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Klaus D. Plümer

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Portrait Klaus D. Plümer

Health Promotion & Public Health Consultant

Bachstraße 9
40223 Düsseldorf

Tel. 0211 / 9346192
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Artikel

Gesundheit als Diskriminierungsfaktor

Ein­tei­lung in unterschiedliche Ri­si­ko­grup­pen hat im­mer einen diskriminierenden und entwürdigenden Ef­fekt für die Be­trof­fe­nen

24.11.2011 – Klaus D. Plümer, Health Promotion & Public Health Consultant

Die Einteilung in Risiko- und Hochrisikogruppen ist in der Prävention und Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten ein gängiges zielgruppenspezifisches Such- und Zuordnungskriterium. Ob dies unter dem Aspekt der zumindest impliziten Diskriminierung von den handlungsleitenden Experten und Akteuren im Feld hinreichend (selbst)kritisch reflektiert wird, ist mehr als fraglich.

Schlagwörter: Diskriminierung, Kommentar, Zielgruppe … weiter


Gesundheitsförderung im Quartier. Wege zur Nachhaltigkeit.

Kommentar zum Expertenworkshop

31.08.2011 – Klaus D. Plümer, Health Promotion & Public Health Consultant

Gesundheitsförderung im Quartier auch unter erschwerten Rahmenbedingungen qualitativ zu sichern und zielführend zu gestalten, war Thema des bundesweiten Expertenworkshops „Gesundheitsförderung im Quartier. Wege zur Nachhaltigkeit“ am 18. April 2011 in Hannover mit 40 Teilnehmenden. Klaus D. Plümer kommentiert die Veranstaltung und ihre Ergebnisse.

Schlagwörter: Empowerment, Kommentar, Nachhaltigkeit, Soziale Stadt, Sozialraum … weiter


Die Good Practice-Kriterien fassbar machen!

Wie setze ich Partizipation und Empowerment in der Praxis um?

04.08.2011 – Klaus D. Plümer, Health Promotion & Public Health Consultant, Dr. Antje Richter-Kornweitz, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.

Partizipation und Empowerment - dies sind zentrale Kriterien guter Praxis („Good Practice“) in der Gesundheitsförderung und soziallagenbezogenen Prävention. Für Akteure, die Projekte planen und umsetzen wollen, besteht die Herausforderung darin, diese Kriterien für die eigene Arbeit zu nutzen und anzuwenden.

Schlagwörter: Empowerment, Good Practice, GP-Konkretisierung, Kommentar, Qualitätsentwicklung … weiter


Video zum Kooperationsverbund auf dem 16. Kongress "Armut und Gesundheit"

Auszeichnung des ersten Good Practice-Netzwerkes REGSAM

04.03.2011 – Klaus D. Plümer, Health Promotion & Public Health Consultant, Niels Löchel, MPH / M.A., bis Februar 2019: Gesundheit Berlin-Brandenburg

Das Video beinhaltet Kommentare zur Rolle des Kooperationsverbundes auf dem Kongress und begleitet insbesondere die Auszeichnung des ersten Good Practice Netzwerkes "REGSAM" aus München.

Schlagwörter: Armut und Gesundheit, Good Practice, Kongresse, Netzwerk, Video … weiter

Diskussionsbeiträge

Wie viel Innovation braucht Nachhaltigkeit?

Unter Kreativen und in der Designerbranche gilt die kluge und bewährte Formel: form follows function. Das ist auch leicht einsichtig, denn wird nur auf die Ästhetik eines Gegenstandes geachtet, kann es gut sein, dass es zwar gut aussieht, aber nicht funktioniert wofür es gedacht war.

Überträgt man diese Einsicht auf das Thema Strukturen, müsste die Formel lauten: structures follows action und nicht, so wie es in Deutschland weitverbreitet zu sein scheint und geradezu zum Credo im Sozial- und Gesundheitsbereich erhoben wird: erst braucht es Strukturen bzw. ohne Strukturen keine Aktion – Nachhaltigkeit schon gar nicht!

Und so wird viel Energie darauf verschwendet, Strukturen aufzubauen und zu erhalten, die – so könnte man meinen – vor allem dem Selbsterhalt dienen: denn man macht ja so viel Gutes, Unverzichtbares, das sonst einfach wieder verschwände. Da ist was dran und doch handelt es sich um ein sehr schwaches Argument, wenn die Wirksamkeit des Tuns nicht gezeigt und belegt werden kann. Und Gutes tun heißt nicht per definitionem, dass es deshalb auch wirksam ist. Das ist das Zweischneidige an dem Strukturen-schaffen-und-erhalten-Argument.

04.10.2011 00:00 Uhr


Wie viel Innovation braucht Nachhaltigkeit?

