01.12.2006
Statements zum 12. Kongress Armut und Gesundheit
von der Pressekonferenz
Rike Hertwig, Gesundheit Berlin-Brandenburg
veröffentlicht am 1. Dezember 2006
(es gilt das gesprochene Wort)
Statements
- Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
- K.-Dieter Voß, BKK Bundesverband, Essen
- Dr. Hans Jürgen Ahrens, AOK-Bundesverband
- Ingrid Papies-Winkler, Plan- und Leitstelle Gesundheit Friedrichshain-Kreuzberg
Vitae
Statement von
Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Sehr geehrte Damen und Herren,
Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten ist seit Jahren ein wichtiger Themenschwerpunkt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Wir wissen, dass wir es hierbei mit einem zunehmenden gesellschaftlichen Problem zu tun haben. Männer und Frauen des unteren Einkommensviertels haben eine um ca. 7 Jahre kürzere Lebenszeit als diejenigen des oberen Einkommensviertels. Und sie haben zusätzlich eine deutlich kürzere Lebenszeit in Gesundheit und ohne Behinderung. Die gesundheitlichen Unterschiede beginnen bereits in der Kindheit. Von fast allen Krankheiten sind Kinder aus Familien in schwierigen Lebenslagen häufiger betroffen. So ist der Anteil der Jugendlichen mit einem Risiko für Essstörungen bei niedrigem sozioökonomischem Status mit 27,6 Prozent fast doppelt so hoch wie in der oberen Sozialschicht (15,5 Prozent). Kinder aus Migrantenfamilien und mit niedrigem Sozialstatus bewegen sich 2-3mal seltener sportlich als Kinder, die diesen Hintergrund nicht haben. Hier benötigen wir Projekte und Regelangebote, die Gefährdungen früh erkennen und Menschen in schwierigen Lebenssituationen kompetent fördern.
Nur durch eine gemeinsame Initiative aller Verantwortlichen können wir dieser Herausforderung begegnen. Wir sind daher froh, dass seit November 2006 der von uns initiierte nationale Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ mit nunmehr 42 Bundes- und Landesorganisationen aus dem Gesundheits- und Wohlfahrtsbereich ein starkes Bündnis für mehr gesundheitliche Chancengleichheit bildet.
Wir identifizieren Beispiele guter Praxis der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten und machen sie bekannt. Ein Beispiel ist das Familienprogramm „Adebar“ in Hamburg, bei dem z. B. die aufsuchende Familienhebammenhilfe Familien in sozialen Brennpunkten sinnvoll unterstützt. So können psychische, soziale und körperliche Störungen bei Kindern vermieden werden, was sich z. B. in selteneren Krankenhausaufenthalten zeigt.
Im Berliner Projekt „Fitness für Kids“ konnte nachgewiesen werden, dass die motorische Leistungsfähigkeit sozial benachteiligter Kinder nach einem Jahr diejenige der anderen Kinder erreicht hatte. Dies ist hochsignifikant zu den Kontrollgruppen, in denen kein Gesundheitsförderungsangebot stattfand. Im Projekt der BZgA „Ich geh zur U und Du?“ wurde die Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen von Kindern mit Migrationshintergrund um 16 Prozent erhöht.
In einem nächsten Schritt gilt es, diese Maßnahmen in die Fläche zu bringen und sie in andere Kommunen/Regionen zu transferieren. Hier kann ich Ihnen von ersten Erfolgen berichten: Das Familienhebammenprojekt „Schutzengel“ wurde im Rahmen unseres Kooperationsverbundes bekannt gemacht. Es ist mehrmals prämiert worden, zuletzt im Rahmen der BKK-Satellitenveranstaltung gestern. Es ist ein großer Erfolg, dass das Projekt „Schutzengel“ inzwischen in den Kinder- und Jugendplan des Landes „Schleswig-Holstein“ aufgenommen wurde und so Familienhebammenhilfe in vielen Landkreisen und kreisfreien Städten auf hohem Qualitätsniveau eingerichtet wird.
