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03.04.2017

Carola Gold-Preis 2017 für Enikö Bán und Kerstin Moncorps

Stefan Pospiech, Gesundheit Berlin-Brandenburg

Schlagwörter: Armut und Gesundheit, Carola Gold-Preis

© Gesundheit Berlin-Brandenburg/
Foto: André Wagenzik


Am Abend des 16. März 2017 fand die diesjährige Ca­ro­la Gold-Preisverleihung im Rahmen des 22. Kongresses Ar­mut und Ge­sund­heit statt. Auch in diesem Jahr wurden zwei würdige Personen aus­ge­zeich­net, die das Er­be der Namensgeberin des Preise, Ca­ro­la Gold, in besonderer Wei­se weitertragen: in ihrem Ein­satz für mehr ge­sund­heit­liche Chan­cen­gleich­heit.

 

Enikö Bán - anerkannte Quer­den­ke­rin mit Durch­set­zungs­ver­mö­gen

© Gesundheit Berlin-Brandenburg/
Foto: André Wagenzik

Prof. Gesine Bär hält die Laudation für die Preis­trä­ge­rin Enikö Bán, Amtsärztin der Stadt­ver­wal­tung Wei­mar. In Wien ge­bo­ren, durchlief diese meh­re­re Lebensstationen - über Saar­brü­cken, Erlangen bis nach Nürn­berg -, ehe sie 2011 als Amtsärztin nach Wei­mar kam. Dort erklärte sie das The­ma Ge­sund­heits­för­de­rung kur­zer­hand zur Chefsache und machte sich da­ran, ei­ne lebensphasenübergreifende Präventionskette in Wei­mar aufzubauen. Mit ih­rer Be­geis­te­rung steckte sie kommunale Entscheidungsträger an und motivierte sie zur Ko­o­pe­ra­ti­on. Sie prägte zu­dem ei­ne Kul­tur der Auf­merk­sam­keit und Of­fen­heit. Dabei wird ihr auch ein klarer Blick auf ei­ne ämterübergreifende Kom­mu­ni­ka­ti­on attestiert.

Eine stets unvoreingenommene und vorurteilsfreie Haltung ge­gen­über Kolleg*innen und Ziel­grup­pen zeichnet sie aus. Ak­zep­tanz und To­le­ranz ge­gen­über al­len Menschen, egal mit welcher Bi­o­gra­fie, lie­gen ihr am Herzen. Die Ju­ry zeichnet zu­dem die hohe Pro­fes­si­o­na­li­tät aus, mit der Enikö Bán ih­ren Be­ruf als Me­di­zi­ne­rin ge­konnt mit der Public Health-Perspektive zu verknüpfen weiß. Sie en­ga­giert sich so­wohl verwaltungsintern als auch über die Kom­mu­nengrenzen Wei­mars hinweg.  So ist sie z. B. Mit­glied in diversen thüringenweiten Arbeitskreisen, um für ge­sund­heit­liche Chan­cen­gleich­heit zu wer­ben. Auch ih­re Kre­a­ti­vi­tät bei der Mittelbeschaffung wird gelobt: die Teil­nah­me an meh­re­ren Modellprojekten, der Bei­tritt zum - nicht eben üp­pig finanzierten - Partnerprozess „Ge­sund­heit für al­le“ in 2012.

Die Ju­ry und die Kolleg*innen, die sie für den Preis vorschlugen, schät­zen Enikö Bán als ei­ne anerkannte Quer­den­ke­rin mit großem Durch­set­zungs­ver­mö­gen. Sie habe es geschafft, sich Gestaltungsspielräume für das wichtige The­ma der ge­sund­heit­lichen Chan­cen­gleich­heit zu er­kämp­fen und so­mit Ge­sund­heits­för­de­rung in der Kom­mu­ne und im Land zum The­ma zu ma­chen, über starre Verwaltungs- und Visionsgrenzen hinweg. Gesine Bär beschließt ih­re Re­de mit ei­nem Glück­wunsch an die Preis­trä­ge­rin und dem Wunsch, dass sie auch wei­ter­hin mit Ideen, En­ga­ge­ment und Herzblut da­bei blei­ben möge.

Kers­tin Moncorps - im­mer auf Kurs Ko­o­pe­ra­ti­on, nie­mals auf­ge­ben

© Gesundheit Berlin-Brandenburg/
Foto: André Wagenzik

Kers­tin Moncorps arbeitete zu­nächst im Be­reich der diätetischen Be­treu­ung und Be­ra­tung von Patient*innen im Versorgungszentrum Cha­ri­té, ehe sie 1991 zum Be­zirks­amt Marzahn-Hellersdorf wechselte. Claus Weth, ehemaliger Ge­schäfts­füh­rer des Ge­sun­de Städte-Netzwerkes, lernte Kers­tin Moncorps in die­ser Rol­le ken­nen und schät­zen. Als Laudator zur Preis­ver­lei­hung bittet er sie zu­nächst ne­ben sich an den Stehtisch und beantwortet dann gleich mehr­mals die Fra­ge, wes­halb ihr die Wür­di­gung zu­teil geworden sei:

 

