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Angebotsdarstellung

Good Practice

Veröffentlichung: 2019

Chemnitz+ Zukunftsregion lebenswert gestalten

Kurzbeschreibung mit Zielen und Maßnahmen

Die Modellregion Chemnitz Plus umfasst die Stadt Chemnitz und den Landkreis Mittelsachsen. Sie hat seit Projektstart im November 2014 zum Ziel, insbesondere älteren Menschen "auch mit körperlichen Einschränkungen" einen möglichst langen Verbleib in der vertrauten häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Erreicht werden soll dies durch ein integratives Gesundheits- und Dienstleistungsnetzwerk im Wohnumfeld. Mithilfe der sektorenübergreifenden Vernetzung vieler relevanter Beteiligter in Chemnitz und die Bereitstellung bedarfsorientierter Unterstützungsangebote im unmittelbaren Lebensraum der Mieterinnen und Mieter sollen der Wohnraum und das Wohnumfeld zum Gesundheitsstandort weiterentwickelt werden. Das integrierte Versorgungs- und Gesundheitsnetzwerk basiert auf vier Projektsäulen: Befähigung, Teilhabe, Begleitung und Unterstützung.
Die konzeptionellen Arbeiten in der Modellregion wurden von November 2014 bis Oktober 2018 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und durch den Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG) koordiniert.


Ziel:

Ziel ist deshalb die Entwicklung, Erprobung und Evaluation einer integrierten gesundheitlichen Versorgung in der Modell-Region "Mittleres Sachsen" mit unterstützenden und aktivierenden, am individuellen Bedarf ausgerichteten Gesundheits- und Dienstleistungsangeboten für ein langes und selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung und im Wohnumfeld.

Lösungsansatz:

Die Wohnung wird durch die Vernetzung relevanter Akteurinnen und Akteure innerhalb der Region, deren intelligente Anbindung an den Lebensraum und durch entsprechende Gestaltungskonzepte zum GESUNDHEITSSTANDORT WOHNEN weiterentwickelt. Diese Optimierung des Lebensortes Wohnung wird erreicht durch das Zusammenspiel von vier Projektsäulen:

- Sensibilisierung und Befähigung relevanter Akteurinnen und Akteure der Gesundheits- und Dienstleistungsregion durch vernetzte Informations- und Kommunikationsstrukturen vor Ort
- Entwicklung, Gestaltung und Implementierung von Dienstleistungen in Serviceketten zur Erhaltung und Sicherung der sozialen Teilhabe und physischen Mobilität von Menschen in der Region
- Entwicklung von innovativen Ansätzen zur Begleitung und Unterstützung des selbstständigen Lebens in der bestehenden Wohnung und Wohnumgebung und optimale Begleitung von erkrankten Menschen bei Übergängen zwischen Versorgung im Krankenhaus und Häuslichkeit
- Barrierefreie Gestaltung der Wohnung und Ausstattung der Häuslichkeit mit technischen Assistenzsystemen zur Unterstützung von Gesundheit und Selbstständigkeit

Ergebnis des Projektes wird ein integratives Versorgungskonzept sein, in dessen Zentrum die Wohnung, das Quartier und letztlich die Region stehen. Die Weiterentwicklung von regionalen Kooperationsstrukturen und Allianzen der Wohnungswirtschaft sowie Akteurinnen und Akteuren der Gesundheits- und sozialen Dienstleistungsbereiche wird zu tragfähigen, finanzierbaren und innovativen Lösungen in der Region "Mittleres Sachsen" führen.


Kontakt

Frau Alexandra Brylok
Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V.
Antonstr. 37
01097 Dresden (Sachsen)

E-Mail: brylok@vswg.de

Website: http://www.zukunftsregion-sachsen.de


Projektträger

Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V.
Antonstr. 37
01097 Dresden


Hintergrund
Alternde Gesellschaft:

Die Stadt Chemnitz hat ca. 247. 000 Einwohnerinnen und Einwohner, im Landkreis Mittelsachsen leben 308.000 Menschen (Stand: 31.12.2017). Mit Stand 2014 sind dort 26% der Einwohnerinnen und Einwohner 65 Jahre alt oder älter , in Chemnitz leben knapp 27% dieser Altersgruppe . In den Chemnitzer Stadtteilen Hutholz, Markersdorf, Morgenleite, Helbersdorf, Kappel, Altendorf/Flemming und dem Yorckgebiet sind sogar knapp die Hälfte der gesamten Bewohnerschaft 61 Jahre und älter (vgl. Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. / Universität Leipzig o.J.).

Mit dem steigenden Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung altert auch die Mieterschaft in den Wohnungsgenossenschaften. Im Jahr 2015 waren 52% der Mitglieder der Wohnungsgenossenschaften 61 Jahre oder älter - in diese Zahl sind allerdings die Haushaltsmitglieder, insb. Kinder, nicht einbezogen. Das Durchschnittsalter der Mitglieder im Landkreis Mittelsachsen betrug 63,2 Jahre, in der Stadt Chemnitz 56,5 Jahre. Beide Zahlen liegen deutlich über dem Durchschnittsalter der Gesamtbevölkerung. Dieses liegt in Mittelsachsen bei 48,0 und in Chemnitz bei 47,1 Jahren (vgl. Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. 2016).