Damit beispielhafte Projekte auch aus anderen Bereichen der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten bekannt gemacht und zur Nachahmung empfohlen werden können, hat die BZgA seit 2001 eine Datenbank mit z. Zt. ca. 2.800 Projekten und Angeboten der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten aufgebaut. Projekte guter Praxis werden nach Kriterien, die von einem beratenden Arbeitskreis, der mit anerkannten Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Praxis besetzt ist, identifiziert. Zurzeit sind 33 als gut bewertete Projekte sowohl auf der Internetplattform www.gesundheitliche-chancengleichheit.de als auch in unserer Fachheftreihe veröffentlicht. Sie umfassen die Handlungsfelder „Frühe Hilfen, Alleinerziehende, Kitas, Schulen, Jugendfreizeit, psychische Erkrankungen, Sucht und Migration“. Unser Ziel ist es, mittelfristig einen Beitrag für mehr gesundheitliche Chancengleichheit zu erbringen, soweit er mit Maßnahmen der Gesundheitsförderung leistbar ist.
Statement
K.-Dieter Voß, BKK Bundesverband, Essen
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ hat am 10. November 2006 in Köln mit der Zustimmung seiner 42 Mitgliedsorganisationen - u.a. auch unser Haus - eine, wie ich meine, bemerkenswerte Erklärung zur Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten verabschiedet, aus der ich Ihnen eine kurze Passage vortragen möchte:
„Armut und Ausgrenzung als zentrale Ursachen sozialer Ungleichheit müssen abgebaut werden. Nicht nur im Gesundheitsbereich, auch in Arbeitsmarkt-, Sozial-, Umwelt-, Stadtplanungs-, Verkehrs-, Familien- oder Bildungspolitik müssen Akzente zur Schaffung gesundheitlicher Chancengleichheit gesetzt werden! Gerade im abgestimmten Zusammenwirken der unterschiedlichen Politikbereiche liegen die größten Entwicklungspotenziale für die Zukunft. Entsprechend sollten Ressourcen dort gebündelt und eingesetzt werden, wo der Bedarf am größten ist.“
Die Folgen von Armut und sozialer Ausgrenzung hat die gesamte Gesellschaft zu tragen. Nahezu alle Politikfelder sind betroffen. Und die damit verbundenen Folgekosten sind für alle erheblich. Ich will Ihnen das am Beispiel von einer Modellrechnung unseres Hauses für die GKV verdeutlichen:
- Im September 2006 waren 4,3 Mio. Arbeitslose in der GKV versichert. Während ein erwerbstätiges Mitglied rd. 2000,- € Beiträge im Jahr entrichtet, sind es beim ALG-I-Empfänger rd. 1600,- € und beim ALG-II-Empfänger etwas mehr als 1300,- €. Daraus errechnen sich Mindereinnahmen durch Arbeitslose in Höhe von 2,6 Mrd. €.
- Diesen stehen deutlich höhere Ausgaben gegenüber: Die Ausgaben für einen Arbeitslosen sind etwa doppelt so hoch wie bei einem Erwerbstätigen. Bei 4,3 Mio. Arbeitslosen ergibt dies Mehrausgaben in Höhe von 8,7 Mrd. €.
- Mindereinnahmen und Mehrausgaben addieren sich zu einer Deckungslücke von mehr als 11 Mrd. €. D.h. die Arbeitslosigkeit in Deutschland auf dem aktuell vergleichsweise niedrigen Niveau kostet die GKV 11 Mrd. € im Jahr. Sollte die Zahl der Arbeitslosen wieder steigen, vergrößert sich die Deckungslücke. Der Abbau der Arbeitslosigkeit würde hingegen die Krankenkassen erheblich entlasten und Beitragsabschläge von bis zu einem Prozentpunkt erlauben.
Solche Modellrechnungen ließen sich aber auch für alle anderen Sektoren erstellen und würden dann erst das ganze Ausmaß der Kosten von Armut für die Gesellschaft deutlich machen. Deshalb ist die Forderung des Kooperationsverbundes „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ nach Abbau der Armut nachdrücklich zu unterstützen.
