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Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Armut ist Risiko für Entwicklung von Kindern

Regina von Görtz , Bertelsmann Stiftung
13.04.2015

Ein Aufwachsen in Ar­mut beeinträchtigt die Ent­wick­lung von Kin­dern. Schuleingangsun­tersuchungen er­ken­nen bei Kin­dern, deren Fa­mi­lien von staatlicher Grundsicherung le­ben, mehr als dop­pelt so häufig Defizite in der Ent­wick­lung wie bei Kin­dern, die in gesicherten Ein­kom­mens­ver­hält­nis­sen auf­wach­sen. Das be­legt ei­ne Stu­die der Bertelsmann Stif­tung. Die Fünf- und Sechsjährigen aus SGB-II-Fa­mi­lien sprechen schlechter Deutsch, kön­nen schlechter zäh­len, leiden öf­ter un­ter Konzentrationsmängeln, sind häufiger über­ge­wich­tig und verfügen über geringere Koordinationsfähigkeiten.

Das Zen­trum für inter­diszi­plinäre Regional­forschung (ZEFIR) an der Uni­ver­si­tät Bo­chum und die Stadt Mül­heim an der Ruhr ha­ben im Auf­trag der Bertels­mann Stif­tung die Da­ten von knapp 5.000 Schul­ein­gangs­unter­such­ungen aus den Jah­ren 2010 bis 2013 aus­ge­wertet. Wäh­rend 43,2 Pro­zent der armuts­gefährdeten Kin­der man­gel­haft Deutsch sprech­en, wur­de dies nur 14,3 Pro­zent der nicht-armuts­gefährdeten Kinder attestiert. Pro­ble­me in der Körper­koordination ha­ben 24,5 Pro­zent der Kin­der aus SGB-II-Fami­lien (Übrige: 14,6). Ähn­liches gilt für die Visuo­motorik, der Ko­or­di­na­ti­on von Au­ge und Hand (25 zu 11 Pro­zent). 29,1 Pro­zent der armuts­gefährdeten Kin­der haben Defi­zite in ihrer selek­tiven Wahr­neh­mung (Übrige: 17,5), Pro­ble­me beim Zäh­len ha­ben 28 Pro­zent (Übrige: 12,4). Adi­pös, al­so deut­lich über­ge­wich­tig, sind 8,8 Pro­zent der Kinder, die von staat­licher Grund­sich­erung le­ben (Übrige: 3,7).

Früher Kita-Besuch hilft nicht automatisch

Diese Auf­fäl­lig­keit­en ge­hen einher mit ei­ner geringeren Teil­ha­be der armutsgefährdeten Kinder an so­zi­alen und kulturellen Angeboten. So er­ler­nen le­dig­lich 12 Pro­zent die­ser Kinder ein In­stru­ment (Übrige: 29). Vor Vollendung des dritten Lebensjahres ge­hen 31 Pro­zent der armutsgefährdeten Kinder in ei­ne Kita (Übrige: 47,6). Und nur 46 Pro­zent der armutsgefährdeten Kinder sind vor Schuleintritt in ei­nem Sportverein (Übrige: 77). Gerade die Mit­glied­schaft in ei­nem Sportverein wirkt sich aber nicht nur auf die Ent­wick­lung der Körperkoordination positiv aus, son­dern auf al­le Ent­wick­lungsmerkmale, so die Stu­die.

Auch ein frü­her Kita-Besuch kann negative Fol­gen von Kinderarmut verringern, al­ler­dings ist das kein Au­to­ma­tis­mus. Positive Effekte für die Ent­wick­lung der Kinder tre­ten nur dann ein, wenn die Kita-Gruppen so­zi­al ge­mischt sind. Weil aber Ar­mut in­ner­halb ei­ner Stadt höchst un­ter­schied­lich verteilt ist, kön­nen Kitas in so­zi­alen Brennpunkten ge­nau diese Heterogenität oft­mals nicht gewährleisten. In Mül­heim et­wa lie­gen in ei­ni­gen Stadtvierteln die Ar­mutsquoten über 50 Pro­zent. Deshalb emp­feh­len die Stu­dienautoren, die Res­sour­cen nicht nach dem "Gieß­kan­nen­prin­zip" zu verteilen: "Kitas in so­zi­alen Brennpunkten brau­chen mehr Geld, mehr Personal und an­de­re Förderangebote", sagte Bri­git­te Mohn, Vorstand der Bertelsmann Stif­tung.

Kommunen müssen aktiv steuern

Die Bertelsmann Stif­tung hat des­halb ge­mein­sam mit der Lan­des­re­gie­rung Nordrhein-Westfalen in 18 Städten und Kreisen das Pilotprojekt "Kein Kind zu­rück­las­sen" gestartet. Gemeinsam mit Kommunalpolitik und Verwaltung sollen Präventionsketten entwickelt wer­den, um die Ent­wick­lung armutsgefährdeter Kinder früh­zei­tig zu för­dern. Dazu gehört, SGB-II-Fa­mi­lien ge­zielt anzusprechen und zu mo­ti­vie­ren, ihrem Kind ei­nen Kita-Besuch zu er­mög­li­chen. Außerdem sollen et­wa Brennpunkt-Kitas stärker mit sozialen Diensten so­wie Sport- und Kulturverei­nen im jeweiligen Stadt­teil zu­sam­men­ar­bei­ten. Ein wichtiges Ziel ist, kommunale Gelder neu zu verteilen und sich da­bei stärker an den Bedarfen der Kitas und Stadt­vier­tel zu ori­en­tie­ren.

