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Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Methoden-Workshop geht in die zweite Runde! Mit dabei statt dran vorbei: Schwer erreichbare Zielgruppen – wie kann die Ansprache gelingen?

Rückblick zum Methoden-Workshop am 23.09.2026

Lene Herrigel , Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e. V.
07.10.2026

Wie vielfältig Menschen sind, so vielfältig müssen auch die Wege sein, sie anzusprechen.

Nicht alle Menschen haben die gleichen Chancen auf ein gesundes Leben. Die Gründe dafür sind vielfältig – etwa ein geringes Einkommen, ein niedriger Bildungsstand oder belastende Lebensumstände. Denn Gesundheit wird nicht nur individuell gestaltet, sondern ist auch stark vom sozialen Umfeld und den Lebensbedingungen geprägt. Viele Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote erreichen nach wie vor hauptsächlich Menschen mit höherem Bildungsniveau und Einkommen. Oft, wenn auch unbewusst, sind diese Angebote in ihrer Struktur, Sprache oder Zugänglichkeit nicht ausreichend auf die Lebensrealität benachteiligter Menschen zugeschnitten. 

Wie können Menschen angesprochen werden, die von Angeboten der Prävention und Gesundheitsförderung häufig nicht profitieren? 

Mit dieser Frage beschäftigte sich der Methoden-Workshop unter dem Motto „Mit dabei statt dran vorbei!“, zu dem die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Bayern (KGC Bayern) am 23. September 2026 bereits zum zweiten Mal eingeladen hatte.

Über 110 Teilnehmende kamen im Veranstaltungszentrum des Evangelischen Handwerkervereins in München zusammen, um wirkungsvolle Strategien und praxisnahe Ansätze zur Ansprache schwer erreichbarer Zielgruppen kennenzulernen, zu diskutieren und in Workshops zu vertiefen. 

Kurz und knapp – die wichtigsten Veranstaltungsinhalte im Überblick:

  • Herausforderung: Angebote in der Prävention und Gesundheitsförderung erreichen oft nicht die Menschen, die sie am dringendsten benötigen.
  • Erfolgsfaktoren: Eine frühzeitige Beteiligung der sogenannten „schwer erreichbaren“ Zielgruppen an der Gestaltung von Angeboten und die passgenaue Ansprache sind entscheidend.
  • Schwer erreichbare Gruppen – wer ist das: z. B. Kinder aus suchtbelasteten Familien, Menschen in Arbeitslosigkeit, von Einsamkeit bedrohte ältere Menschen, Migrantinnen und Migranten, Menschen mit (geistiger) Behinderung und viele mehr.
  • Hilfreiche Ansätze: z. B. Zielgruppenbezug, Peer-to-Peer-Ansatz, Multiplikatoren-Konzept, niedrigschwellige Arbeitsweise und Setting-Ansatz.
  • Flexibilität bewahren: Die Ansprache muss so individuell und vielfältig sein, wie die Menschen selbst.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass Gesundheitsförderung besonders dann gelingt, wenn Angebote gemeinsam mit den Menschen entwickelt werden, die von ihnen profitieren sollen. Frühzeitige Beteiligung, eine passgenaue Ansprache sowie der Abbau von Barrieren sind wesentliche Voraussetzungen, um gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern. Die Praxisbeispiele zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig die Wege sein können, schwer erreichbare Zielgruppen für Angebote der Gesundheitsförderung und Prävention zu gewinnen. Dabei wurde deutlich, dass es kein allgemeingültiges Rezept für eine erfolgreiche Zielgruppenansprache gibt. Erfolgsversprechend sind jedoch häufig Ansätze wie die Zusammenarbeit mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Peer-to-Peer-Konzepte, eine enge Vernetzung der beteiligten Akteurinnen und Akteure sowie kreative und niedrigschwellige Zugangswege, die Vertrauen schaffen und Teilhabe ermöglichen. Gesundheitsförderung für schwer erreichbare Zielgruppen braucht Flexibilität, Empathie und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.

