Webanalyse / Datenerfassung

Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.

Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Berliner Landesgesundheitskonferenz beschließt als bundesweit erste Landesgesundheitskonferenz Gesundheitsziele für wohnungslose Menschen

Marisa Elle , Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.
14.04.2023

Das Leben auf der Straße macht krank. Medizinische Hilfe erhalten wohnungslose Menschen dennoch selten, aufgrund von Hürden können viele das Versorgungssystem nicht nutzen. Die Berliner Landesgesundheitskonferenz möchte das ändern und hat erstmalig Gesundheitsziele entwickelt, um die gesundheitliche Versorgung von wohnungslosen Menschen zu verbessern.

Menschen ohne eigene Wohnung - ob sie auf der Straße leben oder in Notunterkünften unterkommen - geht es in vielerlei Hinsicht schlecht. Sie leben am Rande unserer Gesellschaft, werden ausgegrenzt, sind einsam und oft verzweifelt. Sie können an vielen Lebensbereichen nicht teilhaben und sind gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen stark benachteiligt. Die meisten können sich nicht alleine und ohne Hilfe aus dieser prekären Lage befreien.

Diese Lebenssituation beeinträchtigt Gesundheit und Wohlbefinden enorm. Damit sind nicht nur die schlechten Hygienebedingungen gemeint, die zu Krankheiten wie Hautausschlägen, schlecht heilenden Wunden, Parasitenbefall oder Tuberkulose führen können. Häufig sind Menschen schon vor dem Verlust der Wohnung von Suchterkrankungen betroffen und psychisch und/oder körperlich chronisch krank. Manche hat erst die Krankheit oder eine Lebenskrise in die Armut und Wohnungslosigkeit getrieben. Der Teufelskreis „Armut macht krank – Krankheit macht arm“ manifestiert sich auf den Straßen und wird im Stadtbild sichtbar. In Folge versterben insbesondere Menschen, die auf der Straße leben, vor der Zeit und ohne palliative und hospizliche Versorgung.

Doch von wie vielen betroffenen Menschen sprechen wir eigentlich? Schätzungen zufolge sind in Berlin etwa 50.000 Menschen wohnungslos. (1) Erst seit 2022 ermittelt der Bund regelmäßig Zahlen. Demnach waren 2022 in Berlin 25.975 (2) Menschen in Notunterkünften untergebracht. Die Dunkelziffer der Wohnungslosen ist jedoch weitaus höher, da Menschen, die auf der Straße leben, hier nicht mitgerechnet sind. Bei der ersten Zählung im Jahr 2020 wurden ca. 2.000 auf der Straße lebende Menschen (3) in Berlin erfasst, vermutlich blieben dabei viele ungezählt.

Mangelhafte medizinische Versorgung

Wohnungslose Menschen können häufig nicht einfach in eine Praxis oder in ein Krankenhaus gehen und sich dort medizinisch behandeln lassen. Einerseits sind viele der Betroffenen nicht krankenversichert und können damit Leistungen unseres Gesundheitssystems nicht in Anspruch nehmen, denn: Mediziner*innen und Strukturen könnten die erbrachten Leistungen nicht abrechnen. Andererseits gibt es persönliche Gründe wie z.B. Diskriminierungserfahrungen, Sucht, psychische Erkrankungen, Scham oder fehlende Krankheitseinsicht, die es wohnungslosen Menschen schwermachen, das gesundheitliche Versorgungssystem zu nutzen.

Damit sind diese Menschen auf speziell für die Bedarfe wohnungsloser oder nicht krankenversicherter Menschen eingerichtete, niedrigschwellige, ambulante Angebote einer medizinischen Basisversorgung angewiesen. Diese Angebote sind zu einem großen Teil von Spenden und der Unterstützung durch Freiwillige abhängig. Sie decken den Bedarf in Berlin nicht. Krankenhäuser nehmen im Notfall Patient*innen auf, erhalten aber häufig keine Kostenerstattungen.

Gesundheit durch Gesundheitsziele

Die Berliner Landesgesundheitskonferenz hat 2020 das Gesundheitsziel “Gesund teilhaben” beschlossen und nun erste Gesundheitsziele für wohnungslose Menschen erarbeitet.

