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Aktiv für Gesundheit und Chancengleichheit

Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

12. Kongress "Armut und Gesundheit" - Präventionen für gesunde Lebenswelten - "Soziales Kapital" als Investition in Gesundheit

17.09.2006

Wer in Deutschland arm ist, hat ein doppelt so hohes Risiko zu erkranken oder einen Unfall zu erleiden. Die Lebenserwartung ist armutsbedingt bei Frauen durchschnittlich um fünf und bei Männern um zehn Jahre geringer. Nach Schätzungen des Kinderschutzbundes leben heute in Deutschland 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche in Armut.

Am 1. und 2. Dezember 2006 findet zum zwölften Mal der Kongress „Armut und Gesundheit“ in Berlin statt. Der Kongress ist bundesweit die größte Public Health-Veranstaltung, die Wissenschaftler/innen, Praktiker/innen, Politiker/innen und Betroffene zusammenbringt. Die über 60 Foren, Workshops und Diskussionen stehen in diesem Jahr unter dem Motto "Präventionen für gesunde Lebenswelten - 'Soziales Kapital' als Investition in Gesundheit".

Die zentrale Frage des Kongresses „Armut und Gesundheit“ lautet, wie die Gesundheitschancen von sozial benachteiligten Menschen nachhaltig verbessert werden können. In diesem Jahr soll als Querschnittsfrage erörtert werden, ob das Konzept des Sozialen Kapitals Erfolg versprechende Ansätze bietet, um gesundheitliche Ungleichheit zu verringern. Soziales Kapital zu fördern bedeutet, das Netz sozialer Beziehungen zu stärken, bei Kindern und Jugendlichen etwa im Elternhaus, in der Schule oder in Vereinen. Das Einführungsreferat zu Sozialem Kapital wird der international renommierte Wissenschaftler Kamrul Islam von der Lund University in  Malmö/Schweden halten. Auch im weiteren Kongressverlauf wird Soziales Kapital immer wieder Thema sein: So geht es um Soziales Kapital im Stadtteil, in Kinderwelten, in der Gesundheitsförderung von Familien und um Gesundheitswissen als Soziales Kapital. Weiterer Schwerpunkt beim 12. Kongress „Armut und Gesundheit“ wird sein, mögliche Synergien zwischen verschiedenen Präventionskonzepten aus der Gesundheitsförderung, der Bildungs- und Sozialarbeit sowie der Gewalt- und Suchtprävention auszuloten.

Ebenfalls besonderes Gewicht hat das Thema Qualitätsentwicklung: Im Rahmen des Kooperationsverbundes „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ wurden Kriterien Guter Praxis entwickelt. Projekte werden dazu ihre Erfahrungen vorstellen und ein Werkstattgespräch wird sich speziell mit Aspekten zum Kriterium Empowerment befassen. Qualitätsanforderungen werden auch im Mittelpunkt der Diskussion zur Umsetzung des § 20 SGB V stehen, wenn die Sichtweisen der Krankenkassen und die Erfahrungen der Wohlfahrtsverbände zusammen kommen.

Eigene Veranstaltungen werden sich mit den Erfahrungen der europäischen Partner zur Bekämpfung sozial bedingt ungleicher Gesundheitschancen befassen, unter anderem der Workshop „European Perspectives in Tackling Health Inequalities". Integriert in den Kongress findet zudem das V. Symposium „Migration und Gesundheit“ der Charité-Frauenklinik statt, in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt - psychische Potenziale und Belastungen der Migration.

Der 12. Kongress „Armut und Gesundheit“ findet als gemeinsame Veranstaltung von Gesundheit Berlin, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Berliner Ärztekammer, verschiedenen Krankenkassen, des Deutschen Instituts für Urbanistik und vielen weiteren Partnern statt. Vorgelagert ist am 30. November die Satellitenveranstaltung „Mehr Gesundheit für alle - eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung “, die vom BKK-Bundesverband und Gesundheit Berlin gemeinsam veranstaltet wird. Im Zentrum der Veranstaltung steht der Dialog zwischen Präventionsansätzen in unterschiedlichen Handlungsfeldern.

Die Ärztekammer Berlin hat den 12. Kongress Armut und Gesundheit als Fortbildungsveranstaltung (9 Punkte) zertifiziert. Ebenso ist der Kongress von der Berliner Senatsverwaltung als Bildungsveranstaltung anerkannt, für die Arbeitnehmer/innen aus dem Land Berlin Bildungsurlaub in Anspruch nehmen können.

Weitere Informationen zu dem Kongress gibt es auf der Website www.armut-und-gesundheit.de oder über Gesundheit Berlin e.V., Kongress „Armut und Gesundheit“, Friedrichstr. 231, 10969 Berlin, Tel. (030) 44 31 90 60, Fax (030) 44 31 90 63, E-Mail kongress@gesundheitberlin.de.

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  • 06.05.2026 - 01.10.2026

    Hannover sowie online

    Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten

    Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien

    Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior*innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.

    Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert*innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.

    Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fortbildungsreihe
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • Online

    Are you ready? – Arbeiten mit dem Instrument Standortanalyse

    Die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels werden zunehmend auch auf sozialräumlicher Ebene Thema. Im besten Fall erzielen Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung auf kommunaler Ebene auch gesundheitliche "Co-Benefits". Die Standortanalyse ist das Instrument, um sich auf die Suche nach diesen Co-Benefits zu machen und Maßnahmen zur (klimasensiblen) Gesundheitsförderung auf den Weg zu bringen. Konkret können Bewohner*innen und Fachkräfte mit der Standortanalyse gemeinsam die Situation ihres Sozialraums reflektieren und den Aufbau integrierter kommunaler Strategien einleiten.

    Unsere Weiterbildung richtet sich an Fachakteur*innen unterschiedlicher Handlungsfelder, die in Kommunen oder Stadtteilen Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheitskompetenz und für (klimasensible) Gesundheitsförderung entwickeln wollen.

    Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Workshop
    Veranstalter: Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.
  • 13.06.2026 - 21.06.2026

    Bundesweit

    Aktionswoche Alkohol "Alkohol? Weniger ist besser!"

    Auch im Jahr 2026 wird es wieder eine Aktionswoche Alkohol „Alkohol? Weniger ist besser!“ geben. Dieses Jahr unter dem Motto „Entdecke, wie viel mehr in dir steckt“. Die Aktionswoche Alkohol will zum Dialog rund um das Thema Alkoholkonsum einladen. Mit vielfältigen Formaten informieren die Veranstalter*innen vor Ort und online über die verschiedenen Aspekte des Alkoholkonsums und die Gründe, diesen zu überdenken, sowie über die Vorteile des Verzichts.

    Ideen und Anregungen sowie weitere Informationen zur Aktionswoche und die Möglichkeit zur Anmeldung sind unter anderem auf der Website www.aktionswoche-alkohol.de zu finden. 

    Kategorie: Aktionswoche

… weitere Termine

Mit unserem News­letter immer aktuell informiert

Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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