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Kapitel 2 - Wie werden Projektziele formuliert?

3D-Würfel

Am Anfang eines Projekts steht meist eine Idee oder Vision, z.B. Maßnahmen zu entwickeln, die den Alltag mit Kindern gesundheitsförderlicher gestalten. Das Projektziel benennt dann einen ersten Schritt in Richtung Realisierung dieser Vision. Sind die Ziele benannt, so fällt es leichter, Partnerinnen und Partner für die Unterstützung des Projekts zu finden, und die Beteiligten können besser motiviert werden.

Projektziele leiten sich aus dem ermittelten Bedarf ab. In den Zielen wird benannt, welche Wirkungen im Ergebnis der Intervention erreicht werden sollen. Damit sind sie auch von den Maßnahmen (= Tätigkeiten) zu unterscheiden, die im Projektverlauf durchgeführt werden. Bei längerem Projektverlauf sollten zudem Meilensteine eingeplant werden, die eine Unterteilung des Projekts in einzelne Etappen ermöglichen. Meilensteine sollten im Abstand von drei bis fünf Monaten eingeplant werden und Höhepunkte im Projektverlauf setzen.

Am Beispiel des Projekts „Kiezdetektive“ werden Ziele, Maßnahmen und Meilensteine dargestellt:

Projektziel

Kinder für ihre gesundheitlichen und sozialen Belange aktivieren

Unterziele

  • Den Lebensraum (Kiez) kennen lernen
  • Die Wahrnehmung der Kinder stärken
  • Die Kinder an den Projektplanungen und Umsetzungen beteiligen
  • Kinder gestalten den Lebensraum mit
  • Die Verantwortlichkeit der Kinder wird gefördert
  • Kinder erfahren und erlernen Demokratie (Entscheidungsmacht)

Maßnahmen

  • Projektvorstellung bei der Schulleitung
  • Termin mit den zuständigen Stadträten
  • Methodenworkshop mit den Beteiligten Projektpartnern
  • Präsentation des Projekts bei den Kindern
  • Stadtteilbegehungen etc.

Meilensteine

  1. Stadtteilbegehung
     
  2. Kinderversammlung
     
  3. Abschlussveranstaltung

Weitere Informationen zu diesem Projekt in der Datenbank www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/good-practice/kiezdetektive/

Projektziele müssen überprüfbar sein. Dazu wird empfohlen, dass bei der Zielformulierung die SMART-Kriterien beachtet werden:

Spezifisch

Es ist klar, was genau sich bei wem verändert haben soll.

Messbar

Es ist entscheidbar, ob das Ziel erreicht worden ist oder nicht. Um ein Ziel mess- bzw. beurteilbar zu machen, braucht man in der Regel zusätzlich Indikatoren (Anzeiger) für die Zielerreichung.

Anspruchsvoll

Es sind Anstrengungen nötig, um das Ziel zu erreichen. Entweder kommt dies in der Zielformulierung selbst zum Ausdruck, oder aber bei den Indikatoren.

Realistisch

Ein Projektziel muss realistisch sein in dem Sinn, dass es mit den vorhandenen Ressourcen in der zur Verfügung stehenden Zeit erreichbar ist. Das ist nur beurteilbar, wenn die Rahmenbedingungen und Ressourcen des Projekts bekannt sind.

Terminiert

Projektziele sind in der Regel so angelegt, dass sie am Ende des Projekts erreicht sein sollten, Zwischenziele beim folgenden Meilensteintermin. Wenn die Instrumente „Planungstabelle“ und „Steuerungstabelle“ zum Einsatz kommen, ist die Terminorientierung durch die Platzierung der Ziele in den Tabellen selbst gewährleistet.

(nach www.quint-essenz.ch)

Die gesetzlichen Krankenkassen haben für ihre Aktivitäten im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung gemeinsame Ziele vereinbart. Das Oberziel für Gesundheitsförderung lautet: „Die salutogenen Potenziale in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen ausschöpfen“. Als Zielgruppen werden Kinder, Jugendliche und junge Familien genannt.

