Termin
Spielen in der Stadt
24.09.2008 – 26.09.2008
90402 Nürnberg
Bayern
Veranstalter: Nürnberger Forum der Kinder- und Jugendarbeit
Kategorie: Fachtagung
Seit Jahren versteht sich die Stadt Nürnberg als „Kinder- und Familienstadt“ und arbeitet an der Schaffung von kinder- und familienfreundlichen Lebensräumen.
Dazu gehört die Minderung der Armut von Kindern, ein leistungsgerechtes Angebot an erzieherischen Hilfen, der Schutz der Kinder vor Gefahren, die weitere qualitative Weiterentwicklung und der quantitative Ausbau von Kindertageseinrichtungen und ein bedarfsgerechtes Angebot in der Kinder- und Jugendarbeit. Familien brauchen ausreichend Wohnraum, und die Immissionsbelastung muss verringert werden. Last but not least brauchen wir ein ausreichendes und bedarfsgerechtes Angebot an Spielflächen für die verschiedenen Altersgruppen, Interessen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen.“
Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg
Vorwort: Jugendhilfeplanung „Spielen in der Stadt“, 2008
Bereits 1989 erarbeitete das Jugendamt erstmals einen Rahmenplan
"Spielen in der Stadt“ als Spielflächenentwicklungskonzept für Nürnberg.
Eine Fortschreibung des Rahmenplans als „Spielleitplanung“ ist notwendig geworden, um auf die kontinuierlichen Veränderungen in den räumlichen Lebenswelten von Kinder und Jugendlichen systematisch und geplant einwirken zu können. Im Zusammenhang mit kontinuierlichen, urbanen Veränderungen müssen immer wieder (Spiel-) „Räume“ erhalten, neu geschaffen und ausgebaut werden. Mit der Jugendhilfeplanung „Spielen in der Stadt“ liegt seit Februar 2008 eine überarbeitete, dienststellenübergreifende und verbindliche Grundlage für die Stadtentwicklungsplanung vor.
Die Zielrichtung der Jugendhilfeplanung „Spielen in der Stadt“ ergibt sich aus den Leitlinien des Orientierungsrahmen für eine nachhaltige Jugend-, Familien-, Bildungs- und Sozialpolitik des Referats für
Jugend, Familie und Soziales. Der Plan ist deshalb ein zentraler Baustein der Stadt Nürnberg auf dem konsequenten Weg, eine kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt zu werden und deckt ein zentrales Handlungsfeld dermodernen Kinder- und Jugendhilfe ab.
Kinder und Jugendliche brauchen Spiel- und Freiräume, altersgerecht, anregend, vielfältig und wohnungsnah. „Spielen in der Stadt“ hat deshalb die Aufgabe, die Bedeutung des Spielens für Kinder und Jugendliche deutlich zu machen und den Bedarf an Spielflächen aufzuzeigen.
Spielen darf nicht nur auf den reservierten Flächen eines Spielplatzes möglich sein. Die Spielplätze müssen in ein Gesamtkonzept „Spielen in der Stadt“ eingebettet sein. Neben einer Reservierung
von Spielplätzen sollen zunehmend die aus dem Lebensraum des Kindes verdrängten Möglichkeiten für das Spielen im öffentlichen Raum, im wohnungsnahen Umfeld, auf Plätzen, Grünflächen, Schulhöfen,
Brachflächen, Hinterhöfen, Innenhöfen usw. zurückgewonnen werden.
Es geht somit um die Verbesserung der sozialen Infrastruktur vor allem für Kinder, Jugendliche und Familien. Ziel ist es, kleinräumig und stadtteilübergreifend und mit höchster Priorität Spielflächen zu sichern, zu schaffen, pädagogisch zu gestalten und neue Spielmöglichkeiten zu kreieren. Spielen ist ein wichtiges Lebens- und Bedingungselement für die kindliche Entwicklung, für das in der städtischen Infrastruktur durch vorausschauende Planung gesorgt werden muss.
Neben den unbetreuten öffentlichen Spielplätzen, stellen die pädagogisch
betreuten Spielangebote ebenfalls unverzichtbare Angebote für Kinder und Jugendliche in der Stadt zur Verfügung. Nachdem die Freiräume in den Stadtteilen immer weniger und enger werden, bringen diese Angebote verlorengegangene Abenteuerbereiche zurück. Sie stellen einen wichtigen Beitrag in der kulturellen, handwerklichen, naturkundlichen und sozialen Bildung und Erziehung. Pädagogisch betreute Spielangebote bieten die Aktivspielplätze, die Spielmobile, verschiedene Großveranstaltungen und das Ferienprogramm. Bei den Aktivspielplätzen ist das Spielangebot im Laufe der Jahre kontinuierlich ergänzt worden. Nachdem vielen Kindern die notwendige Unterstützung im Elternhaus fehlt, wird mittlerweile auch Mittagessen, Hausaufgabenhilfe und Nachmittagsbetreuung angeboten.
Die Fachtagung will die Notwendigkeit und Bedeutung einer systematischen und zielgerichteten Spielraumplanung kritisch diskutieren, Beispiele aus der Praxis präsentieren und den Stand der Nürnberger Entwicklung in diesem Bereich vorstellen. Das Forum wendet sich an interessierte Personen aus der Praxis, Wissenschaft, Verwaltung und Politik. Insbesondere sind Akteure aus den unterschiedlichen Berufsfeldern der (Sozial-)Pädagogik, des (Sozial-)Managements, der Jugendhilfe- und Stadtentwicklungsplanung und der Landschaftsarchitektur angesprochen.
weitere Informationen zum Programm, Anmeldung finden Sie unter folgenden Links:
http://www.jugendamt.nuernberg.de/forum/index.html



