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Artikel und Meldungen im Überblick

Strukturelle Rahmenbedingungen der Gesundheitsversorgung Gefangener

Mehrteilige Reihe: Gesundheitsförderung in Justizvollzugsanstalten, Teil 3

Heino Stöver , Fachhochschule Frankfurt
07.05.2012

Die Gesundheitsrisiken in Justizvollzugsanstalten sind an­de­re als außerhalb der Ein­rich­tung­en. Über­pro­portional viele Infektionserkrankungen und ein hohes Suchtpotenzial las­sen sich bei den In­sas­sen fin­den. Dass die Um­set­zung einer ganzheitlichen Ge­sund­heits­för­de­rung für In­haf­tier­te ge­lin­gen kann, zeigt das kürz­lich als Good Practice-Beispiel aus­ge­zeich­ne­te Pro­jekt SPRINT. Ge­sund­heits­för­dern­de Jus­tiz­voll­zugs­an­stalten kön­nen einen wesentlichen Bei­trag zur Ver­min­de­rung so­zi­al bedingter Un­gleich­heit leis­ten.

Welche Probleme sich in Jus­tiz­voll­zugs­an­stalten zei­gen und was im Hinblick der Eta­blie­rung ge­sund­heits­för­dernder Strukturen in Jus­tiz­voll­zugs­an­stalten getan wer­den muss, zeigt die fünf­tei­li­ge Ar­ti­kel­se­rie von Prof. Dr. Heino Stöver (Fach­hoch­schu­le Frankfurt am Main) zum The­ma „Ge­sund­heits­för­de­rung in Haft“. Die einzelnen Teile der Serie erscheinen im zwei­wöchent­li­chen Rhyth­mus.

Strukturelle Rahmenbedingungen der Gesundheitsversorgung Gefangener

Die Ge­sund­heitsfürsorge für die Gefangenen liegt in der Verantwortung der Justizvollzugsbehörden. An die Stel­le von Eigenverantwortlichkeit und Selbst­be­stim­mung in der Herstellung und Er­hal­tung von Ge­sund­heit tre­ten die Für­sor­ge der An­stalt und die Verpflichtung des Gefangenen, die notwendigen me­di­zi­ni­schen Maß­nah­men zu un­ter­stüt­zen. Durch den Frei­heits­ent­zug steht der Gefangene in ei­nem be­son­deren Ab­hän­gig­keits­ver­hält­nis zum Staat wo­raus sich ei­ne besondere Verantwortung und Für­sor­ge­pflicht des Staates ge­gen­über dem Gefangenen ergibt. Die Be­deu­tung der Herstellung bzw. Er­hal­tung der somatischen und psychischen Ge­sund­heit für die Gefangenen muss als ei­ne zentrale Vor­aus­set­zung für die Wie­der­ein­glie­de­rung in das Alltags- und Er­werbs­le­ben betrachtet wer­den.

Grundsätzlich hat sich Anstaltsmedizin an den Vorgaben der Gesetzlichen Kran­ken­ver­si­che­rung zu ori­en­tie­ren - Straf­voll­zug soll pri­mär nur Frei­heit neh­men, aber nicht durch schlechtere medizinische Ver­sor­gung zu­sätz­lich be­stra­fen. Die Vergleichbarkeit der Qua­li­tät und des Umfangs intra- und extra­mu­ra­ler medizinischen Versorgung - das sog. Äquivalenzprinzip - soll gewährleistet wer­den. Die Be­grün­dung für die­ses Äquivalenzprinzip besteht ei­ner­seits im gesetzlichen Auf­trag zur An­glei­chung der Le­bens­ver­hält­nis­se und Ge­gen­wir­kung schädlicher Wir­kung­en des Frei­heitsentzuges (§ 3 Abs. 1 u. 2), so­wie an­de­rer­seits in internationalen Übereinkünften (vgl. Pont 2009 m.w.N.). Diese Grundsätze ver­lan­gen ei­ne Ori­en­tie­rung an den au­ßer­halb erprobten und bewährten Standards und Leit­li­nien als Richt­schnur intra­mu­raler Versorgungs-, Beratungs- und Behandlungsangebote. Dies betrifft auch die psy­cho-so­zia­len Hilfen in­ner­halb des Vollzuges: Hierzu sind realistische Ein­schät­zung­en und Unter­su­chun­gen über die den Gefangenen im Vollzug drohenden gesundheitlichen Risiken und dem­ent­spre­chen­de anstaltliche Maß­nah­men und Mit­tel der Risikovorsorge er­for­der­lich.

