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Aktuelles

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Die Maschen werden immer enger, das Netz immer größer! Siebtes Treffen der Aktionsgruppe „Gesundes Altern in der Oberpfalz“

09.08.2022

„Die Maschen werden immer enger, das Netz immer größer!“ – bereits zum siebten Mal fand das Treffen der Aktionsgruppe „Gesundes Altern in der Oberpfalz“ statt. Mit großem Tatendrang und vielen neuen Ideen trafen sich die Mitglieder im schönen Nabburg. Das Voneinander Lernen und Vernetzen, um ältere Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen, ist das zentrale Ziel der Gruppe. Durch den gemeinsamen Erfahrungsaustausch und die anregenden Diskussionen an Thementischen konnten die Mitglieder auch dieses Mal wieder Einiges für ihre weiteren Vorhaben mitnehmen. Die gegenseitige Unterstützung bei der Ideenfindung und Maßnahmenplanung zieht die Maschen des Netzwerks Stück für Stück enger. So war das Treffen wieder einmal „aktionsreich“!

„Talent gewinnt Spiele, aber Teamwork und Intelligenz gewinnen Meisterschaften“ – unter diesem Motto leitete Kathrin Steinbeißer das siebte Treffen der Aktionsgruppe „Gesundes Altern in der Oberpfalz“ ein. Die Freude des Wiedersehens und des Kennenlernens neuer motivierter Mitglieder war aus allen Poren spürbar. „Es ist wichtig, dass Leute wie Sie Ideen entwickeln, sich austauschen, gemeinsam überlegen und agieren. Da kommt man auf Ideen, die man alleine vielleicht nicht hat!“, begrüßte Georg Mayer, der Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg-Schwandorf, die Aktionsgruppe mit großer Gastfreundschaft in den Räumlichkeiten im schönen Nabburg. Wieder einmal war der gemeinsame Austausch, das Entwickeln von Ideen und die gegenseitige Unterstützung ein wichtiger Teil des Netzwerktreffens.

Demenz kommt wie ein Tsunami auf uns zu, weil wir älter werden!
Marlene Groitl betonte die Notwendigkeit, die Gesundheit älterer Menschen in den Fokus zu rücken. Gerade Erkrankungen wie Demenz betreffen die ältere Bevölkerung in hohem Maße und sind mit erschwerten Bedingungen verbunden. Doch wie erreichen wir diese Gruppe und wie holen wir Menschen in schwierigen Lebenslagen ab? Sandra Kapinsky meinte, „wenn wir offener gegenüber Menschen mit Beeinträchtigungen sind, dann sind auch die offener gegenüber unseren Angeboten.“ Und Angebote haben die Mitglieder der Aktionsgruppe Oberpfalz bereits reichlich geplant. In Regensburg findet beispielsweise die Konzertlesung „Wie meine Großmutter ihr Ich verlor“ statt. Stefanie Wiesend hält Schulungen für Pflegefachkräfte zur Relevanz der Biographiearbeit bei Menschen mit Demenz. Aber es ist nicht nur ihr Herzensanliegen, die Situation für ältere Menschen im Krankenhaus und anderen Settings zu verbessern. Auch Johanna Baumann legt den Fokus eines Teils ihrer Arbeit auf die ältere Generation – genau genommen auf die „Generation 55plus“. Zu den weiteren Angeboten, welche die Mitglie-der in ihren Aufgaben- und Handlungsfeldern für gesundes Altern initiierten, zählen etwa gemeinsame Spaziergänge, Erzählcafés, Alltagsbegleitungen, „Sport im Park“ und noch Vieles mehr.


Ein ganzer Rucksack neuer Ideen
Einen Rucksack voller neuer Ideen nehmen viele Mitglieder nach jedem Treffen der Aktionsgruppe Oberpfalz mit nach Hause. Auf dem siebten Treffen sammelten sie kreative Ideen an Thementischen, welche den Ansatz „von Mitgliedern für Mitglieder“ verfolgten. Der Thementisch zum Projekt „Habe die Ehre“ der Gemeinde Zell diente dazu, Ideen zu finden, ältere Menschen „von der Einsamkeit (wieder) zurück in die Gesellschaft“ zu holen. Dazu zählten bei-spielsweise Strategien wie die persönliche Ansprache durch namentliche Einladungen, ein Seniorenstammtisch oder das Schaffen von „Schlüsselerlebnissen“.


