auch in analoger Form.
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Leitfaden zur Erstellung von Artikeln für das Internetportal www.gesundheitliche-chancengleichheit.de
Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen..pdf , 144 KB