Webanalyse / Datenerfassung

Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.

Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Auf die Infrastrukturen kommt es an

Das Wohlbefinden von Immigrant*innen und deren Nachkommen ist in migrantisch geprägten Nachbarschaften höher

06.09.2022

  

Subjektives Wohlbefinden bei Immigrant*innen und ihren Nachkommen

Lebenszufriedenheit ist ein Kernbestandteil von Wohlbefinden und damit von zentralem Interesse für die Migrationsforschung. Immigrant*innen verlassen ihr Herkunftsland oftmals mit dem Wunsch, ihre Lebenssituation und die ihrer Nachkommen zu verbessern. Dies tritt jedoch nicht immer ein, da sie am neuen Wohnort teilweise Diskriminierung und einen Statusverlust auf dem Arbeitsmarkt erfahren oder sich in Nachbarschaften mit sozio-ökonomischer Benachteiligung wiederfinden. Dementsprechend zeigen bisherige Studien, dass Immigrant*innen und ihre Nachkommen ein geringeres Wohlbefinden aufweisen. Wie auch bei der Mehrheitsgesellschaft, ist das Einkommen relevant. Darüber hinaus können speziell für Immigrant*innen auch der Aufenthaltsstatus und die Möglichkeit, sich verständigen zu können, relevant sein. Wenig Forschung hat bisher die Rolle von Nachbarschaften in den Blick genommen. Die Studien, die sich mit der Wohnsituation und Nachbarschaften von Immigrant*innen und ihren Nachkommen auseinandersetzen, machen dies selten unter dem Gesichtspunkt des subjektiven Wohlbefindens.

 

Subjektives Wohlbefinden und Nachbarschaften

Wie oben erwähnt, sind Nachbarschaften in denen Immigrant*innen und ihre Nachkommen leben, oftmals durch sozio-ökonomische Benachteiligung gekennzeichnet. Zudem findet sich dort eine erhöhte Schadstoff- und Kriminalitätsbelastung sowie ein mangelnder Zugang zu guten Schulen und Grünflächen. Dies wirft die Frage auf, was ethnisch diverse Innenstadtviertel für Immigrant*innen und ihre Nachkommen so attraktiv macht. Ein Teil der Forschung legt nahe, dass eine Nachbarschaft, in der viele Menschen derselben Herkunft leben, Infrastrukturen bieten, wie zum Beispiel Lebensmittelgeschäfte, Vereine und Gebetshäuser, die auch als soziale Treffpunkte fungieren und einen Ort der Vertrautheit in der Fremde darstellen können. Während ein Umzug in eine besser gestellte Nachbarschaft, die durch Angehörige der Mehrheitsgesellschaft geprägt ist, eine höhere Lebensqualität versprechen kann, bedeutet dies für Immigrant*innen und ihre Nachkommen den möglichen Verlust sozialer Einbettung und mögliche Diskriminierungserfahrungen.

 

Das WELLMOB-Projekt

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte WELLMOB-Projekt widmet sich der Frage, wie sich diese ethno-religiösen Infrastrukturen auf das subjektive Wohlbefinden auswirken können. Vor zwei Jahren haben wir damit begonnen, räumliche Daten zu migrantischen Lebensmittelgeschäften, Gebetsstätten und Vereinen in Deutschland zu sammeln. Wir haben einen Datensatz mit circa 25.000 Einträgen für rund 60 ethnische und religiöse Gruppen erstellt. Um in einem nächsten Schritt den Zusammenhang mit Lebenszufriedenheit als Indikator von subjektivem Wohlbefinden untersuchen zu können, haben wir diese neuartigen Daten mit den Umfragedaten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) kombiniert.