Die Tatsache, dass mehr als 50 % der Menschen im Ruhestand sich mindestens 20 Stunden pro Tag in ihrer Wohnung aufhalten (BMFSJ 2015, Zuhause im Alter ? Wohnen im Alter), spricht zudem für die wachsende Bedeutung des eigenen Wohnraumes und des Wohnumfeldes mit zunehmendem Alter.

Wohnungsgenossenschaften als Motor für Veränderungen:

Der demografische Wandel ist für den Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. mit der zentralen Frage verbunden, wie selbstbestimmtes Altern in der eigenen Wohnung und im Wohnumfeld unterstützt und möglichst langfristig ermöglicht werden kann. Dies umfasst die Aufgabe, möglichst bedürfnisorientiert passenden und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum anzubieten.

Im täglichen Umgang mit den Genossenschaftsmitgliedern zeigt sich, dass es ganz überwiegend deren ausdrücklicher Wunsch ist, solange wie möglich in der eigenen Wohnung zu verbleiben. Gleichzeitig werden den Wohnungsgenossenschaften immer wieder Fälle älterer Mieterinnen und Mieter bekannt, bei denen soziale Isolation und Probleme mit der Organisation des Alltags unbemerkt bis zum medizinischen Notfall fortschreiten.
Zusätzlich stellt die zunehmende Altersarmut bei steigenden Mieten neue Anforderungen an das Wohnen im Alter. Insbesondere alleinstehende Menschen im Rentenalter gelten als armutsgefährdet und können sich die Miete und die zusätzlichen finanziellen Aufwendungen für einen barrierearmen Wohnraum häufig nicht leisten.
Ziele und Zielgruppen
Übergeordnetes Ziel des Projektes ist es, eine effektive und bedarfsgerechte Infrastruktur insbesondere für die ältere Bewohnerschaft zu schaffen, die einen möglichst langen Verbleib in der eigenen Häuslichkeit ermöglicht. Dies soll durch folgende Teilziele erreicht werden:

- Sensibilisierung von Aktiven der Gesundheits- und Dienstleistungsregion sowie der älteren Bevölkerung durch vernetzte Informations- und Kommunikationsstrukturen vor Ort (Sensibilisierung)
- Befähigung aller Professionellen, die zur Verbesserung der Lebenswelt der älteren Menschen beitragen können (Kompetenzerweiterung)
- Vernetzung der relevanten Beteiligten, um eine optimierte und integrierte Versorgung zu erreichen (Vernetzung)
- Optimierung der Lebensbedingungen in der Häuslichkeit sowie im Wohnumfeld für ältere Menschen (Unterstützung/Wohnen).

Vor allem ältere Menschen in schwieriger sozialer Lage sollen angesprochen werden, auch wenn sich das Angebot an alle älteren Menschen in der Region richtet.
Vorgehen
Die Wohnung wird zum "Gesundheitsstandort Wohnen" weiterentwickelt. Dies soll durch entsprechende Gestaltungskonzepte in der Wohnung und im Wohnumfeld sowie durch die Vernetzung von Aktiven aus den Bereichen Prävention, Gesundheit, Pflege und Soziales innerhalb der Modellregion Chemnitz plus (Stadt Chemnitz und Landkreis Mittelsachsen) gelingen.
Der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. koordiniert das Netzwerk, das auf vier Projektsäulen mit folgenden Zielstellungen gründet:

- Sensibilisierung und Befähigung von Beschäftigten der Gesundheits- und Dienstleistungsregion durch vernetzte Informations- und Kommunikationsstrukturen.
- Entwicklung, Gestaltung und Implementierung von Dienstleistungen in Serviceketten, um die soziale Teilhabe und Mobilität von Menschen in der Region sicher zu stellen.
- Entwicklung innovativer Ansätze zur Begleitung und Unterstützung des selbstständigen Lebens in der bestehenden Wohnung und Wohnumgebung. Optimale Begleitung erkrankter Menschen bei den Übergängen zwischen Versorgung im Krankenhaus und Häuslichkeit.
- Barrierefreie Gestaltung der Wohnung und Ausstattung mit technischen Assistenzsystemen zur Unterstützung von Gesundheit und Selbstständigkeit.

Mehr als 40 Beteiligte aus den Bereichen Wohnungswirtschaft, Kommune, Wissenschaft, Kranken-/Pflegekassen, Baugewerbe und Handwerk, Soziales und Gesundheit engagieren sich beim Aufbau eines integrierten Versorgungs- und Gesundheitssystems in Chemnitz für alternde Menschen. Sechs thematische Arbeitsgruppen führen über die Projektsäulen hinweg regional Aktive zu verschiedenen Themen innerhalb der vier Projektsäulen zusammen (Kriterium Integriertes Handlungskonzept/Vernetzung).

