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Aktuelles

Artikel und Meldungen im Überblick

3. World Vision Kinderstudie 2013

Zusammenfassung der Ergebnisse

27.11.2013

Die 3. World Vision Kinderstudie hat nun schon zum dritten Mal mit einem repräsentativen Sam­ple von 2500 Kin­dern die Per­spek­ti­ven der 6- bis 11-jährigen Kinder in Deutsch­land auf ih­re Lebenswelten untersucht. Die Forschungsleitung unterlag er­neut der Kindheitsforscherin Prof. Sabine Andresen (Uni­ver­si­tät Frankfurt am Main) so­wie dem Sozialwissenschaftler Prof. Klaus Hurrelmann (Hertie School Ber­lin) in Zu­sam­men­ar­beit mit TNS-Infratest Sozialforschung Mün­chen.


Schwerpunktthema Gerechtigkeit

Neben den bewährten Themen Fa­mi­lie, Schule, Freunde und Frei­zeit war das Schwer­punkt­the­ma der diesjährigen Stu­die das The­ma Ge­rech­tig­keit. Die Kinder wurden befragt, was Ge­rech­tig­keit für sie über­haupt ist und ob und wo sie sich ge­recht oder un­ge­recht behandelt füh­len. Erhoben wurden die Antworten zum ei­nen wie­der über ei­ne quantitative Stu­die, bei der die Kinder von In­ter­vie­we­rin­nen und Interviewern ei­nen Fra­ge­bo­gen mit 60 Fra­gen vorgelegt bekamen, den sie in et­wa 30 Mi­nu­ten beantworteten. Dies ist der erste Teil der Stu­die. Zum anderen gab es wie­der ei­nen qualitativen Teil, in dem 12 Kinder in Tiefeninterviews und mit kindge­rechten Me­tho­den zu ih­ren Lebenswelten befragt wurden. Daraus entstanden 12 Kinderporträts, die den zweiten Teil der Stu­die füllen.

Besonders zu be­to­nen ist, dass die 3. World Vision Kinderstudie wie­der be­stä­ti­gen konnte, dass auch in Deutsch­land Kinder un­ter Ar­mut und eingeschränkten Beteiligungsmöglichkeiten leiden. Vier Fünftel der befragten Kinder sind (sehr) zu­frie­den mit ih­rem Leben, was ein vielversprechendes Er­geb­nis ist. Dafür muss aber ein Fünftel der befragten Kinder als abgehängt bezeichnet wer­den. Diese Kinder sind von Ar­mut oder Ar­mutsgefährdungen be­trof­fen, sie füh­len sich in ih­rer Mei­nung nicht wertgeschätzt und ernst genommen, sie haben weniger positive Er­war­tung­en an ih­re Zu­kunft und sie füh­len sich un­ter anderem in der Schule un­ge­rechter behandelt als die anderen Kinder.

Subjektives Wohl­be­fin­den und Per­spek­ti­ve der Kinder ste­hen im Zen­trum

Die 3. World Vision Kinderstudie stellt er­neut das subjektive Wohl­be­fin­den von Kin­dern und da­mit die Erlebniswelt der Kinder aus ih­rer Sicht in den Mit­tel­punkt. Wohl­be­fin­den ist mehr als Wah­rung der Kinderrechte und Be­ach­tung des (recht­lich verstandenen) Kindeswohls. Indem die Kinderstudie Kinder im Al­ter von 6 bis 11 Jahren nach der eigenen subjektiven Ein­schät­zung ih­res Wohl­be­fin­dens befragt, dokumentiert sie er­neut, dass Kinder kom­pe­tent und au­then­tisch über ih­re eigene Lebenssituation Aus­kunft ge­ben kön­nen; sie sind Spezialisten ih­rer eigenen Erlebniswelt. Zudem verleiht die Stu­die den Kin­dern in Deutsch­land ei­ne Stim­me, die gehört zu wer­den verdient, nicht nur von Eltern und Pä­da­go­gen, son­dern auch von Wissenschaftlern und Politikern. Kinder brau­chen ein kindgerechtes Um­feld und ei­ne kinderfreundliche Ge­sell­schaft.

Die World Vision Kinderstudie stellt zu­nächst ei­ne analytische Be­stands­auf­nah­me der Si­tu­a­ti­on der Kinder in Deutsch­land dar; aber sie soll da­rü­ber hinaus den Kin­dern ei­ne Stim­me verleihen, Eltern und Pä­da­go­gen neue Erkenntnisse an die Hand ge­ben und der Politik Handlungsfelder zur Schaf­fung ei­ner kinderfreundlicheren Ge­sell­schaft auf­zei­gen. Um deut­lich zu ma­chen, wo­rin die­ser politische Handlungsbedarf be­ste­hen kann, haben die Autoren der Stu­die dem The­ma ei­ner „Politik für Kinder“ auch dies­mal wie­der ein eigenes Ka­pi­tel gewidmet.

