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Die Diskussion ist abgeschlossen

Gesundheit gemeinsam verantworten!

Online-Diskussion auf www.gesundheitliche-chancengleichheit.de
20 Jahre Kongress Armut und Gesundheit! In diesem Zeitraum hat sich der Kongress zur größten deutschlandweiten Plattform einer Bewegung für mehr gesundheitliche Chancengleichheit entwickelt. Gemeinsam werden die Belange von Menschen in schwieriger sozialer Lage in die öffentliche Debatte eingebracht.  

Ausreichend Hintergrundwissen ist vorhanden!
Die Chancen, in Gesundheit und Wohlbefinden zu leben, sind sozial determiniert und damit ungleich verteilt. Die Auswirkungen sozialer Ungleichheiten auf den individuellen Gesundheitszustand haben in den letzten 20 Jahren kontinuierlich zugenommen, mit dramatischen Konsequenzen für von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffene Menschen. In seiner 20-jährigen Geschichte konnte der Kongress einen wesentlichen Teil zur Bewusstseinsbildung für den Zusammenhang zwischen Armut und Gesundheit und den damit verbundenen Auswirkungen beitragen. Das Feld der Akteurinnen und Akteure hat sich in dieser Zeit deutlich verändert und weiterentwickelt. Anfangs als vorwiegend studentische Initiative gestartet, nehmen inzwischen ca. 2.200 bundesweite und internationale Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Praxis am Kongress teil.

Gemeinsam Impulse setzen!
Um gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern, bedarf es einer gemeinsamen ressortübergreifenden Strategie. Gesundheit muss auf allen Handlungsebenen mitgedacht und mit gesteuert werden (Health in all policies). Dieser Argumentationslinie folgt u.a. Prof. Ilona Kickbusch, die Eröffnungsrednerin des kommenden Kongresses, wenn sie feststellt, dass Gesundheit eine politische Entscheidung sei und es darum gehe, den politischen Prozess partizipativ zu gestalten.

Der Kongress Armut und Gesundheit 2015 möchte unter der Leitfrage „Wie lässt sich Gesundheit gesamtgesellschaftlich denken und umsetzen?“ das vorhandene Wissen bündeln und darauf aufbauend Impulse an Wissenschaft, Politik und Praxis senden. „Gesundheit gemeinsam verantworten“ ist nicht nur der Titel des Kongresses, sondern auch Bedingung für erfolgreiche Zusammenarbeit in der Praxis.

Wir möchten Sie dazu einladen, mit zu diskutieren:

  • Zu welchen Themen und Schwerpunkten möchten Sie sich auf dem kommenden Kongress austauschen?
  • Health in All Policies: was verstehen Sie unter diesem Ansatz? Was tut sich in diesem Bereich in den letzten Jahren?
  • „Gesundheit gemeinsam verantworten“ - wie kann dies in Ihrer beruflichen Praxis gelingen?

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

Ihr Kongressteam


Beitrag: Dr. med. Uwe Denker, Initiator der "Praxen ohne Grenzen"

Dr. med. Uwe Denker, Initiator der "Praxen ohne Grenzen":

Was wir 2010 bei Eröffnung der ersten "Praxis ohne Grenzen" in Bad Segeberg nicht wussten, können wir heute beantworten: Etwa 1 % der in der Bundesrepublik lebenden Menschen sind nicht krankenversichert und leben mit hohem Risiko. Bei für sie unerwarteten Krankheiten stürzen sie durch hohe Behandlungskosten in finanzielle Katastrophen, in schwere Lebenskrisen mit Depressionen und Selbstmordtendenzen. Wir haben zahlreiche dramatische Fälle dokumentiert und werden sie in einem Buch veröffentlichen. In den meisten Fällen handelte es sich um selbständige Mittelständler, die jahrzehntelang ihre Krankenkassenbeiträge gezahlt hatten und zum Beispiel durch Auftragsrückgänge in Zahlungsschwierigkeiten gekommen waren. Dann wurden sie plötzlich krank (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, insulinpflichtige Zuckerkrankheit), Krankenhausbehandlung wurde erforderlich und hohe Rechnungen folgten. Nachforderungen durch die Krankenkassen erhöhten die Schuldenlast.
Der Absturz vom Wohlstand in Armut ist oft dramatisch.
Wir leisten ärztliche Ersthilfe durch kostenlose Beratungen und Behandlungen und durch Übernahme von Behandlungs- und Medikamentenkosten, wenn unser Budget, das sich allein aus Spendengeldern speist, es zulässt.
Armut durch Krankheit und Krankheit durch Armut ist unser tägliches Problem!

