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Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Teil 1 der Reihe "Kinderrechte ganz praktisch"

Das Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro im Interview

07.10.2019

Wie können Sie die Rechte von Kindern und Jugendlichen in Ihrer täglichen praktischen Arbeit stärken?

Das ist ein weites Feld. Das Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf
(M-H) im Humanistischen Verband Deutschlands, Landesverband Ber­lin - Bran­den­burg KdöR (HVD BB KdöR)ist für den Be­zirk Marzahn-Hellersdorf beauftragt, Kinder- und Jugendbeteiligung zu un­ter­stüt­zen und in die Politik und Verwaltung zu tra­gen. Kinder- und Jugendbeteiligung ist in den UN-Kinderrechten ei­ne wichtige Säu­le für die Verwirklichung der Rech­te und oft auch ent­hal­ten in den anderen Säu­len wie Schutz und För­de­rung von Kin­dern und Ju­gend­li­chen. Kinder- und Jugendbeteiligung ist al­so Querschnittsaufgabe.
D.h., al­le Ämter- und politische Beschlüsse müssten auf die Not­wen­dig­keit von Kinder- und Jugendbeteiligung geprüft wer­den.
Das Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro M-H arbeitet in drei Bereichen, um Kinder- und Jugendbeteiligung zu stär­ken.

Zum ei­nen gibt es die praktische Ebe­ne: Pro­jekte wie die Kinder- und Jugendjurys, die Kinderversammlung bei der Be­zirksbürgermeisterin, Spielplatzbeteiligungsprojekte und na­tür­lich den Hingucker - ein mediales Pro­jekt von Kin­dern und Ju­gend­li­chen zum The­ma Kinder- und Jugendrechte.

Auf ei­ner zweiten Ebe­ne ar­bei­ten wir mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu­sam­men, be­ra­ten, bil­den fort, wecken In­te­res­se und sen­si­bi­li­sie­ren für das The­ma für die tägliche Ar­beit vor Ort.

In der dritten Ebe­ne sind wir in politischen so­wie verwalterischen Gremien vertreten und be­glei­ten Ver­an­stal­tung­en mit der kommunalen Politik und Verwaltung, um auch hier das The­ma zu set­zen. Im Ide­al­fall verschränken sich die Ebe­nen, wie zum Bei­spiel bei der Kinderversammlung.

Wie werden Kinder und Jugendliche bei Ihnen über ihre Rechte informiert?

Wir veranstalten Workshops in Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen zum The­ma Kinderrechte, die Hingucker>Kinder ent­wi­ckeln die Hingucker> Kam­pa­gnen für Kinderrechte für an­de­re Kinder und Ju­gend­li­che. Die Plakate sind an vielen Kinderorten aus­ge­stellt. Zudem gibt es die Filme im Netz zu se­hen.

An welche Grenzen geraten Sie, wenn Sie kleine Kinder, bspw. 4-Jährige, beteiligen wollen?

Unsere Ziel­grup­pe ist im Al­ter von 6 bis 21 Jahren, erweitert bis 27 Jahre. Wir haben be­reits Beteiligungsprojekte mit kleineren Kin­dern durchgeführt (Bewegte Wege im Quar­tier). Das funktionierte eben­falls sehr gut, bei kreativen Me­tho­den und einem klar abgesteckten Rahmen der Beteiligung.

Spielt die Festschreibung der Kinderrechte, bspw. In Form der UN-Konvention oder zukünftig im Grundgesetz, für Ihre praktischen Bemühungen eine Rolle?

Natürlich. Der Stel­len­wert wird ein an­de­rer sein und Kinder- und Jugendbeteiligung als Querschnittsaufgabe stärker akzentuiert. Das ist dann kein kleines Ge­biet mehr, wel­ches es zu­fäl­lig ins GG geschafft hat. Ich bin mir si­cher, dass die gesamte Ge­sell­schaft da­von profitiert. Denn aus Kin­dern und Ju­gend­li­chen wer­den Er­wach­se­ne, die ge­lernt haben, ih­re In­te­res­sen zu for­mu­lie­ren und auch an­de­re In­te­res­sen gel­ten zu las­sen. Sie wer­den demokratischer und gerechter sein. Das Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro profitiert 2020 hoffentlich von dem neuen Ber­li­ner Jugendförder- und Beteiligungsgesetz, das in den Bezirken und auf Lan­des­ebe­ne einen Aus­bau von Beteiligungsstrukturen vorsieht.

