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ZUR WIRKSAMKEIT (FRÜHER) UNTERSTÜTZUNGSANGEBOTE FÜR KINDER, JUGENDLICHE UND IHRE FAMILIEN

Stand: April 2013

Im Mit­tel­punkt des kommunalen Partnerprozesses „Gesund auf­wach­sen für al­le!“ steht die Ent­wick­lung kommunaler Gesundheitsstrategien, die über Professionsund Akteursgrenzen hinweg Unterstützungs­angebote für Kinder, Ju­gend­li­che und deren Eltern in einer Lebenslaufperspektive koordiniert. Da die­ser An­satz noch re­la­tiv jung ist, lie­gen erst wenige Erkenntnisse zu Ef­fek­ten und Wirk­sam­keit des An­satzes vor. Dieses Pa­pier stellt Informationen und Erkenntnisse aus deutschen und internationalen Quellen zu­sam­men und berücksichtigt da­bei auch Erkenntnisse aus dem Feld der Frü­hen Hilfen. Es wird kon­ti­nu­ier­lich fortgeschrieben.

„Präventionsketten rechnen sich“

„Prä­ven­ti­on rechnet sich ge­sell­schaft­lich, so­zi­al und fi­nan­zi­ell“, schrei­ben Holz et al. (2011: 11) über die Prä­ven­ti­onskette der Stadt Monheim. Damit be­nen­nen sie verschiedene Wirkungs-Dimensionen.

Koordinierte Unterstützungsangebote in der frühen Kind­heit und im weiteren Lebensverlauf sollen in ers­ter Li­nie die Chan­cen auf ein gesundes Auf­wachs­en verbessern, un­ab­hän­gig von der jeweiligen so­zi­alen La­ge der Kinder und Ju­gend­li­chen. Wenn dies gelingt, sind sie wirk­sam und er­folg­reich.

Einleitung

Der Auf­bau und die Ko­or­di­nie­rung der unterstützenden An­ge­bo­te und Kooperationsbeziehungen erfordert Investitionen in Personal und In­fra­struk­tur. Viele Kom­mu­nen stel­len sich an­ge­sichts ihrer angespannten Haushaltslage zu Recht die Fra­ge, wie und in welchem Um­fang diese Investitionen sich zu­min­dest in der mittleren Frist „aus­zah­len“ wer­den.

Investitionsbedarf

Derzeit lie­gen noch keine umfassenden und belastbaren Da­ten zu (finanziellen) Aus­wir­kung­en kommunaler Unterstützungsangebote vor. Hinzu kommt, dass einfache Wirkungsbestimmungen für Maß­nah­men der Prä­ven­ti­on und Ge­sund­heits­för­de­rung nicht leicht zu füh­ren sind: Ge­sund­heit­liche Effekte las­sen sich oft erst über längere Zeiträume nach­wei­sen und komplexe Wirkungszusammenhänge ma­chen es schwie­rig, den Erfolgsbeitrag einzelner Aktivitäten und gemeinschaftlicher An­stren­gung­en zu be­wer­ten.

Probleme der Wirkungsmessung

Auch wenn sich direkte ge­sund­heit­liche Effekte nur schwer be­stim­men las­sen, sind doch positive Aus­wir­kung­en auf anderen Ebe­nen (sogenannte „intermediäre Wir­kung­en“) be­leg­bar, wie bei­spiels­wei­se aus der Kom­mu­ne Monheim berichtet wird (vgl. Holz et al. 11f):

Intermediäre Wirkungen

  • Strukturelle Aus­wir­kung­en: Wenn frühe Unterstützungsangebote er­folg­reich sind, stim­men Institutionen, Ämter und Ein­rich­tung­en ih­re An­ge­bo­te bes­ser auf­ei­nan­der ab und ent­wi­ckeln ein gemeinsames Verständnis für ih­re Beiträge zur För­de­rung der Kinder- und Jugendgesundheit. Auch rü­cken die Bedarfslagen von Kin­dern, Ju­gend­li­chen und ih­ren Eltern stärker in den Blick der kommunalen Entscheidungsträger und der Öf­fent­lich­keit.

