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Termin

„In Beziehung kommen... ” - Kindeswohlgefährdung als Herausforderung zur Gemeinsamkeit

Veranstalter: Die Kinderschutz-Zentren

Kategorie: Kongress

Für MedizinerInnen, PsychologInnen, PädagogInnen und SozialarbeiterInnen stellt die Sicherung des Kindeswohls in schwierigen Fällen immer eine Gratwanderung und Herausforderung dar. Diese erfolgreich auszubalancieren zwischen Hilfe und Kontrolle, Meldung und Datenschutz, Kindeswohl und Elternrecht, Zugang und Beziehungsabbruch ist die Verantwortung der helfenden Berufe.
Dazu müssen aus Sicht der Kinderschutz-Zentren belastbare Kooperations- und Netzwerkstrukturen entwickelt werden, die kurzfristig und ohne Umwege greifen, wenn das Kindeswohl gefährdet ist. So ist es die gemeinsame Aufgabe zu verhindern, dass trotz zweier leistungsstarker Hilfesysteme in unserer Gesellschaft immer wieder Kinder durch das Hilfenetz fallen. Dies macht deutlich, dass Kinderschutz nicht eindimensional zu verwirklichen ist. Die Kompetenzen des jeweils anderen Systems müssen anerkannt und für die eigene Arbeit genutzt werden.
Bei dem Kongress geht es um die Frage der Struktur- und Prozessqualität in der gemeinsamen Arbeit von Jugendhilfe und Gesundheitswesen in Fällen von Kindeswohlgefährdung. Was sind die Voraussetzungen und Bedingungen für eine gelingende Kooperation der verschiedenen Institutionen aus Gesundheitswesen und Jugendhilfe? Welche Vernetzungsstrukturen sind notwendig, um einen wirkungsvollen Kinderschutz zu leisten? Wie müssen Hilfeangebote aussehen, die Kinder schützen und Familien in schwierigen Lebenssituationen unterstützen? Welche präventiven Angebote und Projekte haben sich in der Praxis bewährt?
Anhand einer systemischen Betrachtung der beiden Systeme und einer „Fehleranalyse“ soll diesen Fragen nachgegangen werden. Dazu gehört auch die Thematisierung von Datenschutz und Schweigepflicht. Ein weiteres zentrales Thema ist die Diagnostik: Woran erkennt man Kindeswohlgefährdung und welche Interventionen müssen erfolgen? Ein familiensystemischer Blick soll auf die Beziehungsstrukturen in belasteten Familiensituationen gerichtet werden, damit erfahrbar wird, wie Hilfen und Interventionen zum Wohle der Kinder, aber auch zur Unterstützung der Familien, wirksam sein können.
In den Workshops werden erfolgreiche Kooperationsprojekte beispielhaft vorgestellt und zentrale Themenschwerpunkte an der Schnittstelle von Gesundheitswesen und Jugendhilfe erarbeitet. Entwicklungspsychologische und medizinische Kenntnisse werden vermittelt, praktische Erfahrungen aus verschiedenen Arbeitsbereichen nachvollziehbar gemacht.

Veranstaltungsort:
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Halle Roy Lichtenstein (Gebäudekomplex 22.01.)
Universitätsstraße 1
40225 Düsseldorf

Zertifizierung:
Die Zertifizierung des Fachkongresses ist bei der Nordrheinischen Akademie für Ärztliche Fort- und Weiterbildung beantragt.

Tagungsbeitrag:
Der Tagungsbeitrag beinhaltet am 1. Kongresstag die Tagungsgetränke und am 2. Kongresstag die Tagungsgetränke und die Mittagsverpflegung. Bei Abmeldungen bis zu 14 Tagen vor Beginn des Kongresses berechnen wie eine Verwaltungsgebühr von
€ 20,00. Bei späteren Abmeldungen muss der volle Teilnehmerpreis gezahlt werden.

Teilnehmergebühr € 95,00 (Online-Anmeldung, inkl. 20,00 € Verpflegungspauschale) € 100,00 (Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung , inkl. 20,00 € Verpflegungspauschale)

Tagesteilnahme 4.4.2008 € 37,50 (Online-Anmeldung, inkl. 7,50 € Verpflegungspauschale) € 42,50 (Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung, inkl. 7,50 € Verpflegungspauschale )

Tagesteilnahme 5.4.2008 € 62,50 (Online-Anmeldung, inkl. 12,50 € Verpflegungspauschale) € 67,50 (Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung, inkl. 12,50 € Verpflegungspauschale )

Weiterführende Informationen

Programmflyer

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
BZgA / Ostmerheimer Str. 220 / 51109 Köln / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300
Die BZgA ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.