Solange aber die Armutsproblematik fortbesteht, müssen die sozialen Sicherungssysteme und alle anderen Verpflichtung Tragenden zumindest die Symptome der Armut lindern, um die gravierendsten Auswüchse des Problems zu beseitigen. Mit der 2003 gestarteten BKK-Initiative „Mehr Gesundheit für alle“ haben wir begonnen, die Ungleichheit von Gesundheitschancen zu vermindern. In mehr als 60 Projekten und Strukturmaßnahmen in den Bereichen Prävention, Gesundheitsförderung und Selbsthilfe versuchen wir, die Gesundheitschancen von sozial benachteiligten Menschen zu verbessern. Dass wir dabei erfolgreich sind, davon zeugen mehrere Auszeichnungen von BKK geförderten Projekten aus der jüngsten Zeit.
Um gute, soziallagenbezogene Projekte auch von anderen Akteuren bekannt zu machen und zu würdigen, hat der BKK Bundesverband wie bereits im letzten Jahr auf seiner gestrigen Satellitenveranstaltung zum 12. Kongress „Armut und Gesundheit“ vier Projekte guter Praxis ausgezeichnet. Sie waren zuvor von einer unabhängigen Jury ausgewählt worden. Es handelt sich dabei um folgende Projekte:
- Waldameisen, Kita „Storchennest“, Cottbus
- Connect, Büro für Suchtprävention, Hamburg
- Schutzengel, Förderverein Schutzengel e.V., Flensburg
- Psychisch krank im Job, Familien-Selbsthilfe Psychiatrie, Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker (BApK e.V.), Bonn
Zur Erklärung des Kooperationsverbundes im Wortlaut
Pressemitteilung der AOK mit Statements von
Dr. Hans Jürgen Ahrens
Bonn, den 1. Dezember 2006
AOK engagiert sich in der Gesundheitsförderung von sozial Benachteiligten
Kongress „Armut und Gesundheit“
Berlin. Die AOK setzt sich für eine gute Gesundheitsversorgung von sozial Benachteiligten ein. „Hier ist erfolgreiche Gesundheitsförderung besonders effektiv, hier sind noch große Rückstände aufzuholen in gemeinsamer Anstrengung von gesetzlichen Krankenkassen und anderen Trägern der Gesundheitsprävention“, erklärte Dr. Hans Jürgen Ahrens, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, auf dem Kongress „Armut und Gesundheit“ in Berlin. Eine ganz wichtige Rolle spielten dabei, so Ahrens, die „regionalen Knoten“. Das sind Koordinierungsstellen zur gemeinsamen Abstimmung und Durchführung von Präventionsprojekten von Krankenkassen und Kommunen in Kindergärten und Schulen. Diese „regionalen Knoten“ gebe es mit Unterstützung der gesetzlichen Krankenkassen in allen Bundesländern (bis auf das Saarland). Hier würden Präventions-Aktivitäten gut koordiniert und weiter verbreitet.
