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Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Kosten und Nutzen Früher Hilfen

Nationales Zentrum Frühe Hilfen legt Studie vor

Merle Wiegand , bis Mitte 2012: Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.
20.07.2011

Wenn Prävention in den ersten Lebensjahren von Kindern ansetzt, lässt sich ein Vielfaches an Folgekosten einsparen: zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Studie des Instituts für Wirtschaftslehre der Haushalts und Verbrauchsforschung an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Die Wissenschaftlerinnen legen im Auftrag des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen die erste deutsche Kosten-Nutzen-Analyse zu Frühen Hilfen vor.

Die Studie enthält eine Kostenanalyse Früher Hilfen, die am Beispiel des Projekts „Guter Start ins Kinderleben“ erstellt wurde. Den Aufwendungen für dieses Projekt werden die Kosten gegenübergestellt, die entstehen können, wenn ein Kind von Vernachlässigung oder Misshandlung betroffen ist. Den Berechnungen liegen modellhafte Szenarien von Kindeswohlgefährdung zu Grunde, welche die Folgen von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung im Lebenslauf sowie deren kurz- und langfristige Kosten nachzeichnen. So werden unter anderem die Kosten für Interventionen der Jugendhilfe, für die Behandlung von Folgeerkrankungen wie psychischen Störungen, Kosten durch Straffälligkeit sowie Wertschöpfungsverluste durch Arbeitslosigkeit und geringe berufliche Qualifikation definiert.
Da sich die Präventionskosten in den Berechnungen ausschließlich auf die Frühen Hilfen (Hilfen von der Geburt bis zum dritten Lebensjahr der Kinder) beziehen, wurden in einer weiteren Berechnung auch Kosten dargestellt, die den weiteren Lebenslauf mit betrachten und dort entstehende (geschätzte) Aufwendungen berücksichtigen.

Je nach untersuchtem Szenario spart ein in Angebote der Frühen Hilfen investierter Euro zwischen 13 und 36 Euro Folgekosten ein. Damit deuten die erzielten Befunde darauf hin, dass sich Frühe Hilfen auszahlen und Folgekosten durch Kindeswohlgefährdung vermieden werden können.

Die vollständige Expertise als PDF-Dokument finden Sie hier. Dort können Sie sich auch ein kostenloses Exemplar der Expertise bestellen.

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  • Berlin

    Fachtag: Generationengerechtigkeit ausbuchstabiert

    Kinder- und Jugendhilfe und Seniorenorganisationen im Dialog Generationengerechtigkeit

    Generationengerechtigkeit ist in aktuellen politischen Debatten zu einem zentralen Begriff geworden. Häufig wird er jedoch verkürzt verwendet: als moralisches Argument in der Haushalts-, Finanz- oder Rentenpolitik, etwa in Diskussionen über Neuverschuldung oder die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme. Dabei gerät schnell aus dem Blick, dass Generationengerechtigkeit weit mehr umfasst als finanzpolitische Abwägungen. Eine solche Engführung kann Generationenkonflikte eher verstärken, statt gemeinsame Interessen sichtbar zu machen und die tatsächlichen Ursachen von Ungerechtigkeit zu benennen.

    In dieser Veranstaltung bieten die Organisationen des Hauses der Jugendarbeit und Jugendhilfe e.V. und die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. ein Forum, um gemeinsam mit den Teilnehmenden den Begriff der Generationengerechtigkeit in unterschiedlichen politischen und sozialen Themenfeldern zu vertiefen und das Verbindende zwischen den Generationen herauszuarbeiten.

    Die Anmeldemöglichkeit folgt nach der Sommerpause. Bitte beachten Sie bereits jetzt, dass die Teilnahme kostenpflichtig ist. Der Teilnahmebeitrag beträgt 10,00 Euro pro Person; die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Weitere Informationen finden Sie hier.

    Kategorie: Fachtagung
    Veranstalter: Hauses der Jugendarbeit und Jugendhilfe e.V. und BAGSO
  • 14.10.2026

    Berlin

    Gesundheit x Mobilität – Radverkehr als Investition in unsere Zukunft

    ADFC-Symposium 2026

    Die Veranstaltung bringt Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung, Gesundheitswesen, Stadtentwicklung und Zivilgesellschaft zusammen, die Mobilität gesünder, gerechter und zukunftsfähiger gestalten wollen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Fahrrad noch stärker als Hebel für Gesundheit, Lebensqualität und lebenswerte Städte und Gemeinden genutzt werden kann – auf Grundlage aktueller Erkenntnisse, internationaler Beispiele und konkreter Ansätze für die Praxis.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier. Die Teilnahme ist kostenlos.

    Kategorie: Symposium
    Veranstalter: Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e. V.
  • Düsseldorf

    Mut zur Haltung: Zukunft schon heute gesund und sozial gestalten

    DVSG-Bundeskongress 2026

    Mit einem selbstbewussten und selbstkritischen Blick wird der DVSG-Bundeskongress 2026 unter dem Motto „Mut zur Haltung: Zukunft schon heute gesund und sozial gestalten“ den Fokus auf zukünftige Herausforderungen richten. Wir wollen soziale Gerechtigkeit, Solidarität und Gesundheit für alle in einer sich rasant wandelnden Welt.

    Beim DVSG-Bundeskongress sollen aktuelle Probleme im Zusammenhang mit der Gesundheitsversorgung diskutiert und mögliche Lösungen vorgestellt werden. Nicht nur der Fachkräftemangel und wachsende Versorgungslücken erfordern visionäre Ansätze. Gleichzeitig müssen die gesellschaftlichen Entwicklungen in den Blick genommen werden: Eine alternde Bevölkerung, zunehmende Multimorbidität, vielfältige Lebensformen, höherer Betreuungsbedarf und Pflegebedürftigkeit verlangen nach angepassten Konzepten und Angeboten. Der Anstieg von Singlehaushalten und gesellschaftliche Entfremdungen, etwa geprägt durch Einsamkeit, Polarisierung und Radikalisierung, verändern die Lebenslagen vieler Menschen. Diese Trends erfordern umfassenden sozialen Zusammenhalt und gesunde Lebenswelten.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: DVSG - Deutsche Vereinigung für die gesundheitsbezogene Soziale Arbeit

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