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Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Praxisnaher Sammelband zur quartiersbezogenen Gesundheitsförderung

Umsetzung und Evaluation eines integrierten lebensweltbezogenen Handlungsansatzes

Holger Kilian, MPH , Gesundheit Berlin-Brandenburg
13.05.2014

Das im Jahr 2005 initiierte Hamburger Quartiersprojekt „Lenzge­sund“ gehört bun­des­weit zu den bekanntesten Projekten der ge­sundheitsorientierten Quartiersentwicklung.  Bereits  2007 durch den Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund Ge­sund­heit­liche Chan­cen­gleich­heit als Good Practice aus­ge­zeich­net, ist die kontinuierliche wissenschaftliche Be­glei­tung durch das In­sti­tut für Medizinische So­zi­o­lo­gie des Universi- tätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) ein Alleinstellungsmerkmal des Projektes. Der Sam­mel­band „Quartiersbezogene Ge­sund­heits­för­de­rung - Um­set­zung und Eva­lu­a­ti­on ei­nes integrierten lebensweltbezogenen Handlungsansatzes“  stellt  nun Prozesse und Ergebnisse der Ar­beit von „Lenzge­sund“ um­fas­send vor. Thematisiert wer­den so­wohl die praktischen Inhalte und Ergebnisse lokaler Ar­beit in der Lenzsiedlung als auch die Er­fah­rung­en mit den angewendeten Eva­lu­a­ti­onsmethoden.

Ausgehend von einem Grundlagenkapitel zur Ge­sund­heits­för­de­rung in sozialräumlichen Settings wid­men sich die nachfolgenden sechs, aus zahlreichen Einzelbeiträgen bestehenden Ka­pi­tel den unterschiedlichen Aspekten der quartiersbezogenen Pra­xis und ihrer Eva­lu­a­ti­on. Themen sind die Rol­le der Gesundheitsberichterstattung, die Eva­lu­a­ti­on ausgewählter Einzelinterventionen so­wie  die Mög­lich­keit­en, Zwischenerfolge des Projektes an­hand der Kapazitätsentwicklung im Quar­tier zu mes­sen. Ausführlich diskutiert wer­den Vor- und Nachteile der Beteiligung von Quar­tiersbewohnerinnen  und -bewohnern ins­be­son­de­re an der Eva­lu­a­ti­on.

Das abschließende Ka­pi­tel behandelt die Ergebnisse aus acht Jahren Quartiersarbeit und die Mög­lich­keit­en ei­nes Erfahrungstransfers. So sind ei­ner­seits gestärkte und dau­er­haft etablierte Strukturen so­wie ein zunehmendes En­ga­ge­ment der Be­woh­ne­rin­nen und Be­woh­ner für quartiersbezogene Ge­sund­heits­för­de­rung zu be­o­bach­ten. Andererseits wer­den diese Ent­wick­lung­en im­mer wie­der durch schwierige Rah­men­be­din­gung­en - Stich­wort Haushaltskürzungen - auf die Probe gestellt. Unabhängig von den konkreten Ergebnissen kann al­lein schon die im vorliegenden Sam­mel­band geleistete umfassende, auch selbstkritische Re­fle­xi­on der Ar­beit als Bei­spiel guter Pra­xis für an­de­re Projekte, nicht nur mit Quartiersbezug, gel­ten.

Weitere Informationen und Downloads

Trojan, A.; Süß, W.;Lorentz, Ch.; Nickel, St.; Wolf, K. (2013): Quartiersbezogene Gesundheitsförderung, Umsetzung und Evaluation eines integrierten lebensweltbezogenen Handlungsansatzes. Weinheim und Basel: Beltz Juventa.

Das In­halts­ver­zeich­nis kön­nen Sie hier als PDF-Datei herunterladen (externer Link).

Eine Le­se­pro­be kön­nen Sie hier als PDF-Datei herunterladen (externer Link).

Den Sam­mel­band kön­nen Sie beim Beltz-Verlage hier bestellen.

Good Practice-Projekt Lenzgesund

Er­fah­ren Sie mehr zum Good Practice-Projekt Lenzgesund in der Praxisdatenbank.