Verstetigung:

Auch wenn Ende 2018 nach Ablauf der Projektförderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Gesamtkoordination durch den Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG) nicht weiter übernommen werden kann, ist die Nachhaltigkeit der Projektarbeit sichergestellt. Alle im Projekt entwickelten, umgesetzten und in Verbreitung befindlichen Maßnahmen werden i. d. R. durch die eingebundenen Beteiligten oder durch Kooperationen finanziell getragen und in bestehende Prozesse eingebunden. Dort, wo Maßnahmen auf Dauer durch die Handelnden nicht finanziert werden können, wurden auf Landesebene Fördervorschläge eingebracht, die z. T. bereits in Förderrichtlinien umgesetzt wurden (z. B. die Richtlinie "Seniorengerecht umbauen" des Sächsischen Staatsministeriums des Inneren/Pilotförderung im Rahmen der Richtlinie "Soziale Arbeit" des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz).
Good Practice in
Integriertes Handlungskonzept/Vernetzung

Die Vernetzung von Akteuren aus unterschiedlichen Handlungsfeldern in den Quartieren zu gesundheitsbezogenen Themen mit dem Ziel, sogenannte ?Serviceketten? für ältere Menschen aufzubauen, ist eine Kernaufgabe von Chemnitz Plus. Eine bedarfsgerechte Unterstützung älterer Menschen in ihrer Wohnung und im Quartier kann nur in Zusammenarbeit der verschiedenen Beteiligten gelingen. Diese fachübergreifende Zusammenarbeit wird im Projekt Chemnitz Plus insbesondere in sechs Arbeitsgruppen gestaltet, die sich alle sechs Wochen austauschen:

- AG Sozialmanagement
- AG Wohnberatung
- AG Überleitung
- AG Kümmerer
- AG Mobilität
- AG Test- und Demozentrum.

Die AGs entwickeln im Sinne integrativer Versorgungskonzepte Aktivitäten und konkrete Maßnahmen für Wohnungen (baulicher Art) und im Wohnumfeld (sozialer und baulicher Art). Diese umfassen u. a. die Sensibilisierung und Fortbildung von Fachkräften und Ehrenamtlichen im Wohnumfeld, bauliche Gestaltungslösungen, die Vernetzung von Unterstützungsstrukturen, die Verankerung von Ansprechpersonen für soziale Belange im Quartier, Angebote zur Bewegungsförderung, Mobilitätstrainings sowie Informations- und Fortbildungsveranstaltungen für die Bewohnerschaft auf dem Seniorencampus.

Der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. hat die Gesamtkoordination und unterstützt die Arbeitsgruppen und den Transfer der Ergebnisse durch Öffentlichkeitsarbeit. Diese Arbeitsgruppen sind der Ausgangspunkt, um die Aktivitäten und Ergebnisse in den jeweiligen Quartieren an den konkreten Gegebenheiten auszurichten und weiter zu entwickeln. Zunächst werden Handlungskonzepte für die gesamte Region entwickelt, die dann in angepasster Form auf die jeweiligen Quartiere übertragen werden. Tagungen und Fachtage versammeln alle Aktiven arbeitsgruppenübergreifend und fördern einen gemeinsamen Lernprozess und offenen Austausch. Das Netzwerk ist auch über die regionale Ebene hinaus tätig.

Auf Landesebene werden die Ergebnisse zum Beispiel in verbandspezifische Gremien eingebracht, wie dem Beirat "Alter Leben", in dem u. a. die Sächsischen Staatsministerien für Inneres, für Soziales und Verbraucherschutz sowie für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und der Staatskanzlei, Fachausschuss Soziales und Projekte u. a. mit Vorständen aus ganz Sachsen vertreten sind. Damit sollen etwa auf die Formulierung von Förderrichtlinien Einfluss genommen und die Strukturen für integriertes Arbeiten verbessert werden.

Beispiel der Zusammenarbeit:

In einem längeren Austausch- und Diskussionsprozess wurde das "ABC der guten Nachbarschaft" entwickelt. Dieses Material enthält Handlungshilfen und Empfehlungen zu verschiedenen Themen rund um eine gute Nachbarschaft. Ausgangspunkt war, dass der Bestand vieler älterer Mieterinnen und Mieter bei gleichzeitigem Zuzug jüngerer Familien zu Kommunikationsproblemen in den Wohnhäusern führte. Die Broschüre hat zum Ziel, die unterschiedlichen Generationen für ein möglichst konfliktfreies Zusammenleben zu sensibilisieren und miteinander ins Gespräch zu bringen.
Vernetzung langfristig gestalten
Die Vernetzungsaktivitäten von Chemnitz Plus setzen an bereits vorhandenen Strukturen an: Bestehende Angebote in der Region werden identifiziert und sektorenübergreifend miteinander verbunden. Dabei sollen auch "Lücken" im Versorgungssystem geschlossen und der Mehrwert der Vernetzung für alle Beteiligten sichtbar und erfahrbar gemacht werden.
Über die vier Jahre Projektlaufzeit von 2014 bis 2018 mit einem frühzeitigen Fokus der Erprobung von Lösungen verstetigte sich die Beteiligung der Akteure und es konnten nachhaltig Verbindungen aufgebaut werden, die auch über das Projektende hinaus in der praktischen Arbeit bestehen. Im Idealfall werden die im Netzwerk entwickelten Maßnahmen nach Ablauf der Projektförderung von den Beteiligten im Rahmen ihrer Möglichkeiten selbst getragen. Das Netzwerk Wohnen, welches im Rahmen des Projektes gegründet wurde, ist ein Beispiel für diesen Verstetigungsprozess: Hier haben sich alle Wohnungswirtschaften in Chemnitz, das Sozialamt, Reha-Dienstleister, Krankenkassen und weitere Engagierte der Wohnberatung mit dem Ziel zusammengeschlossen, ihre Aktivitäten besser aufeinander abzustimmen und Ratsuchenden zu Fragestellungen rund um Umbauten in der Wohnung die bestmögliche Beratung anzubieten. Nach Ablauf der Projektförderung wird die Koordinierung des Netzwerks an das Sozialamt angebunden. Auch die Aktivitäten des Seniorencampus werden nach Projektende weitergeführt. Veranstaltungen wie Bürgerforen zu aktuellen Entwicklungen im Stadtteil, aber auch Vorträge - etwa zu Bewegungsförderung oder Smartphone-Schulungen - finden in Begegnungszentren in den Quartieren statt, um die älteren Menschen vor Ort zu erreichen. Insgesamt wurden im Zeitraum September 2016 bis Juni 2018 am Standort Kapellenberg 24 Veranstaltungen des Seniorencampus mit insgesamt 408 Teilnehmenden umgesetzt. Die Aktivitäten konnten auf weitere Einrichtungen ausgeweitet werden. Insgesamt fanden einschließlich der Veranstaltungen auf dem Kapellenberg 55 Veranstaltungen in 15 Einrichtungen mit 682 Teilnehmenden statt.