  • Weil sie im­mer ei­ne gute Zu­sam­men­ar­beit mit den un­terschiedlichsten Akteur*innen suche und finde. Auch die Schnittstellen zu Ge­sund­heit Ber­lin-Brandenburg, et­wa über ihr En­ga­ge­ment in der Landesgesundheitskonferenz, wer­den hervorgehoben.
  • Weil sie umsetzungsorientiert sei. An der Er­ar­bei­tung der „Beschlussvorlage zur kommunalen lebensphasenübergreifenden Ge­sund­heitsstrategie als Be­stand­teil der Integrierten kommunalen Stra­te­gie des Be­zirks­amtes Marzahn-Hellersdorf von Ber­lin“(kurz: Präventionskette) - nach der stolperfreien Aus­spra­che die­ser Be­zeich­nung lässt sich aus den Publikumsreihen amüsierter Ap­plaus vernehmen - habe sie ei­nen ganz entscheidenden An­teil.
  • Weil sie ih­re Er­fah­rung­en auch auf nationaler Ebe­ne einbringe, et­wa als langjähriges Mit­glied im Vorstandsgremium des Ge­sun­de Städte-Netzwerkes. Claus Weth erinnert sich: „wenn es um die Verteilung von Arbeitsaufträgen ging, steckte Kers­tin Moncorps nicht den Kopf un­ter die Tisch­plat­te“, son­dern bot im­mer gern ih­re Un­ter­stüt­zung an. In der Arbeitsgruppe Ge­sund­heits­för­de­rung der Gemeinde- und Stadtentwicklung AGGSE habe sie über Jahre aktiv mitgearbeitet und so auch Wei­chen zu­guns­ten der kommunalen Ge­sund­heits­för­de­rung gestellt.
  • Weil sie ei­ne unglaubliche Aus­dau­er und ei­ne hohe Frustrationstoleranz besitze, Veränderungsprozesse in ih­rem Be­zirk Schritt für Schritt - und not­falls in Millimeterschritten - voranzutreiben. „Kers­tin bleibt ein­fach dran“, so Claus Weth, „be­harr­lich, im­mer auf Kurs „Ko­o­pe­ra­ti­on“, nie­mals auf­ge­ben. Sie ist ro­bust und lässt sich nicht ent­mu­ti­gen. Widerstände hält sie aus und schafft es im­mer wie­der, Brücken zu bau­en.“
  • Weil sie sehr pro­fes­si­o­nell arbeite und ei­ne hervorragende Mo­de­ra­to­rin sei.
  • Weil sie im­mer of­fen für Ideen und Lösungsvorschläge sei.
  • Und: Weil sie ei­ne großzügige Gast­ge­be­rin für Run­de Tische, Netzwerktagungen und Steuerungsgruppen sei. Er habe gehört, dass ih­rer Auf­for­de­rung, nach Be­en­di­gung ei­ner Be­spre­chung nichts abzuräumen, strikt Fol­ge zu leis­ten sei.

Das al­les, so schließt Claus Weth, zeichne sie aus und da­her sei es an der Zeit, sie auszuzeichnen. Mit diesen Worten überreicht er der Preis­trä­ge­rin ih­re Ur­kun­de.

Was haben Enikö Bán und Kers­tin Moncorps ge­mein­sam? Beide sind bodenständige, tatkräftige Frauen, de­nen es gelingt, Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen mit­ei­nan­der ins Ge­spräch und in die Zu­sam­men­ar­beit zu brin­gen. Beiden ge­mein ist ihr Ein­satz für die Schaf­fung gesundheitsförderlicher Lebenswelten im Allge­meinen und die Ent­wick­lung kommunaler Präventionsketten im Besonderen. Beiden ge­mein ist auch der unermüdliche Ein­satz für mehr ge­sund­heit­liche Chan­cen­gleich­heit. Und: Beide sind - seit neustem - Trä­ge­rin­nen des Ca­ro­la Gold-Preises 2017.

Herzlichen Glück­wunsch!

Hintergrund

Die Verleihung des Ca­ro­la Gold-Preises ist ei­ne Ak­ti­vi­tät von Ge­sund­heit Berlin-Brandenburg e.V. und den Mitgliedern des Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bun­des Ge­sund­heit­liche Chan­cen­gleich­heit. Er wird unterstützt von den Landesvereinigungen für Ge­sund­heits­för­de­rung Berlin-Brandenburg, Hamburg, Hessen, Nie­der­sach­sen, Sach­sen, Schleswig-Holstein und Thü­rin­gen so­wie dem AWO-Bundesverband, de­nen wir herzlich dan­ken. Seit 2013 wird der Carola Gold-Preis an Menschen verliehen, die sich in herausragender Weise für die Verbesserung von gesundheitlicher Chancengleichheit einsetzen. Preisträgerinnen und -träger der vergangenen Jahre waren Eva Göttlein und Heinz Hilgers (im Jahr 2013), Ingeborg Simon und Dr. Andreas Mielck (im Jahr 2014), Dr. Jenny De la Torre Castro und Klaus-Peter Stender (im Jahr 2015) sowie im vergangenen Jahr Prof. Lotte Kaba-Schönstein und Dr. Ellis Huber.
Unser Dank geht au­ßer­dem an Mar­tin Klenk, der auch in diesem Jahr die Preis­ver­lei­hung mit sei­nem Cel­lo begleitete.

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