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07.09.2007

Wohnungslosigkeit macht krank

Aktuelle Broschüre des Regionalen Knotens Hamburg soll helfen und sensibilisieren

Wohnungslose Menschen werden im Durchschnitt nicht älter als 46 Jahre, wie die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG) berichtet. Häufige Todesursachen seien akute und chronische Krankheiten, die nicht rechtzeitig behandelt werden. Der bei der HAG angesiedelte Regionale Knoten Hamburg hat nun eine Broschüre herausgegeben, welche über die Schwierigkeiten wohnungsloser Menschen bei der Inanspruchnahme medizinischer Angebote berichtet. Darin haben Hamburger Wohlfahrtseinrichtungen Einzelschicksale wohnungsloser Menschen in Hamburg dokumentiert. Sie zeigen, woran die Gesundheitsversorgung scheitern kann und was zu tun ist.

Menschen ohne Wohnung brauchen laut der Broschüre des Regionalen Knotens besonders viel Unterstützung beim Zugang zum medizinischen Versorgungssystem. „Die Schwierigkeiten reichen von der verloren gegangenen Versichertenkarte über fehlende zehn Euro Praxisgebühr bis zur Frage, wie Rezepte sicher aufbewahrt, gesammelt und eingereicht werden können, um von den Medikamentenzuzahlungen befreit zu werden“.

Die Broschüre gibt nützliche Hinweise zur rechtlichen Situation. So informiert sie beispielsweise über den ‚nachgehenden Versicherungsschutz’, der nach SGB V die Überbrückung kurzzeitiger Lücken im Versicherungsschutz gewährleisten soll. Ferner werden Hinweise zum Krankenversicherungsschutz nach SGB II gegeben und wie Wohnungslose diesen beantragen können sowie für den Fall, dass die Praxisgebühr nicht gezahlt werden kann. Auch das Thema Pflege wird behandelt.

Die Broschüre „Hamburger Geschichten - über die Schwierigkeiten wohnungsloser Menschen, medizinische Angebote in Anspruch zu nehmen“ ist auf der Seite des Regionalen Knotens Hamburg als PDF verfügbar.

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