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01.12.2007

Resolution zum Präventionsgesetz vom 13. Kongress Armut und Gesundheit

Ber­lin. Das Abschlussplenum des bun­des­wei­ten 13. Kongresses Ar­mut und Ge­sund­heit hat die folgende Re­so­lu­ti­on verabschiedet, die An­for­de­rung­en an ein Präventionsgesetz formuliert:

Die Zeit ist reif für ein Bundesgesetz für nichtmedizinische Primärprävention!

Die hier versammelten Ak­ti­vist/in­nen, Wis­sen­schaft­ler/in­nen und  Vertreter/in­nen aus Verbänden und Institutionen ap­pel­lie­ren drin­gend an die Po­li­ti­ker/in­nen, bei den Be­ra­tung­en über das Prä­ven­ti­onsgesetz Partikularinteressen nicht über das Ge­mein­wohl zu stel­len und Re­ge­lung­en für den Be­reich zu tref­fen, in dem der größ­te Be­darf besteht.

Der 13. Kon­gress Ar­mut und Ge­sund­heit mit über 1.600 Teil­neh­mer/in­nen repräsentiert ei­ne starke, lebendige Prä­ven­ti­on mit entwickelten Me­tho­den der In­ter­ven­ti­on und Qualitätssicherung. Der
Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund Ge­sund­heits­för­de­rung bei so­zi­al Be­nach­tei­lig­ten zeigt eben­so, wie Modellprojekte der gesetzlichen Kran­ken­kas­sen (z.B. Gesund Aufwachsen) und wie die Quartiersmanagements im Pro­gramm Soziale Stadt die Vielfalt, Po­tenz und Dy­na­mik die­ses zukunftweisenden Feldes der Ge­sund­heitspolitik.

Die Produktivität dieser Kräfte kann sich vervielfachen,

  • wenn diese Aktivitäten endlich ihre offizielle und institutionelle Anerkennung als notwendiger Teil der Gesundheitspolitik erhalten
  • wenn ein verlässlicher, transparenter und dynamischer Ressourcenfluss gesichert ist
  • wenn die Aktivitäten durch verbindliche Gesundheitsziele unter dem Oberziel der Verringerung sozial und durch Geschlecht bedingter Chancenungleichheit gebündelt werden
  • wenn insbesondere die Interventionstypen "Gesundheitsprojekte in Lebenswelten /Settings" und "Bevölkerungsweite Themenkampagnen" einen ihrer Bedeutung angemessenen Anteil erhalten.
  • wenn Qualitätssicherung verbindlich wird und ihre Befunde zentral zur Qualitätsverbesserung und Wirkungsmessung ausgewertet werden.

Wir brauchen ein Präventionsgesetz jetzt!

Berlin, 1.12.2007, 14.00 Uhr
Abschlussplenum des 13. Kongresses Armut und Gesundheit

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und wird maßgeblich durch die BZgA getragen. Ihm gehören aktuell 55 Partnerorganisationen an.
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