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09.11.2007

Vermögensverteilung in Deutschland: deutliche Schere zwischen Arm und Reich

Zwei Drittel der Bevölkerung verfügt über kein oder nur ein sehr geringes Vermögen

Das reichste Zehntel der Bevölkerung besitzt fast zwei Drittel des gesamten Vermögens, dagegen verfügen mehr als zwei Drittel der Bevölkerung über weniger als zehn Prozent am Gesamtvermögen in Deutschland. Dies meldete am Mittwoch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) aus Berlin. Laut Wochenbericht des DIW sind die Vermögen in Deutschland damit noch ungleicher verteilt als die Einkommen. Grundlage der DIW Analysen ist die Vermögenserhebung im Rahmen des sozioökonomischen Panels (SOEP).

Das individuelle Netto-Vermögen im Jahr 2002 betrug laut DIW rund 81.000 Euro. Da das Vermögen jedoch sehr ungleich verteilt ist, liegt der Medianwert, der die reiche Hälfte der Bevölkerung von der ärmeren trennt, nur bei etwa 15.000 Euro. Weiterhin gibt es große Unterschiede im Vermögen zwischen Männern und Frauen (96.000 Euro bzw. 67.000 Euro) sowie Personen ohne und mit Migrationshintergrund (87.000 Euro bzw. 47.000 Euro). Auch zwischen den neuen und den alten Bundesländern bestehen erhebliche Unterschiede. So besitzen Westdeutsche mehr als doppelt soviel Vermögen wie Ostdeutsche. Gemessen am Nettovermögen ist die Bevölkerung in den neuen Bundesländern zudem höher verschuldet als im Westen.

Ausführliche Informationen zur Vermögensverteilung in Deutschland finden Sie im Wochenbericht des DIW.

Unterschiedliche Wohlstandsniveaus haben deutliche Auswirkungen auf die Gesundheit. Dies haben zahlreiche Analysen wie das sozioökonomische Panel, die KIGGS Studie des Robert-Koch-Instituts oder die HBSC-Studie gezeigt. Ausführliche Informationen dazu finden Sie in unseren Basisinformationen zur gesundheitlichen Chancengleichheit.

Die Gesundheit von Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen zu stärken - das ist Anliegen von www.gesundheitliche-chancengleichheit.de. In der umfangreichen Datenbank sind zahlreiche Projekte zur Gesundheitsförderung von Menschen in sozial benachteiligten Lebenslagen abrufbar, darunter über 60 Good Practice-Projekte.

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