Strukturelle Wirkungen

  • Individuelle und familiäre Aus­wir­kung­en: Die Fa­mi­lien er­le­ben, dass sie bei Fra­gen und Problemen schneller und mit erleichterten Zugängen Unterstützungsangebote er­hal­ten.

Individuelle Wirkungen

  • Der Nachweis die­ser strukturellen und individuellen Wir­kung­en ist wich­tig, denn auf sie sind die Aktivitäten im Rahmen kommunaler Gesundheits­strategien („Präventionsketten“) ausgerichtet. Wenn koordinierte Unterstützungsangebote Wirk­sam­keit auf diesen Ebe­nen ent­fal­ten, dann spricht ei­ni­ges da­für, dass sie auch positive finanzielle Effekte für die öffentlichen Haushalte haben: Sie helfen, öffentliche Mit­tel ein­zu­sparen (z.B. für So­zi­al­leis­tun­gen, Kriminalitätsbekämpfung oder einen geringeren Krankenstand) und er­hö­hen die Chan­ce auf öffentliche Ein­nah­men durch mehr und bes­ser verdienende Steu­er­zah­ler/in­nen.

Finanzielle Wirkung

Sowohl erste kommunale Er­fah­rung­en als auch empirische Stu­di­en un­ter­stüt­zen die plausible An­nah­me, dass frühzeitige Investitionen in ein sicheres und gesundes Aufwachsen von Kin­dern und Ju­gend­li­chen sich lang­fris­tig auch fi­nan­zi­ell aus­zah­len. Einige die­ser Befunde sollen hier kurz vorgestellt wer­den.

(Wie) rechnen sich Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche?

Der No­bel­preis­trä­ger und Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler James Heckman hat untersucht, welchen wirtschaftlichen Nutzen Bildungsinvestitionen in unterschiedlichen Lebensphasen haben. Er kommt zum Er­geb­nis, dass sich solche Investitionen im­mer stärker „rech­nen“, je frü­her im Lebensverlauf sie getätigt wer­den. Er hat diesen Zu­sam­men­hang in einem oft zitierten Schau­bild verdeutlicht:

Investitionen in Bildung (Heckman)

Heckman 2006: 1901

Für Heckman sind Unterstützungsangebote im Vorschulalter auf­grund von Multiplikationseffekten wirt­schaft­lich be­son­ders ren­ta­bel, da z.B. verbesserte frühkindliche Bil­dung die Grund­la­ge für bessere schulische Leis­tung­en, ei­ne gute Aus­bil­dung und nachfolgend den erfolgreichen Ein­stieg in ein erfülltes Be­rufs­le­ben ist. Diese sich ge­gen­sei­tig verstärkenden Effekte kön­nen dann be­son­ders wirk­sam wer­den, wenn ein mög­lichst langer Zeit­raum zur Verfügung steht, sie zu ent­fal­ten.

Der Be­fund von Heckman wird durch die Ergebnisse der High/Scope Perry Preschool-Langzeitstudie bestätigt (» vgl. Schweinhart et al. 2005). Die Stu­die startete 1962 in Mi­chi­gan (USA) und untersuchte die Aus­wir­kung­en vorschulischer För­de­rung auf die Ent­wick­lung des weiteren Lebenslaufes. 58 drei- und vierjährige Kinder aus einkommensschwachen afro-amerikanischen Fa­mi­lien wurden in einem Vorschulprogramm zwei Jahre lang in­ten­siv gefördert. 65 gleichaltrige Kinder mit demselben Hintergrund bildeten die Kontrollgruppe und erhielten keine För­de­rung.

