Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Servicenavigation

Sprung zur Hauptnavigation

Hauptnavigation

Sprung zum Seiteninhalt

  1. Über den Verbund
    1. Hintergründe, Daten & Materialien
    2. Struktur des Verbundes
    3. Geschäftsstelle
    4. Dokumentationen von Veranstaltungen
  2. Wir in den Ländern
    1. Baden-Württem­berg
    2. Bayern
    3. Berlin
    4. Branden­burg
    5. Bremen
    6. Hamburg
    7. Hessen
    8. Mecklen­burg-Vor­pom­mern
    9. Nieder­sachsen
    10. Nord­rhein-West­falen
    11. Rhein­land-Pfalz
    12. Saar­land
    13. Sachsen
    14. Sachsen-Anhalt
    15. Schleswig-Holstein
    16. Thü­ringen
  3. Praxisdatenbank
    1. Über die Praxisdatenbank
    2. Recher­che
    3. Mein Angebot
    4. Häufige Fragen
    5. Neueste Angebote
  4. Qualitätsentwicklung
    1. Good Practice
    2. Qualität im Setting
  5. Partnerprozess
    1. Ziel: Integrierte kommunale Strategien
    2. Hintergrund
    3. Das Vorhaben
    4. Mitmachen
    5. inforo - das Portal für Fachkräfte
    6. Materialien
    7. AUF DEN PUNKT.
  6. Materialien
    1. Externe Publikationen
    2. Interne Veröffentlichungen
    3. Themenblätter
    4. Präventionsgesetz
  7. Aktuelles
    1. Beiträge
    2. Termine
    3. Wettbewerbe
    4. News­letter

Seiteninhalt

Sprung zur Fusszeile

Glos­sar zur Ge­sund­heits­för­de­rung mit Geflüchteten

Abgrenzung und Emp­feh­lung­en zur Verwendung von Begriffen und Konzepten

1. Migrantinnen und Migranten

Mi­gra­ti­on gewinnt im Zuge der globalen Veränderungen im Be­reich Global Health zunehmend an Be­deu­tung [1] und geht ins­be­son­de­re im Be­reich der Ge­sund­heits­för­de­rung mit besonderen An­for­de­rung­en einher [2].

Definition Migrationshintergrund

In der Um­gangs­spra­che fin­den sich häufig die Begriffe Aus­län­de­rin­nen und Aus­län­der, Migrantinnen und Migranten oder Menschen mit Mi­gra­ti­onshintergrund bzw. Mi­gra­ti­ons-/Zuwanderungsgeschichte. Obwohl oft sy­no­nym verwendet, ist da­mit nicht im­mer das Glei­che ge­meint. Das Statistische Bun­des­amt hält fest, dass ei­ne Person mit Mi­gra­ti­onshintergrund als solche definiert wird, „[…] wenn sie selbst oder min­des­tens ein El­tern­teil nicht mit deutscher Staats­an­ge­hö­rig­keit ge­bo­ren ist." [3] Dazu zäh­len laut dem Bun­des­amt für Mi­gra­ti­on und Flüchtlinge (BAMF) folgende Personengruppen:

  1. Zugewanderte und nicht zugewanderte Aus­län­der;
  2. Zugewanderte und nicht zugewanderte Eingebürgerte;
  3. (Spät-)Aus­sied­ler;
  4. mit deutscher Staats­an­ge­hö­rig­keit ge­bo­rene Nachkommen der drei zu­vor genannten Grup­pen [3].

Da geflüchtete Personen häufig im Fo­kus ste­hen, gilt es zu be­ach­ten, dass diese le­dig­lich ei­ne Teilgruppe der Grup­pe von Menschen mit Mi­gra­ti­onshintergrund bil­den.

2. Flüchtlinge oder Geflüchtete

Rund um das Themengebiet Flucht sind verschiedene Begrifflichkeiten verbreitet. Einige Begriffe, wie bei­spiels­wei­se Geflüchtete, Flüchtling oder Asyl­be­wer­berin und Asyl­be­wer­ber, wer­den sy­no­nym verwendet, um­schrei­ben je­doch unterschiedliche rechtliche Sta­tus.

2.1 Flüchtling

„Auf Ba­sis der Gen­fer Flüchtlingskonvention gel­ten Menschen als Flüchtlinge, die sich aus begründeter Furcht vor Verfolgung von staatlichen oder nichtstaatlichen Akteuren auf­grund ihrer

  • Ras­se (der Be­griff "Ras­se" wird in An­leh­nung an den Vertragstext der Gen­fer Flüchtlingskonvention verwendet),
  • Nationalität,
  • politischen Über­zeu­gung,
  • religiösen Grundentscheidung oder
  • Zugehörigkeit zu ei­ner bestimmten sozialen Grup­pe (als bestimmte soziale Grup­pe kann auch ei­ne Grup­pe gel­ten, die sich auf das gemeinsame Merkmal der sexuellen Ori­en­tie­rung gründet)

au­ßer­halb ihres Herkunftslands be­fin­den und die den Schutz ihres Herkunftslands nicht in An­spruch neh­men kön­nen oder auf­grund der begründeten Furcht nicht in An­spruch neh­men wol­len.