Eine wesentliche Ein­schrän­kung des Äquivalenzprinzips besteht in der Auf­he­bung des Prinzips der frei­en Arztwahl, da Kostenträger nicht die gesetzliche Kran­ken­ver­si­che­rung, son­dern die Voll­zugs­be­hör­de ist. Gefangene im frei­en Beschäftigungsverhältnis, (siehe Kom­men­tie­rung zu §62a) haben da­ge­gen die Be­rech­ti­gung, ei­nen Arzt ihrer Wahl aufzusuchen (§ 62 a). Dies bedeutet ei­ne so­wohl recht­li­che als auch praktische Besserstellung die­ser Gefangenen auf dem Ge­biet der Gesundheitsfürsorge, weil ih­nen durch Leis­tungs­ansprüche ge­gen die Kran­ken­kas­se ei­ne bes­sere me­di­zi­nische Versorgung zusteht (vgl. Kirschke 2005, S. 138).

Der Nach­teil des Konzepts der Gesundheitsfürsorge un­ter der Ägi­de der Justizvollzugsbehörden liegt einmal da­rin, dass es ei­ne erhebliche Be­las­tung der Arzt-Patient-Beziehung mit sich bringt, wenn der Arzt ers­tens in die Hierarchie des Anstaltspersonals in­te­griert ist, zwei­tens Kontrollaufgaben für Si­cher­heits­an­for­de­run­gen der In­sti­tu­ti­on wahrnimmt (z. B. Urinkontrollen, Zwangs­maß­nah­men) und drit­tens die Kon­takt­auf­nah­me des Patienten nicht frei­wil­lig erfolgt. Der Anstaltsarzt wird zum „Zwangs­an­sprech­part­ner“ (vgl. Pont u.a. 2011; Keppler 1996, 111; vgl. auch Riekenbrauck 2005, S. 33), in­ner­halb des Spannungsverhältnisses von kontroll- und sicherheitsorientierten Vorgaben und Zwängen des Voll­zu­ges und ei­ner patientenorientierten Be­hand­lung. Dieser strukturelle Wi­der­spruch fördert ge­gen­sei­ti­ges Miss­trau­en und belastet die Qua­li­tät der Gesundheitsversorgung für die Gefangenen.

Wie es aber tat­säch­lich um die Ge­sund­heit von Gefangenen bestellt ist, da­rü­ber ist auf­grund un­ge­nü­gen­der oder we­nig vergleichbarer Da­ten­er­fas­sung und For­schungsarbeiten we­nig be­kannt (vgl. für den Man­gel an Da­ten im Be­reich psy­chisch Kranker im Straf­voll­zug Foerster 2005, S. 143 f.). Immer noch gibt es kei­ne Ge­sund­heitsberichterstattung (Aus­nah­me Baden-Württemberg, siehe Meissner 2011), die de­tail­liert Aus­kunft ge­ben könnte, noch ist die ge­sund­heit­liche La­ge Gefangener Ge­gen­stand kom­mu­na­ler/re­gio­na­ler Ge­sund­heitsberichterstattung. Bekannt sind le­dig­lich Untersuchungen aus ein­zel­nen Gefängnissen, oft­mals noch von Teilpopulationen. Einige Stu­di­en haben Da­ten einzelner oder mehrerer Gefängnisse zusammengefasst - auch in internationaler Blick­rich­tung. Die Stu­di­en sind über­wie­gend querschnittsorientiert angelegt und ent­hal­ten we­nig Verlaufsdaten resp. we­nig qualitative Da­ten über risikoreiches Verhalten oder die Wahr­neh­mung und Be­wäl­ti­gung riskanter Verhältnisse, die Auf­schluss über ei­ne Risikodynamik ge­ben könnten. Überraschend viele Details ge­sund­heit­licher Versorgung er­fährt man über die Antworten der Justizministerien auf klei­ne oder große An­fra­gen in den jeweiligen Parlamenten, wenn­gleich zentrale Fra­gen un­be­ant­wor­tet blei­ben, weil kei­ne systematische Da­ten­ag­gre­gation vorgenommen wird (vgl. Bür­ger­schaft der Freien und Hansestadt Hamburg (27.08.2010). For­schung in deutschen Haftanstalten wird zu­dem oft mit dem Ar­gu­ment der personellen Über­las­tung von den Justizvollzugsbehörden abgeblockt.