Frauke Groner, Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf
des Humanistischen Verband Deutschlands

 


 

 

 

Das Themenblatt zum Thema Kinderrechte können Sie hier herunterladen.

Alle weiteren Themenblätter des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit finden Sie hier.

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  • 27.10.2026 - 28.10.2026

    Essen

    65. DHS Fachkonferenz Sucht

    "Öffentlicher Raum und verborgene Welten"

    Durch Drogenkonsum im öffentlichen Raum und die damit verbundene Verelendung werden Abhängigkeitserkrankungen als gesellschaftliches Problem immer augenfälliger. Die sichtbaren Folgen, etwa in Parks, an Bahnhöfen oder in Wohnvierteln, stellen Bund, Länder und Kommunen vor besondere Herausforderungen. Abhängigkeit - von illegalen wie von legalen Drogen - und abhängiges Verhalten ist zwar weit verbreitet, aber dennoch oft tabuisiert. Mit schwerwiegenden Konsequenzen: Viele Betroffene suchen aus Angst vor Stigmatisierung keine Hilfe. Der "Treatment Gap" wächst, besonders durch digitale und verborgene Abhängigkeitsformen. Auch Angehörige und Kinder bleiben oft unsichtbar. Unter dem (Arbeits-)Titel "Öffentlicher Raum und verborgene Welten" thematisiert die 65. DHS Fachkonferenz SUCHT vom 27. bis 28. Oktober 2026 dieses Spannungsfeld. An den beiden Konferenztagen möchten wir Raum für umfassende Information, intensiven Austausch und praktische Vernetzung bieten – auch zur wachsenden Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Die Veranstaltung findet im Haus der Technik in Essen statt. 

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fachkonferenz
    Veranstalter: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
  • 06.11.2026

    Online via Webex

    Wie alt fühlst Du dich? Und welchen Einfluss hat das auf Deine Gesundheit?

    Die Forschung zeigt: Altersbilder begleiten uns ein Leben lang. Sie entstehen früh, beeinflussen unser Verhalten und prägen sogar, wie wir selbst älter werden. Doch wie können wir negative Altersstereotype überwinden und zu einem differenzierteren Blick auf das Alter gelangen?

    Darüber sprechen wir beim nächsten LGK-Talk „Alt sind immer die anderen?! – Wie Altersbilder unsere Gesundheit beeinflussen und wie wir unsere Vorstellungen vom Alter(n) verändern können“ mit Dr.in Antje Rauers (Friedrich-Schiller-Universität Jena), PD Dr. David Weiss (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) und Dr.in Aline Schönenberg (Universitätsklinikum Jena). Freuen Sie sich auf spannende Erkenntnisse, neue Denkanstöße und einen frischen Blick auf das Älterwerden!

    Mehr Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier. Eine Anmeldung ist bis zum 30 Oktober 2026 möglich.

    Kategorie: Gesprächsrunde
    Veranstalter: LGK Thüringen
  • Hannover

    Gemeinsam Wege aus der Gewalt

    Wenn Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kippen

    Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, gewaltfrei aufzuwachsen. Doch das Thema Gewalt bei Kindern und Jugendlichen nimmt medial immer mehr Raum ein – sei es durch aktuelle Zahlen der Kriminalstatistik oder durch Vorfälle in der Schule. Auch in Kitas werden mehr Gewaltvorfälle gemeldet. Die Formen von Gewalt sind dabei vielfältig – körperlich, psychisch und auch digital. Die Fachtagung „Gemeinsam Wege aus der Gewalt – Wenn Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kippen“ am 12. November 2026 in Hannover geht den Ursachen der zunehmenden Gewaltentwicklung auf den Grund und nimmt dabei die komplexen Ursachen, wie psychische Belastungssituationen, sozioökonomische Herausforderungen und eigene Gewalterfahrungen, in den Blick. Was kann bereits in der Frühförderung in den Kitas angebahnt werden? Wie kann Schule mit diesen Herausforderungen umgehen? Welche langfristigen Auswirkungen haben Gewalterfahrungen auf die psychische Gesundheit? Und welche Ansätze gibt es, um digitaler Gewalt resilient zu begegnen? Die Veranstaltung findet in der Ärztekammer Niedersachsen statt.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.

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