 

Ergebnisse

Zunächst einmal beobachten wir, dass nicht alle ethno-religiösen Gruppen gleichermaßen ihre eigenen Infrastrukturen aufbauen. Gruppen aus dem mittleren Osten und dem subsaharischen Afrika bauen relativ zu ihrer Gruppengröße mehr Infrastrukturen auf, die ihnen dann helfen können, sich wohlzufühlen. Besonders hoch ist der Bedarf bei Personen, die aus kulturell unterschiedlichen Herkunftsländern stammen. Weitergehende Analysen legen nahe, dass Immigrant*innen und ihre Nachkommen sich nicht automatisch wohler fühlen, wenn sie in einer Nachbarschaft mit Menschen derselben Herkunft leben. Die Präsenz von Vereinen als Ort der Zusammenkunft hat jedoch das Potential, das Wohlbefinden von Immigrant*innen und ihren Nachkommen zu steigern, während Lebensmittelgeschäfte und Gebetshäuser keine zentrale Rolle spielen. Dies trifft insbesondere auf jene Angehörige der zweiten Generation zu, die sich mit dem Herkunftsland der Eltern identifizieren. Interessanterweise gibt es hier somit keine abnehmende Bedeutung über Generationen, obwohl man annehmen könnte, dass diese Vereine primär für die erste Generation relevant sind, die nach einem vertrauten Ort in der Fremde sucht. Flüchtlinge, die erst seit relativ kurzer Zeit in Deutschland leben, stellen eine weitere Gruppe dar, die von ethnischen Vereinen profitiert und ein höheres Wohlbefinden zeigt, wenn sie in der Nähe dieser Infrastrukturen wohnen.

 

Ausblick

Aus unseren Analysen können wir schlussfolgern, dass für manche Immigrant*innen und ihre Nachkommen die Einbettung in Nachbarschaften und ihre zivilgesellschaftlichen Strukturen eine Rolle für ihr Wohlbefinden spielen kann. Dieser Befund steht einer Perspektive entgegen, die migrantisch geprägte Viertel auf Grund ihrer sozio-ökonomischen Zusammensetzung nur als Belastung für Immigrant*innen und ihre Nachkommen wahrnimmt. Wer migrantisch geprägte Viertel nur als Problem begreift, übersieht, dass für viele Immigrant*innen und ihre Nachkommen ein Umzug in einheimisch dominierte Nachbarschaften auch einer Entwurzelung gleichkommen kann. Nichts desto trotz kann die Durchmischung von Nachbarschaften, die sowohl Infrastrukturen für Immigrant*innen und ihre Nachkommen als auch Kontaktmöglichkeiten zu Menschen und Institutionen der Aufnahmelandgesellschaft ermöglichen, ihnen zu mehr sozio-ökonomischer und gesundheitlicher Chancengleichheit verhelfen, wie wir aus der existierenden Forschung wissen. Eine sozialräumliche Gesundheitspolitik, die Chancengleicheit zwischen Einheimischen und Zugewanderten zum Ziel hat, sollte daher Zugang zu hochqualitativen Gesundheitsdienstleistungen auch in sozio-ökonomisch benachteiligten Vierteln sicherstellen.

 

Weiterführende Literatur:

Wiedner J, Schaeffer M, Carol S. Ethno-religious neighbourhood infrastructures and the life satisfaction of immigrants and their descendants in Germany. Urban Studies. February 2022. doi:10.1177/00420980211066412

Zurück zur Übersicht
  • 13.04.2026 - 14.04.2026

    Hannover

    Künstliche Intelligenz in der Prävention

    31. Deutsche Präventionstag

    Der 31. Deutsche Präventionstag lädt dazu ein, das Thema „Künstliche Intelligenz in der Prävention“ umfassend und zukunftsorientiert zu beleuchten. Im Fokus stehen dabei zentrale Fragen:

    • Welche Herausforderungen bringt KI im Kontext von Kriminalität und Sicherheit, aber auch im gesamtgesellschaftlichen Miteinander mit sich?
    • Welche tiefgreifenden Veränderungen gehen mit ihrem Einsatz einher – und wer ist davon in welcher Weise betroffen?

    Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn:

    • Wie lässt sich KI gezielt und verantwortungsvoll für die Präventionsarbeit nutzen?