Die Abschlussbefragung der aktiven Netzwerkbeteiligten verdeutlicht die Synergien der Netzwerkarbeit: So haben 80 % der Befragten durch die Netzwerkarbeit neue Kontakte geschlossen, die ihnen in ihrer Arbeit helfen können. 88 % sind mit anderen Beteiligten vertrauter geworden (vgl. Abschlussbefragung, SIBIS Institut für Sozialforschung und Projektberatung GmbH, 2018).

Multiplikatorenkonzept

Die Sensibilisierung und Weiterqualifizierung der Fachkräfte, aber auch der Ehrenamtlichen im Wohnumfeld ist ein wesentliches Element von Chemnitz Plus. In Kooperation mit der TU Chemnitz finden daher Schulungen im Themenfeld "Sozialkompetenzen" (zur Sensibilisierung für Altersthemen) mit den Modulen "Alter erleben", "Kommunikation mit Älteren", "Informationsgestaltung für Ältere" und "Alternsgerechtes Wohnen" statt. Gemeinsam mit dem Psychosozialen Trägerverein e.V. (PTV) werden die o. g. Schulungen im Themenfeld "Psychische Erkrankungen" durchgeführt.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projektes ist die Verankerung von "Sozialen Kümmerern" in den Quartieren. Diese sollen eine persönliche Schnittstelle zwischen der Bevölkerung und den Fachkräften schaffen. Seit 2016 wurden 23 Soziale Kümmerer als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in mittlerweile 17 sächsischen Wohnungsgenossenschaften etabliert und über das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz seither pilothaft gefördert.

Mit dem Ansatz der Sozialen Kümmerer werden niedrigschwellige Vertrauens- und Ansprechpersonen im Quartier etabliert, die der Bewohnerschaft direkte und unbürokratische Hilfe vor Ort anbieten. So sollen bei den Betroffenen Hürden wie Angst, Schamgefühl oder Unsicherheit gegenüber der Inanspruchnahme von Unterstützungsmöglichkeiten abgebaut werden.

Die Sozialen Kümmerer sollten über gute Kommunikationsfähigkeit sowie Anbindung an das Quartier verfügen. Eine Ausbildung im sozialen Bereich ist nicht erforderlich. Die Auswahl der Verantwortlichen gestalten die Genossenschaften unterschiedlich: Einige Genossenschaften sprechen gezielt Personen an, die durch ihre bisherigen Tätigkeiten geeignet erscheinen. Andere Wohnungsgenossenschaften organisieren die Genossenschaften einen internen Auswahlprozess möglicher geeigneter Mitwirkender, die bereits Kontakte zur Mieterschaft haben und um deren soziale Problemlagen wissen. Einige Stellen wurden auch öffentlich ausgeschrieben.

Die Sozialen Kümmerer sind mit dem Sozialamt vernetzt und sollen allen Menschen im Sinne der sozialen Teilhabe einen gleichberechtigten und niedrigschwelligen Zugang zu öffentlichen und sozialen Räumen und Angeboten ermöglichen. Zu den Aufgaben der Sozialen Kümmerer gehört:

- Information zu Unterstützungsmöglichkeiten im Quartier
- Vermittlung aufsuchender Einzelfallbetreuung
- Vermittlung in Bewegungsförderung (z. B. Spaziergruppen)
- Schaffung von Austauschgelegenheiten, z. B. an sozialen Treffpunkten oder über Veranstaltungen wie "Mieterfrühstück"
- Vermittlung an weitere Netzwerkbeteiligte
- Initiierung von Hilfe- und Handlungsketten
- Akquirierung weiterer Netzwerkbeteiligter

Die Angebote der Sozialen Kümmerer werden über verschiedene Wege bekannt gemacht. Die Kümmerer sind regelmäßig zu Fuß im Quartier unterwegs oder auf Veranstaltungen als Ansprechpersonen sichtbar. Sie initiieren Angebote, bieten regelmäßige Sprechstunden in den Quartieren an und informieren in verschiedensten Medien über ihre Aktivitäten. In einer Wohngenossenschaft wurde eigens ein "Kümmerermobil" etabliert. Damit können die "Kümmerer" auf Wunsch auch zu Mieterinnen und Mietern direkt vor Ort kommen, so dass diese nicht unbedingt an die Sprechzeiten der Mieterbüros gebunden sind.
Die Sozialen Kümmerer werden monatlich vergütet und sind in Voll- und Teilzeit, sowie auf Basis einer geringfügigen Beschäftigung angestellt. Sie haben durchschnittlich 68 (Vollzeit) oder 32 (Teilzeit) Kontakte pro Monat zu der Bewohnerschaft und bis zu 45 bzw. 21 intensivere Kontakte pro Monat zu Netzwerkbeteiligten.

