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Kind im Kapuzenpullover umarmt von hinten eine Frau

Kommunaler Partnerprozess

Der kommunale Partnerprozess „Gesundheit für alle“ ist eine Unterstützungsstruktur für Kommunen. Er verbindet Akteur*innen aus Städten, Landkreisen und Gemeinden zu einem bundesweiten Netzwerk, das den Aufbau integrierter kommunaler Strategien möglich macht, häufig Präventionsketten oder Präventionsnetze genannt. Im Mittelpunkt stehen Austausch und gemeinsames Lernen: Kommunen teilen Erfahrungen, lernen von bewährten Ansätzen anderer und entwickeln ihre Angebote für Menschen in schwieriger sozialer Lage über alle Lebensphasen hinweg weiter. Begleitet werden sie von den Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit in den Bundesländern und der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes.

Zu diesem Thema ...

Was ist der Partnerprozess "Gesundheit für alle?"

Der kommunale Partnerprozess „Gesundheit für alle“ ist eine bundes- und landesweite Unterstützungsstruktur für Fachkräfte in Kommunen. Er lädt zum gemeinschaftlichen Lernen und Weiterentwickeln ein und unterstützt einen Austausch über die Entwicklung und Umsetzung integrierter kommunaler Strategien – auch über Ressortgrenzen hinweg. Begleitet wird er von den Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit in den Bundesländern und der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes.

Kommunen haben bereits vielfältige Unterstützungsangebote für Menschen in schwieriger sozialer Lage etabliert und leisten damit einen Beitrag zur Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit. Oft laufen diese Angebote, etwa der Gesundheitsämter, der Jugendhilfe und des Bildungsbereichs, jedoch ohne Abstimmung nebeneinander her. Integrierte kommunale Strategien, häufig „Präventionsketten“ genannt, stimmen diese Angebote aufeinander ab und sichern bedarfsgerechte Unterstützung über alle Lebensphasen hinweg. Wie das gelingen kann, ist Thema des Partnerprozesses.

Wie der Partnerprozess entstand

Der Partnerprozess startete 2011 mit dem Schwerpunkt Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen. Grundlage waren sieben Handlungsempfehlungen, die der Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit aus den Erfahrungen von über 50 Good Practice-Beispielen entwickelt hatte. Im November 2015 wurde der Prozess auf alle Lebensphasen erweitert und in „Gesundheit für alle“ umbenannt. Seitdem begleitet er Kommunen beim Aufbau integrierter Strategien für alle Altersgruppen.

Ziele des Partnerprozesses

Der Partnerprozess möchte ein gesundes und chancengerechtes Aufwachsen und Leben aller Menschen in der Kommune fördern. Dazu will er:

  • Kommunen beim Aufbau und bei der Umsetzung integrierter Strategien („Präventionsketten“) begleiten und ihre Qualitätsentwicklung unterstützen.
  • den fachlichen Austausch anregen und die Zusammenarbeit über Ressorts und Generationen hinweg stärken.
  • vorhandene Kenntnisse, Erfahrungen und Ressourcen bundesweit sichtbar und zugänglich machen.
  • den Mehrwert der ressortübergreifenden Zusammenarbeit beim Auf- und Ausbau einer Präventionskette verdeutlichen.

Machen Sie mit: Ihre Kommune im Partnerprozess!

Möchten Sie Ihre Strategien weiterentwickeln und von den Erfahrungen anderer Kommunen lernen? Als Partnerkommune tauschen Sie sich im bundesweiten Netzwerk aus, machen Ihre Vorhaben sichtbar und erhalten Unterstützung durch die Koordinierungsstelle in Ihrem Bundesland. Die Teilnahme ist kostenlos, unverbindlich und zeitlich nicht begrenzt.

Mitmachen und Angebote ansehen!

Starke Partner*innen und Kompetenz und Vernetzung vor Ort

Der kommunale Partnerprozess "Gesundheit für alle" wird getragen von den Partner*innen BIÖG, Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Landkreistag und dem Gesunde Städte Netzwerk. Zentrale Anlaufstellen in den Bundesländern sind die Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit (KCG).

Stimmen aus dem Netzwerk

Die Mitgliedschaft hat uns ermutigt diverse Aktivitäten anzustoßen. Durch den Überblick der unterschiedlichen Aktivitäten anderer Kommunen wurde deutlich, dass es den einen "Königsweg" nicht gibt, dass es aber notwendig ist, für uns ein "Salzgitteraner Modell" zu finden, das angepasst auf unsere lokalen Möglichkeiten und Bedingungen die Zusammenarbeit optimiert.

Dr.in Jacqueline Bahlmann-Duwe, Stadt Salzgitter

Für uns als Landkreis Passau ist der Partnerprozess sehr gewinnbringend. Durch die fachliche Beratung und das Fungieren als Partnerkommune können wir passende Themen gezielt platzieren und in unserem Netzwerk adressieren.

Lisa Fraunhofer, Landratsamt Passau

Die Teilnahme am Partnerprozess unterstützt uns als Kommune, um über die aktuellen Entwicklungen in den anderen hessischen Partnerkommunen informiert zu sein und ermöglicht einen Austausch untereinander, sodass bei Fragen zu bestimmten Themen immer die entsprechenden Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Claudia Ostermann, Gesundheitsamt Frankfurt am Main

Der Partnerprozess und der damit verbundene Austausch ist eine „innere Richtschnur" für unser kommunales Handeln. Er ermöglicht sowohl eine Standortbestimmung des eigenen Weges, als auch das Lernen am guten Beispiel anderer Kommunen.

Dr.in Jacqueline Bahlmann-Duwe, Stadt Salzgitter

Ansprechpartnerin

JL

Janina Lahn

Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit

Kommunaler Partnerprozess, Gesundheitsförderung bei Älteren, Praxisdatenbank

030 / 4431 90 804

lahn@gesundheitbb.de

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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