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Kapitel 1 - Was sollte bei der Entwicklung eines Präventionsprojekts beachtet werden?

3D-Würfel

In Heft 1 dieser Arbeitshilfen, „Gesunde Lebenswelten schaffen“, wurden Faktoren genannt, die Gesundheit belasten, aber auch Ressourcen, die sich positiv auf Gesundheit auswirken. Es zeigte sich, dass erfolgreiche Präventionsmaßnahmen (z.B. kindgerechte Gestaltung von Sozialräumen1) zumeist beide Aspekte (Belastungssenkung und Ressourcenstärkung) beinhalten. In der Praxis lassen sich in den Quartieren und Stadtteilen viele Anknüpfungspunkte finden, um notwendige Präventionsmaßnahmen zu gestalten. Meist fehlt es nicht an Ideen. Es müssen jedoch Finanzgeber und Förderer für das Vorhaben gewonnen werden. Was sollte also ein gutes Konzept, ein guter Antrag beinhalten?

Für die Zielgruppe, die Kooperationspartner und die Förderer eines Projekts muss deutlich sein, was Ziele und Ergebnisse eines Projekts oder einer Maßnahme sind. Ein Projektantrag beinhaltet daher die Benennung

  • des Bedarfs (vgl. Heft 2 „Probleme erkennen - Lösungen finden“)
  • des Themas (z.B. Unterstützung eines günstigen Ernährungsverhalten, Förderung der Elternkompetenz), bzw. des Handlungsfeld
  • der Ziele, Maßnahmen und Meilensteine der Intervention
  • der Verantwortlichen bzw. Zuständigen für die einzelnen Maßnahmen
  • der weiteren Beteiligten (z.B. Zielgruppe, Kooperationspartner)
  • des Zeitplans
  • des Finanzbedarfs
  • der Indikatoren, an denen der Erfolg der Maßnahme gemessen wird
  • und der Art der Dokumentation.

Ausführlichere Informationen zu den beiden letzten Punkten (Indikatoren und Dokumentation) finden sich in Heft 5 „Erfahrungen nutzen - Qualität stärken“.

Beispielhaft für die Schritte, die bei der Planung und Durchführung einer Maßnahme nach dem Setting-Ansatz beachtet werden sollten, stellen wir im Folgenden die formalen Förderungsvoraussetzungen dar, die die gesetzlichen Krankenkassen benannt haben.

Ausführliche Informationen über die Förderungskriterien der GKV’n (§ 20 SGB V) finden Sie im Kapitel 4 „Finanzierung“.

Schritte bei der Planung und Durchführung von Präventionsmaßnahmen

1. Bedarfsermittlung

Durchführung einer Analyse zur Ermittlung von settingspezifischen Belastungsschwerpunkten, Veränderungsbedarfen und - potenzialen bei den betroffenen Gruppen. (vgl. Heft 2 „Probleme erkennen - Lösungen finden“)

2. Zielformulierung

Abstimmung über das übergeordnete Projektziel im Hinblick auf die Zielgruppen und Handlungsfelder

3. Zielkonkretisierung

Konkretisierung der Ziele, d.h. Formulierung überprüfbarer Teilziele bzw. Meilensteine des Projektes

4. Aufgabenverteilung

Festlegung der Rollen der Akteure, Kooperationspartner und Finanziers für die Gestaltung der einzelnen Interventionen und Interventionsschritte inner- und außerhalb des Settings und der Finanzierung; Zeitplanung

5. Einigung über Qualitätsmanagement

Festlegung von Routinen für die Dokumentation und Bewertung von Interventionen

6. Durchführung der Intervention

7. Evaluation

Bewertung der Durchführung und Ermittlung der Ergebnisse der konkreten Teilziele erfolgt projektbegleitend oder am Ende ergebnisbezogen - auch unter dem Gesichtspunkt der Verstetigung bzw. Nachhaltigkeit (vgl. Heft 5)

(nach Leitfaden Prävention der GKV-Spitzenverbände 2008, S. 20)

Wie ausführlich bei einer Projektplanung bzw. der Antragsformulierung auf die einzelnen Punkte eingegangen werden muss, hängt natürlich von der Art und dem Umfang der Maßnahme bzw. der Höhe der beantragten Fördersumme ab. Oft werden seitens potenzieller Förderer auch Formulare bereitgestellt, die Vorgaben für den Textumfang und die zu berücksichtigenden Kriterien enthalten.

Die Stiftung „Aktion Mensch“ fördert u.a. Projekte für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten. Über www.aktion-mensch.de/foerderung/index.php können Förderrichtlinien und Checklisten für die Antragstellung herunter geladen werden.

Aus dem Leitfaden Prävention der GKV-Spitzenverbände ergibt sich für die Antragstellung folgende Checkliste:

Checkliste: Projektantrag

  • Ist der Bedarf ermittelt und das geplante Projekt daraus gut begründet?
  • Wird die Zielgruppe aktiv in die Maßnahmenplanung und -durchführung einbezogen?
  • Werden insbesondere sozial benachteiligte Zielgruppen in ihrem Lebensumfeld erreicht?
  • Wird eine gesundheitsförderliche Gestaltung der Lebenswelt der Zielgruppen initiiert, bzw. unterstützt?
  • Sind die für das Setting zuständigen Hauptakteure in die Planung und Durchführung der Maßnahme kooperativ eingebunden?
  • Werden durch die geplanten Aktivitäten gesundheitsförderliche Ressourcen der Zielgruppe gestärkt und Belastungen, bzw. Risiken gesenkt?
  • Werden der Projektverlauf und seine Ergebnisse im Projektteam regelmäßig reflektiert und bewertet? Ist die Qualitätssicherung auch durch eine angemessene Dokumentation sicher gestellt?
  • Münden die geplanten Aktivitäten in eine dauerhafte Verstetigung des Prozesses?
  • Führen die geplanten Aktivitäten zu einer weiteren Vernetzung zwischen Institutionen - auch außerhalb des Gesundheitsbereiches im engeren Sinn - und fördern sie eine konstruktive Zusammenarbeit?
  • Bringt der für das Setting zuständige Träger einen angemessenen Anteil an Eigen-/ Drittmitteln - auch in Form geldwerter Leistungen - in die projektbezogenen Aktivitäten ein?
  • Sind die beantragten Maßnahmen in politikübergreifende gesundheitsförderliche Strategien und Vernetzungsprozesse eingebunden?

(nach Leitfaden Prävention 2008, S. 20)


zum Seitenanfang | Kapitel 2 - Wie werden Projektziele formuliert?

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Logo der Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

Teil 1 "Gesunde Lebenswelten schaffen"Teil 2 "Probleme erkennen"Teil 3 "Ein Projekt entwickeln"Teil 4 "Präventiv handeln"Teil 5 "Erfahrungen nutzen"Teil 6 "gesund und aktiv älter werden"Teil7 "Gemeinsam Handeln"

Teil 3: Ein Projekt entwickeln

Teil 3 "Ein Projekt entwickeln"

Handlungsfelder

Handlungsfelder bestimmen sich nach Zielen, die in einem bestimmten Rahmen erreicht werden sollen. So sind Handlungsfelder für die Gestaltung einer gesundheitsförderlichen Kindertageseinrichtung z.B. Alltag der Kinder, Elternarbeit, Arbeitssituation der Erzieher/innen, räumliche Situation etc.

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 74 Partnerorganisationen an.
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