Weitere Informationen und einen ausführlichen Rückblick zum Methoden-Workshop finden Sie auf der Homepage der LZG Bayern

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  • Online via Webex

    Town Hall für Gesundheitsämter "Demokratieförderung und resiliente Strukturen im öffentlichen Gesundheitsdienst"

    Die Gesundheitsförderung steht vor der Herausforderung, auch in einem gesellschaftlichen Klima zunehmender Polarisierung, Desinformation, der Leugnung wissenschaftlicher Erkenntnisse und populistischer Tendenzen handlungsfähig zu bleiben. Diese Entwicklungen stellen nicht nur demokratische Institutionen, sondern auch die Praxis der Gesundheitsförderung vor erhebliche Herausforderungen. Zentrale Werte und Prinzipien wie gesellschaftlicher Zusammenhalt und Verständigung, Rechtsstaatlichkeit, Faktenorientierung, Teilhabe, Solidarität und Chancengleichheit, auf denen Gesundheitsförderung beruht, geraten zunehmend unter Druck und werden verstärkt in Frage gestellt. Die Folgen sind vielfältig: Sie reichen von der Instrumentalisierung gesundheitsförderlicher Aktivitäten über die Kürzung oder Streichung von Fördermitteln bis hin zu Anfeindungen gegenüber gesundheitsförderlichen Projekten und Einschüchterungsversuchen gegenüber den dort tätigen Fachkräften. Diesen Herausforderungen wollen wir uns stellen und gemeinsam mögliche Lösungen austauschen und diskutieren.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: BIÖG
  • Berlin

    Fachtag: Generationengerechtigkeit ausbuchstabiert

    Kinder- und Jugendhilfe und Seniorenorganisationen im Dialog Generationengerechtigkeit

    Generationengerechtigkeit ist in aktuellen politischen Debatten zu einem zentralen Begriff geworden. Häufig wird er jedoch verkürzt verwendet: als moralisches Argument in der Haushalts-, Finanz- oder Rentenpolitik, etwa in Diskussionen über Neuverschuldung oder die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme. Dabei gerät schnell aus dem Blick, dass Generationengerechtigkeit weit mehr umfasst als finanzpolitische Abwägungen. Eine solche Engführung kann Generationenkonflikte eher verstärken, statt gemeinsame Interessen sichtbar zu machen und die tatsächlichen Ursachen von Ungerechtigkeit zu benennen.

    In dieser Veranstaltung bieten die Organisationen des Hauses der Jugendarbeit und Jugendhilfe e.V. und die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. ein Forum, um gemeinsam mit den Teilnehmenden den Begriff der Generationengerechtigkeit in unterschiedlichen politischen und sozialen Themenfeldern zu vertiefen und das Verbindende zwischen den Generationen herauszuarbeiten.

    Die Anmeldemöglichkeit folgt nach der Sommerpause. Bitte beachten Sie bereits jetzt, dass die Teilnahme kostenpflichtig ist. Der Teilnahmebeitrag beträgt 10,00 Euro pro Person; die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Weitere Informationen finden Sie hier.

    Kategorie: Fachtagung
    Veranstalter: Hauses der Jugendarbeit und Jugendhilfe e.V. und BAGSO
  • 14.10.2026

    Berlin

    Gesundheit x Mobilität – Radverkehr als Investition in unsere Zukunft

    ADFC-Symposium 2026

    Die Veranstaltung bringt Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung, Gesundheitswesen, Stadtentwicklung und Zivilgesellschaft zusammen, die Mobilität gesünder, gerechter und zukunftsfähiger gestalten wollen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Fahrrad noch stärker als Hebel für Gesundheit, Lebensqualität und lebenswerte Städte und Gemeinden genutzt werden kann – auf Grundlage aktueller Erkenntnisse, internationaler Beispiele und konkreter Ansätze für die Praxis.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier. Die Teilnahme ist kostenlos.

    Kategorie: Symposium
    Veranstalter: Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e. V.

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