Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Servicenavigation

Sprung zur Hauptnavigation

Hauptnavigation

Sprung zum Seiteninhalt

  1. Über den Verbund
    1. Hintergründe, Daten & Materialien
    2. Struktur des Verbundes
    3. Geschäftsstelle
    4. Kooperationstreffen
  2. Wir in den Ländern
    1. Baden-Württem­berg
    2. Bayern
    3. Berlin
    4. Branden­burg
    5. Bremen
    6. Hamburg
    7. Hessen
    8. Mecklen­burg-Vor­pom­mern
    9. Nieder­sachsen
    10. Nord­rhein-West­falen
    11. Rhein­land-Pfalz
    12. Saar­land
    13. Sachsen
    14. Sachsen-Anhalt
    15. Schleswig-Holstein
    16. Thü­ringen
  3. Praxisdatenbank
    1. Über die Praxisdatenbank
    2. Recher­che
    3. Mein Angebot
    4. Häufige Fragen
    5. Neueste Angebote
  4. Qualitätsentwicklung
    1. Good Practice
    2. Qualität im Setting
  5. Partnerprozess
    1. Ziel: Integrierte kommunale Strategien
    2. Hintergrund
    3. Das Vorhaben
    4. Mitmachen
    5. inforo - das Portal für Fachkräfte
    6. Materialien
  6. Veranstaltungen
    1. Termine
    2. Satellit Armut und Gesundheit
  7. Service

Seiteninhalt

Sprung zur Fusszeile

14.01.2013

Transition von der Familie in die Kita

Entwicklung einer Kita-Fibel für Eltern in Marzahn-Hellersdorf als Unterstützung für einen gelingenden Übergang

Franziska Seybold, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

Schlagwörter: Aktionsraum Plus, Broschüre, Eltern, Erzieher, Familie, Kita, Partizipation, Qualitätsentwicklung

Mit dem Ein­tritt in die Kita be­schrei­ten Kinder den ersten großen Über­gang in ihrer (Bildungs-) Bi­o­gra­phie. Ihr bis­heriges Lebensumfeld, das vorwiegend aus der eigenen Fa­mi­lie bestand, wird durch das Le­bens­um­feld Kita erweitert. Dadurch bie­ten sich dem Kind neue Erfahrungs- und Lernanreize, aber auch viele Herausforderungen. Der Horizont des Kindes weitet sich in Be­zug auf sei­ne Be­zieh­un­gen und Interaktionen mit sei­ner Um­welt. Durch neue Be­zugspersonen und Freund­schaf­ten mit anderen Kin­dern erweitert sich die An­zahl der Beziehungen. Zudem gestaltet sich der Ta­ges­rhyth­mus an­ders als bis­her ge­wohnt. Dies bringt viele Veränderungen für das Kind, aber auch für die Eltern, mit sich. Um Eltern in die­ser wichtigen Pha­se in ihren Elternkompetenzen zu un­ter­stüt­zen, wurde für Marzahn-Hellersdorf ei­ne ansprechende In­for­mationsbroschüre ent­wickelt: die Kita-Fibel.

Die Ent­wick­lung der Kita-Fibel ist im Rahmen von  „Gesund aufwachsen in Marzahn-Hellersdorf - Modellvorhaben Präventionskette“ (2010-2013) ge­mein­sam mit der Fachsteuerung Tagesbetreuung von Kin­dern des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf und Kita-Erzieherinnen und -Erziehern des Bezirks und dem BEAK (Bezirkselternausschuss Kita) entwickelt worden.

Das Modellvorhaben in Trägerschaft von Ge­sund­heit Berlin-Brandenburg wird durch die die Se­nats­ver­wal­tung für Stadtentwicklung und Um­welt so­wie die Senatsverwaltung für Ge­sund­heit und Soziales und die Ar­beits­ge­mein­schaft der gesetzlichen Kran­ken­kas­sen und Kran­ken­kas­senverbände gefördert. Nähe­re Informationen zu dem Modellvorhaben fin­den Sie hier.

Hintergrund - Elternkompetenzen stärken

Wie ein roter Fa­den zie­hen sich die Themen Elternkompetenzen stär­ken und Übergänge positiv ge­stal­ten durch das Modellvorhaben. Hierzu leistet die Kita-Fibel ei­nen wertvollen Bei­trag. In den Kitas in Marzahn-Hellersdorf gibt es be­reits viele gute Konzepte zur Ein­ge­wöh­nung von Kin­dern und der Ge­stal­tung des Übergangs von der Fa­mi­lie in die Kita. Ziel der Kita-Fibel ist es, die­ses Wissen zu bün­deln und pra­xis­nah aufzubereiten. Zentrales Anliegen hierbei ist es, Eltern be­reits vor dem Ein­tritt in die Kita zu er­rei­chen und ih­nen die Informationen und Un­ter­stüt­zung zur Verfügung zu stel­len, die sie benötigen. Die Kita-Fibel richtet sich an al­le Eltern in Marzahn-Hellersdorf. Dabei sollen vor al­lem auch Eltern in belastenden Le­bens­la­gen erreicht wer­den, für die ei­ne mög­lichst frühe, einheitliche und bedarfsgerechte Informationsvermittlung von besonderer Be­deu­tung sein kann.

