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Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Lebensverhältnisse beeinflussen Gesundheit - Arzneimittelbedarf bei Arbeitslosen und in wirtschaftlich schwachen Regionen am höchsten

19.10.2006

Im Branchenvergleich bekommen Arbeitslose laut einer Studie der Techniker Krankenkasse (TK) mit Abstand die meisten Medikamente. Eine Studie zum Arzneimittelverbrauch des Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) belegt den Zusammenhang von Lebensverhältnissen und Arzneimittelverbrauch im regionalen Vergleich.

Nach dem aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) erhielten Arbeitslose im vergangenen Jahr durchschnittlich die meisten Tagesdosen an Medikamenten. Auch Berufsgruppen mit hohen gesundheitlichen Belastungen wie in Ordnungs- und Sicherheitsberufen benötigen überdurchschnittlich viele Medikamente. Eher wenig Arzneimittel wurden an Beschäftigte in Bau-, Holz- und Medienberufe sowie an Naturwissenschaftler verschrieben.

Der ‚Arzneimittel-Atlas’, eine aktuelle Studie des Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES), zeigt ein deutliches Gefälle im Medikamentenverbrauch in den verschiedenen Regionen Deutschlands: "Je höher das Bruttoinlandsprodukt, desto geringer sind die Arzneimittelausgaben eines Bundeslandes. Mehr Wirtschaftskraft bedeutet mehr Reichtum und Wohlstand und damit mehr Gesundheit." Dieses Fazit zieht Professor Bertram Häussler, Direktor des Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) und Autor des ‚Arzneimittel-Atlas‘. Bei der Gesundheit gebe es ein deutliches Nord-Süd- und Ost-West-Gefälle. Das reichste Flächenland Bayern hat im Verhältnis zum BIP pro Kopf die niedrigsten Arzneimittelausgaben. Dagegen haben die ärmsten Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen pro Kopf die höchsten Ausgaben für Arzneimittel.

Das Gefälle der unterschiedlichen Lebensverhältnisse in den Regionen Deutschlands spiegelt sich auch in den Ergebnissen einer Forschungsarbeit von TNS Infratest für die Friedrich-Ebert-Stiftung. Sie zeigt die Unterschiedlichkeit der Lebensverhältnisse und ihre Wahrnehmung durch die Menschen in Ost und West: Danach rechnen sich in den alten Bundesländern vier Prozent der Bürger dem sogenannten Prekariat zu, in den neuen Bundesländern mit 25 Prozent sechsmal so viele.

Gesundheitsreport 2006 der Techniker Krankenkasse

Regionalauswertung des Arzneimittelatlas des IGES

Übersicht Arzneimittelatlas des Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES)  

Ergebnisse der Forschungsarbeit von TNS Infratest im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung


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  • 06.11.2026

    Online via Webex

    Wie alt fühlst Du dich? Und welchen Einfluss hat das auf Deine Gesundheit?

    Die Forschung zeigt: Altersbilder begleiten uns ein Leben lang. Sie entstehen früh, beeinflussen unser Verhalten und prägen sogar, wie wir selbst älter werden. Doch wie können wir negative Altersstereotype überwinden und zu einem differenzierteren Blick auf das Alter gelangen?

    Darüber sprechen wir beim nächsten LGK-Talk „Alt sind immer die anderen?! – Wie Altersbilder unsere Gesundheit beeinflussen und wie wir unsere Vorstellungen vom Alter(n) verändern können“ mit Dr.in Antje Rauers (Friedrich-Schiller-Universität Jena), PD Dr. David Weiss (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) und Dr.in Aline Schönenberg (Universitätsklinikum Jena). Freuen Sie sich auf spannende Erkenntnisse, neue Denkanstöße und einen frischen Blick auf das Älterwerden!

    Mehr Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier. Eine Anmeldung ist bis zum 30 Oktober 2026 möglich.

    Kategorie: Gesprächsrunde
    Veranstalter: LGK Thüringen
  • Hannover

    Gemeinsam Wege aus der Gewalt

    Wenn Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kippen

    Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, gewaltfrei aufzuwachsen. Doch das Thema Gewalt bei Kindern und Jugendlichen nimmt medial immer mehr Raum ein – sei es durch aktuelle Zahlen der Kriminalstatistik oder durch Vorfälle in der Schule. Auch in Kitas werden mehr Gewaltvorfälle gemeldet. Die Formen von Gewalt sind dabei vielfältig – körperlich, psychisch und auch digital. Die Fachtagung „Gemeinsam Wege aus der Gewalt – Wenn Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kippen“ am 12. November 2026 in Hannover geht den Ursachen der zunehmenden Gewaltentwicklung auf den Grund und nimmt dabei die komplexen Ursachen, wie psychische Belastungssituationen, sozioökonomische Herausforderungen und eigene Gewalterfahrungen, in den Blick. Was kann bereits in der Frühförderung in den Kitas angebahnt werden? Wie kann Schule mit diesen Herausforderungen umgehen? Welche langfristigen Auswirkungen haben Gewalterfahrungen auf die psychische Gesundheit? Und welche Ansätze gibt es, um digitaler Gewalt resilient zu begegnen? Die Veranstaltung findet in der Ärztekammer Niedersachsen statt.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • Berlin

    Voneinander lernen - Bedarfsgerechte Hilfen für psychisch erkrankte Menschen in der Wohnungsnotfallhilfe

    Der Zugang zu passgenauer Unterstützung ist dadurch ausgerechnet für jene erschwert, die besonders auf niedrigschwellige, vernetzte und kontinuierliche Angebote angewiesen sind. Auf unserer Fachtagung möchten wir folgende Themen gemeinsam mit Ihnen aufgreifen:

    • Ethische Fragestellungen im Umgang mit psychisch erkrankten wohnungslosen Menschen,
    • Zusammenarbeit und Schnittstellen zwischen verschiedenen Hilfesystemen,
    • Gute Praxisbeispiele niedrigschwelliger, aufsuchender und einrichtungsintegrierter sowie zielgruppenspezifischer Angebote,
    • Die Perspektive von Erfahrungsexpert*innen,
    • Weichenstellungen für die zukünftige psychosoziale Versorgung von wohnungslosen Menschen mit psychischen Störungen.

    Sie erwarten Vorträge, Arbeitsgruppen mit Praxisbeispielen sowie Gespräche mit Expert*innen aus Medizin, Sozialer Arbeit und Selbstvertretung. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und darauf, gemeinsam Wege zu einer besser vernetzten psychiatrischen Versorgung wohnungsloser Menschen zu finden.

    Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Veranstalter: BAG Wohnungslosenhilfe e. V.

… weitere Termine

Mit unserem News­letter immer aktuell informiert

Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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