06.01.2015 18:22 Uhr

Beitrag: Olaf Maibach

Olaf Maibach:

Ich ziehe meinen Hut vor allen Ärzten, die sich für Praxen ohne Grenzen engagieren. Wir haben in diesem unseren Lande aber noch mehr "Verlierer" des Marktes wie Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende, Migranten, Prekärbeschäftigte usw., die trotz KV-Karte allein schon aufgrund Ihrer Lebenssituation nur von gesellschaftlicher Teilhabe und gesunden Lebensbedingungen träumen können. Und das sind deutlich mehr als dieses 1% der Bevölkerung. Hier sollte meiner Meinung der Kongress 2015 viel mehr als bisher versuchen, gesundheits- und sozialpolitische und individualpsychologische Visionen umzusetzbar zu machen. Die Visionen gibt es ja, aber es fehlt an der praktischen Umsetzung.

12.01.2015 13:05 Uhr

Beitrag: Bärbel Scheel

Bärbel Scheel:

Wunsch: "The Holistic Approach to Health" - ganzheitliches, gesell.polit. Denken und Handeln von satten Institutionen des Gesundheitswesens statt bedrohliches Gefühl von "Lebenssaft abziehenden" Hochburgen des deutschen Gesundheitswesens

Lieber Dr. med. Denker,
ich erfahre hier auf dem Forum das erste Mal von Ihrer bundesverdienstkreuzwürdigen Initiative "Praxen ohne Grenzen". Es ist gegen die Menschenwürde und das Grundrecht der Menschenrechte, daß Institutionen bei uns funktionieren, wie die Krankenkassen, die sich unerreichbar halten für Ihre geschilderten Lebensschicksale. Ich höre von solchen Fällen aus dem Bereich der Künstlerszene. Die komplexe Lebens- u. Arbeitssituation von vielen Künstlern wird auch von der Künstlersozialkasse scheinbar nicht berücksichtigt, wenn es z.B um ausstehende Beitragszahlungen geht. Man will nur Geld und schiebt die Schuld - ohne sich sachkundig bzw. ein Verständnis für die Sit. zu erarbeiten, dem/der KünstlerIn zu. Das ist effektiv doppelt negativ: einmal schwächt es die Schaffenskraft des Künstlers, der u.U. kränker wird statt gesünder und
zum anderen die ausstehende Zahlung in weitere Ferne rückt.
Kurz gesagt, es wird negativer Druck ausgeübt. Das schafft mit ein so gestresstes Gesellschaftsklima wie wir es heute ertragen müssen: Aggressivität und negative Konkurrenz bestimmen den Alltag und machen alle kränker. Das ist ein vermeidbares Leid-Syndrom für alle, wenn sich die Institutionen den individuellen Fällen widmen und unrealistische Forderungsbriefe erst gar nicht verschicken würden.
Wobei ich hoffe, daß diese Kassen wenigsten in Ihren Spendenpool einzahlen. Tun sie das eventuell schon?
Eine zweite Frage von mir: gibt es Praxen ohne Grenzen auch in Berlin?
Mit dankbaren Grüssen für Ihre Initiative aus Berlin
Bärbel Delphine Scheel M.A.

