Termin
21. Fachtagung Ethnomedizin
05.12.2008 – 07.12.2008
Remscheid
Nordrhein-Westfalen
Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft Ethnomedizin e.V.
Kategorie: Fachtagung
Das Thema ist offen formuliert, um viele Gesichtspunkte und Beiträge zu ermöglichen. Speziellere Themen wie Migration oder das Älterwerden, die derzeit in vielen Diskursen aus guten Gründen thematisch verfolgt werden, können daher vor diesem methodischen Hintergrund einfließen.
Ethnologie und Psychologie haben sich vor hundert Jahren noch als eng verwandt gefühlt. Die Bedeutung, die beide Basisfächer füreinander haben können, zum Beispiel im Rahmen der Bedeutung von Affekten zur vertieften Interpretation kultureller Sachverhalte wie beispiels-weise Ritualen, sollte gerade in der Arbeitsgemeinschaft Ethnomedizin reflektiert werden.
Frühere und heutige Mitglieder der AGEM sind als Psychologen im interkulturellen Dialog durch anerkannte Werke hervorgetreten, zum Beispiel die Autoren dreier Wörterbücher (BONIN1983: Die großen Psychologen (Hermeslexikon); FIGGE 2004: Wörterbuch zur Psychologie des Magischen; STUBBE 2005: Lexikon der Ethnopsychologie und Trans-kulturellen Psychologie), der Ztschr. „Ethnopsychologische Mitteilungen“ (Renaud van QUEKELBERGHE 1992-2000) oder Walter ANDRITZKY mit seiner ausführlichen Diskussion der Konzepte für eine kulturvergleichende Therapieforschung im ersten seiner „Jahrbücher für Transkulturelle Medizin und Psychotherapie“ (1990-1998). Die Beiträge des heute im 92sten Lebensjahr stehenden Ernst BOESCH zur psychologischen Kulturtheorie wurden im Jahr 2007 in den USA neu zusammengetragen. Last not least gilt es in diesem Zusammenhang besonders, sich an Georges DEVEREUX und seinen 100sten Geburtstag zu erinnern..(*1908).