Der Ansatz der Sozialen Kümmerer ist eng verknüpft mit dem sächsischen Programm der Alltagsbegleiter (www.pflegenetz.sachsen.de/alltagsbegleiter-fur-senioren-4682.html). Dieses Programm unterstützt ältere Menschen durch eine persönliche, ehrenamtlich tätige Alltagsbegleitung beispielsweise bei Wocheneinkauf und Hausarbeit, Besuch von Theater oder Versammlungen und leistet Hilfestellung bei Arzt- und Behördengängen. Auch Wohnungsgenossenschaften sind antragsberechtigt für dieses Programm. Die Sozialen Kümmerer koordinieren die Alltagsbegleitung in den Quartieren und können damit rechtzeitig Unterstützung vermitteln.

Die Aus- und Weiterbildung der Sozialen Kümmerer wird in Form von regelmäßigen Kümmerer-Treffen (ca. alle 6 Wochen) durch den Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG) in Kooperation mit dem Begleitetes Wohnen e. V. organisiert und soll auch nach Projektende 2018 durch den VSWG weitergeführt werden. Austauschtreffen dienen neben dem Erfahrungstransfer auch der Kompetenzvermittlung, indem Inhalte und Werkzeuge der Sozialen Arbeit an die Sozialen "Kümmerer" vermittelt werden:

- Einführung und Schulung zum Dokumentationssystem für soziale Belange
- Psychische Erkrankungen im Alter mit dem Schwerpunkt Demenzerkrankungen
- Erhalt und Förderung von Mobilität
- Bedeutung und Förderung von Bewegung
- Adäquate Bedienung und Nutzung von Hilfsmitteln, insbesondere Rollatoren
- Sensibilisierung für altersbedingte Veränderungen
- Sturzprävention und Möglichkeiten der Unterstützung
- Psychische Belastungsquellen und Möglichkeiten der Entlastung
- Supervision und kollegiale Fallberatung

Das Programm der Sozialen Kümmerer wird fortlaufend von dem Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. begleitet. Ein Dokumentations- und Evaluationssystem erfasst quantitative und qualitative Daten aus der Arbeit der Sozialen Kümmerer. Auf dieser Grundlage werden die Ergebnisse ermittelt und in jährlichen Sachberichten dokumentiert (vgl. Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. 2018b). In Ergänzung dazu werden die Ergebnisse in den Gremien des Verbandes Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. thematisiert, um über alle Standorte hinweg Erkenntnisse zu bündeln und geeignete Strategien für ganz Sachsen zu entwickeln.

Settingansatz

Die Modellregion Chemnitz Plus hat zum Ziel, mit einem integrierten Gesundheits- und Versorgungsnetzwerk in der Region Chemnitz die Lebensbedingungen älterer Menschen in ihrem Wohnumfeld zu verbessern. Die konkrete Umsetzung findet im unmittelbaren Lebensumfeld der älteren Menschen statt und wird dort von den einzelnen Wohnungsgenossenschaften mit den dazugehörigen Netzwerkbeteiligten gestaltet (siehe Abbildung). Der Wohnraum als Setting der Gesundheitsförderung schließt dabei die Teilsettings Wohnung, Wohnhaus und Wohngebiet (Quartier) mit ein.


Durch die Vernetzung und Weiterbildung der Beteiligten, die Stärkung der Ressourcen der älteren Menschen und die Schaffung konkreter Angebote und Hilfestrukturen in der Wohnung (baulicher Art) sowie im Wohnumfeld (sozialer Art und städtebaulicher Art) nimmt Chemnitz Plus Einfluss auf die Gesundheit älterer Menschen.

Beispiele für gesundheitsrelevante Maßnahmen in den verschiedenen Teilsettings sind:
Wohnung:

- barrierearmer Umbau von Wohnungen
- Integrierung technischer Unterstützungsmöglichkeiten
- Farbgestaltung
- Erstellung verschiedener Hilfsmittel für Mieterinnen und Mieter wie z. B. ?Katalog Kleiner Anpassungsmaßnahmen?, der dafür sensibilisiert, dass auch kleinere Veränderungen in der Wohnung hilfreich sein können

Wohnhaus:

- Digitale Haustafel: Monitor mit aktuellen Informationen, z. B. Wettervorhersage und Busfahrplan
- Rollator-Garagen
- Beleuchtung und Farbgestaltung

Wohngebiet:

- niedrigschwellige Vertrauensperson im Quartier (Soziale Kümmerer)
- Schaffung von Begegnungspunkten und -räumen
- Mehrgenerationsspielplätze
- Sitzbänke und Kommunikationsräume im Freien
- Qualifizierung der Mieterinnen und Mieter durch den Seniorencampus und weitere gezielte Angebote wie Mobilitätstrainings mit Rollator.
- Sensibilisierung und Förderung von Gemeinschaftssinn durch Veranstaltungen und Feste.
Selbstbestimmtes Wohnen und Leben im Alter setzen eine entsprechende Gestaltung der physisch-technischen Umwelt voraus.
Schwerpunkte bilden für Chemnitz Plus dabei das barrierefreie bzw. barrierearme Bauen und barrierefreie Mobilitäts- und Kommunikationsangebote.
In der Projektsäule "Unterstützung" untersucht ein Forschungsprojekt, wie die Wohnungen gestaltet und ausgestattet sein müssen, damit sie für ältere Menschen und Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen lange sicher und komfortabel bewohnbar bleiben.
Die Bewohnerschaft wird motiviert und befähigt, sich an diesen Prozessen zu beteiligen. Eine Schlüsselrolle nehmen hierbei die Sozialen Kümmerer als niedrigschwellige Ansprechpersonen in den Quartieren ein (siehe ausführliche Beschreibung des Ansatzes beim Kriterium Multiplikatoren-Konzept). Im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit und durch verschiedene Angebote und Veranstaltungen sollen ältere Menschen frühzeitig erreicht, zu gesundheitsrelevanten Themen sensibilisiert und informiert sowie in ihren Handlungskompetenzen gestärkt werden.

Die Aktivitäten im Rahmen von Chemnitz Plus zielen zudem drauf ab, Strukturen zu stärken und neue Strukturen zu etablieren, die zu Teilhabe und Mitwirkung anregen. Schwerpunkte stellen dabei die drei Bedarfsfelder "Soziale Vorsorge", "Miteinander im Quartier" sowie "Nahversorgung und Mobilität" dar. Genossenschaften sind von Grund auf beteiligungsorientiert strukturiert. In den jährlichen Mitgliederversammlungen wird die Mieterschaft über die Projektaktivitäten informiert. Parallel dazu gibt es in den Gemeinschaftsräumen vor Ort Veranstaltungen, in denen Bedarfe, Wünsche und Fragen im direkten Kontakt mit den Mieterinnen und Mietern aufgenommen werden.

Die Koordinierung der gesundheitsfördernden Aktivitäten für ältere Menschen ist ein fester Bestandteil in den Quartieren. Die Koordination übernehmen Personen aus den einzelnen Wohnungsgenossenschaften: Es variiert von Quartier zu Quartier, ob es sich hierbei um Soziale Kümmerer, Nachbarschaftshelfende, Alltagsbegleitende oder Mitarbeitende der Wohnungsgenossenschaften handelt.

Beispiel: Wohnungsgenossenschaft "Fortschritt" Döbeln eG

Die Wohnungsgenossenschaft Fortschritt Döbeln eG (WGF) arbeitet seit 2006 kontinuierlich am Aufbau von Strategien und Lösungen, um die Lebensbedingungen von Menschen in den Wohngebieten bis ins hohe Alter zu verbessern. Die WGF hat in den letzten Jahren ein umfassendes Netzwerk mit einer Vielzahl von Akteuren im regionalen Versorgungsbereich aufgebaut. Maßgeblich dafür sind die AG Sozialmanagement mit verschiedenen Unterarbeitsgruppen, koordiniert durch die Mitarbeitende der WGF für Soziales und Projekte. Ziel ist es, die Akteure in den Wohngebieten optimal zu vernetzen, um im Bedarfsfall kompetente Ansprechpersonen vermitteln und Unterstützung bieten zu können.
Zur Koordination aller Aktivitäten in den Wohngebieten in Döbeln wurde 2016 eine Soziale Kümmerin etabliert, die eng an die Mitarbeiterin für Soziales angebunden ist. Sie koordiniert die Unterstützungs- und Betreuungsangebote und kennt die lokalen Beteiligten und Ansprechpersonen. Zugang zu den älteren Menschen hat die in Vollzeit tätige Soziale Kümmerin durch ihre Präsenz in den Wohngebieten, durch die Beteiligung an den vielfältigen Veranstaltungen der Wohnungsbaugenossenschaft sowie durch den Kontakt zu den Ehrenamtsgruppen.

Einer sehr breiten ehrenamtlichen Mitarbeit ist es gelungen, ca. 500 Teilnehmende zur aktiven Freizeitgestaltung und zur Mitarbeit zu begeistern. So wurden 25 Freizeitgruppen gegründet, die sich eigenständig organisieren und die sich auch in die zentralen Aktivitäten der Genossenschaft unter anderem mit Radfahrgruppen, einer Nordic-Walking Gruppe und einer Heimwerkergruppe einbringen. Die Soziale Kümmerin unterstützt die Ehrenamtlichen bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen sowie bei Fragen zur Zusammenstellung und Neugründung von Gruppen.

Als Maßnahme zur Verbesserung des Wohnumfeldes entstand im Wohngebiet Döbeln Ost II ein Mehrgenerationen-Sportplatz. Dieser wurde über die Sportförderung des Freistaates Sachsen, des Landkreises Mittelsachsen und der Stadt Döbeln durch den Sportverein Döbelner SC 02/90 e V (DSC) gemeinsam mit regionalen Partnern eingerichtet, u.a. der Wohnungsgenossenschaft ?Fortschritt? Döbeln eG (WGF). Damit wurde eine Sportstätte im nahen Wohnumfeld geschaffen, um auch diejenigen aus der Bewohnerschaft zu Bewegung zu animieren, die noch keinen Sport treiben. Ergänzend zu den Geräten wurden ein Bocciaplatz und ein großformatiges Schachspiel angelegt, die Raum und Anlässe für gemeinsame Aktivität schaffen. Unter dem Motto "Neues Wohnen für alte Mieter" wurden Ideen entwickelt und umgesetzt, die dem Wohngebiet einen eigenen Charakter geben. Nach einer großflächigen Entkernung der alten Außenanlage wurde zunächst eine umfassende Grünfläche angelegt. Eine erste Aktion in der neu geschaffenen Begegnungsstätte war das 1. WGF-Parkfest. Neben der Mehrgenerationssportanlage wurde im Wohnpark ein Kneippbecken installiert.