Beispiele für Handlungen, die als Verfolgung gel­ten kön­nen, sind:

  • An­wen­dung physischer oder psychischer Ge­walt, ein­schließ­lich sexueller Ge­walt,
  • gesetzliche, administrative, polizeiliche und/oder justizielle Maß­nah­men, die als solche diskriminierend sind oder in diskriminierender Wei­se an­ge­wandt wer­den,
  • unverhältnismäßige oder diskriminierende Straf­ver­fol­gung oder Be­stra­fung,
  • Verweigerung gerichtlichen Rechtsschutzes mit dem Er­geb­nis ei­ner unverhältnismäßigen oder diskriminierenden Be­stra­fung,
  • Handlungen, die an die Geschlechtszugehörigkeit an­knüp­fen oder ge­gen Kinder gerichtet sind.“ [4]

Das Suf­fix „-ling“ wird teils als kleinmachend oder abwertend empfunden. Dies beruht auch auf sei­ner häufigen Funk­ti­on der Verklei­nerung (Diminutiv). Die Wer­tung des Suf­fixes ist je­doch eher ab­hän­gig von der Sprachsensibilität des Einzelnen [5]. So gibt es so­wohl ne­ga­tiv konnotierte Wörter mit der En­dung „-ling“ (z.B. „Schrei­ber­ling“, „Wüst­ling“ etc.) als auch neutrale bis positiv besetzte Wörter („Lieb­ling“).

Ein weiterer Kritikpunkt an der Be­zeich­nung „Flüchtling“ ist, dass diese sich nicht gendern lässt. Bei der Verwendung von „Geflüchtete“ wird au­ßer­dem durch die Ab­lei­tung vom Par­ti­zip „geflüchtet“ ein potenzielles En­de der Flucht angedeutet. Der Sta­tus „Flüchtling“ hinge­gen scheint aus sprachlicher Sicht auf unbegrenzte Zeit angelegt bzw. nicht endlich [6].
Darüber hinaus gibt es weitere sprachliche Al­ter­na­ti­ven wie „Menschen mit Fluchthintergrund“, „Menschen mit Fluchtgeschichte oder Fluchterfahrung“. Vorteil an die­ser Wort­wahl ist, dass die Menschen an sich im Vordergrund ste­hen und nicht die oft stigmatisierende Ei­gen­schaft des Geflüchtetseins.

Ähnliche Diskussionen gab es bei­spiels­wei­se rund um die Themenfelder Be­hin­de­rung oder Mi­gra­ti­on. Hier wurden Al­ter­na­ti­ven wie „Menschen mit Be­hin­de­rung“/„Menschen mit Be­ein­träch­ti­gung­en“ (al­ter­na­tiv zu „behinderte Menschen“) und „Menschen mit Mi­gra­ti­onsgeschichte“ (al­ter­na­tiv zu „Migrantinnen und Migranten“) ge­wählt, wel­che sich größ­ten­teils etabliert haben.
Ein Nach­teil bei der Wahl solcher sprachlichen Al­ter­na­ti­ven bildet bei der An­wen­dung die Län­ge der Kon­struk­ti­on. Auch besteht nicht im­mer Kon­sens da­rü­ber, wel­che For­mu­lie­rung (Ad­jek­tiv oder Nominalisierung) am wenigsten stigmatisierend wirkt.

2.2 Geflüchtete

Der Be­griff „Geflüchtete“ wird als Alternativbegriff für „Flüchtlinge“ verwendet. Da es kein juristischer Be­griff ist, fallen un­ter „Geflüchtete“ auch Menschen, die keinen offiziellen Flüchtlingsstatus haben. Häufig wird der Be­griff „Geflüchtete“ als Al­ter­na­ti­ve für sprachliche Problematiken des Worts „Flüchtling“ verwendet (s.o.).


!! Grundsätzlich kann das Wort „Geflüchtete“ im alltäglichen Ge­brauch verwendet wer­den. Um je­doch bestimmte rechtliche Sta­tus zu be­to­nen, kön­nen die spezifischeren Be­griffe wie zum Bei­spiel „Asyl­be­wer­berinnen und Asyl­be­wer­ber“ oder „Menschen mit einer Dul­dung“ eingesetzt wer­den.