Das Sys­tem der Gesundheitsversorgung sollte stärker überprüft wer­den. Effizienter als ei­ne „Selbst­über­prüfung“ durch die Fachaufsicht der Medizinalreferenten wä­re ei­ne Über­prü­fung der Ver­sor­gungs­qua­li­tät durch externe, unabhängige Gut­ach­ter, v.a. aus den Ge­sund­heits­res­sorts. Sowohl ethische als auch fachliche Standards müssten in der All­tags­pra­xis ei­ner Über­prü­fung standhalten. Leider existiert in Deutsch­land kein In­spek­to­rats­we­sen (wie z. B. in den Nie­der­lan­den), wo unabhängige, meis­tens beim Gesundheitsministerium angesiedelte Ex­per­ten die Ge­sund­heits­ver­sor­gung in Haft über­prü­fen. Dies wür­de zur Qua­li­täts­ver­bes­se­rung bei­tra­gen, je­den­falls eher als die Fachaufsicht „im eigenen Haus“ (durch Ärzte bei den Landesjustizbehörden), deren Ef­fi­zi­enz auf­grund der Interessengebundenheit frag­lich ist. Ein externes Qua­litäts­si­che­rungs­ver­fah­ren wie in Krankenhäusern oder anderen Institutionen üb­lich, findet in aller Re­gel im Ge­fäng­nis nicht statt.

Die Gesundheitsfürsorge im Vollzug, charakterisiert durch den Grund­konflikt zwi­schen Hilfe und Kon­trol­le, kann im Pro­zess ei­ner Nor­ma­li­sie­rung, d. h. ei­ner An­glei­chung der Behandlungs- und Prä­ven­tions­maß­nah­men an die Verhältnisse in Frei­heit zu ei­ner besseren Be­wäl­ti­gung gesundheitlicher Prob­le­me der Gefangenen im Vollzug bei­tra­gen. Über die Einführung extramural bewährter und erfolgreicher, „evidenz-basierter“ Behandlungs- und Pro­phy­la­xe­ansätze hinaus, muss je­doch in den Gefängnissen ein An­glei­chungsprozess grundsätzlicherer Art eingeleitet wer­den: Au­ßer­halb des Vollzuges setzt sich zu­neh­mend in der Public-Health-Debatte die Er­kennt­nis durch, nicht nur auf Krank­heit, individuelles Fehl- und Risikoverhalten ab­zu­he­ben, son­dern auch die sozialen Verhältnisse und Spezifika der Sys­te­me und Settings in ihrer In­ter­de­pen­denz und inneren Dy­na­mik auf ihr Gesundheitspotenzial einzubeziehen; al­so nicht nur re­ak­tiv die Krank­heit des Einzelnen zu be­han­deln oder bes­ten­falls Vorsorge(-unter­su­chun­gen) und Impf­pro­gram­me durchzuführen, son­dern da­rü­ber hinaus ei­ne die Res­sour­cen des Ein­zel­nen ak­ti­vie­rende Ge­sund­heits­för­de­rung zu be­trei­ben, die al­le Akteure in ei­nem be­s­tim­mten Set­ting zu in­te­grie­ren versucht.