Im Rahmen des Veranstaltungskonzepts "WGF-Spezial" stellen Kooperierende und regionale Dienstleistende aus dem Netzwerk unterschiedliche Themen vor, z. B. Demenz oder Umgang mit Schulden. Diese Veranstaltungen sind häufig "Türöffner" zu weiteren Unterstützungsangeboten. Die Öffentlichkeitsarbeit der WGF informiert über diese Veranstaltungen, die Soziale Kümmerin sorgt für niedrigschwellige Zugänge. Sie spricht gezielt Personen mit einem möglichen Bedarf an, begleitet zu Veranstaltungen und ist als Gesprächspartnerin vor Ort präsent.


Gesammelte Erfahrungen (Lessons Learned)
Netzwerkarbeit braucht Zeit und Koordination. Als fördernder Faktor im Netzwerkaufbau hat sich die Gesamtkoordination durch den Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften bewährt. Sie vernetzte die Aktivitäten der Netzwerkbeteiligten kontinuierlich miteinander und stellte sicher, dass der Gesamtprozess im Blick behalten wurde.

Zentrale Bedeutung für eine erfolgreiche Arbeit hat das hohe Engagement aller Beteiligten. Es wurden zusätzlich Ressourcen in die Hand genommen, um die Netzwerkarbeit zu unterstützen. Das Selbstverständnis der Wohnungsgenossenschaften mit dem Idealismus für das Thema und dem Genossenschaftsprinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" hat ebenfalls zu einem gelingenden Projektverlauf beigetragen. Auch eine Orientierung der Aktivitäten auf konkrete Ergebnisse war wichtig. So konnten im Netzwerk kontinuierlich konkrete "Produkte" und soziale Dienstleistungen geschaffen werden, die den Nutzen für die beteiligten Partner immer wieder sichtbar machen.
Knappe Ressourcen können zu Konkurrenzdenken führen. Daher ist es sehr wichtig, allen Beteiligten den "Mehrwert" der Netzwerkarbeit aufzuzeigen und so eine gemeinschaftlich getragene Vision zu implementieren.
Im Abschlussbericht (s. unter Literatur) stellt Abschnitt VIII "Herausforderungen und Handlungsempfehlungen: Lessons Learned" (Seite 284) zentrale Erkenntnisse aus dem Prozessverlauf zusammen.
Aus dem Modellprojekt heraus wurde gemeinsam mit Projektpartnern das im April 2019 eröffnete Test-, Demonstrations- und Schulungszentrum "Wohnxperium" entwickelt (https://wohnxperium.de).
Literatur
www.statistik.sachsen.de/html/426.htm
www.statistik.sachsen.de/download/080_RegBevPrognose_RegEinheiten-PDF/PROG_LK_Mittelsachsen_14522.pdf
www.statistik.sachsen.de/download/080_RegBevPrognose_RegEinheiten-PDF/PROG_KS_Chemnitz_Stadt_14511000.pdf
Website: www.zukunftsregion-sachsen.de/cms/start/
Broschüren und Studien aus der Arbeit der Modellregion:
www.zukunftsregion-sachsen.de/cms/index.php?id=74
Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (2018a): Gesundheits- und Dienstleistungsregion Chemnitz+, Abschlussbericht, Dresden.
Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (2018b): Sachbericht Zum Projekt ?Sozialer Kümmerer?. Dresden.
Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (2016): Auswertung Sozialbefragung Wohnungsbaugenossenschaften 2015. Dresden.
https://www.vswg.de/publikationen/ (Stichwort: Sozialbefragung 2015)
Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (2015): Bewegungsförderung ? Konzepte und Beispiele für Wohnung und Wohnumgebung. Dresden.
https://www.vswg.de/publikationen/ (Stichwort: Aktiv und gesund altern)
Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. / Universität Leipzig (o.J.): Alternde Quartiere in Chemnitz Herausforderungen für Grundversorgung und Mobilität von morgen. Dresden und Leipzig.
https://wohnenbleiben.info/alternde-quartiere-in-chemnitz
Laufzeit des Angebotes

Beginn: Oktober 2014

Abschluss: Oktober 2018


Welche Personengruppe(n) in schwieriger sozialer Lage wollen Sie mit Ihrem Angebot erreichen?

Menschen in schwieriger sozialer Lage sind ein wichtiger Teil der Zielgruppe, auch wenn sich das Angebot in erster Linie an alle richtet.

