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20.05.2009

Starkes Armutsgefälle in Deutschland erfordert passgenaue lokale Handlungsansätze!

Pressemitteilung zum Armutsatlas des Paritätischen

Rike Hertwig, Gesundheit Berlin-Brandenburg

PRESSEMITTEILUNG

Armut ist in Deutschland regional höchst unterschiedlich verteilt: Wie der aktuelle Armutsatlas des Paritätischen zeigt, reichen die Armutsquoten von 7,4 Prozent im Schwarzwald bis zu 27 Prozent in Vorpommern. Bundesweit liegt laut Atlas die durchschnittliche Armutsquote bei 14,3 Prozent. Insbesondere Erwerbslose, Alleinerziehende und Kinder sind von Armut betroffen.

„Der Armutsatlas zeigt, welch massive Dimensionen die Notlagen in einigen Regionen angenommen haben. Allgemeine Lösungsansätze helfen hier nicht. Erforderlich sind maßgeschneiderte und bedarfsgerechte Konzepte in den Regionen. Wo die Armut am größten ist, unmittelbar vor Ort, da müssen Angebote Hilfe und Unterstützung bringen! Dazu ist es notwendig, bewährte lokale Ansätze gegen Armut und sozial bedingte gesundheitliche Ungleichheit zu stärken. Erfolgreiche Unterstützungsstrukturen vor Ort müssen verstetigt und verbreitet werden“, so Carola Gold aus der Geschäftsstelle des bundesweiten Kooperationsverbundes Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten.

Initiiert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), haben sich im Kooperationsverbund 53 Organisationen zusammengeschlossen, um gute Handlungsansätze der Gesundheitsförderung für Menschen in schwieriger sozialer Lage bekannt zu machen. Auch in den strukturschwachen und ärmeren Regionen im Osten des Landes hat sich bereits Gute Praxis unter schwierigen Bedingungen etabliert: So bietet der „Mobile Sozialpädagogische Dienst der Stadt Neubrandenburg“ präventive Familienberatung für Familien mit Kindern von null bis zehn Jahren. Insbesondere Alleinerziehende und Erwerbslose werden mit diesem Angebot angesprochen und erreicht. Unterstützungen für werdende Familien mit sehr geringem Einkommen bietet das Programm „Familienhebammen in Sachsen-Anhalt“. Es wendet sich an Mütter und Väter, die sich in Arbeitslosigkeit oder Armut befinden, allein erziehend sind oder aus anderen Gründen Unterstützung benötigen.

Aktuell können 1.800 Praxisprojekte und über 90 Beispiele guter Praxis in der Projektdatenbank des Kooperationsverbundes unter
www.gesundheitliche-chancengleichheit.de für unterschiedliche Zielgruppen, Lebenswelten oder Altersgruppen sowie nach Bundesländern recherchiert werden.

Links direkt zu den genannten Good Practice-Projekten finden Sie hier:

Mobiler Sozialpädagogischer Dienst der Stadt Neubrandenburg

Familienhebammen in Sachsen-Anhalt

Pressekontakt
Kooperationsverbund "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten"
Geschäftsstelle:
Gesundheit Berlin
Öffentlichkeitsarbeit
Rike Hertwig
presse@gesundheitberlin.de
Tel. 030 / 44 31 90-72
Fax 030 / 44 31 90-83

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Der Kooperationsverbund wurde 2003 auf Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegründet
und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
BZgA / Ostmerheimer Str. 220 / 51109 Köln / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300
Die BZgA ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.