„Die Krankenkassen beteiligen sich partnerschaftlich an gesundheitsförderlichen Projekten zur integrierten Förderung von Bildung und Gesundheit in Kindertagesstätten mit verhaltensund verhältnispräventiver Ausrichtung“ (Leitfaden Prävention 2010, S. 25). Es wird angestrebt, dass der KiTa-Träger beschließt, in einen „integrierten Prozess der Bildungs- und Gesundheitsförderung einzutreten sowie einen entscheidungskompetenten internen oder einrichtungsübergreifenden Steuerungskreis für die Gesundheitsförderung zu etablieren (mit Beteiligung des KiTa-Trägers, der betrieblichen Verantwortlichen, der Krankenkasse, des zuständigen Unfallversicherungsträgers sowie der Eltern)“ (ebd., S. 23).

Tipps zum Weiterlesen

[ Tipps zum Weiterlesen finden Sie hier ]

Nicht in jedem Fall ist es jedoch möglich, Ziele so zu formulieren, dass daraus direkt eine Beurteilung der Zielerreichung möglich ist. Es müssen dann beobachtbare Zieldefinitionen (Indikatoren) gefunden werden, mit deren Hilfe die Teilziele überprüft werden können.

In der Mainzer Obdachlosensiedlung Zwerchallee werden für Kinder verschiedene Gesundheitsförderungsmodule angeboten. Ein Projekt ist der Snoezelenraum. „Hier sollen die Kinder elementare Sinneserfahrungen machen können und Sinnesanregungen erfahren, die eine positive ganzheitliche Entwicklung fördern. … Oberste Priorität haben die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder. Da Selbstbestimmung in der Lebenswirklichkeit der Kinder eher unüblich ist, ist es wichtig, diese Ressource mit ihnen zu entdecken und zu entwickeln. … Der Snoezelenraum ist in erster Linie ein Erfahrungsund Experimentierraum, der auf besondere Weise eine Ressourcenförderung bei Kindern und Jugendlichen ermöglicht. Aus den entwickelten Ressourcen entstehen Lebenskompetenzen, die u.a. auch zu einer Stärkung der Gesundheit führen.“

Das Projektziel lautet: „Die Gesundheitskompetenz der Kinder erweitern“. Im Rahmen eines Workshops zur partizipativen Qualitätsentwicklung wurde der Weg zu diesem Ziel gemeinsam mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Projekts beraten. Es wurden Indikatoren entwickelt, an denen die Wirkung der Intervention überprüft werden kann.

Gesundheitsziel: Die Gesundheitskompetenz der Kinder erweitern

ErläuterungIndikatoren

Gesundheitskompetenz besteht aus Wollen, Wissen, Können und Übernehmen von Verantwortung. Anhand von Entspannung bedeutet Gesundheitskompetenz folgendes:


(1) Ich will mich entspannen. (Wollen)

(1) Ich will in den Snoezelenraum gehen;
Entscheidung für entspannende Aktivitäten.

(2) Ich weiß, wo und wie ich mich entspannen kann (nur für ältere Kinder).
Ich weiß, was mir gut tut. (Wissen)

(2) Es kann genannt werden, was einem gut tut bzw. wo und wie sich Entspannung einstellt.

(3) Ich kann mich entspannen. (Können)

(3) Entspannungsfähigkeit wird im Raum beobachtet.

(4) Ich übernehme die Verantwortung für eine bestimmte Einheit zur Entspannung.
(Übernehmen von Verantwortung)

(4) Dieses Verhalten kann im Raum beobachtet werden.

Weitere Informationen zum Projekt „Gesundheit jetzt - in sozialen Brennpunkten!“ in der Mainzer Obdachlosensiedlung in der Datenbank www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/good-practice/gesundheit-jetzt/. Die Erläuterungen zum Snoezelenraum und dem Gesundheitsziel sind zitiert nach www.partizipative-qualitaetsentwicklung.de. Auf dieser Seite finden sich auch weitere Informationen zu Meilensteinen der Zielerreichung und den ermittelten Wirkungszusammenhängen.


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Teil 1 "Gesunde Lebenswelten schaffen"Teil 2 "Probleme erkennen"Teil 3 "Ein Projekt entwickeln"Teil 4 "Präventiv handeln"Teil 5 "Erfahrungen nutzen"Teil 6 "gesund und aktiv älter werden"Teil7 "Gemeinsam Handeln"

Teil 3: Ein Projekt entwickeln

Teil 3 "Ein Projekt entwickeln"

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