Die gesundheitsabträglichen Lebens- und Ar­beitsbedingungen (die physischen, baulichen und orga­ni­sa­to­ri­schen Be­din­gung­en von Ge­fäng­nis) müs­sen identifiziert, thematisiert und verbessert wer­den und zwar für al­le Be­tei­lig­ten: Gefangene, aber auch Be­diens­te­te sind mit in die Überlegungen einer Ge­sund­heits­för­de­rung im Ge­fäng­nis einzubeziehen. Schließlich geht es da­rum, die In­sti­tu­ti­on Ge­fäng­nis als ein Sys­tem un­ter vielen zu begreifen und vor al­lem Verbindungen mit anderen In­sti­tu­ti­onen her­zu­stel­len (kommunale/regionale Hilfsorganisationen, Fa­mi­lie, Ar­beit etc.; vgl. Stöver 2009, Bö­ge­mann et al. 2010). Erfolgreiche Beispiele für diesen Setting-Ansatz in der Ge­sund­heits­för­de­rung sind die von der WHO (auf der Ba­sis der OTTAWA-CHARTA, die Ge­sund­heits­för­de­rung pro­gram­ma­tisch entwickelt hat) initiierten Projekte ‚Healthy Cities‘, ‚Healthy Schools‘ etc. Diese positiven Er­fah­rung­en und Ergebnisse sollten auf die Ge­fäng­nisse über­tra­gen und im Rahmen einer ‚Healthy Prisons‘-Be­we­gung umgesetzt wer­den.

Eine ausführliche Be­schrei­bung von Herrn Dr. Heino Stöver zu den rechtlichen Grund­la­gen der Ge­sund­heitsversorgung Gefangener und den Strukturen der Gesundheitsversorgung fin­den Sie hier (PDF-Do­ku­ment, 40 KB).

Literatur:

  • Bögemann, H. (2010): Wer setzt Ge­sund­heitswförderung im Ge­fäng­nis (ei­gent­lich) um? In: Bögemann, H.; Keppler, K.; Stöver, H. (Hrsg.): Ge­sund­heit im Ge­fäng­nis. Ansätze und Er­fah­rung­en mit Ge­sund­heits­för­de­rung in totalen Institutionen. Weinheim: Juventa Verlag, S. 133-136.
  • Bür­ger­schaft der Freien und Hansestadt Hamburg (27.08.2010): Große An­fra­ge und Ant­wort des Senats. Betr.: Gesundheitsfürsorge und -förderung im Justizvollzug.
  • Foerster, K. (2005): Psychisch kranke im Straf­voll­zug. In: Hillenkamp, Th.; Tag, B. (Hrsg.): Intramurale Me­di­zin - Gesundheitsfürsorge zwi­schen Heilauftrag und Straf­voll­zug. Heidelberg: Sprin­ger.
  • Kirschke, B. (2005): Geschlossener Vollzug und freies Beschäftigungsverhältnis - Zwei-Klassen-Me­di­zin? In: Hillenkamp, Th.; Tag, B. (Hrsg.): Intramurale Me­di­zin - Gesundheitsfürsorge zwi­schen Heilauftrag und Straf­voll­zug. Heidelberg: Sprin­ger.
  • Meissner, K. (2011): Gesundheitsberichterstattung in Baden-Württemberg. In: akzept et al. (Hrsg.): Fünfte Europäische Kon­fe­renz zur Ge­sund­heits­för­de­rung in Haft, Do­ku­men­ta­ti­on der Kon­fe­renz in Hamburg, September 2010, Ber­lin.
  • Pont, J. (2009): Ethische Grund­la­gen. In: Keppler, K., Stöver, H. (Hrsg.): Gefängnismedizin. Medizinische Versorgung un­ter Haftbedingungen. Stutt­gart: Thieme, S. 19-28.
  • Riekenbrauck, W. (2005): Statement. In: Hillenkamp, Th.; Tag, B. (Hrsg.): Intramurale Me­di­zin - Gesundheitsfürsorge zwi­schen Heilauftrag und Straf­voll­zug. Heidelberg: Sprin­ger, 2005.
  • Stöver, H. (2009): Healthy Prisons - Ge­sund­heits­för­de­rung als innovative Stra­te­gie. In: Keppler, K., Stöver, H. (Hrsg.): Gefängnismedizin. Medizinische Versorgung un­ter Haftbedingungen. Stutt­gart: Thieme, S. 277-289.
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  • 27.10.2026 - 28.10.2026