In Kommunen ist es wichtig, einen Begegnungsraum für jeden zu schaffen. Welche finanziellen Fördermöglichkeiten es dafür gibt, erarbeiteten die Mitglieder an einem weiteren Thementisch. Unter anderem erhalten Projekte für Menschen in schwierigen Lebenslagen finanzielle Unterstützung im Rahmen der Landesrahmenvereinbarung Prävention Bayern. Auch das Thema, wie Ehrenamtliche akquiriert werden können, stand auf der Tagesordnung des Aktionsgruppentreffens. „Freiwilligenagenturen“ und auch Nachbarschaftshilfen unterstützen dabei, Helferinnen und Helfer zu finden, zu vermitteln und die Formalitäten wie beispielsweise Versicherungen abzuklären. Letzteres ist häufig ein Thema, woran die Freiwilligenarbeit oft scheitert. Die Einsätze der Ehrenamtlichen sind dabei vielfältig. Sie reichen von der Unterstützung bei Technikproblemen bis hin zur Gartenarbeit für hilfsbedürftige Menschen.


Gemeinsam sind wir stark, das ist das, was uns auszeichnet!
Günter Makolla betont die Stärke des „Miteinander-Schaffens“. Er leitet mit Johanna Baumann die Arbeitsgruppe „Digitale Kompetenz“, welche sich am Nachmittag traf und aus Mitgliedern der Aktionsgruppe besteht. Schnell zeigte sich wieder, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen und mit verschiedenen Maßnahmen die Gesundheit älterer Menschen in besonders schwierigen Lebenslagen fördern wollen. Richard Kulzer verdeutlichte, dass digitale Kompetenz wichtig sei. Heutzutage bräuchten wir auf Reisen einen ganzen Papierstapel. Um die Älteren in der Medienkompetenz zu fördern, erstellt die Arbeitsgruppe „Digitale Kompetenz“ ein Schulungskonzept. Dieses adressiert ehrenamtliche Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und bildet sie in der Medienkompetenz und auch im Vermitteln der erlernten Fähigkeiten an Ältere aus. Die ersten geschulten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, wie Christine Windl und Richard Kulzer, wurden auf dem jetzigen Treffen freudig als neue Mitglieder willkommen geheißen. Die Arbeitsgruppen-Mitglieder möchten in naher Zukunft weitere Kommunen für das Vorhaben begeistern. Außerdem ist eine Pilotphase für die Schulungen älterer Menschen in ausgewählten Kommunen (z. B. Zell) geplant.


Auch die Arbeitsgruppe „Bewegungsförderung“ unter der Leitung von Claudia Zölfl-Setschödi und der Unterstützung von Christine Hecht nimmt Menschen in schwierigen Lebenslagen in den Fokus und profitiert von den Gesprächen in der kleineren Runde. Rupert Karl machte es während des Treffens deutlich: „Für mich ist ein Austausch wichtig, um viel Wissen zu bekommen. Was natürlich auch wichtig ist: ein Netzwerk, um ältere Personen an die richtigen Stellen weiterzuleiten". Dafür tauschen sich die Arbeitsgruppenmitglieder regelmäßig zu bestehenden Projekten aus und erweitern dadurch ihren Erfahrungsschatz und ihr Wissen. Als nächstes möchte die Gruppe den „Impulsgeber Bewegungsförderung“ der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung als unterstützendes Tool für Beratungen kennenlernen und gemeinsam die Vorteile erarbeiten.

Wir sind alle ein Teil dieser Gruppe!
Die fleißige Aktionsgruppe wächst immer mehr zusammen und neue Mitglieder bereichern den Erfahrungsaustausch. Das neue Fachwissen, die Ideen und die Vernetzung – das alles trägt zum Erfolg des Netzwerks bei. Denn „jeder hat hier sehr, sehr gute Absichten“, wie Doris Völkl zusammenfasste. Sie übernimmt gemeinsam mit Rupert Karl die neue Leitung der Aktionsgruppe Oberpfalz. Das siebte Treffen zeigte deutlich: „Die Maschen werden immer enger, das Netz immer größer!“.

 

Werden auch Sie aktiv!

Haben Sie Lust, sich aktiv für die Gesundheitsförderung und Prävention älterer Menschen in schwierigen Lebenslagen in der Oberpfalz einzusetzen? Dann melden Sie sich gerne bei Kath-rin Steinbeißer ().

