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Termin

Arme Kinder - Kranke Kinder

Kategorie: Fachtagung

Armut
Je nach Armutsdefinition leben hierzulande zwischen 13 und 19 Prozent der Kinder und Jugendlichen in relativer Armut, das heißt, sie und ihre Familien müssen mit weniger als der Hälfte des durchschnittlichen Einkommens zurechtkommen. Frank S, Vater von drei Kindern, arbeitslos: "Wehe, es kommt etwas dazwischen". Armut schränkt Kinder wie Familien ein und grenzt sie sozial aus. Je länger Armut andauert, desto gravierender werden die Folgen für die Betroffenen und die Gesellschaft. Ärmere Kinder weisen ein höheres Ausmaß an "Risikoverhalten" auf. Sie haben häufiger einen bedenklichen Medienkonsum, sie nehmen ihre Mahlzeiten unregelmäßig ein, haben mehr Gewichtsprobleme und frühzeitigen Suchtmittelkontakt.
Hilfen laufen ins Leere
Über die Hälfte der armen Familien nutzen keines der Angebote von Sozialen Diensten. Lediglich 60 Prozent der Kinder mit sichtbaren multiplen Deprivationserscheinungen erhalten Unterstützung. Die Zugangswege zu den sozialen Hilfen beinhalten Barrieren, die vor allem von nicht-deutschen Familien oder Eltern mit niedrigem Bildungsstatus kaum überwunden werden.
Die Lösungssuche
Das WorldCafe möchte diese Zusammenhänge näher beleuchten und hat folgende Zielsetzung:
Welche Auswirkungen hat Armut auf die Gesundheit von Kindern?
Was ist nötig, um die Situation in den Settings Familie, Kita und Schule zu verbessern?
Wie können wir die Zielgruppe erreichen und umfassend beteiligen?
Welche Unterstützung wird konkret gebraucht?
Welche Strukturen / Netzwerke und Kooperationen sind hilfreich, Chancengleichheit zu erreichen?
Die WorldCafe-Methode
ist Ergebnis orientiert. Den Einstieg bildet ein Streitgespräch zum Thema "Mehr Gesundheit durch mehr Geld?"
Danach diskutieren in vier Runden PraktikerInnen, WissenschaftlerInnen und EntscheidungsträgerInnen aus den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Bildung und Soziales in kleinen Gruppen nach einem Fragenkatalog. Die Zwischenergebnisse werden im Plenum visualisiert und weiterentwickelt.
Mit dieser kreativen Methode soll ein Beitrag zu einem interdisziplinären Erfahrungsaustausch geleistet und Mut gemacht werden, Ideen und neue Kooperationen zu wagen.

Zeit: 09.30 Uhr bis 17.00 Uhr

Teilnahmegebühr: 35,- Euro

Kontakt: Universität Bremen, Heidegret Bosche
Tel.: (0421) 5959634
Fax: (0421) 5959668
Bosche@bips.uni-bremen.de

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
BZgA / Ostmerheimer Str. 220 / 51109 Köln / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300
Die BZgA ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.