Die biografische Ent­wick­lung der Kinder wurde bis zum Al­ter von 40 Jahren verfolgt und untersucht, wie sich Aus­bil­dung, Einkommen, Straf­fäl­lig­keit, Fa­mi­lienbeziehungen und Ge­sund­heit in beiden Grup­pen entwickelten. Die Mitglieder der Programm-Gruppe zeigten durch­weg si­gni­fi­kant bessere Ent­wick­lung­en als die der nicht geförderten Kontrollgruppe:

Beispiel 1: High/Scope Perry Pre­school Study

Schweinhart et al. 2005: 2

In einer Kosten-Nutzen-Analyse kommt die High/Scope Perry Preschool-Studie zum Er­geb­nis, dass je­der im Rahmen des Vorschulprogramms eingesetzte Dol­lar einen gesellschaftlichen Nutzen von 16 Dol­lar erzeugte. Den größten An­teil da­von erbrachten die Ein­spa­rung­en auf­grund niedrigerer Kriminalitätsraten in der Programm-Gruppe, aber auch höhere Steu­er­ein­nah­men auf­grund höherer Einkommen und die geringere In­an­spruch­nah­me von So­zi­al­leis­tun­gen. In ihrer konkreten Aus­prä­gung sind diese Er­geb­nisse nicht umstandslos auf die Be­din­gung­en in Deutsch­land über­trag­bar, wei­sen je­doch in die­sel­be Rich­tung wie die un­ten zitierte Kosten-Nutzen-Bewertung von Frü­hen Hilfen des Nationalen Zentrums Frü­he Hilfen (NZFH).

Eine ähnliche Lang­zeit­stu­die für „Perry Preschool“ ist das in den 1970er Jahren im US-Bundesstaat Carolina durchgeführte Abecedarian Project. Im Rahmen des Projektes erhielten Kinder aus ein­kom­mens­schwachen Fa­mi­lien besondere Un­ter­stüt­zung in den ersten fünf Lebensjahren mit einem Schwer­punkt auf Bil­dung und ins­be­son­de­re Sprachförderung. Die regelmäßigen Untersuchungen der beteiligten Kinder bis zum Al­ter von 21 Jahren (al­so 16 Jahre nach En­de der För­de­rung) zeigten, dass die kognitiven Fä­hig­keit­en der Stu­dien­teil­nehmer/in­nen deut­lich bes­ser waren als die der Kontrollgruppe. Damit stiegen die Chan­cen, ein Col­lege zu be­su­chen und einen bes­ser qualifizierten Ar­beits­platz zu be­kom­men. Ebenfalls konnten positive Effekte auf den Bil­dungs- und Beschäftigungsstatus der Mütter festgestellt wer­den, deren Kinder an der Stu­die teilnahmen.

Beispiel 2:
Abecedarian Project

Ebenfalls ei­ne Langzeitbeobachtung, die die Effekte von Fördermaßnahmen zwi­schen dem 12. und 36. Lebensmonat untersuchte, ist das In­fant Health and Development Program (IHDP), das ins­be­son­de­re Kinder mit einem niedrigen Geburtsgewicht einbezog. Es wurde zwi­schen 1985 und 1988 an acht medizinischen Zentren in den USA durchgeführt. Hier zeigten die frühen In­ter­ven­ti­onen (u.a. Hausbesuche, niedrigschwelliger Zu­gang zu medizinischen und weiteren Unterstützungsangeboten, Elterngruppen) deut­lich positive Wir­kung­en auf die einbezogenen Kinder und ih­re Fa­mi­lien. In der lan­gen Sicht - bis zu 18 Jahre nach Be­en­di­gung der In­ter­ven­ti­on - waren aber nur noch sehr ge­ringe Unterschiede zwi­schen In­ter­ven­ti­ons- und Kontrollgruppe fest­stell­bar, d.h. die Nach­hal­tig­keit der In­ter­ven­ti­on wird als nur ge­ring eingeschätzt. Aus diesem Be­fund lässt sich aber nicht au­to­ma­tisch ab­lei­ten, dass In­ter­ven­ti­onen wie diese nicht langfristige positive Wir­kung­en ent­fal­ten kön­nen. Ebenso gut kann in ih­nen auch ein wichtiges Ar­gu­ment für den Auf­bau von Präventionsketten gesehen wer­den, die diese positiven Effekte der frühen In­ter­ven­ti­onen auf­grei­fen und sie in den späteren Lebensphasen verstetigen.