    Essen

    65. DHS Fachkonferenz Sucht

    "Öffentlicher Raum und verborgene Welten"

    Durch Drogenkonsum im öffentlichen Raum und die damit verbundene Verelendung werden Abhängigkeitserkrankungen als gesellschaftliches Problem immer augenfälliger. Die sichtbaren Folgen, etwa in Parks, an Bahnhöfen oder in Wohnvierteln, stellen Bund, Länder und Kommunen vor besondere Herausforderungen. Abhängigkeit - von illegalen wie von legalen Drogen - und abhängiges Verhalten ist zwar weit verbreitet, aber dennoch oft tabuisiert. Mit schwerwiegenden Konsequenzen: Viele Betroffene suchen aus Angst vor Stigmatisierung keine Hilfe. Der "Treatment Gap" wächst, besonders durch digitale und verborgene Abhängigkeitsformen. Auch Angehörige und Kinder bleiben oft unsichtbar. Unter dem (Arbeits-)Titel "Öffentlicher Raum und verborgene Welten" thematisiert die 65. DHS Fachkonferenz SUCHT vom 27. bis 28. Oktober 2026 dieses Spannungsfeld. An den beiden Konferenztagen möchten wir Raum für umfassende Information, intensiven Austausch und praktische Vernetzung bieten – auch zur wachsenden Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Die Veranstaltung findet im Haus der Technik in Essen statt. 

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fachkonferenz
    Veranstalter: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
  • 06.11.2026

    Online via Webex

    Wie alt fühlst Du dich? Und welchen Einfluss hat das auf Deine Gesundheit?

    Die Forschung zeigt: Altersbilder begleiten uns ein Leben lang. Sie entstehen früh, beeinflussen unser Verhalten und prägen sogar, wie wir selbst älter werden. Doch wie können wir negative Altersstereotype überwinden und zu einem differenzierteren Blick auf das Alter gelangen?

    Darüber sprechen wir beim nächsten LGK-Talk „Alt sind immer die anderen?! – Wie Altersbilder unsere Gesundheit beeinflussen und wie wir unsere Vorstellungen vom Alter(n) verändern können“ mit Dr.in Antje Rauers (Friedrich-Schiller-Universität Jena), PD Dr. David Weiss (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) und Dr.in Aline Schönenberg (Universitätsklinikum Jena). Freuen Sie sich auf spannende Erkenntnisse, neue Denkanstöße und einen frischen Blick auf das Älterwerden!

    Mehr Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier. Eine Anmeldung ist bis zum 30 Oktober 2026 möglich.

    Kategorie: Gesprächsrunde
    Veranstalter: LGK Thüringen
  • Hannover

    Gemeinsam Wege aus der Gewalt

    Wenn Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kippen

    Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, gewaltfrei aufzuwachsen. Doch das Thema Gewalt bei Kindern und Jugendlichen nimmt medial immer mehr Raum ein – sei es durch aktuelle Zahlen der Kriminalstatistik oder durch Vorfälle in der Schule. Auch in Kitas werden mehr Gewaltvorfälle gemeldet. Die Formen von Gewalt sind dabei vielfältig – körperlich, psychisch und auch digital. Die Fachtagung „Gemeinsam Wege aus der Gewalt – Wenn Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kippen“ am 12. November 2026 in Hannover geht den Ursachen der zunehmenden Gewaltentwicklung auf den Grund und nimmt dabei die komplexen Ursachen, wie psychische Belastungssituationen, sozioökonomische Herausforderungen und eigene Gewalterfahrungen, in den Blick. Was kann bereits in der Frühförderung in den Kitas angebahnt werden? Wie kann Schule mit diesen Herausforderungen umgehen? Welche langfristigen Auswirkungen haben Gewalterfahrungen auf die psychische Gesundheit? Und welche Ansätze gibt es, um digitaler Gewalt resilient zu begegnen? Die Veranstaltung findet in der Ärztekammer Niedersachsen statt.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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