Ahrens sagte: „Damit die Arbeit der regionalen Knoten aber auf sichere Beine gestellt werden kann, brauchen wir in jedem Bundesland eine gemeinsame Finanzierung und Unterstützung vom Land und allen gesetzlichen Krankenkassen. Auch die Beteiligung der privaten Krankenkassen wäre gut.“
Ahrens kritisierte, dass die kommende Gesundheitsreform es für die gesetzlichen Krankenkassen schwerer machen werde, die nötigen Mittel für die Gesundheitsförderung von sozial Benachteiligten zur Verfügung zu stellen. Die AOK werde sich davon jedoch nicht irritieren lassen. Als Beispiel dafür nannte er die neue AOK-Kampagne „Gesunde Kinder - gesunde Zukunft“. Ahrens: “Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist ein Mehr an Gesundheitsförderung ein Muss: In den letzten 10 Jahren hat sich die Fitness von Kindern und Jugendlichen um ca. 10 % verschlechtert. Nach einer Studie der AOK und des Wissenschaftlichen Instituts der Ärzte Deutschland, die inzwischen 60.000 Testpersonen umfasst, ist die Fitness der Kinder seit 2000 kontinuierlich zurückgegangen.“
Die AOK startet daher 2007 eine große Kampagne „Gesunde Kinder - gesunde Zukunft“, um die Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Ahrens: “Schon bisher haben wir mit altersgerechten Angeboten für Kinder zu gesunder Ernährung, zur Motivation für Spiel und Sport und zum entspannten Umgang mit Stress einen expliziten Schwerpunkt gesetzt. In diese Projekte wurden auch die Eltern der Kinder eingebunden, um die Gesundheitschancen der heranwachsenden Generation von vornherein zu verbessern. Diese Angebote werden wir bündeln und darüber hinaus unsere Aktivitäten in Schulen und Kindergärten intensivieren. So werden wir im Rahmen der Kampagne z. B. gemeinsam mit der Stiftung Kindergesundheit in vielen Kindergärten bundesweit Erzieherinnen darin unterstützen, Kinder spielerisch für gesundes Essen und mehr Bewegung zu motivieren. Wir werden auch neue Wege beschreiten, um diese Ziele auf Dauer in den Kindergarten- und Familienalltag zu integrieren.“
AOK-Bundesverband
Pressestelle
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Statement
Ingrid Papies-Winkler, Plan- und Leitstelle Gesundheit Friedrichshain-Kreuzberg
Insbesondere in den Berliner Innenstadtbezirken wie Neukölln, Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg mit ihrem hohen Anteil armer Menschen besteht ein großer Handlungsbedarf.
So nimmt der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg lt. Berliner Sozialstrukturatlas nach wie vor den letzten Rang ein unter den Berliner Bezirken. Das bedeutet u. a., dass im Ortsteil Friedrichshain 18,1 % und im Ortsteil Kreuzberg 23,6 % der Menschen unterhalb der Armutsgrenze leben (Berlin insgesamt 17,6 %). 50,5 % der Menschen in Haushalten mit Migrationshintergrund sind von Armut betroffen, in Haushalten mit Kindern unter 18 Jahren sind 38,6 % der Personen arm.
Eine wesentliche Zielgruppe von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention sind daher Kinder und Familien.
Die Ergebnisse der jährlichen Einschulungsuntersuchungen, die KIGGS-Studie des Robert-Koch-Instituts sowie die vergleichende Langzeitstudie, die in 41 Ländern einschließlich Berlin zur Kindergesundheit durchgeführt wurde, zeigen vor allem bei sozial benachteiligten Kindern, die Zunahme von allgemeinen Entwicklungsdefiziten und psychischen Auffälligkeiten sowie erhebliche Sprachdefizite und Übergewicht bei Kindern mit Migrationshintergrund (Friedrichshain-Kreuzberg: ca. 24 % türkischer Herkunft, ca. 12 % Deutsch).
Um wirksame Strategien und Maßnahmen zur Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit umzusetzen, ist ein niedrigschwelliger, ressourcenorientierter und partizipativer Zugang zur Zielgruppe unabdingbar.
Erfolgreiche Zugangswege sind hierbei u. a. die Settings Familie, Kita, Schule und Stadtteil. Wichtig sind - wie auch auf Bundesebene - der Aufbau und die Nutzung von Netzwerk- und Kooperationsstrukturen, die Akteure des Gesundheits-, Jugend-, Sozial-, Umwelt- und Stadtentwicklungsbereich zusammenzuführen.
Good-Practice-Beispiele für kommunale Strategien und Projekte:
- Das Netzwerk „Gesundheitsförderung rund um die Geburt“ in Friedrichshain-Kreuzberg ist ein Zusammenschluss von ca. 35 Institutionen mit dem Ziel, insbesondere sozial benachteiligte Schwangere und Familien zu unterstützen und den Kinderschutz zu verbessern. Hieraus sind diverse Einzelmaßnahmen entstanden.
- Das Berliner Bildungsprogramm für Kitas enthält ein wesentliches Modul zur Gesundheitsförderung. Es wurde verpflichtend für alle Kitas eingeführt.
- Schulen erhalten in Kooperation mit Krankenkassen Hilfe bei der Organisationsentwicklung zur „Gesunden Schule“ als Schulprogramm.