2.3 Asylbewerberinnen und Asylbewerber, Asylsuchende

Begrifflichkeiten wie „Asyl­be­wer­berinnen und Asyl­be­wer­ber“ oder „Asylsuchende“ wer­den häufig sy­no­nym zum Wort „Flüchtling“ verwendet. Hier handelt es sich je­doch um rechtliche Begriffe, die aus­drü­cken, dass Geflüchtete sich im Asylverfahren be­fin­den, al­so einen An­trag auf An­er­ken­nung als po­li­tisch Verfolgte gestellt haben. Dementsprechend sa­gen die Begriffe et­was über den rechtlichen Sta­tus der Person und ih­re da­mit einhergehenden möglichen Ansprüche z.B. hinsichtlich gesundheitlicher Leis­tung­en aus [7].

2.4 Asylberechtigung

„Asylberechtigt und dem­nach po­li­tisch verfolgt sind Menschen, die im Fal­le der Rück­kehr in ihr Herkunftsland ei­ner schwer­wie­genden Men­schen­rechts­ver­let­zung ausgesetzt sein wer­den, auf­grund ihrer

  • Ras­se (der Be­griff "Ras­se" wird in An­leh­nung an den Vertragstext der Gen­fer Flüchtlingskonvention verwendet),
  • Nationalität,
  • po­li­tischen Über­zeu­gung,
  • religiösen Grundentscheidung oder
  • Zugehörigkeit zu ei­ner bestimmten sozialen Grup­pe (als bestimmte soziale Grup­pe kann auch ei­ne Grup­pe gel­ten, die sich auf das gemeinsame Merkmal der sexuellen Ori­en­tie­rung gründet),

oh­ne ei­ne Fluchtalternative in­ner­halb des Herkunftslandes oder anderweitigen Schutz vor Verfolgung zu haben.
Nicht jede negative staatliche Maß­nah­me - selbst, wenn sie an ei­nes der genannten persönlichen Merkmale anknüpft - stellt ei­ne asylrelevante Verfolgung dar. Es muss sich vielmehr ei­ner­seits um ei­ne gezielte Rechtsgutverletzung handeln, an­de­rer­seits muss sie in ihrer In­ten­si­tät da­rauf gerichtet sein, die Be­trof­fe­nen aus der Ge­mein­schaft auszugrenzen. Schließlich muss es sich um ei­ne Maß­nah­me handeln, die so schwer­wie­gend ist, dass sie die Men­schen­wür­de verletzt und über das hinausgeht, was die Be­woh­ne­rin­nen und Be­woh­ner des jeweiligen Staates an­sons­ten all­ge­mein hinzunehmen haben.

Berücksichtigt wird grund­sätz­lich nur staatliche Verfolgung, al­so Verfolgung, die vom Staat ausgeht. Aus­nah­men gel­ten, wenn die nichtstaatliche Verfolgung dem Staat zuzurechnen ist oder die nichtstaatliche Verfolgung selbst an die Stel­le des Staates getreten ist (quasistaatliche Verfolgung).

Notsituationen wie Ar­mut, Bürgerkriege, Na­tur­ka­ta­stro­phen oder Per­spek­tiv­lo­sig­keit sind da­mit als Gründe für ei­ne Asylgewährung ge­mäß Ar­ti­kel 16a GG grund­sätz­lich aus­ge­schlos­sen.“ [8]

2.5 Subsidiärer Schutz

„Der subsidiäre Schutz greift ein, wenn we­der der Flüchtlingsschutz noch die Asylberechtigung gewährt wer­den kön­nen und im Herkunftsland ernsthafter Schaden droht.
Subsidiär schutzberechtigt sind Menschen, die stichhaltige Gründe da­für vorbringen, dass ih­nen in ihrem Herkunftsland ein ernsthafter Schaden droht und sie den Schutz ihres Herkunftslands nicht in An­spruch neh­men kön­nen oder we­gen der Be­dro­hung nicht in An­spruch neh­men wol­len. Ein ernsthafter Schaden kann so­wohl von staatlichen als auch von nichtstaatlichen Akteuren aus­ge­hen.
Als ernsthafter Schaden gilt:

  • die Verhängung oder Vollstreckung der To­des­stra­fe,
  • Folter oder unmenschliche oder erniedrigende Be­hand­lung oder Be­stra­fung oder
  • eine ernsthafte individuelle Be­dro­hung des Lebens oder der Un­ver­sehrt­heit einer Zi­vil­per­son in­fol­ge willkürlicher Ge­walt im Rahmen ei­nes internationalen oder innerstaatlichen bewaffneten Konflikts.“ [9]

2.6 Menschen oh­ne Papiere, Menschen oh­ne Aufenthaltsstatus, ir­re­gu­läre oder il­le­galisierte Migrantinnen und Migranten

