Webanalyse / Datenerfassung

Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.

Hand hält Smartphone mit sichtbarem Text vor einem Laptopbildschirm mit geöffneter Webseite
Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

Die soziale Spaltung in deutschen Großstädten nimmt zu

Vergleichsstudie zu 19 deutschen Großstädten

01.07.2012

Zwar ist die Ar­beits­lo­sig­keit in deutschen Städten ins­ge­samt rück­läu­fig, die sozialräumliche Spaltung zwi­schen Arm und Reich (Se­gre­ga­ti­on) nimmt je­doch zu. Insbesondere die Kinderarmut kon­zen­triert sich zunehmend in bestimmten Stadtteilen. Eine Verdrängung der von Ar­mut betroffenen Haushalte mit Kin­dern in die Großwohnsiedlungen am Stadtrand ist mitt­ler­wei­le nach­weis­bar. Dies betrifft ins­be­son­de­re Städte im Nor­den, Wes­ten und Osten Deutschlands.

Diese alarmierende Ent­wick­lung wird aus ei­nem Städtevergleich deut­lich, den das Deut­sche In­sti­tut für Ur­ba­nis­tik (Difu) in Ko­o­pe­ra­ti­on mit Prof. Dr. Hartmut Häußermann (†) im Auf­trag des Mini­ste­ri­ums für Wirt­schaft, Ener­gie, Bauen, Wohnen und Verkehr (MWEBWV) des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt hat. In ei­nem Ko­o­pe­ra­ti­onsprojekt mit 19 deutschen Großstädten (Ber­lin, Bre­men, Dort­mund, Düs­sel­dorf, Frankfurt/Main, Halle, Hamburg, Heidelberg, Karls­ru­he, Köln, Ko­blenz, Leip­zig, Mainz, Mann­heim, Mün­chen, Nürn­berg, Oberhausen, Saar­brü­cken und Stutt­gart) wurde die Ent­wick­lung der Jahre 2007 und 2009 mit­ei­nan­der verglichen. Untersucht wurde die Si­tu­a­ti­on der Ar­beits­lo­sig­keit, der Kinderarmut und des Anteils der Be­völ­ke­rung mit Migrationshintergrund im Hinblick auf ei­ne Ungleichverteilung in­ner­halb ei­ner Stadt.

Die Ungleichverteilung lässt sich in den untersuchten Städten in unterschiedlichem Aus­maß nach­wei­sen: am wenigsten in Frankfurt/Main, Mün­chen, Stutt­gart, Karls­ru­he so­wie Oberhausen und Mainz. Im Mit­tel­feld lie­gen Düs­sel­dorf, Heidelberg, Ko­blenz, Mann­heim, Nürn­berg und Saar­brü­cken. Am stärksten konnte die Ungleichverteilung in Ber­lin, Bre­men, Dort­mund, Hamburg, Halle, Köln und Leip­zig be­obach­tet wer­den.

In fast allen Städten gibt es Stadtteile, in de­nen die Kinderarmut ent­ge­gen der allgemei­nen Ent­wick­lung noch wei­ter ansteigt. Diese Stadteile lie­gen meist am Stadtrand und sind durch ei­ne Be­bau­ung mit Groß­wohn­sied­lun­gen oder Ge­bäu­den der 1950er-/1960er-Jahre gekennzeichnet. Zu vermuten ist, dass sich Aufwertungsprozesse der­zeit innerstädtisch voll­zieh­en und zu die­ser Ent­wick­lung bei­tra­gen.

Während Ungleichverteilung und Spaltung im Zu­sam­men­hang mit Kinderarmut teil­wei­se wei­ter an­stei­gen, konnten im Zu­sam­men­hang mit Ar­beits­lo­sig­keit oft An­glei­chung­en zwi­schen den Stadtteilen fest­ge­stellt wer­den. Dies könnte al­ler­dings im starken Aus­bau ge­ring bezahlter und prekärer Ar­beits­ver­hält­nis­se begründet lie­gen - Kinderarmut ist mitt­ler­wei­le ein wesentlich verlässlicherer In­di­ka­tor für den Um­fang sozialer Problemlagen in Städten.

Für die Politik ergibt sich da­raus Handlungsbedarf in mehrfacher Hinsicht: Es ist not­wen­dig, diese Ent­wick­lung­en künftig lau­fend zu be­o­bach­ten, mögliche Negativentwicklungen früh­zei­tig zu er­ken­nen und ih­nen entgegenzuwirken. Gebiete, in de­nen der An­teil benachteiligter Menschen kon­stant hoch ist bzw. wei­ter steigt, benötigen ei­ne dauerhafte För­de­rung - nicht zu­letzt er­brin­gen diese Integrationsleistungen für die Gesamtstadt. Die Programme der Städtebauförderung, ins­be­son­de­re „Soziale Stadt“ haben vor diesem Hintergrund ei­ne besondere Be­deu­tung.

Es ist aber auch wich­tig, den Blick für die Gesamtstadt zu stär­ken: Soziale, demographische und wirt­schaftliche Ent­wick­lung­en sind eng mit­ei­nan­der verknüpft und im Sinne einer solidarischen Politik und ei­nes friedlichen Miteinanders für die Gesamtstadt zu steu­ern. Zentraler Be­stand­teil hierbei ist die Woh­nungs­politik. Bezahlbaren Wohn­raum für benachteiligte Bevölkerungsgruppen bereitzustellen, ist ei­nes der wich­tigsten Instrumente, um der Kon­zen­tra­ti­on von Ar­mut in einzelnen Stadtteilen so­wie der Verdrängung armer Menschen an den Stadtrand entgegenzuwirken.