Beispiel 3: IHDP

Für Deutsch­land lie­gen bislang noch keine Lang­zeit­stu­dien zur Wirk­sam­keit frü­her Unterstützungsangebote oder von lebenslauforientierten Interventionen (Präventionsketten) vor. Gestützt auf die Er­fah­rung­en aus den oben zitierten und weiteren internationalen Stu­di­en gibt es al­ler­dings erste Ansätze, die Wirk­sam­keit und deren positive wirtschaftliche Aus­wir­kung­en auch für Deutsch­land zu be­le­gen.

Studienlage in Deutschland

Das Nationale Zen­trum Frü­he Hilfen (NZFH) ließ 2011 ei­ne Ana­ly­se zu Kosten und Nutzen der Investitionen in Frü­he Hilfen er­stel­len. Diese zeigte am Bei­spiel des Projektes „Guter Start ins Kinderleben“, dass je­der in ei­ne frühzeitige Un­ter­stüt­zung von Kin­dern, Ju­gend­li­chen und deren Eltern investierte Eu­ro im Lebensverlauf ein Vielfaches an Folgekosten einspart, die oh­ne diese Maß­nah­men spä­ter mit großer Wahr­schein­lich­keit zu er­war­ten gewesen wären (z.B. Ar­beits­lo­sen­geld, Sozialhilfe- oder medizinische Leis­tung­en). Die Ana­ly­se kommt un­ter Be­rech­nung un­terschiedlicher Szenarios zum Er­geb­nis, dass je­der in Frü­he Hilfen investierte Eu­ro zwi­schen 13 und 34 Eu­ro an Folgekosten einspart.

Kosten-Nutzen Analyse Früher Hilfen (NZFH)

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt das prognos-Institut (2011) in einer Stu­die im Auf­trag der Lan­des­re­gie­rung von Nordrhein-Westfalen. Untersucht wer­den die Aus­wir­kung­en frühzeitiger Unter­stütz­ungs­an­gebote für Kinder und Ju­gend­li­che auf die Ent­wick­lung der sozialen Fol­gekosten. Diese umfasst zum Bei­spiel die Aufwendungenfür Leis­tung­en nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz, die Kosten von Ar­beits­lo­sig­keit als Fol­ge schlechter oder fehlender Aus­bil­dung und von Ju­gend­kri­mi­na­li­tät bis hin zu Kosten, die für Grund­sicher­ung im Al­ter aufgebracht wer­den müs­sen.

Die Kom­mu­nen tra­gen nach An­ga­ben von prognos 57%, und da­mit die Hauptlast, der sozialen Fol­gekosten (ebd.: 11). Die Be­rech­nung­en er­ge­ben, dass das Land NRW al­lei­ne im Be­reich der Kinder und Ju­gend­li­chen jähr­lich 2,3 Mil­li­ar­den Eu­ro ein­spa­ren könnte, wenn diese sozialen Fol­gekosten durch verstärkte präventive Aktivitäten vermieden würden.

Auswirkungen frühzeitiger Unterstützungsangebote (prognos)

Die Kom­mu­ne Dormagen begann be­reits En­de der 1990er Jahre mit dem Auf­bau ei­ner Präventionskette für ein gesundes Aufwachsen von Kin­dern und Ju­gend­li­chen. Die Kom­mu­ne kann in­zwi­schen ei­ne positive Bi­lanz zie­hen (vgl. Hilgers et al. o.J.: 30ff): Beim Auf­bau der Präventionskette fallen zwar zusätzliche Auf­wen­dung­en an, ins­be­son­de­re für die Ein­rich­tung der Koordinierungsstelle, für die Be­glei­tung und Durch­füh­rung der notwendigen Ver­netz­ungs­aktivitäten so­wie für fachliche Fort­bil­dung­en et­wa von Leh­rer/in­nen oder den Mit­ar­bei­ter/in­nen von Arztpraxen. Die Zwi­schen­bi­lanz der Kom­mu­ne ist je­doch positiv, da im Vergleich zu anderen Kom­mu­nen der An­stieg der kostenintensiven Leis­tung­en we­sent­lich geringer ist und bei der Fremdunterbringung von Kin­dern und Jugend-lichen in Dormagen ein Rück­gang festgestellt wer­den kann (vgl. Hilgers 2012). Die zunehmende In­an­spruch­nah­me ambulanter Unterstützungsangebote durch die Fa­mi­lien bei gleichzeitigem Rück­gang der kostenintensiven Fremdunterbrin-gungen, die ei­nen gravierenden Ein­griff in die jeweiligen Fa­mi­lien dar­stel­len, ist ein wichtiges positives Er­geb­nis.