Diese Wort­grup­pe beschreibt Menschen, die sich aus aufenthaltsrechtlicher Sicht il­le­gal in ei­nem Land auf­hal­ten. Ir­re­gu­lä­re Migrantinnen und Migranten sind Personen, die oh­ne ei­ne Er­laub­nis, z.B. Visum, in ein Land eingereist sind oder länger in ei­nem Land blei­ben, als ih­re ursprüngliche Er­laub­nis es vorsieht. Dies betrifft im Rahmen der Europäischen Uni­on sogenannte Drittstatten. „In Deutsch­land und in der Begriffswahl der Europäischen Uni­on bezeichnet man sie auch oft­mals als ‚il­le­gale Einwanderer‘, im Fran­zö­si­schen spricht man von den ‚Sans Papiers‘ (‚oh­ne Papiere‘).“ [10] Die Zuschreibung „il­le­gal“ wird häufig problematisiert, da sie Assoziationen zu „kri­mi­nell“ weckt [11].
Der Sta­tus „ir­re­gu­lär“ enthält hingegen ei­nen zeitlichen Fak­tor. So kön­nen sich z.B. durch die Änderungen von Gesetzen oder durch Erlässe Änderungen er­ge­ben, die da­zu füh­ren, dass ei­ne Person ei­nen regulären Aufenthaltsstatus erhält oder ihn verliert.
Hiervon sind auch abgelehnte Asylbewerberinnen und -bewerber be­trof­fen. Aufgrund ih­res rechtlichen Sta­tus haben sie eingeschränkte Ansprüche auf die Ge­wäh­rung sozialer Leis­tung­en und gesundheitlicher Versorgung [11, 12, 13].

2.7 Besonders schutzbedürftige Gruppen

Im Dis­kurs zum The­ma Geflüchtete wird häufig von sogenannten „be­son­ders schutzbedürftigen Grup­pen“ gesprochen. Laut der EU-Aufnahmerichtlinie von 2013 besteht ins­be­son­de­re für diese Personengruppen ein erhöhter Schutzbedarf:

  • (unbegleitete) minderjährige Flüchtlinge
  • Menschen mit Behinderungen
  • Menschen mit schweren körperlichen oder psychischen Erkrankungen
  • Schwangere und Allei­nerziehende mit minderjährigen Kindern
  • Überlebende von Men­schen­han­del, Fol­ter, Vergewaltigung und allen anderen Formen physischer, psychischer und sexualisierter Ge­walt

Die EU-Mitgliedstaaten sind durch die o.g. Richt­li­nie verpflichtet, die speziellen Bedürfnisse die­ser vulnerablen Grup­pen im Asylverfahren, in der Un­ter­brin­gung etc. zu be­rück­sich­ti­gen. Dazu gehört zu­nächst auch die Feststellung, ob besondere Bedürfnisse vorliegen [14]. Die EU-Aufnahmerichtlinie trat im Ju­li 2013 in Kraft, den Mitgliedsstaaten wurde ei­ne Umsetzungsfrist von zwei Jahren gewährt. Diese ist im Ju­li 2015 abgelaufen und aus Sicht der Europäischen Kom­mis­si­on in Deutsch­land je­doch nicht an­ge­mes­sen erfüllt worden. Die Kom­mis­si­on leitete ein Vertragsverletzungsverfahren ein. Die EU-Richt­li­nie ist wei­ter­hin nicht ex­pli­zit ins Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) aufgenommen worden.
Allerdings wer­den laut AsylbLG § 6, Abs. 2: „Personen, die ei­ne Aufenthaltserlaubnis ge­mäß § 24 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes be­sit­zen und die besondere Bedürfnisse haben, wie bei­spiels­wei­se unbegleitete Min­der­jäh­ri­ge oder Personen, die Fol­ter, Vergewaltigung oder sonstige schwere Formen psychischer, physischer oder sexueller Ge­walt erlitten haben, (…) die erforderliche medizinische oder sonstige Hilfe gewährt.“
Eine systematische bundesweite Er­fas­sung von be­son­ders Schutzbedürftigen findet in Deutsch­land der­zeit nicht statt und wird durch die Bun­des­re­gie­rung nicht als not­wen­dig betrachtet. Sie verweist hier auf die Zu­stän­dig­keit der Bundesländer. Bezogen auf die gestellten Asylanträge lag bspw. der An­teil von minderjährigen Flüchtlingen 2016 bei 36,2 Pro­zent [15, 16].


!! Die Bedürfnisse von be­son­ders schutzbedürftigen Geflüchteten sollten ge­ra­de in Be­zug auf An­ge­bo­te der Ge­sund­heits­för­de­rung und Prä­ven­ti­on verstärkt berücksichtigt wer­den.


