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Termin

Depression - Zum Umgang mit der Volkskrankheit

Veranstalter: Evangelische Akademie zu Berlin

Kategorie: Tagung

Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Das "typische Alter" für eine Ersterkrankung liegt zwischen dem 25ten und dem 44ten Lebensjahr.
Immer deutlicher wird, in welchem Maße gesellschaftliche Umstände für die Entstehung und Verbreitung von Depressionen verantwortlich sind. Gefühle des „Disembedding“, Überforderung, berufliche wie persönliche Existenzunsicherheit etc. - Experten halten Lebensbedingungen von Menschen in westlichen Gesellschaften für eine zentrale Ursache im massiven Anstieg der Depressionen.
Die Tagung nimmt zunächst wesentliche Ursachen für die Zunahme von Depressionen in hoch entwickelten Industrieländern in den Blick. Herausforderungen an den Einzelnen, die ihn schließlich zur Erschöpfung bringen können, werden dargestellt (Identitätssuche, Getriebenheit in der Zeit, Mobilitätsanforderungen, Bewährungsanforderungen und Selbstinszenierung, Überforderung). Im zweiten Teil der Tagung werden Überlegungen vorgestellt, wie einer weiteren Zunahme der Depression entgegengewirkt werden kann. Was kann der Einzelne tun, gesund zu bleiben und wo gibt es gesellschaftliche Ansätze für die Prävention von Depressionen?

Wir laden Sie ein, an diesen Gesprächen teilzunehmen

Simone Ehm
Evangelische Akademie zu Berlin

Ulrike Poppe
Evangelische Akademie zu Berlin
Freitag, den 6. Juni 2008

17.00 Uhr Anmeldung
18.00 Uhr Abendessen

19.00 Uhr Begrüßung und Einführung
Simone Ehm, Ulrike Poppe

I. SCHWERMUT, SCHWARZE GALLE, MELANCHOLIE, TRÜBSINN, DEPRESSION - ÜBER DAS LEIDEN AN INNERER LEERE

19.15 Uhr Der erschöpfte Mensch
Volkskrankheit Depression - Ein Befund
PD Dr. Peter Schönknecht, leitender Oberarzt, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Leipzig

ab 21.00 Uhr Offener Abend

Samstag, den 7. Juni 2008

ab 8 Uhr Frühstück (für Übernachtungsgäste)

09.30 Uhr „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin…“
Melancholie als Gemütsmerkmal des produktiven Geistes
Dr. Christof Renfert, Literaturwissenschaftler, Paris / Berlin

10.30 Uhr Kaffeepause

II. DEPRESSION UND SPÄTMODERNE GESELLSCHAFT - EINE ANALYSE

11.00 Uhr Unbehagen oder Depression?
Psychoanalytisch-sozialpsychologische Aspekte der spätmodernenen Gesellschaft
Prof. Dr. Hans-Joachim Busch, Soziologe, J.W. Goethe-Universität, Frankfurt

12.30 Uhr Mittagessen

14.00 Uhr Wurzeln schlagen
Mobilitätsanspruch und Sehnsucht nach Beheimatung
Prof. Dr. Beate Mitzscherlich, Psychologin, Westsächsische Hochschule Zwickau

15.30 Uhr Der Zwang zur Eile
Das Leiden an der knapper gemachten Zeit
Prof. Dr. Marianne Gronemeyer, Erziehungswissenschaftlerin, Fachhochschule Wiesbaden

17.00 Uhr Kaffeepause

17.30 Uhr Überfordert und Unterfordert
Psychische Fehlbelastungen und Stressfaktoren im prekären Arbeitsmarkt
Dr. Gert Beelmann, Institut für Psychologie der Arbeit, Arbeitslosigkeit und Gesundheit, Universität Bremen

