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07.02.2012

Viele Wege führen zum Ziel

"Gesund aufwachsen für alle!" - Fachtagung am 24. Januar 2012 in Augsburg

Iris Grimm, Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e.V.

Schlagwörter: Fachtagung, Kommunen, Netzwerk, Partnerprozess, Veranstaltungsbericht

Augs­burg ist ei­ne der ersten Kom­mu­nen in Deutsch­land, die dem bun­des­wei­ten Partnerprozess „Gesund auf­wach­sen für al­le!“ beigetreten sind. Seit Jahren gibt es hier ein dichtes Netz­werk zur Ge­sund­heit von Kin­dern und Ju­gend­li­chen, das be­stän­dig wei­ter ausgebaut wird. In Zu­sam­men­ar­beit mit dem Ge­sund­heits­amt der Stadt veranstaltete der Regionale Kno­ten Bay­ern am 24. Ja­nu­ar 2012 im wunderschönen Rokokosaal der Re­gie­rung von Schwa­ben ei­ne Fachtagung, die ein breites Spek­trum von Angeboten vorstellte, um gesundes Aufwachsen für al­le in der Kom­mu­ne zu för­dern.

Die Themen waren...

  • Frühe Hilfen und Koordinierender Kinderschutz (KoKi) mit dem Programm „Herzlich Willkommen Augsburger Kinder“, das derzeit auf alle Augsburger Familien mit Neugeborenen ausgedehnt wird. Birgit Weindl, die Leiterin dieses Programms, stellte heraus, wie wichtig es ist, verschiedene Zugänge - „viele Wege“ - parallel zu nutzen, um möglichst viele Familien tatsächlich zu erreichen:
    • Vor-Ort-Angebote in den Stadtteilen
    • Hausbesuche durch erfahrene Kinderkrankenschwestern
    • Angebote bei Netzwerkpartnern
    • eine Internetseite (die derzeit aufgebaut wird)
    • das „KoKi-Café“, das drei Mal pro Woche geöffnet hat
       

      Frau Weindl machte anhand praktischer Erfahrungen auch sehr anschaulich, dass man im Umgang mit den Familien sehr sensibel und geduldig vorgehen muss. So gehört zu den von ihr benannten Erfolgsfaktoren zum einen viel Zeit, zum anderen, immer wieder zu betonen, dass „KoKi“ die Familien nicht überwachen oder prüfen will.

  • „Kita - eine Chance für gesundes Aufwachsen“ mit Anregungen zur Umsetzung des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans im Themenfeld Gesundheit
  • Ziele und neue Wege in der Schulgesundheitspflege der Stadt Augsburg, u.a. mit bemerkenswerten Anregungen zur Steigerung der Teilnahmeraten an der Jugendgesundheitsuntersuchung J1
  • Zahngesundheit in Kita und Schule: Was wirkt, was fehlt? Angebote und aktuelle Forschungsprojekte der Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit
  • Soziale Einflüsse auf Bewegungsverhalten und Motorik von Vorschulkindern: Empfehlungen aus einer Studie des Instituts für Sportwissenschaft der Uni Augsburg
  • Impfungen im Kindes- und Jugendalter, insbesondere die Bedeutung der Masernimpfung
  • Mit Migranten für Migranten (MiMi) - Ein Multiplikatorenprojekt, das unter anderem Informationen zur Kindergesundheit über Muttersprachler in den Communities weitergibt
  • Ressourcen und Risiken für eine gesunde seelische Entwicklung im Kindes- und Jugendalter in einer Kommune, ein Bericht aus der Kinderklinik Josefinum, in der es unter anderem eine psychosoziale Sprechstunde für Kinder mit Migrationshintergrund gibt.

Rund 100 Fach­leu­te aus dem öffentlichem Gesundheitsdienst, niedergelassene Ärzte und Zahnärzte, Mit­ar­bei­ter/in­nen aus Kindertageseinrichtungen u.a. waren zu der Ta­gung gekommen, die auch weitere Kom­mu­nen in Bay­ern zur Teil­nah­me am Partnerprozess „Gesund auf­wach­sen für al­le“ an­re­gen will.

Prof. Jo­han­nes Gostomzyk von der veranstaltenden Landeszentrale für Ge­sund­heit in Bay­ern (LZG) stellte die Not­wen­dig­keit heraus, zu ei­ner strukturierten Zu­sam­men­ar­beit der Akteure aus verschiedenen Fachbereichen in der Kom­mu­ne zu kom­men. Zumindest gehörten da­zu die Ressorts Ge­sund­heit, Soziales und Bil­dung. Dies erfordere ei­ne hohe Be­reit­schaft zur Zu­sam­men­ar­beit und so­dann ei­nen lan­gen Atem. Vernetzen heißt, sich auf den Weg zu ma­chen vom Ich zum Wir, so Prof. Gostomzyk.

Ausrufezeichen

Die Abstracts und Vorträge gibt es zum Download un­ter:

http://www.lzg-bayern.de/gesund-aufwachsen-fuer-alle.html

Ei­ne ausführliche Do­ku­men­ta­ti­on ist in Vorbereitung und wird hier ergänzt.

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Autorin

Iris Grimm

Iris Grimm

Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e.V.

Tel. 089 / 6808045-06
Fax 089 / 6808045-13
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