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27.07.2007

Relaunch der bundesweiten Online-Datenbank "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten"

Holger Kilian, Gesundheit Berlin-Brandenburg

2.700 Einträge umfasst zurzeit die von Gesundheit Berlin betreute größte bundesweite Übersicht über Angebote der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung, online recherchierbar unter www.gesundheitliche-chancengleichheit.de. Seit die Datenbank im Sommer 2003 ins Netz gestellt wurde, entwickelt sie sich kontinuierlich: Die Übersicht wird laufend durch neue Angebote ergänzt, gleichzeitig werden Einträge aus der Datenbank genommen, wenn sie seit mehr als drei Jahren abgelaufen sind. Auf die wachsende Bedeutung der Qualitätsentwicklung gesundheitsfördernder Angebote wurde reagiert, indem seit Mai 2006 in der Datenbank nach Beispielen guter Praxisrecherchiert werden kann. Diese werden im Rahmen eines „Good Practice“-Auswahlprozesses anhand transparenter Kriterien beschrieben und führen zur (angepassten) Übernahme erfolgreicher Praxis z.B. in die Regelversorgung.

Die Datenbank hat sich also in den vier Jahren ihres Bestehens bewährt. In den vergangenen Jahren ließen sich noch nicht alle Verbesserungsideen umsetzen, die im gemeinsamen Lernprozess der Datenbank-Betreuung zusammen mit den Nutzer/innen entwickelt wurden. Hinweise und Anregungen, die nicht unmittelbar umsetzbar waren, wurden gesammelt und viele von ihnen können nun im Sommer diesen Jahres umgesetzt werden: Gemeinsam mit dem beratenden Arbeitskreis der BZgA für den Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ koordiniert Gesundheit Berlin einen umfassenden Neustart (Relaunch) der Datenbank, der die folgenden Stufen umfasst:

  • Neuformulierung des Erhebungsinstrumentes: Gemeinsam mit dem beratenden Arbeitskreis wurden die Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge aus vier Jahren Online-Datenbank ausgewertet. Die Ergebnisse fließen in einen überarbeiteten Fragebogen ein, der die in der Datenbank enthaltenen Informationen zusammenstellt. Im neuen Fragebogen werden viele Angaben eindeutiger sein als bislang und interne Widersprüche seltener auftreten. Auch können beispielsweise Interventionen nachdem Setting-Ansatz wesentlich umfassender dargestellt werden. Damit der Umfang des Fragebogens weiterhin handhabbar bleibt, wurde auf Fragen verzichtet, deren Antworten sich angesichts des sehr breiten Angebotsspektrums als zu wenigaussagekräftig erwiesen haben.
  • Aktualisierung der Datenbank-Einträge: Nach einem Test des Erhebungsinstrumentes gemeinsam mit Vertreter/innen von Praxisangeboten werden im Sommer alle bereits in der Datenbank vertretenen Anbieter angeschrieben und gebeten, ihre Angaben auf der Grundlage des neuen Erhebungsinstrumentes zu aktualisieren. Dies geschieht online, d.h. die Angaben können über das Internetdirekt in die Datenbank eingegeben werden. Um den Aufwand möglichst gering zu halten, werden alle Angaben aus der alten Datenbank übernommen, die im neuen Fragebogen beibehalten werden. Sind diese hierzu weiterhin aktuell, müssen nur noch die neuaufgenommenen Felder ausgefüllt werden.
  • Sammlung neuer Angebote: Um den bundesweiten Überblick auf eine noch breitere Basis zu stellen, wird im Herbst eine Erweiterungserhebung durchgeführt. Sie wird mögliche Anbieter auf einen Eintrag in der Datenbank ansprechen und zum Eintrag in die Datenbank motivieren.

Das Ziel des Datenbank-Relaunches ist, zum 13. Kongress „Armut und Gesundheit“ eine noch präzisere und erweiterte Datenbank vorstellen zu können, deren Einträge und Recherchemöglichkeiten den Nutzerinnen und Nutzern einen komfortabel zugänglichen Überblick über die Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung vermitteln. Wir werden fortlaufend über den Verlauf des Datenbank-Relaunches berichten und bitten alle relevanten Projekt- und Maßnahmenträger, die Erhebungen zu unterstützen.

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