3. Kultursensibilität, Interkulturalität und Transkulturalität

3.1 Kul­tur und Kul­tursensibilität

„Kul­tursen­si­bel“ ist ei­ne Be­grifflichkeit, die bis­her be­son­ders in Ar­beitsfeldern wie der Patientenversorgung (vor allem der Pfle­ge und Al­ten­hil­fe), der Psychologie oder der sozialen Ar­beit verwendet wird.
Genauere, auch wissenschaftliche Be­griffsdefinitionen sind da­bei schwer zu fin­den. So müsste zu­nächst definiert wer­den, was ge­nau un­ter dem Be­griff „Kul­tur“ verstanden wird, auf die bezogen man sich sen­si­bel verhalten sollte. Grundsätzlich gibt es ei­ne Vielzahl an un­terschiedlichen Definitionen und Verständnissen von Kul­tur.
Diese rei­chen von normativen bis zu bedeutungs- und wissensorientierten Ansätzen. Häufig wird „Kul­tur“ als Ober­be­griff genutzt, der Aspekte wie Herkunft, Mut­ter­spra­che und Re­li­gi­on umfasst [17]. Beiträge zur Kul­tursensibilität in Prä­ven­ti­on und Ge­sund­heits­för­de­rung fin­den sich bei der Bun­des­zen­tra­le für ge­sund­heit­liche Auf­klä­rung (BZgA) [18], ei­ne ausführlichere Herleitung in Betsch et al. [19].
Im Zusammenhang einer im Jahr 2017 durchgeführten Literatur- und Datenbankrecherche zu Ge­sund­heits­för­de­rungs- und Prä­ven­ti­onsansätzen bei Menschen mit Migrationshintergrund und Aus­wer­tung der vorliegenden Evidenz fand auch ei­ne Be­fra­gung von neun Ex­per­tin­nen und Ex­per­ten mit und oh­ne Migrationshintergrund aus Wis­sen­schaft und Pra­xis statt [20]. Dabei wurden u.a. die Be­griffe „Kul­tursensibilität“, „Migrationssensibilität“ und „so­zi­o­kul­tu­relle Sen­si­bi­li­tät“ exploriert. „Kul­tursensibilität“ wurde kri­tisch betrachtet, weil die­ser Be­griff ein starres und vereinheitlichendes Verständnis der Kul­tur ei­ner Bevölkerungsgruppe nahelege. Die Be­griffe migrations- und so­zi­o­kul­tu­rell sen­si­bel wer­den hier bevorzugt. „Migrationssensibilität“ berücksichtigt Migrationsfaktoren wie Sprachkompetenzen, Herkunftsregion, Migrationsmotive und -umstände oder Auf­ent­halts­dau­er und -status.

3.2 Soziokulturelle Sen­si­bi­li­tät

„Soziokulturelle Sen­si­bi­li­tät“ wird als noch wei­ter gehend verstanden. Die­ser Be­griff umfasst auch die Unterschiede zwi­schen so­zi­alen Schich­ten, das Geschlechterverhältnis und die so­zi­alen Netzwerke [20]. Hierbei kann es be­deut­sam sein, ne­ben der aktuellen Si­tu­a­ti­on auch die Aus­gangs­la­ge im Herkunftsland in den Blick zu neh­men.
„Die Be­rück­sich­ti­gung der Heterogenität in­ner­halb der Be­völ­ke­rung mit Migrationshintergrund ist ei­nes der zentralen Themen in den Interviews. Den Ex­per­tin­nen und Ex­per­ten war es wich­tig, da­rauf hinzuweisen, dass ei­ne genaue De­fi­ni­ti­on und Dif­fe­ren­zie­rung der Ziel­grup­pe so­wohl nach Migrationsaspekten als auch so­zi­alen Aspekten für die Pla­nung not­wen­dig sei. Je nach genauer Ziel­grup­pendefinition kann ein gezieltes An­ge­bot, bei­spiels­wei­se für kürz­lich angekommene Flüchtlinge, sinn­voll sein. In anderen Fällen ist ei­ne interkulturelle Öff­nung von etablierten An­ge­boten zu be­vor­zu­gen. Soziale Aspekte wie die Ein­bin­dung in so­zi­ale Netzwerke sind eben­falls zu be­rück­sich­ti­gen. Während der Zu­gang zu so­zi­al eingebundenen Personen zu Gruppenveranstaltungen, wie bei­spiels­wei­se Kochkurse, ge­lin­gen kann, so ist der Zu­gang zu weit­ge­hend isolierten Personen eher in­di­rekt über Vertrauenspersonen zu er­rei­chen.
In praktischer Hinsicht wird die soziokulturelle Sen­si­bi­li­tät häufig durch mehrsprachige Informationsmaterialen, den Ein­satz von Dolmetschern, den Ein­satz von Ge­sund­heitsmediatoren, den Einbezug von Übungsleiterinnen und Übungsleitern mit ähnlichem Migrationshintergrund und der Par­ti­zi­pa­ti­on der Ziel­grup­pe in der Ent­wick­lung der Maß­nah­men erreicht.“ [20]
Eine rei­ne Fokussierung auf ethnische und kulturelle Zuschreibungen ist zu vermeiden. Sie würde ei­ne unzulässige Re­duk­ti­on komplexer so­zi­aler Si­tu­a­ti­onen und Probleme dar­stel­len („Ethnisierung“, „Kulturalisierung“). Vielmehr sollten stets auch die so­zi­alen De­ter­mi­nan­ten der Ge­sund­heit wie z.B. die Armutsquoten und ungleichen Bil­dungs­chan­cen [21, 22] und die so­zi­alen Rah­men­be­din­gung­en der Ziel­grup­pe in der Kon­zep­ti­on, Projektplanung und täglichen Ar­beit berücksichtigt wer­den.