"Gerade Städten wie Mül­heim, die un­ter knappen Kas­sen und hoher Ar­beits­lo­sig­keit leiden, macht die Stu­die Mut, weil ei­ne gute kommunale So­zi­al­po­li­tik die Fol­gen von Kinderarmut spür­bar re­du­zie­ren kann", sagte Bri­git­te Mohn. Eine bedarfsgerechte und wirkungsorientierte Steu­e­rung ist um­so wichtiger, weil Kinderarmut kein Randphänomen ist. In Nordrhein-Westfalen le­ben 20,7 Pro­zent der un­ter Dreijährigen in Fa­mi­lien, die auf Sozialgeld an­ge­wie­sen sind, im Ruhr­ge­biet so­gar 28,3 Pro­zent. Mehr als die Hälfte (53 Pro­zent) der SGB II beziehenden Sechsjährigen sind schon seit min­des­tens vier Jahren in der staatlichen Grundsicherung.

Zusatzinformationen

Tho­mas Groos und No­ra Jehles vom Zen­trum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) an der Ruhr-Universität Bo­chum haben ge­mein­sam mit der Stadt Mül­heim an der Ruhr Da­ten aus knapp 5.000 Schuleingangsuntersuchungen von vier Jahrgängen (2010-2013) ausgewertet und Korrelationen zum SGB-II-Leistungsbezug analysiert. Die Stu­die ist Teil der Begleitforschung zum Pro­jekt "Kein Kind zu­rück­las­sen! Kom­mu­nen in NRW beu­gen vor" (KeKiz), einem Modellvorhaben der NRW-Landesregierung und der Bertelsmann Stif­tung. Mehr da­zu hier.

Auf dem Kommunalkongress der Bertelsmann Stif­tung am 16./17. März in Ber­lin diskutierten un­se­re Ex­per­ten ge­mein­sam mit Wis­sen­schaft und Pra­xis, wie die Fi­nan­zie­rung kommunaler Prä­ven­ti­on für benachteiligte Kinder und Ju­gend­li­che auch in Zeiten knapper Kas­sen ge­lin­gen kann, um allen Kin­dern bessere Lebens- und Teilhabechancen zu ge­wäh­ren. Mehr Informationen zum Kommunalkongress hier.

Beim vorliegenden Text handelt es sich um die Pressemitteilung
der Bertelsmann Stiftung, die am 12.03.2015 erschienen ist.

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  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • Berlin

    Resilienz im Ernährungssystem stärken – Ernährungsgerechtigkeit sicherstellen

    FIAN Politische Tagung

    Steigende Lebensmittelpreise, wirtschaftliche Probleme für die Landwirtschaft und ökologische Krisen. Das Ernährungssystem in Deutschland, und damit die Menschen, die hierzulande hinter der Produktion und der Verarbeitung von Nahrung stehen, sowie die Verbraucher*innen, sehen sich großen Herausforderungen gegenüber. Gleichzeitig ist das Potenzial zur Schaffung eines Ernährungssystems groß, das sowohl der Landwirtschaft verlässliche Rahmenbedingungen bietet, als auch Zugang zu guten Lebensmitteln für alle garantiert. Um dies zu gewährleisten, müssen wir diejenigen an der Ausgestaltung beteiligen, die am stärksten von der Agrar- und Ernährungspolitik betroffen sind: Bäuer*innen und Armutsbetroffene. Drei Tage vor dem deutschen Ernährungstag wollen wir mit dieser Veranstaltung diesen beiden Gruppen den Raum geben, um sich miteinander auszutauschen und gemeinsam ins Gespräch mit Politiker*innen zu kommen.

    Die Teilnahme ist kostenlos.
    Wir möchten Menschen mit Armutserfahrung die Teilnahme an und die Mitgestaltung dieser Veranstaltung ermöglichen. Benötigte Reisekosten können in einem begrenzten Umfang übernommen werden.
    Wenn Sie Fragen dazu haben, senden Sie bitte eine E-Mail an: beteiligung@diakonie.de

    Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

     

    Kategorie: Tagung
    Veranstalter: FIAN Deutschland
  • Berlin

    "Resilient in der Krise - Wege zu einem gerechten Gesundheitssystem in Notlagen"

    Gesundheitsforum der Berliner Landesgesundheitskonferenz

    Stromausfall, Hitzewellen Starkregen – Berlin kennt Krisen und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit der Berliner*innen. Und dennoch ist das Gesundheitssystem nicht ausreichend gut auf Notlagen vorbereitet. Gerade wenn es darum geht besonders schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen zu unterstützen.

    Was muss auf politischer, institutioneller und individueller Ebene passieren, damit Menschen Krisen besser bewältigen können? Welche Rolle spielt dabei die Gesundheitskompetenz der Berliner*innen und der Institutionen im Gesundheitssystem? Und wie können kommunale Netzwerke, lokale Bündnisse und soziale Infrastruktur so aufgestellt werden, dass sie im Krisenfall schnell, koordiniert und passgenau Unterstützung bereitstellen?

    Zur Anmeldung geht es hier.

    Kategorie: Fachforum
    Veranstalter: Fachstelle für Prävention und Gesundheitskonferenz

… weitere Termine

Mit unserem News­letter immer aktuell informiert

Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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