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Kriterien für gute Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung

09 Integriertes Handlungskonzept / Vernetzung

Integrierte Handlungskonzepte sind wichtige Steuerungs- und Koordinierungsinstrumente der Gesundheitsförderung. Sie werden kooperativ mit den im jeweiligen Setting (Setting-Ansatz) zentralen Akteursgruppen entwickelt. Für die settingübergreifende, gesundheitsfördernde Stadt- und Gemeindeentwicklung sind verschiedene Handlungsebenen von Bund, Ländern und Kommunen sowie unterschiedliche Verwaltungsbereiche der Kommune, die Bevölkerung und lokale Akteurinnen und Akteure einzubeziehen (Partizipation).
Wichtige Bestandteile sind zudem ein umfassender Gesundheitsbegriff und eine Ressourcenbündelung.

Handlungskonzepte (Konzeption) zeichnen sich in der Regel durch folgende Kernelemente aus:

  • Problem- und Bedarfsanalyse,
  • Zielsetzungen,
  • Maßnahmen zur Erreichung der Ziele,
  • Zeit-, Ablauf- und Umsetzungsplan,
  • Kosten- und Finanzierungsplan.

Das Vorhandensein der genannten Kernelemente ist unabhängig davon, ob es sich um das Konzept für ein Einzelprojekt eines Trägers oder um ein quartiersbezogenes oder gesamtkommunales Konzept einer Kommune handelt.

Integrierte Handlungskonzepte beziehen eine Vielzahl unterschiedlicher Aspekte ein:

  • verschiedene Fach- und Politikbereiche (z. B. Gesundheit, Jugendhilfe, Bildung, Stadtentwicklung/-planung, Soziales, Arbeit, Umwelt),
  • verschiedene Gesundheitsdeterminanten, z. B. individuelle Lebensweise, soziale und kommunale Netzwerke, Lebens- und Arbeitsbedingungen, allgemeine Umweltbedingungen,
  • verschiedene Ressourcen und zwar sowohl finanzielle Mittel (z. B. Mittel unterschiedlicher Fachressorts, Fördermittel, private Mittel) als auch Sachmittel (z. B. Räume, technische Ausstattung) sowie personelle Ressourcen und Know-How,
  • unterschiedliche räumliche Ebenen, z. B. Nachbarschaft / Quartier, Stadt- bzw. Ortsteil, Gesamtkommune, Region,
  • unterschiedliche Handlungsebenen, z. B. Kommune, Land, Bund,
  • verschiedene Gruppen von Adressatinnen und Adressaten, z. B. Kinder, Jugendliche, ältere Menschen, Familien, Alleinerziehende, Arbeitslose.

Integrierte Handlungskonzepte haben al­so ei­nen hohen Grad an Kom­ple­xi­tät. Dies macht die Schrift­form für ein solches Handlungskonzept un­ab­ding­bar.

Vernetzung bezeichnet ein Ge­flecht von Beziehungen zwi­schen Akteuren (Personen und Institutionen) ei­nes Handlungsfeldes und auch da­rü­ber hinaus. Sie dient dem Aus­tausch von Informationen, der Er­gän­zung materieller und nicht-materieller Res­sour­cen oder auch der Ab­stim­mung gemeinsamer Ziele und Werte. Vernetzung ist ei­ne zentrale Handlungsstrategie in der Ge­sund­heits­för­de­rung. Gelungene Vernetzung trägt da­zu bei, dass gesundheitsförderliche Maß­nah­men sich be­darfs­ge­recht in die bestehende kommunale Angebotslandschaft ein­fü­gen. In ei­ner ausgereifteren Form ent­ste­hen aus der Zu­sam­men­ar­beit Sy­ner­gien, die als kollektive Res­sour­cen über den Kreis der Netzwerkpartner hinaus Wir­kung ent­fal­ten kön­nen.

Alle Vernetzungsaktivitäten sollten an be­reits vorhandenen Strukturen an­set­zen. Eine Auf­ga­be in diesem Zu­sam­men­hang ist, die Maß­nah­me als Teil kommunaler Stra­te­gien und Programme (z. B. integrierte kommunale Gesundheitsstrategien oder „Präventionsketten“) zu ent­wi­ckeln - so­weit diese vorhanden sind - oder über die gemeinsame Ab­stim­mung ei­ne solche Stra­te­gieentwicklung zu be­för­dern.

Die In­ten­si­tät und Verbindlichkeit der Zu­sam­men­ar­beit kann von informellen mündlichen Ab­spra­chen, regelmäßiger An­we­sen­heit oder aktiver Mit­ar­beit bis hin zu formellen Re­ge­lung­en in gemeinsamen Kooperationsvereinbarungen oder Verträgen rei­chen. Die Per­spek­ti­ve ei­ner integrierten Stra­te­gie weist da­mit über die Op­ti­mie­rung von Einzelprojekten hinaus und bezieht die gemeinsame, abgestimmte Ge­stal­tung kommunaler Ge­sund­heits­för­de­rungsstrukturen im Sinne von integriertem und vernetztem Handeln ein.

 

Grafik: Britta Willim

Erläuterungen und Beispiele zu den Umsetzungsstufen des Kriteriums 09 - Integriertes Handlungskonzept / Vernetzung sowie Informationen zu den weiteren Kriterien finden Sie hier.

 

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Kriterien für gute Praxis der sozial- lagenbezogenen Gesundheits- förderung

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The Criteria for Good Practice in Health Promotion

Die Kriterien in englischer Spra­che fin­den Sie hier.
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