!! In An­leh­nung an die oben aufgeführten De­fi­ni­ti­onen kann „kultursensibel“ verstanden wer­den als Haltung, die auf Verständnis von Kulturen und Religionen beruht. Die Sen­si­bi­li­tät liegt in der Auf­merk­sam­keit für die kulturellen und migrationsspezifischen Prä­gung­en und Er­fah­rung­en.
Die soziokulturelle Sen­si­bi­li­tät liegt in der Auf­merk­sam­keit für die kulturellen und migrationsspezifischen Prä­gung­en und Er­fah­rung­en so­wie für die so­zi­ale La­ge und mögliche geschlechtsspezifische Bedürfnisse.


3.3 Interkulturalität und Transkulturalität

„Interkulturell“ bezieht sich im allgemei­nen Sprach­ge­brauch auf die In­ter­ak­ti­on zwi­schen Menschen verschiedener Kul­turen. Eine kurze De­fi­ni­ti­on von „Interkultureller Öff­nung“ be­sagt: „Interkulturelle Öff­nung ist ein Steuerungsinstrument der Organisationsentwicklung mit dem Ziel, der kulturellen Vielfalt der Ge­sell­schaft ge­recht zu wer­den.“ [23]
Der Pro­zess der interkulturellen Öff­nung schließt auch ei­ne bewusste Aus­ei­nan­der­set­zung mit der eigenen Kul­tur ein. Dabei geht es da­rum, die „Ori­en­tie­rung an der Mehrheitskultur als alleiniger Maß­stab für das eigene Wahrnehmen und Handeln in Fra­ge zu stel­len und sich zu öff­nen für die Be­geg­nung mit Menschen unterschiedlicher kultureller Prä­gung. Öff­nung beschreibt da­bei ei­nen dauerhaften Pro­zess, der auch of­fen ist für ei­ne Veränderung und Wei­ter­ent­wick­lung der eigenen Kul­tur.“ [24]
Das Kon­zept der Transkulturalität ist als ein Gegenentwurf zu Interkulturalität zu be­trach­ten, da ihm ein weiteres, zeitgemäßes Kul­turverständnis zu­grun­de liegt. Kul­turen wer­den hier verstanden als heterogen, wan­del­bar und nicht klar voneinander zu tren­nen.
Dem Philosophen Wolf­gang Welsch zu­fol­ge „[…] sind heutige Kul­turen vor dem Hintergrund der Globalisierungsprozesse durch interne Dif­fe­ren­ziert­heit und durch externe Austauschprozesse so­wie Überlagerungen geformt. Die Vorsilbe „trans“ schließt da­bei zwei Be­deu­tung­en ein: „[ei­ner­seits], dass die heutige Verfassung der Kul­turen jen­seits der alten (der vermeintlich kugelhaften) Verfassung liegt und [an­de­rer­seits] dass dies eben in­so­fern der Fall ist, als die kulturellen De­ter­mi­nan­ten heute quer durch die Kul­turen hindurchgehen, so dass diese nicht mehr durch klare Ab­gren­zung, son­dern durch Verflechtungen und Ge­mein­sam­keit­en gekennzeichnet sind.“ Dieser An­satz basiert auf ei­nem of­fenen, dynamischen und deterritorialisierten Kul­turbegriff, wie er auch in den Kul­turwissenschaften verstanden wird. Das Kon­zept der Transkulturalität trägt in der theoretischen Per­spek­ti­ve zu ei­ner Auf­lö­sung bzw. „Ent­schär­fung“ von kulturellen Differenzen bei, in­dem diese als temporäre, durchlässige und heterogene Phänomene betrachtet wer­den [25].
„Der transkulturelle An­satz geht da­von aus, dass sich kulturelle Systeme ständig wan­deln und kei­ne in sich geschlossenen Kul­turkreise exis­tie­ren. Stattdessen wird der kulturelle Referenzrahmen ei­ner Ge­sell­schaft von allen ihren Mitgliedern gestaltet.
Transkulturalität fokussiert nicht auf die Unterschiede, son­dern auf die Ge­mein­sam­keit­en von Personen aus verschiedenen Hintergründen. […] Die transkulturelle Ge­sund­heits­för­de­rung und Prä­ven­ti­on […] will nicht ein spezifisches Mo­dell der Prä­ven­ti­on und Ge­sund­heits­för­de­rung für Personen mit Migrationshintergrund kon­stru­ie­ren. Vielmehr soll die professionelle Ar­beit auf diesem Ge­biet so weiterentwickelt wer­den, dass sie je­der­zeit auch auf die Bedürfnisse von Personen mit Migrationshintergrund an­ge­passt und situationsge­recht ist.“ [26]