- Die Durchführung von bezirklichen Gesundheitskonferenzen, wie z. B. „Kindergesundheit, Ernährung und Bewegung“, die als offene Foren aller beteiligten Akteure, einschließlich Kinder, durchgeführt werden, bieten durch den partizipativen Ansatz gute Voraussetzungen, um die Zielgruppen wirklich zu erreichen und somit zur Chancengleichheit beizutragen.
- In einem 3-jährigen Bundes-Modellprojekt „Besser essen. Mehr bewegen.“ werden Gesundheitstrainer und Mentoren mit türkischem und arabischem Migrationshintergrund geschult zum Einsatz in Familien, Schulen und Stadtteilen.
- In dem EU geförderten Projekt „Gemeindedolmetschdienst“ wurden 75 arbeitslose Migrant(inn)en zu Sprach- und Kulturmittlern qualifiziert, die im Gesundheits-, Jugend- und Sozialbereich auf Honorarbasis eingesetzt werden.
- Angegliedert ist seit November 2006 ein Berliner Modellprojekt, in dem 20 arbeitslose Migrant(inn)en in Beschäftigungsverhältnisse übernommen wurden zum Einsatz in gemeinnützigen Bereichen.
- Unterstützt wird die Selbsthilfeinitiative von ca. 15 Müttern türkischer Herkunft, „Mütter ohne Grenzen“, die aktiv gegen Drogendealer vorgeht.
- Eine Medikamentensammlung zur Unterstützung von Einrichtungen, die Nichtversicherte und Menschen ohne Aufenthaltsstatus behandeln, wurde initiiert.
Vitae
Ahrens, Hans Jürgen, Dr. jur.
seit 1.1.1996 Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, zuvor Lehrauftrag für Öffentliches Recht an der
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Vorsitzender des Aufsichtsrates der August-Bier-Klinik, Malente, Ministerialdirigent
und Leiter einer Abteilung im Ministerium für Arbeit und Soziales, Jugend in Schleswig-Holstein
Kontakt:
AOK-Bundesverband, Kortrijker Str. 1, 53177 Bonn
Tel.: (0228) 8430
Mail: hansjuergen.ahrens@bv.aok.de
Papies-Winker, Ingrid
Dipl.-Politologin, Dipl. Sozialpädagogin
Koordinatorin für Gesundheitsförderung der Plan- und Leitstelle des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg, Sprecherin
des Arbeitskreises „Migration, Integration und Gesundheit“ von Gesundheit Berlin e.V.
Publikationen:
• Papies-Winkler: Interkulturelle Gesundheitsförderung: In: Geene, R./Graubner, S./Papies-Winkler,
I./Stender, K. P. (Hg.), Gesundheit-Umwelt-Stadtentwicklung. Netzwerke für Lebens-Qualität, Berlin 2002
• Papies-Winkler: Dolmetschen im Gesundheits- und Sozialwesen - Projekt des Interkulturellen
Gesundheitsnetzwerks Berlin. In: Borde, T./David, M. (Hg.), Gut versorgt?, Ffm 2003
• Papies-Winkler: Kinderbeteiligung für eine gesunde und zukunftsfähige Stadt „Kiezdetektive“, In: Borde,
T./David, M. (Hg.), Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, Ffm 2005
Kontakt:
Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Plan- und Leitstelle Gesundheit, Müllenhoffstr. 17, 10967 Berlin
Tel.: (030) 74755972, Fax (030) 7475 59 0
Mail: gespl@ba-fk.verwalt-berlin.de
Pott, Elisabeth
Dr. med.