Beispiel: Kommune Dormagen

Ähnlich positive Effekte wie in Dormagen wer­den auch aus der be­reits eingangs zitierten Kom­mu­ne Monheim berichtet, die sich im Jahr 2002 auf den Weg gemacht hat, ein kommunales Gesamtkonzept zur För­de­rung, Bil­dung und Un­ter­stüt­zung von Kin­dern und Fa­mi­lien aufzubauen (vgl. Holz et al. 2011; die Good Practice-Beschreibung findet sich hier).

Die dargestellten Erkenntnisse zur Wirk­sam­keit Früher Hilfen wie auch kommunaler Gesundheitsstrategien („Präventionsketten“) sind ei­ne gute Grund­la­ge für die Wei­ter­ent­wick­lung die­ser Unter­stütz­ungs­konzepte. Gleichzeitig sollte die Fra­ge nach ihrer Wirk­sam­keit dau­er­haft im Blick be­hal­ten und durch wissenschaftliche Be­glei­tung so­wie die kontinuierliche Re­fle­xi­on der beteiligten Akteure unterfüttert wer­den, um die Stra­te­gien wirkungsorientiert wei­ter ent­wi­ckeln zu kön­nen. Beispiel: Kommune Monheim.

Beispiel: Kommune Monheim

Literatur

  • Heckman, James J. 2006: Skill Formation and the Economics of Investing in Disadvantaged Children, in: Science Vol. 312, 1900-1902. (PDF)
  • Hilgers, Heinz 2012: Kinderarmut und ungleich verteilte Chancen auf Gesundheit - welche Bedeutung haben kommunale Strategien? Vortrag auf der Satellitenveranstaltung „Gesund aufwachsen für alle!“ zum 17. Kongress Armut und Gesundheit am 8. März 2012 (LINK)
  • Hilgers, Heinz; Sandvoss, Uwe; Jasper, Christin M. o.J.: Das Dormagener Modell: Was es beinhaltet und was man von ihm lernen kann, in: Wolfram, Markus und Osner, Andreas: Handbuch Kommunalpolitik. Berlin: Raabe.
  • Holz, Gerda; Schöttle, Michael; Berg, Annette 2011: Fachliche Maßstäbe zum Auf- und Ausbau von Präventionsketten in Kommunen: Strukturansatz zur Förderung des „Aufwachsens im Wohlergehen“ für alle Kinder und Jugendliche. Essen, Frankfurt a.M., Monheim am Rhein.
  • Nationales Zentrum Frühe Hilfen (Hrsg.) 2011: Kosten und Nutzen Früher Hilfen. Eine Kosten-Nutzen-Analyse im Projekt „Guter Start ins Kinderleben“. Köln: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. (PDF)
  • prognos 2011: Gutachten „Soziale Prävention“ - Bilanzierung der sozialen Folgekosten in Nordrhein-Westfalen. Basel: prognos. (LINK)
  • Schweinhart, Lawrence J.; Montie, Jeanne; Xiang, Zongping; Barnett, W. Steven; Belfield, Clive R.; Nores, Milagros 2005: The High/Scope Perry Preschool Study Through Age 40, Summary, Conclusions, and Frequently Asked Questions: High/Scope Press.
  • WHO (Weltgesundheitsorganisation) 1994: Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung, Erklärung der 1. Internationalen Konferenz zur Gesundheitsförderung in Ottawa/Kanada 1986, deutsche Übersetzung. Gamburg: Verlag für Gesundheitsförderung.

Weiterführende Materialien

  • National Forum for Early Childhood Programs Evaluation: Early childhood program evaluations: A decision-maker’s guide (LINK)
Logo der Bundeszentrale für gesundheitlicheAufklärung
Logo der Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

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Sind Frühe Hilfen und Gesundheitsförderung zur Unterstützung des sicheren, gesunden Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen wirksam? (PDF-Datei, 2,1 MB)

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