01.03.2015 11:23 Uhr

Beitrag: Joseph Kuhn

Joseph Kuhn:

Das Motto des Kongresses, "Gesundheit gemeinsam verantworten", erinnert zu Recht noch einmal daran, dass in der Gesundheit mit dem Appell an die "Eigenverantwortung" nicht alles gesagt ist. In den Worten der Ottawa-Charta: „Gesundheit entsteht dadurch, dass man sich um sich selbst und für andere sorgt (…) sowie dadurch, dass die Gesellschaft in der man lebt, Bedingungen herstellt, die allen ihren Bürgern Gesundheit ermöglichen.“

13.01.2015 12:18 Uhr

Beitrag: Arif Sezer

Arif Sezer:

Die Armut ist auch unter den türkeistämmigen Patienten ein sehr großes Problem. Diesbezüglich habe ich auch ein Konzept bei der Krankenkasse und KV vorgelegt und negative Antworten bekommen.
Ich denke, man soll alle Kräfte bündeln und sich auf allen Ebenen der Gesellschaft dafür stark machen.
Ich als Allgemeinmediziner und Psychotherapeut in eigener Praxis mache leider ähnliche Erfahrung.

13.01.2015 13:30 Uhr

Beitrag: Peter-Ernst Schnabel

Peter-Ernst Schnabel:

Das Motto der Tagung klingt gut - wie immer. Wer könnte daran zweifeln, dass es wichtig ist, die Sache der Gesundheit in die Hände aller zu legen, und unter die Verantwortung all derer zu stellen, die meist weder die Fähigkeiten noch die Macht besitzen, sie herzustellen und aufrecht zu erhalten. All dieses schöne Gerede, das inzwischen schon Züge der "Gesundbeterei" anzunehmen beginnt - angeblich leben wir ja schon in einer "Gesundheits-gesellschaft" - wird aber auf die Dauer nicht viel bringen, wenn wir uns als Gesundheitswissenschaft-lerInnen und -akteurInnen nicht endlich an den Gedanken gewöhnen, dass die Gesundheit, die wir meinen und wollen, in dieser unserer Gesellschaft nicht zu haben ist und dass wir uns bemühen sollten, endlich über die anderen gesellschaftlichen Bedin-gungen zu sprechen, unter denen sie möglich wäre.

10.02.2015 14:48 Uhr

Beitrag: Olaf Maibach

Olaf Maibach:

Genau so. Wir kennen alle mittlerweile einschlägige Studien über die Wirkung von sozialer Ungleichheit auf die Gesundheit der Bürger. Wie lange dauert es eigentlich, bis daraus auch politisch mal Konsequenzen gezogen werden? Oder anders gefragt: erfüllt das Ignorieren der politischen Rahmenbedingungen für Gesundheit nicht fast schon den Tatbestand "unterlassene Hilfeleistung"?

23.02.2015 09:44 Uhr

Beitrag: Peter-Ernst Schnabel

Peter-Ernst Schnabel:

Na ja, das hängt davon ab, ob und in wieweit nicht nur Krankheiten und das Erkrankungsrisiko, sondern auch die von allen Seiten und keineswegs nur von Seiten der Krankheiten her bedrohte Gesundheit, die mehr ist als das Frei-Sein von Krankheit und
Gebrechen, überhaupt als intervierenswertes Problem/ Phänomen (an)erkannt wird. Leider haben die Gesundheitswissenschaften, die überwiegend - wie die Medizinpsychologie und -soziologie schon lange vor ihnen - Versorgungsforschung betreiben, zur Auflärung über diesen Sachverhalt nur wenig beigetragen; was eigentlich ihre Aufgabe wäre Aus dem gleichen Grund fehlt uns auch fundiertes, d. h. empirisches Wissen,welches wir bräuchten, um beurteilen zu können, was "vollzogene" d. h. sach- und fachgerecht durchgeführte Hilfeleistung in punkto Gesundheit überhaupt bedeutet. Gegen-wärtig besitzen wir kaum Referenzen, um feststellen zu können, wie weit viele Menschen in unserer Gesellschaft noch davon entfernt sind, ein gutes und gesundes Leben führen zu können. Eben deshalb sollten wir wenigstens beginnen, theoretisch darüber nachzudenken, statt uns allein auf Symptomkurierei zu beschränken. Empirie folgt dem in der Regel nach.

24.02.2015 13:19 Uhr

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