Der kommunale Partnerprozess „Gesundheit für alle“ ist eine Unterstützungsstruktur für Kommunen. Er verbindet Akteur*innen aus Städten, Landkreisen und Gemeinden zu einem bundesweiten Netzwerk, das den Aufbau integrierter kommunaler Strategien möglich macht, häufig Präventionsketten oder Präventionsnetze genannt. Im Mittelpunkt stehen Austausch und gemeinsames Lernen: Kommunen teilen Erfahrungen, lernen von bewährten Ansätzen anderer und entwickeln ihre Angebote für Menschen in schwieriger sozialer Lage über alle Lebensphasen hinweg weiter. Begleitet werden sie von den Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit in den Bundesländern und der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes.
Zu diesem Thema ...
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Der Kommunale Partnerprozess "Gesundheit für alle"
Angebote und Teilnahme am kommunalen Partnerprozess "Gesundheit für alle".pdf , 488 KB -
Argumentationspapier "Gesundheit.Macht.Kommune.Stark"
Sechs gute Gründe für den Auf- und Ausbau integrierter kommunaler Strategien zur Gesundheitsförderung und Prävention.pdf , 123 KB -
Handreichung "Auf dem Weg zu gesunden Landkreisen und Städten"
Ein Überblick, was Kommunen erwartet, wenn sie einen Prozess zum Aufbau integrierter kommunaler Strategien zur Gesundheitsförderung aufnehmen, welche Handlungsansätze dabei möglich und was Gelingensfaktoren sind..pdf , 379 KB
Was ist der Partnerprozess "Gesundheit für alle?"
Der kommunale Partnerprozess „Gesundheit für alle“ ist eine bundes- und landesweite Unterstützungsstruktur für Fachkräfte in Kommunen. Er lädt zum gemeinschaftlichen Lernen und Weiterentwickeln ein und unterstützt einen Austausch über die Entwicklung und Umsetzung integrierter kommunaler Strategien – auch über Ressortgrenzen hinweg. Begleitet wird er von den Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit in den Bundesländern und der Geschäftsstelle des Kooperationsverbundes.
Kommunen haben bereits vielfältige Unterstützungsangebote für Menschen in schwieriger sozialer Lage etabliert und leisten damit einen Beitrag zur Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit. Oft laufen diese Angebote, etwa der Gesundheitsämter, der Jugendhilfe und des Bildungsbereichs, jedoch ohne Abstimmung nebeneinander her. Integrierte kommunale Strategien, häufig „Präventionsketten“ genannt, stimmen diese Angebote aufeinander ab und sichern bedarfsgerechte Unterstützung über alle Lebensphasen hinweg. Wie das gelingen kann, ist Thema des Partnerprozesses.
Wie der Partnerprozess entstand
Der Partnerprozess startete 2011 mit dem Schwerpunkt Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen. Grundlage waren sieben Handlungsempfehlungen, die der Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit aus den Erfahrungen von über 50 Good Practice-Beispielen entwickelt hatte. Im November 2015 wurde der Prozess auf alle Lebensphasen erweitert und in „Gesundheit für alle“ umbenannt. Seitdem begleitet er Kommunen beim Aufbau integrierter Strategien für alle Altersgruppen.
Ziele des Partnerprozesses
Der Partnerprozess möchte ein gesundes und chancengerechtes Aufwachsen und Leben aller Menschen in der Kommune fördern. Dazu will er:
- Kommunen beim Aufbau und bei der Umsetzung integrierter Strategien („Präventionsketten“) begleiten und ihre Qualitätsentwicklung unterstützen.
- den fachlichen Austausch anregen und die Zusammenarbeit über Ressorts und Generationen hinweg stärken.
- vorhandene Kenntnisse, Erfahrungen und Ressourcen bundesweit sichtbar und zugänglich machen.
- den Mehrwert der ressortübergreifenden Zusammenarbeit beim Auf- und Ausbau einer Präventionskette verdeutlichen.
Machen Sie mit: Ihre Kommune im Partnerprozess!
Möchten Sie Ihre Strategien weiterentwickeln und von den Erfahrungen anderer Kommunen lernen? Als Partnerkommune tauschen Sie sich im bundesweiten Netzwerk aus, machen Ihre Vorhaben sichtbar und erhalten Unterstützung durch die Koordinierungsstelle in Ihrem Bundesland. Die Teilnahme ist kostenlos, unverbindlich und zeitlich nicht begrenzt.
Starke Partner*innen und Kompetenz und Vernetzung vor Ort
Der kommunale Partnerprozess "Gesundheit für alle" wird getragen von den Partner*innen BIÖG, Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Landkreistag und dem Gesunde Städte Netzwerk. Zentrale Anlaufstellen in den Bundesländern sind die Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit (KCG).