Das Buch zur Studie

Jan Dohnke, Ant­je Seidel-Schulze und Hartmut Häußermann: Se­gre­ga­ti­on, Kon­zen­tra­ti­on, Po­la­ri­sie­rung - sozialräumliche Ent­wick­lung in deutschen Städten 2007-2009. Bd. 4/2012. 140 S. ISBN 978-3-88118-507-3, Schutz­ge­bühr 18,- Eu­ro

Nähre Informationen zum Buch fin­den Sie sierung-sozialraeumliche.html" target="_blank">hier. Sie kön­nen das Buch di­rekt beim Difu per Mail be­stel­len.

Das Difu ist Mitgliedsorganisation im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund Ge­sund­heit­liche Chan­cen­gleich­heit und die Bun­des­trans­fer­stel­le für das Pro­gramm Soziale Stadt. Hier le­sen Sie ei­ne aktuelle Mit­tei­lung zur Ver­waltungsvereinbarung Städtebauförderung 2012.

Zurück zur Übersicht
  • 06.11.2026

    Online via Webex

    Wie alt fühlst Du dich? Und welchen Einfluss hat das auf Deine Gesundheit?

    Die Forschung zeigt: Altersbilder begleiten uns ein Leben lang. Sie entstehen früh, beeinflussen unser Verhalten und prägen sogar, wie wir selbst älter werden. Doch wie können wir negative Altersstereotype überwinden und zu einem differenzierteren Blick auf das Alter gelangen?

    Darüber sprechen wir beim nächsten LGK-Talk „Alt sind immer die anderen?! – Wie Altersbilder unsere Gesundheit beeinflussen und wie wir unsere Vorstellungen vom Alter(n) verändern können“ mit Dr.in Antje Rauers (Friedrich-Schiller-Universität Jena), PD Dr. David Weiss (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) und Dr.in Aline Schönenberg (Universitätsklinikum Jena). Freuen Sie sich auf spannende Erkenntnisse, neue Denkanstöße und einen frischen Blick auf das Älterwerden!

    Mehr Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier. Eine Anmeldung ist bis zum 30 Oktober 2026 möglich.

    Kategorie: Gesprächsrunde
    Veranstalter: LGK Thüringen
  • Hannover

    Gemeinsam Wege aus der Gewalt

    Wenn Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kippen

    Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, gewaltfrei aufzuwachsen. Doch das Thema Gewalt bei Kindern und Jugendlichen nimmt medial immer mehr Raum ein – sei es durch aktuelle Zahlen der Kriminalstatistik oder durch Vorfälle in der Schule. Auch in Kitas werden mehr Gewaltvorfälle gemeldet. Die Formen von Gewalt sind dabei vielfältig – körperlich, psychisch und auch digital. Die Fachtagung „Gemeinsam Wege aus der Gewalt – Wenn Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kippen“ am 12. November 2026 in Hannover geht den Ursachen der zunehmenden Gewaltentwicklung auf den Grund und nimmt dabei die komplexen Ursachen, wie psychische Belastungssituationen, sozioökonomische Herausforderungen und eigene Gewalterfahrungen, in den Blick. Was kann bereits in der Frühförderung in den Kitas angebahnt werden? Wie kann Schule mit diesen Herausforderungen umgehen? Welche langfristigen Auswirkungen haben Gewalterfahrungen auf die psychische Gesundheit? Und welche Ansätze gibt es, um digitaler Gewalt resilient zu begegnen? Die Veranstaltung findet in der Ärztekammer Niedersachsen statt.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
  • Berlin

    Voneinander lernen - Bedarfsgerechte Hilfen für psychisch erkrankte Menschen in der Wohnungsnotfallhilfe

    Der Zugang zu passgenauer Unterstützung ist dadurch ausgerechnet für jene erschwert, die besonders auf niedrigschwellige, vernetzte und kontinuierliche Angebote angewiesen sind. Auf unserer Fachtagung möchten wir folgende Themen gemeinsam mit Ihnen aufgreifen:

    • Ethische Fragestellungen im Umgang mit psychisch erkrankten wohnungslosen Menschen,
    • Zusammenarbeit und Schnittstellen zwischen verschiedenen Hilfesystemen,
    • Gute Praxisbeispiele niedrigschwelliger, aufsuchender und einrichtungsintegrierter sowie zielgruppenspezifischer Angebote,
    • Die Perspektive von Erfahrungsexpert*innen,
    • Weichenstellungen für die zukünftige psychosoziale Versorgung von wohnungslosen Menschen mit psychischen Störungen.

    Sie erwarten Vorträge, Arbeitsgruppen mit Praxisbeispielen sowie Gespräche mit Expert*innen aus Medizin, Sozialer Arbeit und Selbstvertretung. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und darauf, gemeinsam Wege zu einer besser vernetzten psychiatrischen Versorgung wohnungsloser Menschen zu finden.

    Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Veranstalter: BAG Wohnungslosenhilfe e. V.

… weitere Termine

Mit unserem News­letter immer aktuell informiert

Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

nach oben