19.00 Uhr Abendessen

20.00 Uhr Wege aus einer erschöpften Gesellschaft
Prof. Dr. Heiner Keupp, Sozialpsychologe, Universität München

21.30 Uhr Offener Abend


Sonntag, den 8. Juni 2008

ab 8 Uhr Frühstück (für Übernachtungsgäste)

9.00 Uhr Andacht

III. DAS RICHTIGE MAß FINDEN -
PRÄVENTION FÜR DEN EINZELNEN UND DIE GEMEINSCHAFT

9.45 Uhr Resilienz - Was macht den Einzelnen stark?
Prof. Dr. Bruno Hildenbrandt, Sozialwissenschaftler, Friedrich-Schiller-Universität Jena

10. 45 Uhr Kaffeepause

11.15 Uhr Diskussion: Wie kann Gesellschaft beitragen, Depressionen vorzubeugen?
Prof. Dr. Heiner Keupp, Sozialpsychologe, Universität München
Dr. Ernestine Wohlfahrt; Arbeitsgruppe Transkulturelle Psychiatrie / ZIPP- Zentrum für Interkulturelle Psychiatrie, Psychotherapie und Supervision, Charité Berlin
Dr. Astrid Giebel, Theologische Referentin beim Diakonischen Werk der EKD, Berlin

13.00 Uhr Mittagessen und Ende der Tagung

Tagungsort
Evangelische Bildungsstätte auf Schwanenwerder
Inselstraße 27-28, 14129 Berlin (Nikolassee)
Telefon (030) 847 14-207, Fax (030) 803 69 61

Anreise
mit PKW: Autobahn115 (AVUS), Ausfahrt Spanische Allee, Wannseebadweg, Inselstraße
mit öffentlichen Verkehrsmitteln
S7 (Richtung Potsdam-Hbf.) und S1 (Richtung Wannsee) bis Bhf. Nikolassee, Ausgang Borussenstraße. Dort wird vor Tagungsbeginn (16.30 - 18.00 Uhr) und bei Tagungsende ein Pendelverkehr zum/vom Tagungshaus angeboten. Ein gekennzeichnetes Fahrzeug erwartet Sie hinter der letzten Bushaltestelle links des Ausgangs. Der Fußweg vom S-Bahnhof Nikolassee zur Tagungsstätte beträgt ca. 40 Minuten. Deutsche Bahn und S-Bhf. Wannsee: Hier gibt es Taxis, die Sie in ca. 10 Minuten zum Tagungshaus bringen.
Flughafen Tegel: Express-Bus X9 bis Bahnhof Zoologischer Garten; weiter mit der S-Bahn wie oben beschrieben.

Tagungsbeitrag
mit Übernachtung 115,- €
mit Übernachtung ermäßigt 100,- €
ohne Übernachtung 75,- €
ohne Übernachtung ermäßigt 60,- €

Die Ermäßigung gilt für Arbeitslose und Studierende (bis 35 Jahre) gegen Vorlage eines Ausweises. Darüber hinaus kann auf schriftliche Anfrage im Vorfeld der Tagung eine Ermäßigung gewährt werden.
Wir bitten um Zahlung des Tagungsbeitrags zu Beginn der Tagung. Es ist grundsätzlich der volle Tagungsbeitrag zu bezahlen, auch wenn Sie nur teilweise teilnehmen.

Anmeldung
wird bis zum 30.Mai 2008 mit Ihren kompletten Daten erbeten. Erst mit unserer Bestätigung wird Ihre Anmeldung verbindlich.

http://www.eaberlin.de
Online anmelden

Tagungssekretariat
Belinda Elter
Evangelische Akademie zu Berlin
Charlottenstraße 53/54, 10117 Berlin
Tel. (030) 203 55-411
Während der Tagung: (0151) 18 60 60 38
Fax (030) 203 55-550
elter@eaberlin.de

Tagungsbegleitung
Judith Wernicke

Evangelische Akademie zu Berlin
Prof. Dr. h.c. Robert Leicht, Präsident
Dr. Rüdiger Sachau, Direktor

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
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