Um Maßnahmen gezielt und effektiv zu planen und umzusetzen, braucht es Zahlen und Fakten. Deshalb spricht sich die Berliner Landesgesundheitskonferenz für den Aufbau einer Gesundheitsberichterstattung für wohnungslose Menschen aus. Regelmäßig soll die für Gesundheit zuständige Senatsverwaltung ab 2025 einen Gesundheitsbericht veröffentlichen. Auf dieser Grundlage können dann unterschiedliche Akteur*innen und Projektträger*innen ihre Unterstützungsangebote und Maßnahmen gezielt aufeinander abstimmen und bedarfsorientiert planen.

Die gesundheitliche Versorgung der Menschen, die in Berlin ohne eigene Wohnung sind, soll künftig in einem besser koordinierten Rahmen stattfinden. In 2023 soll sich ein interdisziplinäres Gremium gründen, das unter Berücksichtigung bereits bestehender Angebote und Entwürfe ein Konzept für eine zielgerichtete niederschwellige Versorgungsstruktur in Berlin erarbeitet.

Aktuell unterstützen diverse Akteur*innen Menschen ohne eigene Wohnung in Berlin durch konkrete Hilfsleistungen und Angebote im medizinischen Bereich. Damit das zukünftig noch besser gelingt, möchte die Berliner Landesgesundheitskonferenz ein Fachnetzwerk gründen, in dem sich regelmäßig Akteur*innen austauschen und Aktivitäten planen und abstimmen. Das Land Berlin soll hierfür gute Rahmenbedingungen schaffen und z.B. nötige Ressourcen wie Räume stellen.

Zum Sommeranfang 2023 plant die Berliner Landesgesundheitskonferenz eine Fachveranstaltung zum Thema Gesundheit und Teilhabe von Menschen ohne eigene Wohnung. Gemeinsam soll mit politischen Entscheidungsträger*innen und Fachakteur*innen diskutiert werden, wie sich die Gesundheitsziele konkret umsetzen lassen. Weitere Informationen finden sich hier auf der Webseite der Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung im Land Berlin.

Für einen geregelten Zugang zur gesundheitlichen Versorgung wird im Rahmen der Gesundheitsziele gefordert, bei der Einführung einer Berlin City ID-Card – ein Art Stadtausweis für Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus – auch Menschen ohne Meldeadresse oder ohne eigenen Wohnraum zu berücksichtigen. Damit könnten Betroffene leichter Angebote des Gesundheitssystems nutzen und Mediziner*innen unkomplizierter Leistungen abrechnen.

Mit Masterplan gezielt gegen Obdach- und Wohnungslosigkeit in Berlin bis 2030

Bis 2030 soll es in Berlin keine Menschen ohne Wohnung oder Obdach mehr geben. Dies ist das Ziel des „Masterplans zur Überwindung von Obdach- und Wohnungslosigkeit bis zum Jahr 2030“ (4), initiiert durch die für Soziales zuständige Senatsverwaltung. Die geplanten Maßnahmen reichen von der Verstetigung und dem Ausbau des Modellprojektes Housing First über die Fortsetzung der Zählung von Menschen, die auf der Straße leben, bis hin zur Reform des niedrigschwelligen Unterbringungs- und Notversorgungssystems.

Nur gemeinsam mit vielen Akteur*innen kann es gelingen, Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Berlin zu bekämpfen. Die Berliner Landesgesundheitskonferenz möchte mit den entwickelten Gesundheitszielen ihren Beitrag dazu leisten.

___________

(1): Quelle: BERLINER MASTERPLAN zur Überwindung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit bis zum Jahr 2030, September 2021

(2): Statistisches Bundesamt: Statistisches Bundesamt Deutschland - GENESIS-Online: Ergebnis 22971-0050-DLAND (destatis.de)

(3): https://zeitdersolidaritaet.de/ergebnisse

(4): Masterplan 2030: https://www.berlin.de/sen/soziales/besondere-lebenssituationen/wohnungslose/wohnungslosenpolitik/20210903_masterplan2030.pdf

Zurück zur Übersicht
  • 20.04.2026 - 23.04.2026

    Wuppertal

    75. Wissenschaftlicher Kongress – Der Öffentliche Gesundheitsdienst

    ÖGD – Keiner wie wir!