1967 -1974 Medizinstudium in Bonn und Kiel, 1976 Approbation, Promotion (Gerichtsmedizin), 1976/1977 Chirurgische
Weiterbildung, 1981 Ärztin für öffentliches Gesundheitswesen, 1978 Referentin im Bundesministerium für Arbeit und
Sozialordnung (Gesundheitsvorsorge und Früherkennung in der GKV), 1981 Referatsleiterin im Niedersächsischen
Sozialministerium (Gesundheitsvorsorge und -fürsorge im ÖGD), seit 1986 Direktorin der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung, Lehrauftrag für Sozialmedizin an der Medizinische Hochschule Hannover
Publikationen:
• Pott, Elisabeth: „Soziale Aspekte von Krankheit und Gesundheit“. Vortrag beim 1. Nationalen
Präventionskongress „Kardiovaskuläre Epidemiologie und Prävention“, Essen, 04.05.2005
• Pott, Elisabeth: „Von der AIDS-Aufklärung zur STD-Prävention. Vorschläge für eine erfolgsversprechende
Zukunft“. 10. Deutscher und 16. Österreichischer AIDS-Kongress, „HIV 2005 Herausforderung, Innovation,
Vision“, Wien, 01.-04.06.2005
• Pott, Elisabeth: „Closing the gap: Strategies for Action to tackle Health Inequalities in Europe“. Konferenz
“Tackling Health Inequalities Summit, Queen Elisabeth II Conference Centre London, 17.-18.10.2005
Kontakt:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Ostmerheimerstr. 220, 51109 Köln
Tel.: (0221) 8992240, Fax (0221) 8992300
Mail: elisabeth.pott@bzga.de
Rosenbrock, Rolf
Prof. Dr. rer. pol.
Wirtschafts-, Sozial- und Gesundheitswissenschaftler, Leiter der Forschungsgruppe Public Health im
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), lehrt Gesundheitspolitik u.a. an der Technischen Universität
Berlin, wichtigste Themen sind die sozial bedingten Ungleichheiten von Gesundheitschancen, Präventionspolitik,
Betriebliche Gesundheitsförderung, sowie Steuerung und Finanzierung der Krankenversorgung, betreibt seit den 70er
Jahren Gesundheitsforschung und Politikberatung und ist u.a. Mitglied im Sachverständigenrat für die Begutachtung der
Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR - G), Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Mitglied des Nationalen Aids-Beirates (NAB), des Vorstandes im Berliner Zentrum
Public Health (BZPH) sowie des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH)
Publikationen:
• Rolf Rosenbrock, Claus Michel: Primäre Prävention, Bausteine für eine systematische Gesundheitssicherung,
Berliner Schriftenreihe Gesundheitswissenschaften, Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin
2006 (im Druck)
• Rolf Rosenbrock/Thomas Gerlinger: Gesundheitspolitik. Eine systematische Einführung, Verlag Hans Huber:
Bern usw. 2004, 2., vollst. überarb. u. erw. Aufl. 2006
• Uwe Lenhardt/Rolf Rosenbrock: Wegen Umbau geschlossen? Auswirkungen betrieblicher Reorganisation auf
den Gesundheitsschutz, edition sigma: Berlin 2006
Kontakt:
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Reichpietschufer 50, 10785 Berlin
Tel.: (030) 25491-571
Mail: rosenbrock@wz-berlin.de
Voß, K.- Dieter
geboren 1943
Mitglied des Vorstands des BKK Bundesverbandes
Werdegang
Klassische Krankenkassenausbildung mit allen Verwaltungsprüfungen und einem ergänzenden
verwaltungswissenschaftlichen Studium mit Abschluss 1973. Seit 1996 Vorstand des BKK Bundesverbandes, zuvor seit
1992 stellvertretender Geschäftsführer. Vorher Leitungsfunktionen beim BKK Bundesverband u. a. in den Bereichen
berufliche Bildung, „Prävention“ / „Rehabilitation, „Leistungs- und Vertragsgestaltung“. Mehrjährige praktische
Tätigkeit in allen Abteilungen einer AOK. Nach der Wende und im Wege der Abordnung: persönlicher Berater des letzten
DDR-Gesundheitsministers, Umwandlung des Gesundheitswesens in den neuen Ländern. Entwicklung von GKVStrukturen,
Errichtung von Kassen .
Kontakt
BKK Bundesverband, Kronprinzenstr. 6, 45128 Essen
Tel.: (0201) 17901
Mail: gesundheit@BKK-BV.de
Zur Pressemitteilung zum 12. Kongress "Armut und Gesundheit"



