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Termin

Programmierte Frauenarmut?

Veranstalter: ZGF - Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau in Kooperation mit der Arbeitnehmerkammer Bremen und dem Zentrum für Sozialpolitik, Universität Bremen

Kategorie: Fachtagung

Die Fachtagung beleuchtet genau diese Aspekte: die spezifischen Armutsrisiken von Frauen, ihre strukturellen Ursachen im Lebensverlauf, aber auch Ansätze zur Vermeidung oder Bekämpfung von Frauenarmut. Ausgehend von einem „weiten“ Armutsbegriff, der nicht nur mangelndes Einkommen, sondern auch begrenzte Handlungsressourcen umfasst, fokussieren vier Foren spezifische biographische Schnittstellen, die besonders für Frauen mit Armutsrisiken verbunden sind:

1. Ausbildung: Mädchen haben heute bessere Schulabschlüsse als Jungen und schließen meistens auch eine Ausbildung ab. Dennoch geraten (junge) Frauen häufig in berufliche Sackgassen mit geringen Verdiensten. Warum ist das so und gibt es Alternativen?

2. Elternschaft: Kinder sind ein Armutsrisiko - besonders für Frauen! Welche „Stellschrauben“ sind im deutschen Wohlfahrtsstaat dafür verantwortlich, dass vor allem Mütter in die Armutsfalle geraten? Welche Lösungen haben unsere Nachbarländer?

3. Erwerbsarbeit: Frauen sind länger arbeitslos als Männer, dabei schlechter sozial abgesichert, sie haben häufiger prekäre Jobs und niedrige Verdienste. Sind Mindestlöhne hier der einzige Ausweg?

4. Alter: Altersarmut von Frauen hat viele Facetten: Die Ausrichtung der Alterssicherungssysteme auf die „männliche Normalbiographie“ benachteiligt vor allem Frauen. Sie werden zudem älter als Männer, sind häufiger pflegebedürftig und auf öffentliche Pflegeeinrichtungen angewiesen. Gibt es Modelle einer besseren Absicherung dieser Altersrisiken?

Expertinnen aus der Wissenschaft liefern für diese Ursachenkomplexe fundierte Problemanalysen und stellen Modelle und Lösungsansätze aus anderen Ländern zur Diskussion.
Den Abschluss der Tagung bildet ein öffentliches Werkstattgespräch zwischen Politik und Wissenschaft, in dem die Befunde des Tages aufgegriffen und konkrete Umsetzungswege für das Land Bremen und darüber hinaus diskutiert werden.
Die Tagung richtet sich an ein an sozial- und frauenpolitischen Themen interessiertes Publikum, die sich über die Ursachenkomplexe von Frauenarmut wie auch für mögliche politische Lösungsansätze informieren und darüber austauschen wollen. Die Vorträge sind zwar wissenschaftlich, sollen aber auch für nichtwissenschaftliche Zielgruppen verständlich sein.

Der Teilnahmebeitrag beträgt 10 Euro, darin sind Verpflegung mit einem Imbiss, Getränke sowie der Versand der Dokumentation eingeschlossen.

Wir würde uns über ein reges Interesse freuen.
Nähere Informationen und Anmeldung zur Tagung:
Zentrum für Sozialpolitik, Universität Bremen
Dr. Sigrid Betzelt (wissenschaftliche Tagungsleitung); Christiane Rüth (Organisation)

www.zes.uni-bremen.de/frauenarmut
frauenarmut@zes.uni-bremen.de
Fax 0421-218 9567

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
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