Ein besonderer Dank gilt dem Organisationsteam bestehend aus Johanna Baumann, Christine Hecht, Rupert Karl, Günter Makolla, Doris Völkl, und Claudia Zölfl-Setschödi.


Die Arbeit der Aktionsgruppe „Gesundes Altern in der Oberpfalz” wurde als Good Practice Netzwerk ausgezeichnet. Weitere Informationen finden Sie hier.

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  • Berlin

    Fachtag: Generationengerechtigkeit ausbuchstabiert

    Kinder- und Jugendhilfe und Seniorenorganisationen im Dialog Generationengerechtigkeit

    Generationengerechtigkeit ist in aktuellen politischen Debatten zu einem zentralen Begriff geworden. Häufig wird er jedoch verkürzt verwendet: als moralisches Argument in der Haushalts-, Finanz- oder Rentenpolitik, etwa in Diskussionen über Neuverschuldung oder die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme. Dabei gerät schnell aus dem Blick, dass Generationengerechtigkeit weit mehr umfasst als finanzpolitische Abwägungen. Eine solche Engführung kann Generationenkonflikte eher verstärken, statt gemeinsame Interessen sichtbar zu machen und die tatsächlichen Ursachen von Ungerechtigkeit zu benennen.

    In dieser Veranstaltung bieten die Organisationen des Hauses der Jugendarbeit und Jugendhilfe e.V. und die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. ein Forum, um gemeinsam mit den Teilnehmenden den Begriff der Generationengerechtigkeit in unterschiedlichen politischen und sozialen Themenfeldern zu vertiefen und das Verbindende zwischen den Generationen herauszuarbeiten.

    Die Anmeldemöglichkeit folgt nach der Sommerpause. Bitte beachten Sie bereits jetzt, dass die Teilnahme kostenpflichtig ist. Der Teilnahmebeitrag beträgt 10,00 Euro pro Person; die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Weitere Informationen finden Sie hier.

    Kategorie: Fachtagung
    Veranstalter: Hauses der Jugendarbeit und Jugendhilfe e.V. und BAGSO
  • 14.10.2026

    Berlin

    Gesundheit x Mobilität – Radverkehr als Investition in unsere Zukunft

    ADFC-Symposium 2026

    Die Veranstaltung bringt Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung, Gesundheitswesen, Stadtentwicklung und Zivilgesellschaft zusammen, die Mobilität gesünder, gerechter und zukunftsfähiger gestalten wollen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Fahrrad noch stärker als Hebel für Gesundheit, Lebensqualität und lebenswerte Städte und Gemeinden genutzt werden kann – auf Grundlage aktueller Erkenntnisse, internationaler Beispiele und konkreter Ansätze für die Praxis.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier. Die Teilnahme ist kostenlos.

    Kategorie: Symposium
    Veranstalter: Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e. V.
  • Düsseldorf

    Mut zur Haltung: Zukunft schon heute gesund und sozial gestalten

    DVSG-Bundeskongress 2026

    Mit einem selbstbewussten und selbstkritischen Blick wird der DVSG-Bundeskongress 2026 unter dem Motto „Mut zur Haltung: Zukunft schon heute gesund und sozial gestalten“ den Fokus auf zukünftige Herausforderungen richten. Wir wollen soziale Gerechtigkeit, Solidarität und Gesundheit für alle in einer sich rasant wandelnden Welt.

    Beim DVSG-Bundeskongress sollen aktuelle Probleme im Zusammenhang mit der Gesundheitsversorgung diskutiert und mögliche Lösungen vorgestellt werden. Nicht nur der Fachkräftemangel und wachsende Versorgungslücken erfordern visionäre Ansätze. Gleichzeitig müssen die gesellschaftlichen Entwicklungen in den Blick genommen werden: Eine alternde Bevölkerung, zunehmende Multimorbidität, vielfältige Lebensformen, höherer Betreuungsbedarf und Pflegebedürftigkeit verlangen nach angepassten Konzepten und Angeboten. Der Anstieg von Singlehaushalten und gesellschaftliche Entfremdungen, etwa geprägt durch Einsamkeit, Polarisierung und Radikalisierung, verändern die Lebenslagen vieler Menschen. Diese Trends erfordern umfassenden sozialen Zusammenhalt und gesunde Lebenswelten.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Kongress
    Veranstalter: DVSG - Deutsche Vereinigung für die gesundheitsbezogene Soziale Arbeit

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