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  • 06.11.2026

    Online via Webex

    Wie alt fühlst Du dich? Und welchen Einfluss hat das auf Deine Gesundheit?

    Die Forschung zeigt: Altersbilder begleiten uns ein Leben lang. Sie entstehen früh, beeinflussen unser Verhalten und prägen sogar, wie wir selbst älter werden. Doch wie können wir negative Altersstereotype überwinden und zu einem differenzierteren Blick auf das Alter gelangen?

    Darüber sprechen wir beim nächsten LGK-Talk „Alt sind immer die anderen?! – Wie Altersbilder unsere Gesundheit beeinflussen und wie wir unsere Vorstellungen vom Alter(n) verändern können“ mit Dr.in Antje Rauers (Friedrich-Schiller-Universität Jena), PD Dr. David Weiss (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) und Dr.in Aline Schönenberg (Universitätsklinikum Jena). Freuen Sie sich auf spannende Erkenntnisse, neue Denkanstöße und einen frischen Blick auf das Älterwerden!

    Mehr Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier. Eine Anmeldung ist bis zum 30 Oktober 2026 möglich.

    Kategorie: Gesprächsrunde
    Veranstalter: LGK Thüringen
  • Hannover

    Gemeinsam Wege aus der Gewalt

    Wenn Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kippen

    Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, gewaltfrei aufzuwachsen. Doch das Thema Gewalt bei Kindern und Jugendlichen nimmt medial immer mehr Raum ein – sei es durch aktuelle Zahlen der Kriminalstatistik oder durch Vorfälle in der Schule. Auch in Kitas werden mehr Gewaltvorfälle gemeldet. Die Formen von Gewalt sind dabei vielfältig – körperlich, psychisch und auch digital. Die Fachtagung „Gemeinsam Wege aus der Gewalt – Wenn Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kippen“ am 12. November 2026 in Hannover geht den Ursachen der zunehmenden Gewaltentwicklung auf den Grund und nimmt dabei die komplexen Ursachen, wie psychische Belastungssituationen, sozioökonomische Herausforderungen und eigene Gewalterfahrungen, in den Blick. Was kann bereits in der Frühförderung in den Kitas angebahnt werden? Wie kann Schule mit diesen Herausforderungen umgehen? Welche langfristigen Auswirkungen haben Gewalterfahrungen auf die psychische Gesundheit? Und welche Ansätze gibt es, um digitaler Gewalt resilient zu begegnen? Die Veranstaltung findet in der Ärztekammer Niedersachsen statt.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • Berlin

    Voneinander lernen - Bedarfsgerechte Hilfen für psychisch erkrankte Menschen in der Wohnungsnotfallhilfe

    Der Zugang zu passgenauer Unterstützung ist dadurch ausgerechnet für jene erschwert, die besonders auf niedrigschwellige, vernetzte und kontinuierliche Angebote angewiesen sind. Auf unserer Fachtagung möchten wir folgende Themen gemeinsam mit Ihnen aufgreifen:

    • Ethische Fragestellungen im Umgang mit psychisch erkrankten wohnungslosen Menschen,
    • Zusammenarbeit und Schnittstellen zwischen verschiedenen Hilfesystemen,
    • Gute Praxisbeispiele niedrigschwelliger, aufsuchender und einrichtungsintegrierter sowie zielgruppenspezifischer Angebote,
    • Die Perspektive von Erfahrungsexpert*innen,
    • Weichenstellungen für die zukünftige psychosoziale Versorgung von wohnungslosen Menschen mit psychischen Störungen.

    Sie erwarten Vorträge, Arbeitsgruppen mit Praxisbeispielen sowie Gespräche mit Expert*innen aus Medizin, Sozialer Arbeit und Selbstvertretung. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und darauf, gemeinsam Wege zu einer besser vernetzten psychiatrischen Versorgung wohnungsloser Menschen zu finden.

    Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Veranstalter: BAG Wohnungslosenhilfe e. V.

… weitere Termine

Mit unserem News­letter immer aktuell informiert

Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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