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Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Gesundheitsförderung als Chance für arme Familien

Strategien zur Armutsprävention

Uta Maercker , Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen AGETHUR
25.06.2012

TIZIAN (Thü­rin­ger In­iti­a­ti­ve zur In­te­gra­ti­on und Armutsbekämpfung - Nach­hal­tig­keit) ist ei­ne In­iti­a­ti­ve des Thü­rin­ger Sozialministeriums zur Prä­ven­ti­on von Kinderarmut ent­wickelt vor dem Hintergrund, dass Kinderarmut häufig aus Langzeitarbeitslosigkeit der Eltern heraus entsteht. Die TIZIAN Kon­zep­te wurden abgestimmt mit dem Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um und den Grundsicherungsstellen ent­wi­ckelt. In der Re­gi­on verankerte Träger sollen ausgewählte Hilfebedürftige bei persönlichen Prob­lem­la­gen be­ra­ten und be­treu­en, ih­nen Wege zur Qualifizierung und Verbesserung der Be­schäf­ti­gungs­fähig­keit auf­zei­gen und entsprechende An­ge­bo­te erschließen. Auf­ga­be der In­te­gra­ti­ons­coa­ches ist es in ei­nem ganzheitlichen An­satz in Verknüpfung mit Beratungsleistungen anderer Träger, wie z.B. der Schuldnerberatung, zur Verbesserung der Lebensgestaltung, Fa­mi­lien­kom­pe­tenz und be­ruf­li­chen Qua­li­fizierung beizutragen. Im Mit­tel­punkt steht da­bei die soziale In­te­gra­ti­on der Teil­neh­mer.

Der Regionale Kno­ten Thü­rin­gen führte für 30 Integrationscoaches aus den Thü­rin­ger TIZIAN-Pro­jek­ten ei­ne Fort­bil­dung durch, um Wege aufzuzeigen, wie Ge­sund­heits­för­de­rung und Ar­beits­markt­för­de­rung mit­ei­nan­der verknüpft wer­den kön­nen.

Im Rahmen der Ver­an­stal­tung wurde ne­ben einer theoretischen Einführung in das Kon­zept Ge­sund­heits­för­de­rung an Hand von praktischen Beispielen herausgearbeitet, wie ein wirkungsvoller Bei­trag zur Armutsprävention geleistet wer­den kann. Im Zen­trum standen da­bei kommunale und kleinräumige Ver­än­de­rungs­pro­zesse zur Armutsprävention von Kin­dern und ihren Fa­mi­lien. Ziel des Workshops war es, auf der Ba­sis der vorgestellten The­o­rien und praktischen Beispiele mit­ei­nan­der neue Ideen und Stra­te­gien zu ent­wi­ckeln.

Folgende Inhalte wurden bearbeitet:

  • Die gesundheitliche Situation von (Langzeit)Arbeitslosen und ihren Kindern
  • Einflussfaktoren auf Gesundheit und Wirkungswege zwischen sozialer und gesundheitlicher Ungleichheit
  • Das Kindergesicht von Armut
  • Gesundheitsrelevante Entwicklungsthemen von Kindern und Jugendlichen
  • Methodische Ansätze der Arbeit in Gesundheitsförderung und Prävention
  • Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Gesundheitschancen von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen mit Praxisbeispielen
  • Vorstellung von Projekten zur Gesundheitsförderung bei (Langzeit)Arbeitslosen mit praktischen Übungen
  • Kooperationspartner für Gesundheitsprojekte

Die Fort­bil­dung wurde durch die Aus­stel­lung „Selbst.Wert.Sein“ der Säch­si­schen Landesvereinigung für Ge­sund­heits­för­de­rung e.V. begleitet. Im Rahmen der Aus­stel­lung wird der Um­gang mit Problemen the­ma­ti­siert, die in bzw. durch Ar­beits­lo­sig­keit ent­ste­hen. Es geht um die Fra­ge nach einer „neuen“ Le­bens­orien­tie­rung und nach Kompetenzen und Res­sour­cen, die es benötigt, um Ar­beits­lo­sig­keit zu be­wäl­ti­gen. Eine kritische Aus­ei­nan­der­set­zung mit den Themen der Aus­stel­lung war Be­stand­teil der Fort­bil­dung.