Die Studie kann über den Buchhandel bestellt werden.

World Vision Deutschland e.V. (Hrsg.)
»Wie gerecht ist unsere Welt« - Kinder in Deutschland 2013
3. World Vision Kinderstudie
EUR 19,95
ISBN 978-3-407-85950-1
1. Auflage, 2013. 360 Seiten.
Broschiert.

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  • 27.10.2026 - 28.10.2026

    Essen

    65. DHS Fachkonferenz Sucht

    "Öffentlicher Raum und verborgene Welten"

    Durch Drogenkonsum im öffentlichen Raum und die damit verbundene Verelendung werden Abhängigkeitserkrankungen als gesellschaftliches Problem immer augenfälliger. Die sichtbaren Folgen, etwa in Parks, an Bahnhöfen oder in Wohnvierteln, stellen Bund, Länder und Kommunen vor besondere Herausforderungen. Abhängigkeit - von illegalen wie von legalen Drogen - und abhängiges Verhalten ist zwar weit verbreitet, aber dennoch oft tabuisiert. Mit schwerwiegenden Konsequenzen: Viele Betroffene suchen aus Angst vor Stigmatisierung keine Hilfe. Der "Treatment Gap" wächst, besonders durch digitale und verborgene Abhängigkeitsformen. Auch Angehörige und Kinder bleiben oft unsichtbar. Unter dem (Arbeits-)Titel "Öffentlicher Raum und verborgene Welten" thematisiert die 65. DHS Fachkonferenz SUCHT vom 27. bis 28. Oktober 2026 dieses Spannungsfeld. An den beiden Konferenztagen möchten wir Raum für umfassende Information, intensiven Austausch und praktische Vernetzung bieten – auch zur wachsenden Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Die Veranstaltung findet im Haus der Technik in Essen statt. 

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Fachkonferenz
    Veranstalter: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
  • 06.11.2026

    Online via Webex

    Wie alt fühlst Du dich? Und welchen Einfluss hat das auf Deine Gesundheit?

    Die Forschung zeigt: Altersbilder begleiten uns ein Leben lang. Sie entstehen früh, beeinflussen unser Verhalten und prägen sogar, wie wir selbst älter werden. Doch wie können wir negative Altersstereotype überwinden und zu einem differenzierteren Blick auf das Alter gelangen?

    Darüber sprechen wir beim nächsten LGK-Talk „Alt sind immer die anderen?! – Wie Altersbilder unsere Gesundheit beeinflussen und wie wir unsere Vorstellungen vom Alter(n) verändern können“ mit Dr.in Antje Rauers (Friedrich-Schiller-Universität Jena), PD Dr. David Weiss (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) und Dr.in Aline Schönenberg (Universitätsklinikum Jena). Freuen Sie sich auf spannende Erkenntnisse, neue Denkanstöße und einen frischen Blick auf das Älterwerden!

    Mehr Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier. Eine Anmeldung ist bis zum 30 Oktober 2026 möglich.

    Kategorie: Gesprächsrunde
    Veranstalter: LGK Thüringen
  • Hannover

    Gemeinsam Wege aus der Gewalt

    Wenn Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kippen

    Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, gewaltfrei aufzuwachsen. Doch das Thema Gewalt bei Kindern und Jugendlichen nimmt medial immer mehr Raum ein – sei es durch aktuelle Zahlen der Kriminalstatistik oder durch Vorfälle in der Schule. Auch in Kitas werden mehr Gewaltvorfälle gemeldet. Die Formen von Gewalt sind dabei vielfältig – körperlich, psychisch und auch digital. Die Fachtagung „Gemeinsam Wege aus der Gewalt – Wenn Konflikte bei Kindern und Jugendlichen kippen“ am 12. November 2026 in Hannover geht den Ursachen der zunehmenden Gewaltentwicklung auf den Grund und nimmt dabei die komplexen Ursachen, wie psychische Belastungssituationen, sozioökonomische Herausforderungen und eigene Gewalterfahrungen, in den Blick. Was kann bereits in der Frühförderung in den Kitas angebahnt werden? Wie kann Schule mit diesen Herausforderungen umgehen? Welche langfristigen Auswirkungen haben Gewalterfahrungen auf die psychische Gesundheit? Und welche Ansätze gibt es, um digitaler Gewalt resilient zu begegnen? Die Veranstaltung findet in der Ärztekammer Niedersachsen statt.

    Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kategorie: Veranstaltung
    Veranstalter: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.

… weitere Termine

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Informationen über aktuelle Ent­wick­lung­en in der so­zi­al­la­gen­be­zoge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung, neue An­ge­bo­te "Guter Pra­xis" so­wie über Ver­an­stal­tung­en, Wett­be­wer­be und Li­te­ra­tur zu diesem The­ma. Ent­wick­lung­en im Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und Neu­ig­keit­en auf der Internetplattform wer­den eben­falls vorgestellt.

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