    Unter dem Motto „ÖGD – Keiner wie wir!“ werden wir wieder vielfältige und interessante Themen aus Praxis und Wissenschaft gemeinsam diskutieren. 2026 wird uns unter anderem das Thema „Pakt für den ÖGD“ beschäftigen. Gleichermaßen wollen und müssen wir die Gelegenheit nutzen, uns mit den Lehren aus der Pandemie sowie der damit verbundenen Weiterentwicklung und zukünftigen Aufgabenwahrnehmung des ÖGD auseinanderzusetzen. Hierzu ist eine ganze Reihe von Themen in der Planung, an der das wissenschaftliche Programm-Komitee unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen e.V. (DGÖG) bereits mit Hochdruck zusammen mit den Fachausschüssen und Arbeitsgruppen, dem ausrichtenden Bundesland NRW sowie unserem Kooperationspartner, der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin e.V. (GHUP), arbeitet. Der wissenschaftliche Kongressbeirat des BVÖGD hat dazu viele Themenvorschläge unterbreitet.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Kongresses.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.
  • 21.04.2026

    online

    Online-Seminar: Das ABC der Gesundheitsförderung und Prävention

    Die KGC Rheinland-Pfalz bietet aufgrund des großen Interesses der letzten Jahre erneut die Online-Basisschulung „Das ABC der Gesundheitsförderung und Prävention“ an. In dieser Online-Veranstaltung lernen Sie zunächst die zentralen Begrifflichkeiten und Grundlagen der Gesundheitsförderung und Prävention kennen. Was bedeutet Health in All Policies (HiAP), wie kann Gesundheitsförderung soziallagenbezogen umgesetzt werden und wie wird die Zielgruppe optimal erreicht? Dabei legen wir einen Fokus auf kommunale Gesundheitsförderung.

    Bitte beachten Sie, dass dies eine Wiederholung der Veranstaltung vom 14.5.2024 und 2.7.2025 ist. Von einer erneuten Anmeldung bitten wir daher abzusehen, wenn Sie bereits teilgenommen haben.

    Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Seminar
    Veranstalter: Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
  • Bundeskonferenz "Gesund und aktiv älter werden" 2026

    Demenzprävention im Dialog – Aufklärung verbessern, Strukturen stärken, Risiken reduzieren

    Wie können wir Demenz wirksam vorbeugen? Welche Ansätze funktionieren wirklich – und wie bringen wir sie in die Praxis? Diese hochaktuellen Fragen stehen im Mittelpunkt der 8. Bundeskonferenz „Gesund und aktiv älter werden“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Die Konferenz findet am Mittwoch, den 22. April 2026, in Köln statt. Eingeladen sind Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Fachkräfte aus Wissenschaft, Praxis und Politik, um gemeinsam die Demenzprävention in Deutschland nachhaltig zu stärken.

    Die Teilnehmenden erwartet aktuelle Erkenntnisse zu demenzpräventiven Lebensstilfaktoren im Kontext anderer nicht-übertragbarer Erkrankungen, nationale und internationale Good-Practice-Beispiele sowie Impulse zu personalisierten und multimodalen Präventionsstrategien. Darüber hinaus werden Maßnahmen der Verhältnisprävention und Möglichkeiten der Früherkennung beleuchtet. Renommierte Expertinnen und Experten geben wissenschaftliche Impulse und praxisnahe Einblicke, darunter Professorin Dr. Daniela Berg, Professor Dr. Frank Jessen und Professor Dr. René Thyrian. Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch, Vernetzung und Diskussionen.

    Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist notwendig, da die Teilnahmeplätze begrenzt sind. 

    Weitere Informationen und die Anmeldung unter www.gesund-aktiv-aelter-werden.de/fachinformationen/unsere-bundeskonferenzen/aktuelle-bioeg-bundeskonferenz

    Kategorie: Konferenz
    Veranstalter: Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit

… weitere Termine

Leitfaden zur Erstellung von Artikeln

Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen.  

Ansprechpersonen

Die Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit erreichen Sie jederzeit hier.

Mit unserem News­letter immer aktuell informiert

Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

nach oben