  • Personen in strukturschwachen Wohnregionen / Quartieren
  • Sozial isolierte und / oder vereinsamte Personen
  • Chronisch kranke / mobilitätseingeschränkte und / oder kognitiv beeinträchtigte Personen in schwieriger sozialer Lage
  • Pflegebedürftige Personen in schwieriger sozialer Lage
  • Angehörige von Personen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf

Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
- Wohnungswirtschaft, Mitarbeitende von Wohnungsgenossenschaften
- Wissenschaftliche Akteurinnen und Akteure
- Vertreterinnen und Vertreter der Gesundheitswirtschaft, Krankenkassen-/Pflegekassen
- Soziale Dienstleister
- Bauliche Dienstleister
- Technische Dienstleister
- Kommunale Akteurinnen und Akteure
- Verbände und Vereine
- Kammern, z. B. Handwerkskammer Chemnitz
- Bürgerinnen und Bürger
Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner
- ATB Arbeit, Technik und Bildung gGmbH
- Begleitetes Wohnen e. V.
- Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft eG
- IHD gGmbH
- Klinikum Chemnitz gGmbH
- SFZ Förderzentrum gGmbH
- Sozialamt Chemnitz
- Technische Universität Chemnitz
- Wohnungsgenossenschaft "Fortschritt" Döbeln eG
- zahlreiche weitere Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner (siehe http://www.zukunftsregion-sachsen.de/cms/partner/transferpartner/)

Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.
Schwerpunkte des Angebotes
  • Bewegungs- und Mobilitätsförderung
  • Stärkung der individuellen Bewältigungsressourcen (z.B. Life skills, Resilienz)
  • Wohnungsqualität, Wohnumfeld
  • Barrierefreiheit
  • Soziale Teilhabe (Integration, Inklusion)
  • Stadtteil-/ Gemeinwesenarbeit, Nachbarschaftsnetzwerke
  • Kommunale Strategie / Netzwerkarbeit
  • Integrierte / sektorenübergreifende Versorgung

Das Angebot wird hauptsächlich in folgenden Lebenswelten umgesetzt
  • Häusliches Umfeld
  • Stadt / Stadtteil / Quartier / Kommune
  • Sonstiges: Begegnungs- und Bildungsstätten, Gesundheitseinrichtungen

Qualitätsentwicklung
Was machen Sie, um die Qualität Ihres Angebotes weiterzuentwickeln?
- Sensibilisierung, Information und Kompetenzvermittlung: Akteurinnen und Akteure des Gesundheits- und Sozialbereiches, Entscheidungsträger, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Bürgerinnen und Bürger
- nachhaltige Netzwerkbildung
- Verzahnung von Wissenschaft und Praxis
- Implementierung in mehrerer Schritten: modellhafte Erprobung, Ausweitung und Transfer
- Evaluation
Wie dokumentieren Sie Ihre Arbeit? (z.B. Konzepte, Handreichung)
- Konzepte, Berichte
- Veröffentlichungen (Broschüren, Handreichungen, Newsletter, Homepage, TV Beiträge, Pressemitteilungen, Zeitschriftenartikel)
- Projekt Homepage http://www.zukunftsregion-sachsen.de
- Kompetenzplattform www.wohnenbleiben.info
- Fachtagungen mit Tagungsdokumentationen

Quelle der Veröffentlichung/URL: http://www.zukunftsregion-sachsen.de/cms/information/

Es ist kein Ergebnisbericht vorhanden.

Das Vorgehen der Qualitätsentwicklung kann ganz unterschiedlich sein. Einiges haben Sie bereits genannt. Welches der folgenden Verfahren wenden Sie zusätzlich an?
Selbstevaluation
Erläuterung
- Datensammlung: Erfassung der Veranstaltungen (Öffentlichkeitsveranstaltungen, Schulungen der Akteurinnen und Akteure, Informationsveranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger) sowie der Reichweite (eingebundene Personen)
- Datensammlung: Infomaterial (Printmaterial zur Information der Bevölkerung und der Akteurinnen und Akteure, Newsletter, Rundbriefe etc) und deren Reichweite
- Datensammlung: Wirkung der Arbeit des entwickelten ?Kümmerer?-Konzeptes (Kontakte der Kümmerer zu Bürgerinnen und Bürgern, Anzahl und Art der eingeleiteten Handlungsketten und Dienstleistungsvermittlungen)
- Datensammlung: Vernetzungsgrad der Akteurinnen und Akteure (Anzahl von Vernetzungs-Workshops und deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Vernetzungsveranstaltungen für alle Projektakteurinnen und Projektakteuren und Transferpartnerinnen und Transferpartner)
- Befragungen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Schulungen
- Befragungen von Besucherinnen und Besuchern des Seniorencampus und anderer Veranstaltungen (z. B. Tagungen)
- Ergebnispräsentation im Endbericht
externe Evaluation
Erläuterung
- Befragung der Projektakteure und Transferpartner zur Wirkung und Erfolg des Projektes durch SIBIS Institut für Sozialforschung und Projektberatung GmbH in Berlin
- Evaluation des Erfolgs der baulichen Veränderungen in den beteiligten Wohnungsgenossenschaften
- Befragung des Institus für Geographie der Universität Leipzig (Bericht hierzu: Alternde Quartiere in Chemnitz - Herausforderungen für Grundversorgung und Mobilität von morgen)
- Ergebnispräsentation im Endbericht

Die Qualitätsentwicklung und Ergebnissicherung sind nicht in ein Qualitätsmanagementsystem eingebunden.


Stand

08.07.2019

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Logo der Bundeszentrale für gesundheitlicheAufklärung
Logo der Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

Projektträger

Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V.

Projektlaufzeit

Beginn: Oktober 2014

Abschluss: Oktober 2018

Kontakt

Frau Alexandra Brylok
Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V.
Antonstr. 37
01097 Dresden (Sachsen)

E-Mail

Website

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 74 Partnerorganisationen an.
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