Liebe Gesine, liebe Diskussionsteilnehmer/innen,

es freut mich, dass die Online-Diskussion zum Thema 'Wie viel Innovation braucht Nachhaltigkeit?' so gut in Gang gekommen ist und profunde Resonanz gefunden hat. Sie zeigt, dass es ganz unterschiedliche Lesarten des Begriffs 'Nachhaltigkeit' gibt und im Kontext der Diskussion über Strukturen auch gerne im Sinne der 'Verstetigung' interpretiert wird.

Wenn das Begriffspaar 'Innovation und Nachhaltigkeit' eine sinnvolle Verknüpfung sein soll, über die sicher gestritten werden kann, dann m. E. nur im Kontext eines anderen Begriffs, nämlich den der 'Veränderung'. Hier sei daran erinnert, dass Nachhaltigkeit ein Schlüsselbegriff der Ökologiedebatte ist, die sich vor allem darin auszeichnet, dass sich die Dinge in unserer Lebensweise ändern müssen wenn die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen auch noch künftigen Generationen erhalten bleiben sollen. Es ging und geht um den Schutz der Umwelt, den sorgsamen Umgang mit Ressourcen und um soziale Gerechtigkeit.

Dies geht nicht ohne Innovation in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen, ohne vorhandene Strukturen aufzubrechen, sie zu verändern und gemeinsam praktikable zielführende Alternativen zu entwickeln. Dies ist denke ich auch gemeint, wenn von 'Strukturen für Innovation' bzw. strukturellen Innovationen wie Vernetzung, intersektorale und ressortübergreifende Zusammenarbeit die Rede ist um ein Mehr an gesundheitlicher Lebensqualität für alle zu gewährleisten. Gesundheitsförderung, in diesem wie ich finde angemessenem Sinne, ist somit immer auch ein Projekt von eingeforderten und erwünschten sozialen Veränderungen, die sich als Herausbildung bzw. Wiederaneignung einer 'zivilen Kultur der Kooperation, Verantwortung und Solidarität' (Leggewie 2011) beschreiben lässt.

Der Vorschlag von Barbara Weisbach, 'Innovationen in bestehende Strukturen einzubinden', zeigt die Richtung an wie durch Innovationen zugleich die bestehenden Strukturen verändert werden können, ja dies geradezu erfordern um angestrebte Ziele gemeinsam erfolgreich zu erreichen. Die Wirksamkeit innovativer Ansätze wird sich dann auch in tragfähigen, veränderten Strukturen ablesen lassen. In diesem Sinne verstehe ich Volker Syring wenn er abschließend festhält, 'dass Nachhaltigkeit durch eine bedarfsgerechte Veränderung entsteht.'

'Gute Ideen resultieren eher aus weit gespannten Netzwerken und überraschender Kollaboration' (Leggewie 2011). Ich kann Gesine Bär nur zustimmen, mit der Plattform 'Gesundheitliche Chancengleichheit' ist ein Forum entstanden, das es sich zum Ziel gesetzt hat innovative Ansätze zu unterstützen und mit den entwickelten 'Good-Practice-Kriterien' eine Beitrag zur Professionalisierung und Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung zu leisten. Wenn es gelingt hier landschaftsverändernde Fortschritte zu machen und zum Teil gelingt dies ja ansatzweise auch schon wie zahlreiche Beispiele guter Praxis zeigen, dann können Gesundheitsförderer sich auch als change agents verstehen, die Gesundheit zum Programm sozialer Gerechtigkeit erheben und sich nicht zu Vertretern normativ vordefinierter Lebensstile machen lassen.

Literatur
Claus Leggewie: Mut statt Wut. Aufbruch in eine neue Demokratie, Hamburg 2011

17.10.2011 14:53 Uhr


Wirkt Prävention?