Im Praxisteil der Ver­an­stal­tung stellte ein Mit­ar­bei­ter von Wissensimpuls das Pro­gramm AktivA - Ak­ti­ve Be­wäl­ti­gung von Ar­beits­lo­sig­keit vor. Ab Sommer 2012 wird AktivA in den TIZIAN-Projekten in Thü­rin­gen etabliert. Die ersten Trainings fin­den in der Re­gi­on Ostthüringen als Modellregion statt.

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  • 27.10.2026 - 28.10.2026

    Essen

    65. DHS Fachkonferenz Sucht

    "Öffentlicher Raum und verborgene Welten"

    Durch Drogenkonsum im öffentlichen Raum und die damit verbundene Verelendung werden Abhängigkeitserkrankungen als gesellschaftliches Problem immer augenfälliger. Die sichtbaren Folgen, etwa in Parks, an Bahnhöfen oder in Wohnvierteln, stellen Bund, Länder und Kommunen vor besondere Herausforderungen. Abhängigkeit - von illegalen wie von legalen Drogen - und abhängiges Verhalten ist zwar weit verbreitet, aber dennoch oft tabuisiert. Mit schwerwiegenden Konsequenzen: Viele Betroffene suchen aus Angst vor Stigmatisierung keine Hilfe. Der "Treatment Gap" wächst, besonders durch digitale und verborgene Abhängigkeitsformen. Auch Angehörige und Kinder bleiben oft unsichtbar. Unter dem (Arbeits-)Titel "Öffentlicher Raum und verborgene Welten" thematisiert die 65. DHS Fachkonferenz SUCHT vom 27. bis 28. Oktober 2026 dieses Spannungsfeld. An den beiden Konferenztagen möchten wir Raum für umfassende Information, intensiven Austausch und praktische Vernetzung bieten – auch zur wachsenden Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Die Veranstaltung findet im Haus der Technik in Essen statt. 

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fachkonferenz
    Veranstalter: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
  • 06.11.2026

    Online via Webex

    Wie alt fühlst Du dich? Und welchen Einfluss hat das auf Deine Gesundheit?

    Die Forschung zeigt: Altersbilder begleiten uns ein Leben lang. Sie entstehen früh, beeinflussen unser Verhalten und prägen sogar, wie wir selbst älter werden. Doch wie können wir negative Altersstereotype überwinden und zu einem differenzierteren Blick auf das Alter gelangen?

    Darüber sprechen wir beim nächsten LGK-Talk „Alt sind immer die anderen?! – Wie Altersbilder unsere Gesundheit beeinflussen und wie wir unsere Vorstellungen vom Alter(n) verändern können“ mit Dr.in Antje Rauers (Friedrich-Schiller-Universität Jena), PD Dr. David Weiss (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) und Dr.in Aline Schönenberg (Universitätsklinikum Jena). Freuen Sie sich auf spannende Erkenntnisse, neue Denkanstöße und einen frischen Blick auf das Älterwerden!

    Mehr Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier. Eine Anmeldung ist bis zum 30 Oktober 2026 möglich.

    Kategorie: Gesprächsrunde
    Veranstalter: LGK Thüringen
  • Hannover

    Gemeinsam Wege aus der Gewalt

    Wenn Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kippen

    Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, gewaltfrei aufzuwachsen. Doch das Thema Gewalt bei Kindern und Jugendlichen nimmt medial immer mehr Raum ein – sei es durch aktuelle Zahlen der Kriminalstatistik oder durch Vorfälle in der Schule. Auch in Kitas werden mehr Gewaltvorfälle gemeldet. Die Formen von Gewalt sind dabei vielfältig – körperlich, psychisch und auch digital. Die Fachtagung „Gemeinsam Wege aus der Gewalt – Wenn Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kippen“ am 12. November 2026 in Hannover geht den Ursachen der zunehmenden Gewaltentwicklung auf den Grund und nimmt dabei die komplexen Ursachen, wie psychische Belastungssituationen, sozioökonomische Herausforderungen und eigene Gewalterfahrungen, in den Blick. Was kann bereits in der Frühförderung in den Kitas angebahnt werden? Wie kann Schule mit diesen Herausforderungen umgehen? Welche langfristigen Auswirkungen haben Gewalterfahrungen auf die psychische Gesundheit? Und welche Ansätze gibt es, um digitaler Gewalt resilient zu begegnen? Die Veranstaltung findet in der Ärztekammer Niedersachsen statt.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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