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Bericht Werkstatt Wirkungsorientierung - Von Daten zu Taten
„Unser Handeln nicht zu ändern, bewirkt in unserer volatilen Welt auch Veränderung.“ Mit dieser Feststellung traf unsere Kollegin und Werkstattleiterin Dagmar Lettner am 11. Mai bei den Teilnehmerinnen ins Schwarze. Die Frage ist nicht, ob wir unsere Arbeitsweise verändern wollen, sondern welche Haltung wir dabei einnehmen und welche Werkzeuge wir nutzen. Ein möglicher Weg ist die Wirkungsorientierung
Was haben wir gemacht:
„hands on“ oder „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ war das Grundmotiv der Werkstatt. Die Teilnehmenden nahmen sich einen Teilbereich ihrer Tätigkeit vor und betrachteten diesen mit einer wirkungsorientierten Brille. Welche Indikatoren sind geeignet und „ZWERG“ genug, um Wirkaussagen treffen zu können? Was für Erkenntnisse liefern hier bereits evaluierte Projekte? Was ist ein realistischer Wirkungsgrad: Ist 7 viel? Im zweiten Teil ging es um die Frage, welche Tools und Routinen in Projekten und Organisationen genutzt werden (können), um Veränderungsprozessen zu unterstützen. Dabei wurde deutlich: Wirkungsorientierung ist, wie alle Lernprozesse, eine Langstrecke.
Am wirkungsvollsten: der Austausch:
Die vielfältige Zusammensetzung der Teilnehmenden aus Landes- und Bezirksverwaltung sowie Trägerlandschaft ermöglichte eine bereichernde gemeinsame Reflexion darüber, wie „Wirkung“ verstanden wird. Deutlich wurde dabei auch: Selbst professionell evaluierte Pilotprojekte führen nicht automatisch zu nachhaltigen und auskömmlich finanzierten Angeboten. Hierfür sind Aushandlungsprozesse notwendig, bei denen Wirkungsorientierung eine wichtige Grundlage bietet.
Wirkung differenziert betrachten
Bei aller Freude an der Wirkungsorientierung bleibt es zentral, diese differenziert zu betrachten: Ein wirkungsorientiertes Monitoring ist wichtig für die strategische Steuerung, gleichzeitig müssen Anforderungen an Wirkungsnachweise aber in einem angemessenen Verhältnis zu Ressourcen und Förderhöhen stehen. Entscheidend ist ein gemeinsames Verständnis darüber, was machbar ist und der Mut, gewohnte Rollen zu verlassen, um letztlich den Fokus stärker auf die Wirkung in den Lebenswelten der Menschen zu richten. Denn darum muss es gehen.
Was wir als KGC mitnehmen:
- Dreieinhalb Stunden sind zu kurz, um wirklich ins Thema einzutauchen. Unser nächstes Format wird daher wieder länger sein.
- Viele Kolleginnen und Kollegen sind inzwischen mit den Grundlagen der Wirkungsorientierung vertraut. Für die kontinuierliche Weiterentwicklung und die Verankerung im Arbeitsalltag sind jedoch Angebote besonders wertvoll, die spezifisch auf die Bedarfe der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung eingehen.
- Besonders erfreulich war die Rückmeldung: „Ich nehme in meinem Team wahr, dass wir nicht mehr an unserer Haltung und unserem Grundverständnis arbeiten müssen – das passt bei allen. Trotzdem bin ich gerne bei Werkstätten wie dieser dabei, denn ich sehe Wirkungsorientierung als einen Prozess, bei dem wir nie auslernen.“
Als KGC bleiben wir an diesem Thema gemeinsam mit Ihnen dran und entwickeln kontinuierlich Formate weiter, die praxisnah und für Verwaltung wie Umsetzungsebene gleichermaßen unterstützend sind. Wir freuen uns, Sie auf unsere nächste Wirkungswerkstatt im Herbst aufmerksam zu machen: Weitere Informationen folgen in Kürze.
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Leitfaden zur Erstellung von Artikeln für das Internetportal www.gesundheitliche-chancengleichheit.de
Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen..pdf , 144 KB