    Dabei geht es nicht nur um technologische Potenziale, sondern auch um die ethische und praktische Frage, wie ein bewusster, reflektierter Umgang mit KI in der Prävention gelingen kann.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Kongress
  • 14.04.2026

    digital via Zoom

    ‚Health in All Policies in der Kommune erfolgreich anstoßen‘

    Ein offenes Online-Treffen des Nachwuchsnetzwerks Öffentliche Gesundheit

    Anknüpfend an die Satellitenveranstaltung zum Kongress Armut und Gesundheit ‚Das Ganze ist mehr! Zusammenarbeit in der Kommune‘ möchten wir gemeinsam der Frage nachgehen, wie ressortübergreifende Zusammenarbeit für verhältnisorientierte Gesundheitsförderung und Prävention auf kommunaler Ebene angestoßen werden kann – auch aus (Nachwuchs-)Positionen ohne formale Entscheidungsbefugnis.

    Wir freuen uns, dass wir als Referentin für den ersten Teil der Veranstaltung Zsuzsanna Majzik gewinnen konnten. Als Sozialmanagerin und Public Health Expertin leitet sie das Sachgebiet Sonder- und Strategische Themen am Gesundheitsreferat München. Sie wird Einblicke in den Entstehungsprozess der kürzlich überarbeiteten ressortübergreifenden Fachleitlinie Gesundheit der Landeshauptstadt München geben und aus ihrer langjährigen Erfahrung als Prozessbegleiterin in Kommunen berichten.

    In der zweiten Hälfte steht der Austausch unter den Teilnehmenden im Mittelpunkt: Welche Erfahrungen gibt es beim Anstoß von Health in All Policies auf kommunaler Ebene? Welche Gelingensfaktoren und Hürden spielen eine Rolle?

    Eingeladen sind alle, die sich dem Nachwuchs zugehörig fühlen (ganz unabhängig vom Alter) oder mit dem Nachwuchs in Austausch treten und Erfahrungen teilen möchten.

    Zoom-Meeting Zugangsdaten:
    Zeit: 14. Apr. 2026 06:00 PM Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien
    Meeting-ID: 628 0257 0413
    Kenncode: 374575
    Beitreten – So geht's

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Nachwuchsnetzwerk Öffentliche Gesundheit (NÖG)
  • digital

    1. Bayerischer Kongress Prävention und Gesundheitsförderung

    Fokus: Gesundheitskommunikation und Gesundheitskompetenz

    Mit jährlich wechselnden Akzenten wird der neue Bayerische Kongress Prävention und Gesundheitsförderung die Ziele des Masterplans Prävention in den Blick nehmen. Der Fokus der ersten hybriden Veranstaltung am 15. April 2026 liegt auf Gesundheitskommunikation und Gesundheitskompetenz – zwei Themen, die für Präventionserfolge unverzichtbar sind. 

    Neben spannenden Vorträgen werden der Austausch und die Vernetzung der bayerischen Akteur*innen im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung in den Fokus gerückt. Nationale und internationale Expert*innen setzen neue Impulse und vertiefen das praktische Wissen in Workshops, Austauschformate schaffen Raum für fachlichen Dialog. Der Schwerpunkt des Auftakts für die neue Kongressreihe zu Gesundheitsförderung und Prävention in Bayern liegt auf "Gesundheitskommunikation und Gesundheitskompetenz".

    Die Veranstaltung vor Ort ist bereits ausgebucht. Nutzen Sie die Möglichkeit online dabei zu sein. Anmeldungen für die Online-Teilnahme sind bis zum 9. April 2026 möglich. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Veranstalter: Bayerisches Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung

… weitere Termine

Leitfaden zur Erstellung von Artikeln

Reichen Sie gern Ihren Artikel zur soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung bei der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes ein! Für die Erstellung eines Artikels finden Sie hier einen Leitfaden mit unseren formalen und inhaltlichen Anforderungen.  

Ansprechpersonen

Die Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit erreichen Sie jederzeit hier.

Mit unserem News­letter immer aktuell informiert

Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

nach oben