Theorie - der Transitionsansatz als co-konstruktiver Prozess

Als Grund­la­ge der Kita-Fibel dient das Transitionsmodell nach Griebel und Niesel (vgl. W. Grieble/ R. Niesel, 2011). Hierbei wird der Über­gang von der Fa­mi­lie in die Kita als Pro­zess gesehen, der so­wohl von den Kin­dern als auch von den Eltern bewältigt wer­den muss. Er­zie­he­rin­nen bzw. Er­zie­her mo­de­rie­ren und be­glei­ten diesen Pro­zess. Durch einen gut gestalteten Über­gang wird der Beziehungsaufbau zwi­schen dem Kind bzw. den Eltern und dem Kitapersonal gefördert. Eltern wer­den da­bei zum einen als Be­glei­ter und Unterstützer ihrer Kinder gesehen und zum anderen als Personen, die selbst einen Über­gang be­wäl­ti­gen. Demnach sollen die Kompetenzen der Eltern für die Un­ter­stüt­zung ihrer Kinder ge­stärkt wer­den, aber auch die Kompetenzen in der Be­wäl­ti­gung des eigenen Über­gangs.

Entwicklung - partizipative Qualitätsentwicklung

© Ernst Fesseler

Die Kita-Fibel wurde durch ei­ne Arbeitsgruppe ent­wickelt, die sich seit Mai 2012 mit die­ser The­ma­tik beschäftigt hat. Die Arbeitsgruppe setzte sich zu­sam­men aus: Er­zie­he­rin­nen und Er­zieh­ern aus Mar­zahn-Hellersdorfer Kitas, der Fach­steu­erung des Bezirksamtes Mar­zahn-Hel­lersdorf für den Be­reich der Tagesbetreuung von Kin­dern, ei­ner Vertreterin des BEAK und dem Träger des Modellvorhabens „Gesund auf­wach­sen in Mar­zahn-Hel­lersdorf“, Ge­sund­heit Berlin-Bran­den­burg.

In regelmäßigen Treffen diskutierten die Be­tei­lig­ten die Be­deu­tung des Übergangs von der Fa­mi­lie in die Kita für Kinder und El­tern. Dabei wurde ins­be­son­de­re thematisiert, wel­che Schwie­rig­keit­en sich für El­tern vor dem Beginn des Kita-Besuchs er­ge­ben kön­nen. Im Mit­tel­punkt stand da­bei die Fra­ge, wie Eltern auf dem Weg in die Kita in ihren Kom­pe­ten­zen gestärkt wer­den kön­nen, um ihren Kin­dern und sich ei­nen guten Kita-Start zu er­mög­li­chen. Gemeinsam wurden u.a. Informationen zu An­ge­boten der Kitas, dem Anmeldeverfahren und zu Vor­be­rei­tungs­möglichkeiten formuliert und an­spre­chen­de Dar­stel­lungs­mög­lich­kei­ten entwickelt.

Abschließend wurde das Er­geb­nis mit dem BEAK (Bezirkselternausschuss Kita), der Kita-Trägerrunde und dem Ju­gend­amt abgestimmt.

Ergebnis - die Kita-Fibel

Entstanden ist ei­ne ansprechende 20-seitige Informationsbroschüre, die allen Eltern nützliche Tipps und An­re­gung­en für den Kita-Start ge­ben soll. Zusätzlich gibt es weitere Informationen zu Be­tei­li­gungs­mög­lich­kei­ten von Eltern, zur ge­sun­den Ent­wick­lung von Kin­dern und zur Er­zieh­ungs­part­ner­schaft zwi­schen Eltern und Er­zie­he­rin­nen bzw. Erziehern. Die Kita-Fibel ist auch in ei­ner russischen und viet­na­me­si­schen Über­set­zung verfügbar.

Ausrufezeichen

Sie können sich hier die Kita-Fibel Tipps und Anregungen für einen guten Kita-Start als PDF-Dokument (538 KB) herunterladen.

Literatur:

  • Griebel, W./ Niesel, R. (2011):Übergänge verstehen und begleiten - Transitionen in der Bildungslaufbahn von Kindern. Berlin.

Die theoretische Grund­la­ge der Kita-Fibel wurde im Rahmen der Bachelorarbeit „Transition von der Fa­mi­lie in die Kita - Ent­wick­lung einer Kita-Fibel für Eltern in Marzahn-Hellersdorf als Un­ter­stüt­zung für einen gelingenden Über­gang“ im Stu­di­en­gang Soziale Ar­beit an der Ali­ce Sa­lo­mon Hochschule Ber­lin von Fran­zis­ka Seybold erarbeitet. Bei In­te­res­se kann sie bei der Au­to­rin angefordert wer­den.

Zurück zur Übersicht

Logo der Bundeszentrale für gesundheitlicheAufklärung
Logo der Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

Kontakt per Mail

Fusszeile

Sprung zum Seitenbeginn

Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 66 Partnerorganisationen an.
BZgA / Maarweg 149-161 / 50825 Köln-Ehrenfeld / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300
Die BZgA ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.