3.4 Interkulturelle und transkulturelle Kom­pe­tenz

„Transkulturelle Kom­pe­tenz ist dem­ent­spre­chend die Fä­hig­keit, individuelle Lebenswelten in der besonderen Si­tu­a­ti­on und in unterschiedlichen Kontexten zu er­fas­sen, zu verstehen und angepasste Handlungsweisen da­raus abzuleiten.“ [26] Die aus den Be­griffen Inter- und Transkulturalität „abgeleiteten Ziele und Hauptaspekte der inter- und transkulturellen Kom­pe­tenz wi­der­spre­chen sich al­ler­dings nicht, son­dern haben große Schnitt­men­gen und kön­nen sich ge­gen­sei­tig er­gän­zen“ [27]. Daher wurde die Verwendung des Be­griffs „Kulturelle Kom­pe­tenz“ empfohlen.
In den USA wird in den „Standards“ der Be­griff „Culturally and Linguistically Appropriate Services“ [28] geprägt und die WHO verwendet den Be­griff der „cultural competency of services and policies“ [29]. Im Rahmen der Ent­wick­lung der Health Promoting Hospitals wurde der Be­griff “Task Force on Migrant Friendly & Culturally Competent Health Care“ (das Nachfolgeprojekt zu den vielzitierten “Migrant friendly Hospitals”) zu “Task Force Mi­gra­ti­on, Equity & Diversity (TF MED)” weiterentwickelt [30]. Diese Wei­ter­ent­wick­lung zu "Mi­gra­ti­on, Chan­cen­gleich­heit und Di­ver­si­tät" verknüpft vertikale und horizontale Aspekte der sozialen Un­gleich­heit mit Di­ver­si­tät und verdeutlicht die Not­wen­dig­keit der Kom­bi­na­ti­on der Ziele Chan­cen­gleich­heit und Di­ver­si­tätssensibilität im Be­reich der Mi­gra­ti­on.


!! Interkulturalität kann als ei­ne bewusste Aus­ei­nan­der­set­zung mit der eigenen und ei­ne Of­fen­heit und Ak­zep­tanz ge­gen­über anderen Kulturen verstanden wer­den.
Transkulturalität hingegen wird als übergreifend, of­fen und dy­na­misch verstanden und beschreibt ei­ne Verflochtenheit der Kulturen, die auch durch Ge­mein­sam­keit­en geprägt und nicht mehr klar voneinander abzugrenzen sind.
Die Herausforderung der kulturellen Kom­pe­tenz liegt da­rin, die besonderen Lebenswelten, Situationen und Kontexte zu er­fas­sen und in den eigenen Handlungen zu be­rück­sich­ti­gen.




Dieses Glos­sar wurde von den folgenden derzeitigen und ehemaligen Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Ge­sund­heits­för­de­rung mit Geflüchteten“ des Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bun­des Ge­sund­heit­liche Chan­cen­gleich­heit zusammengestellt:
Sven­ja Budde, Prof. Lot­te Kaba-Schönstein, Do­ro­thee Michalscheck, Ca­ro­la Pöhlmann, PD Dr. Eri­ka Sievers, Dr. An­ke Spura, Dr. Ga­bri­e­le Trost-Brinkhues, Marcus Wächter-Raquet, Ste­fan Bräunling, Jennifer Hartl, Lea Winnig