Die Crux ist, ob Prävention wirkt, kann nicht damit begründet werden, das in Projekten und Einzelfällen durchaus Erfolge, heißt positive Veränderungen erreicht werden können, die dies naheliegend erscheinen lassen. Dabei geht es nicht einmal um die Evidenz eines kausalen Wirkungszusammenhangs, der nur in sehr aufwändigen Fallkontrollstudien zu belegen wäre, sondern um plausible, stabile und nachhaltige Effekte, die vielversprechend demonstriert werden können. Daran wird im nationalen Kooperationsverbund seit Jahren nachhaltig gearbeitet.
Eine andere Frage ist, ob die Wirkung von Prävention sich auch epidemiologisch niederschlägt. Hier sind durchaus Zweifel angebracht. So hat die WHO noch im letzten Jahr konstatiert, dass sich die Adipositas Prävalenzraten seit den achtziger Jahren mehr als verdoppelt haben, mit nach wie vor steigender Tendenz. Muss deshalb die weltweite Adipositas Pandemie nicht vielmehr als Indikator für das Scheitern falsch verstandener, auf Änderung des individuellen Lebensstils fokussierter Präventionsstrategien betrachtet werden?
Klassische Lebensstilinterventionen, deren Hauptziel immer noch individuelle Verhaltensänderungen sind, auch wenn sie inzwischen milieuspezifisch erweitert werden, stehen dennoch weiterhin hoch im Kurs.
Dass die Fixierung auf einen ungesunden Lebensstil als Krankheitsursache aus guten Gründen vermieden werden sollte, dafür hat Signild Vallgårda im Scandinavian Journal of Public Health überzeugend plädiert. Das Konzept der Lebensstilerkrankungen argumentiert sie, gibt ein zu enges Bild von den Todesursachen, es sollte aufgegeben und einem breiteren Verständnis der Ursachen und Optionen für Prävention Platz machen. Hier gibt es sicher noch viel zutun.
Der kommunale Partnerschaftsprozess „Gesund aufwachsen für alle!“ könnte sehr zu diesem breiteren Verständnis beitragen, wenn aus den Fehlern und Fehlentwicklungen der Vergangenheit gelernt wird. Dazu wäre Gesundheit als Indikator für Verwirklichungsoptionen von realen Lebenschancen zu begreifen und nicht als Indikator für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Michael Marmot hat folgerichtig jüngst die Jugendarbeitslosigkeit zu einem Notfall für die öffentliche Gesundheit erklärt.
Scale of youth unemployment is a public health emergency, Marmot says. BMJ 2011; 343: d7608, (Published 23 November 2011); @eqpaho PAHO/WHO Equity-Tweet vom 5. Dezember 2011

04.03.2012 22:17 Uhr


Wirkt Prävention?

Man kann Peter-Ernst Schnabel nur zustimmen. In Deutschland ist die 'fürsorgliche Miserenverwaltung' für Wirtschaft und Politik zum Leitmodell ihres Handelns erkoren geworden. Lesenswert dazu der Beitrag von Dagmar Deckstein in der Süddeutschen Zeitung: 'Arbeiten im Alter. Unruhestand hält jung'. Oder anders ausgedrückt: Hier bevorzugen die großen Player das Modell 'Probleme verwalten' wo 'Probleme lösen' angesagt wäre. Aber dazu müssten mutig Entscheidungen getroffen und neue Wege beschritten werden. Dort, wo dies geschieht, lassen sich erwünschte Wirkungen erzielen.

06.03.2012 16:29 Uhr


Wirkt Prävention?

Prävention und Gesundheitsförderung ist das vorherrschende Begriffspaar in Deutschland, es findet sich kaum sonst auf der Welt in dieser Unschärfe und Kombination.

Disease Prevention and Health Promotion ist international etabliert und begrifflich viel trennschärfer.

Es ist sofort erkennbar, dass es sich hier um zwei ganz unterschiedliche Herangehensweisen und Zielkorridore handelt, die zusammen eine Steigerung der Lebensqualität bewirken sollen.

Geht es einmal darum, Krankheiten möglichst zu vermeiden, ihnen soweit machbar vorzubeugen, geht es der Gesundheitsförderung darum, die Chancen aller Menschen zu erhöhen, ein gesundes und produktives Leben führen zu können und dieses durch entsprechende Maßnahmen zu fördern. Dafür steht Health in All Policies.
Ziel der Gesundheitsförderung ist, den Menschen realistische Verwirklichungsoptionen und gesunde Lebenschancen zu eröffnen, unabhängig von ihren individuellen und ethnischen Verschiedenheiten, ihrem sozialen Lebenskontext ebenso wie ihren persönlich präferierten Lebensstilen.
Ja, es ließe sich noch pointierter formulieren: Gäbe es Krankheit nicht, müsste sogar für ein ’Recht auf Krankheit’ plädiert werden. Antonovsky hat mit seinen Gesundheits-Krankheits-Kontinuum demonstriert, das Krankheit zum Leben gehört. Verbirgt sich etwa dahinter der tiefere Sinn des Begriffs ’Gesundheitsprävention’, der hier und da ganz unreflektiert selbst Leuten vom Fach über die Lippen kommt?
Denn alles andere liefe vermutlich auf eine lebenslange Bevormundung durch sogenannte Gesundheitsexperten hinaus. Eine grausliche Vorstellung. Jedenfalls wenn einer ’lebenslangen Prävention’ das Wort geredet wird, wie im letzten Jahr auf einer Leipziger Konferenz.

Ob Prävention oder Gesundheitsförderung wirkt, ist also zuvorderst eine Frage der Zielperspektive.

09.03.2012 10:13 Uhr

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