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Methoden-Workshop geht in die zweite Runde! Mit dabei statt dran vorbei: Schwer erreichbare Zielgruppen – wie kann die Ansprache gelingen?
Rückblick zum Methoden-Workshop am 23.09.2026
Wie vielfältig Menschen sind, so vielfältig müssen auch die Wege sein, sie anzusprechen.
Nicht alle Menschen haben die gleichen Chancen auf ein gesundes Leben. Die Gründe dafür sind vielfältig – etwa ein geringes Einkommen, ein niedriger Bildungsstand oder belastende Lebensumstände. Denn Gesundheit wird nicht nur individuell gestaltet, sondern ist auch stark vom sozialen Umfeld und den Lebensbedingungen geprägt. Viele Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote erreichen nach wie vor hauptsächlich Menschen mit höherem Bildungsniveau und Einkommen. Oft, wenn auch unbewusst, sind diese Angebote in ihrer Struktur, Sprache oder Zugänglichkeit nicht ausreichend auf die Lebensrealität benachteiligter Menschen zugeschnitten.
Wie können Menschen angesprochen werden, die von Angeboten der Prävention und Gesundheitsförderung häufig nicht profitieren?
Mit dieser Frage beschäftigte sich der Methoden-Workshop unter dem Motto „Mit dabei statt dran vorbei!“, zu dem die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Bayern (KGC Bayern) am 23. September 2026 bereits zum zweiten Mal eingeladen hatte.
Über 110 Teilnehmende kamen im Veranstaltungszentrum des Evangelischen Handwerkervereins in München zusammen, um wirkungsvolle Strategien und praxisnahe Ansätze zur Ansprache schwer erreichbarer Zielgruppen kennenzulernen, zu diskutieren und in Workshops zu vertiefen.
Kurz und knapp – die wichtigsten Veranstaltungsinhalte im Überblick:
- Herausforderung: Angebote in der Prävention und Gesundheitsförderung erreichen oft nicht die Menschen, die sie am dringendsten benötigen.
- Erfolgsfaktoren: Eine frühzeitige Beteiligung der sogenannten „schwer erreichbaren“ Zielgruppen an der Gestaltung von Angeboten und die passgenaue Ansprache sind entscheidend.
- Schwer erreichbare Gruppen – wer ist das: z. B. Kinder aus suchtbelasteten Familien, Menschen in Arbeitslosigkeit, von Einsamkeit bedrohte ältere Menschen, Migrantinnen und Migranten, Menschen mit (geistiger) Behinderung und viele mehr.
- Hilfreiche Ansätze: z. B. Zielgruppenbezug, Peer-to-Peer-Ansatz, Multiplikatoren-Konzept, niedrigschwellige Arbeitsweise und Setting-Ansatz.
- Flexibilität bewahren: Die Ansprache muss so individuell und vielfältig sein, wie die Menschen selbst.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass Gesundheitsförderung besonders dann gelingt, wenn Angebote gemeinsam mit den Menschen entwickelt werden, die von ihnen profitieren sollen. Frühzeitige Beteiligung, eine passgenaue Ansprache sowie der Abbau von Barrieren sind wesentliche Voraussetzungen, um gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern. Die Praxisbeispiele zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig die Wege sein können, schwer erreichbare Zielgruppen für Angebote der Gesundheitsförderung und Prävention zu gewinnen. Dabei wurde deutlich, dass es kein allgemeingültiges Rezept für eine erfolgreiche Zielgruppenansprache gibt. Erfolgsversprechend sind jedoch häufig Ansätze wie die Zusammenarbeit mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Peer-to-Peer-Konzepte, eine enge Vernetzung der beteiligten Akteurinnen und Akteure sowie kreative und niedrigschwellige Zugangswege, die Vertrauen schaffen und Teilhabe ermöglichen. Gesundheitsförderung für schwer erreichbare Zielgruppen braucht Flexibilität, Empathie und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.
Weitere Informationen und einen ausführlichen Rückblick zum Methoden-Workshop finden Sie auf der Homepage der LZG Bayern
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Leitfaden zur Erstellung von Artikeln für das Internetportal www.gesundheitliche-chancengleichheit.de
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