Literaturverzeichnis

[1] Borde, Theda/Blümel, Stephan (2015): Gesundheitsförderung und Migrationshintergrund. In: BZgA (Hrsg.): Leitbegriffe der Gesundheitsförderung. Hier online abrufbar.
[2] Gräser, Silke (2018): Globale Gesundheit / Global Health. In: BZgA (Hrsg.): Leitbegriffe der Gesundheitsförderung. Hier online abrufbar.
[3] Statistisches Bundesamt (2017): Fachserie 1, Reihe 2.2 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Ergebnisse des Mikrozensus: Wiesbaden.
[4] Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (2016): Flüchtlingsschutz. Hier online abrufbar.
[5] Stefanowitsch, Anatol (2012): Flüchtlinge und Geflüchtete. Hier online abrufbar.
[6] Kothen, Andrea (2016): Sagt man jetzt Flüchtlinge oder Geflüchtete? In: Pro Asyl (Hrsg.): Tag des Flüchtlings 2016: S. 24. Hier online abrufbar.
[7] Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Brandenburg (2016): Zugang zum medizinischen Versorgungssystem und z Angeboten der Gesundheitsförderung/Prävention für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Brandenburg. Hier online downloadbar.
[8] Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (2016): Asylberechtigung. Hier online abrufbar.
[9] Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (2016): Subsidiärer Schutz. Hier online abrufbar.
[10] Bundeszentrale für politische Bildung (2007): Irreguläre Migration. Hier online abrufbar.
[11] Angenendt, Steffen (2008): Online-Handbuch Demografie: Irreguläre Migration: Begriffe, Konzepte und Entwicklungstrends. Hier online abrufbar.
[12] Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. (2018): Leitfaden für Flüchtlinge in Niedersachen. Kapitel 17.5: Medizinische Versorgung. Hier online abrufbar.
[13]  Bundesarbeitsgruppe Gesundheit/Illegalität (2017): Gesundheitsversorgung für Menschen ohne Papier. Aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze. Hier online abrufbar.
[14] European Asylum Support Office (2013): Richtlinie 2013/32/EU des europäischen Parlaments und des Rates zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des internationalen Schutzes. Hier online abrufbar.
[15] Deutscher Bundestag (2017): Zur Lage von geflüchteten Menschen mit Behinderungen. Drucksache18/11603. Hier online abrufbar.
[16] Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. (BumF).
[17] Geiger, Ingrid Katharina/Razum, Oliver (2016): Migration und Gesundheit. In: Hurrelmann, Klaus/Razum, Oliver (Hrsg.): Handbuch Gesundheitswissenschaften. Weinheim und Basel: Beltz Juventa: 609-637.
[18] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (2017): Kultursensibilität in der gesundheitlichen Aufklärung. Kulturelle Unterschiede in der Kommunikation: Barrieren, Chancen, Lösungswege. In: BZgA (Hrsg.): Gesundheitsförderung Konkret Band 21. Hier online downloadbar.
[19] Betsch, Cornelia/Böhm, Robert/Airhihenbuwa, Collins O./Butler, Robb/Chapman, Gretchen B./Haase, Niels/Herrmann, Benedikt/Igarashi, Tasuku/Kitayama, Shinobu/Korn, Lars/Nurm, Ülla-Karin/Rohrmann, Bernd/Rothman, Alexander J./Shayitt, Sharon/Updegraff, John A./Uskul, Ayse K. (2016): Improving Medical Decision Making and Health Promotion through Culture-Sensitive Health Communication. Hier online abrufbar.
[20] GKV-Spitzenverband (2017): Literatur- und Datenbankrecherche zu Gesundheitsförderungs- und Präventionsansätzen bei Menschen mit Migrationshintergrund und Auswertung der vorliegenden Evidenz. Berlin. Hier online abrufbar.
[21] Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) (2015): WSI Verteilungsmonitor. Special Feature: Kinderarmut in Deutschland 2015. Hier online abrufbar.
[22] Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) GmbH (2019): Ungleiche Bildungschancen Fakten zur Benachteiligung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem. Hier online abrufbar.
[23] Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hamburg e.V. (2015): Kultursensible Selbsthilfe. Wege zur Interkulturellen Öffnung der Selbsthilfe am Beispiel des Hamburger Praxisprojektes. S.13.
[24] Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und Integration (2009): Interkulturelle Öffnung im Gesundheitswesen.
[25] Sinner, Kathrin (2011): Transkulturalität versus Multi- und Interkulturalität. Hier online abrufbar.
[26] Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention AT (2009): Transkulturelle Prävention und Gesundheitsförderung in der Schweiz. Grundlagen und Empfehlungen. Hier online abrufbar.
[27] Mews, Claudia/Schuster, Sylvie/Vajda, Christian/Lindtner-Rudolph, Heide/Schmidt, Luise E./Bösner, Stefan/Güzelsoy, Leyla/Kressing, Frank/Hallal, Houda/Peters, Tim/Gestmann, Margarita/Hempel, Linn/Grützmann, Tatjana/Sievers, Erika/Knipper, Michael (2018): Kulturelle Kompetenz und Global Health: Perspektiven für die medizinische Ausbildung - Positionspapier des GMA-Ausschusses Kulturelle Kompetenz und Global Health. In: GMS Journal for Medical Education: Vol. 35 (3): 9-17. Hier online abrufbar.
[28] Office of Minority Health - U.S. Department of Health and Human Services (2013): National Standards for Culturally and Linguistically Appropriate Services in Health and Health Care: A Blueprint for Advancing and Sustaining CLAS Policy and Practice. Hier online abrufbar.
[29] WHO (2017): Cultural Contexts of Health and Well-being. Culture matters: using a cultural contexts of health approach to enhance policy-making. Hier online abrufbar.
[30] Clinical Health Promotion Centre: Task Forces. Hier online abrufbar.
Alle Internet-Zugriffe: zuletzt geprüft 2019

Logo der Bundeszentrale für gesundheitlicheAufklärung
Logo der Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

Ansprechpartner

Stefan Bräunling, Ihren Ansprechpartner zum The­ma Ge­sund­heits­för­de­rung bei Geflüchteten, er­rei­chen Sie hier.

Fusszeile

Sprung zum Seitenbeginn

Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 74 Partnerorganisationen an.
BZgA / Maarweg 149-161 / 50825 Köln-Ehrenfeld / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300
Die BZgA ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.